Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden

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Etoileza

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Hallo!
Ich hab schon lange kein Thema erstellt, aber ich brauche euren Rat.
Ich habe ja vor mehreren Monaten den Kontakt zu meinem Hundetrainer abgebrochen, wegen dem Tipp, Dschin bei Aggression gegen Rüden am Schwanz hochzuheben.
Seitdem gibt es bei uns keine Wurfketten mehr und ich bemühe mich, mit ihm trotzdem Fortschritte zu machen.
Was auch im Bereich von Verhalten ggü Menschen klappt.
Soweit ist es so, dass Dschin, wenn er einen fremden Menschen mag, eine entspannte Haltung annimmt und ich ihm erlaube, ihn kennenzulernen. Wenn nicht, dann bleibt er bei mir und geht nicht mehr vor.
Er spielt jetzt auch mit großen Männern( darauf ganz stolz bin), und fasst schneller Vertrauen.
Rammeln bei Gästen und Unruhe bei Läufigkeit von Hündinnen ist mittlerweile durch den KastraChip völlig abgestellt und er hat unglaublich viel weniger Stress.
Auch bei fremden Hunden reagiert er nicht mehr aggressiv, im Stadtpark läuft er leinenlos und in der Stadt ist er ein Schatz.
Aber was geblieben ist, ist die extreme Aggression gegen ausgewählte Rüden aus dem Ort. Ich kann sie nicht abstellen, aber weiß, dass es nicht unmöglich ist, da wir und mit dem Nachbar und Besitzer eines Lieblingsfeindes mehrmals verabredet haben, und die Hunde 25 von 30 Minuten ein wenig gestresst, aber friedlich nebeneinander liefen. Pöpeln von meinem Hund gab es nur bei der Begegnung, wenn der andere Rüde nach dem Pinkeln wieder neben uns laufen wolte und aus einem Abstand heraus zu uns kam und beim frontalen Aneinanderlaufen.
Wie sollte ich da am Besten reagieren?
Momentan fasse ich ihn am Nacken und sage streng "Nein", nachdem er mit Anlauf zum Rüden will.
Er reagiert in so einer Situation weder auf Leckerli, noch auf Spielzeug und ehrlich gesagt ist ihm das liebste Lob auch ein Krauler. Den gebe ich ihm natürlich reichlich, da er mir nach der Korrektur kurz folgt. Aber nach 2 Sekunden Lob versucht er es immer wieder.

Um noch Mal klarzustellen, es ist kein Problem in der Rangordnung oder ich habe keine Beziehung zum Hund.
Er folgt aufs Wort, orientiert sich an mir, und hat sich von "aggressiv auf Alles" vom Welpenalter an in "aggressiv auf 5 Rüden" gewandelt.
Das ist auch nicht als Vorwurf gemeint, sondern nur weil ich das als Standartantwort nur zu gut kenne und
es weh tut das zu hören, wenn man 2 Jahre lang Berge verschoben hat, damit der Hund nicht ins Tierheim kommt.

Ich weiß, ich sollte am Besten mit Beachtung von Ursachen das Problem lösen, aber ich bin gerade mitten in meinen Abiprüfungen und erst in 3 Wochen fertig. Dann suche ich mir erstmal einen guten Ausbilder, hab auch schon ein paar Telefonnummern, jetzt versuche ich aber erstmal, die Symptome solange in den Griff zu kriegen.
Habt ihr Vorschläge für mich, wie ich das Verhalten am Besten unterbinde?
Außerdem wäre es toll, ein paar Tipps für die Gewöhnung an fremde Menschen außerhalb des Hauses zu kriegen, da er drinnen neugierig , draußen aber manchmal noch unsicher ist.
Welche Übungen für draußen eignen sich für den Bindungsaufbau? Momentan mache ich eher Einfaches/ Unprofessionelles wie Ball werfen, auf Kommando holen lassen und ihn aus dem Rennen zurückholen/ abliegen lassen, Tricks und Gehorsam. Würde aber gerne noch etwas Anspruchsvolleres machen.

Dankeschön für die Tipps im Vorraus.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #2
Hallo,

also ich wuerde gerne versuchen zu helfen, aber kenne leider nicht die Spezifikationen Deines Hundes:

- Rasse (oder dominante Rasse beim Mischling)
- Alter
- Kastriert oder nicht
- Unter welchen Umstaenden hast Du den Hund bekommen (unbekannter Herkunft aus dem Tierschutzverein oder anders/privat)?

Ich persoenlich halte meist schon ausgewachsene Hunde aus dem Tierschutzverein. Sie sind gegenueber Fremden teilweise zurueckhaltend bis aggressiv. Das kommt total auf die Situation an, zu Hause oder unterwegs und fremd, und, was sie vorher erlebt haben, was ich leider nicht weiss, aber mit anderen Hunden z.B. beim TA, kein Problem. Ich rede jetzt von kastrierten Rueden.

Ich hatte aber auch schon einen Schaeferhund, maennlich, nicht kastriert, von Welpe an aus Privatzucht. Ein super Schutzhund, aber absoluter Hundebeisser. Darum meine Fragen, da sie es immer situativ zu beantworten gilt, es gibt kein Allgemeinrezept.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #3
Huhu :)

Wie sieht es aus, muss er sich mit diesen Hunden "anfreunden", weil ihr euch regelmässig übern Weg lauft?
Oder wäre es möglich, das sein Verhalten einfach "hingenommen"werden kann?

Ich bin ja der Meinung, nicht jeder Hund muss jeden mögen und wenn man das Tier in relativ ruhigem Verhalten an seinen "feinden"vorbei bekommt, ist es ok und man muss ihnen keine Freundschaft aufdrücken. ;)

Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Meine Jungs haben hier zwei "feinde", wenn wir bei denen am Garten vorbei gehen, dann ist da HalliGalli Dreck Sau. ;)
Anfangs haben meine auch richtig darauf reagiert und Heute gehen wir ruhig an denen vorbei. Mein Ben schaut noch, Baby brummelt ab und zu und gut ist.

Interessant wurde es, als wir auf der Wiese diesen beiden übern Weg liefen.
Ben hat das zu erst gar nicht geschnallt, das es die zwei sind und hat ganz normal Verhalten.
Baby stand hinter mir, fell hoch und geknurrt.
Blieb aber immer schön hinter mir, weil der eine ihn schon mal gebissen hatte, als der ohne Leine rum lief und uns im Dunkeln entgegen kam.

Als Ben noch so sehr darauf reagiert hatte, habe ich mit ihm "schau" oder "guck" geübt.
Wenn ich ihn aus bestimmten Situationen raus haben will und seine Konzentration umlenken möchte, ist das super bei uns.
Wir gehen also am Zaun lang *wir wechseln übrigens immer die Strassenseite. ;)* und Ben fixiert drüben das Objekt Feind und dann sage ich "schau" sein Blick richtet sich auf mich und erst wenn ich ihm sage, das er wieder darf, dann schaut er nochmal zurück.
Und wir sind in frieden und ohne gebrummel am Problemzaun vorbei.

Das habe ich in Alltags Situationen eingebaut, so das er lernt, das er mich dann ansehen muss.
Ich komm damit sehr gut klar und er auch. :)

Das muss natürlich in winzig kleinen Schritten aufgebaut werden. Wenn du daran interesse hast, versuche ich es dir mal zu erklären, wie ich es gemacht habe.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #4
Ups, ja die Sachen sind doch wichtig zu erwähnen, danke.
Dschin ist 2,5 Jahre alt, seit 2 Monaten mit einem KastrationsChip "kastriert" und ein American Bully, das heißt wohl eine Mischung aus molosserartigen Rassen und auch Am Staffordshire.
Ich habe ihn von einem Vermehrer, nachdem er seine Prägephase im Zwinger verbracht hat.
Schon in den ersten Wochen hat er Aggressionen gegenüber allem Fremden gezeigt, wohl aus Angst.
Er hat sich so da rein gestiegert, dass er regelrechte Anfälle im Stress hatte, wo er einfach um sich biss.
Ich hab zwar alles normal gemacht: Welpenschule, Junghundekurs... er hat sich auch nach einiger Zeit an Hunden orientiert, aber gegenüber Menschen wurde er immer schlimmer und ich habe brav auf meine Trainarin gehört: Den Hund an den Menschen vorbeikeksen. Nur leider hat das nichts gebracht.
Als er 8 Monate alt war, ist er gegenüber allen Hunden aggressiv geworden und bei Menschen war es noch schlimmer. Auch gegenüber mir war er teilweise bissig.
Dann habe ich mir einen neuen Trainer gefunden und er sagte: so lange an die Leine und immer bei dir halte , bis er ohne dich nicht mehr kann.
Er war zuerst sehr kompetent und hat mir gezeigt, wie ich ihn ohne Fressen mit Körpersprache führen soll und seinen Respekt erarbeiten muss. Ich habe zwar auch mit Wurfketten gearbeitet, aber nur wenn er sich in etwas reinsteigern wollte und das hat ihn sehr gut da raus geholt.
Ich habe mit ihm seine Aggressionen sehr gut in den Griff gekriegt und der Trainer hat mir gezeigt, wie ich ihm Sicherheit vermitteln kann, und reagieren soll wenn er zurückfällt.
TA und Trainer diagnostizierten Hypersexualität und er bekam einen KastraChip, der Wunder bewirkt hat.
Leider war der Trainer am Ende überfordert mit der Aggression gegenüber den Rüden und ist immer gröber geworden.
Am Ende stand halt die Sache mit dem Hochziehen am Schwanz, wo ich mich geweigert habe.
Und jetzt stehe ich halt da, wo ich stehe und hoffe, Jemand hat einen Tipp:)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Knopfstern: genau so ein Verhalten hätte ich gern. Keine Freundschaft, aber ruhiges Vorbeigehen. Das Problem bei mir ist, dass Dschin auf seinen Namen als "schau" gut reagiert, wenn wir mehr als 2 Meter vom Feind entfernt sind. Er fixiert zwar, achtet aber auf mich, wenn ich zur Seite gehe oder wende. Das habe ich ja auch 1 Jahr trainiert.
Genau dann, wenn die Beiden auf einer Höhe sind, sprintet er knurrend los, schmeißt sich in die Leine, prallt wieder ab und geht, sobald der Andere 1 Meter entfernt ist, schwanzwedelnd hinter mir her und beschwichtigt, soweit ich das verstehe, denn ich werd natürlich grimmig.
Nach 5 Metern kann ich ihn dann wieder offline lassen. Aber die Tatsache, dass er so vieles gelernt hat und jetzt diese Pupsaufgabe von ruhigem Gehen nicht akzeptieren will:uups:
Das macht mich fertig.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #5
Ihr bzw du hast so viel mit ihm gearbeitet und schon ganz grosse Schritte gemacht.
Das ist Super! :clap:
Das musst du dir bitte immer und immer und immer wieder vor Augen halten.

Ich musste mit Ben an seinem Problem über 1,5 Jahre arbeiten. Dann kam hinzu, das er vier mal an der Leine gebissen wurde, sein Verhalten dann natürlich wieder Intensiver wurde, etc.

Daher, nicht aufgeben, weiter machen.
Du bist auf dem richtigen weg.

Mir stellt sich gerade die Frage, muss es so weit kommen, das er in die Leine springt?
nein, das muss es eigentlich nicht.
Du kennst deinen Hund so gut, das du genau sehen solltest, wann er in diesen"Trott"fällt und schon vorher reagieren.
Sprich, abbrechen und aus der Situation raus gehen.

Wenn es möglich ist, geh eine kurve, geh zurück,etc.
an diese Situation muss man sich schritt für schritt ran tasten.
Das leichteste Ohren in deine Richtung legen, muss hier gelobt werden, weil es ein "auf Frauchen reagieren"ist.

Das ran gehen ist einfach noch zu viel für ihn. Und vielleicht sollte man das versuchen in wirklich kleinen Schritten zu"ertasten"und die Situation, solange er so Unsicher ist, vermeiden und wirklich im mini schritt ran gehen.

was mir aber auch auffällt und was ich denke, das du in so einer Situation sehr unsicher wirst, kann das sein? ;)
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #6
Eigentlich ist "ruhiges vorbeiführen" ganz einfach zu trainieren. Je nach Hund, versteht sich. Und warum muss er sich in 2m Nähe des Hundes aufhalten?!

Distanz so wählen, dass Hund noch nicht ausrastet und ein Alternativverhalten (Sitz, Platz, Fuß, etc.) etablieren. Möglichst an den anderen Hund rantasten.
Rastet Hund aus, Verhalten unterbrechen, Alternativverhalten verlangen und durchsetzen. Üben, üben, üben...

Loben, bei allem was richtig ist, nicht vergessen!
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #7
Er fixiert zwar, achtet aber auf mich, wenn ich zur Seite gehe oder wende. Das habe ich ja auch 1 Jahr trainiert.

Warum hast du ihm antrainiert, dass er fixieren darf ?
Da baut er sich doch erst recht auf - Blickkontakt vermeiden (eben auf dich lenken), notfalls umkehren und weglaufen, wenn er fixiert.
Du splittest aber schon, indem er auf der entfernteren Seite "Fuss" laufen muss ?

Warum er 2 Meter an seine "Feinde" ran muss, wenn er sich nicht in solchen Situationen zu 100% auf dich konzentrieren kann, verstehe ich auch nicht.
Genauso wenig, wieso ein Trainer bei Angstaggression (so beschreibst du es) mit Wurfketten ran will. Aber zum Glück hast du den nicht mehr.
Bei Angstaggression wäre eher die Gegenkonditionierung (aber nicht in dem Masse, wie du es mit dem Nachbarshund gemacht hast, das war Schocktherapie und hätte nach hinten los gehen können, weil der Hund deutlich im dunkelroten Stressbereich bei sowas landet, was Lernen verunmöglicht. Orange ist okay.) sinnvoll. Da es nur ein paar bestimmte Tiere sind, müssen die Halter aber einigermassen mitspielen.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #8
Danke für die Antworten!
Ich werde es so weiterführen, wie exe erklärt hat und ihn nicht zu intensiv mit der Situation konfrontieren.
Wieso er auf 2 Meter an die Rüden heranmuss hat den einfachen Grund, dass all unsere Spazierwege etwas weniger als 3 Meter breit sind:)
Ich kann aber auch zur Not mit ihm zur Seite ins Grüne.
Ich werde eigentlich nicht unsicher, nur etwas unruhiger, weil es ein wenig schwer ist, sich dabei durchzusetzen. Daran werde ich arbeiten:uups:

Achso, das Fixieren habe ich ihm nicht antrainiert, aber er hat schon immer intensiven Blickkontakt mit allen Hunden aufgenommen, die uns entgegen kommen. Was ich mit Training meinte, ist, dass er trotzdem auf mich aufpassen muss, wenn ich wende oder zur Seite gehe. Ich habe es ihm soweit gelassen, weil es seinen Gehorsam nicht beeinträchtigt (und als ich es mit Richtungswechsel abgewöhnen wollte, bin ich 2 Monate nur Kreise gelaufen) und es wird langsam besser, wenn ich einfach ruhig vorbeigehe und nicht jede Sekunde lang wende.
Ich denke, das kam auch teilweise durch seine Unsicherheit.

Die Wurfketten wurden übrigens nicht in Situationen benutzt, wenn er Angst hatte, da habe ich einfach Richtungswechsel bei Aggression gemacht, gewartet, bis er sich entspannt, und dann wieder so weit auf das Objekt zugegangen, bis er unruhig wurde, bis ich irgendwann davor stand und ihn loben konnte.

Also, soll ich die Fixierung bei den "Feinden" auf jeden Fall unterbinden? Und hilft es, wenn er gleichzeitig eine "Aufgabe" bekommt, wie z.B. einen Ball zu tragen?
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #9
Hallo,

danke fuer die konkreten Antworten. Na das ist schon ein toller Mix, den Du da hast, und das erklaert wohl so manches. Hinzu kommt seine Vergangenheit, die es Dir nicht leichter macht. So ein Energiebuendel ist jedenfalls nicht einfach zu hantieren, und falls Du noch keine Erfahrungen in puncto Hundehaltung haben solltest, Hut ab vor Deinem Einsatz. Das moechte ich mal an dieser Stelle ganz klar zum Ausdruck bringen, zumal noch im Abistress usw. Ich finde Deinen Einsatz einfach grossartig.

Im Grossen und Ganzen schliesse ich mich den Ratschlaegen der anderen an. Kritischen Blickkontakt auf jedenfall sofort unterbinden, sonst eskaliert die Situation. Aufmerksamkeit auch sich ziehen, sofort. Dennoch sollte man auch die genetischen Anlagen des Hundes so gut wie moeglich tollerieren. Man kann nicht alles wegerziehen, ohne den Hund auch sich selbst zu lassen, zumindest meiner Meinung nach, und da spreche ich auch aus langjaehriger Erfahrung mit Schaeferhund und Rottweiler. Meine letzte Errungenschaft ist ein sogenannter "Sharbo", einer Mischung aus chinesischem Shar-Pei und Boston Terrier. Terrier sind relativ quirlige Hunde, Du siehst das sicherlich auch in Deinem Hund. Shar-Peis sind charakterlich sehr schwierige und stolze Hunde. Darum laesst sich mein "Baby" (Tierheimhund) von niemand Fremdem etwas sagen, im Gegenteil, er knurrt und schnappt auch notfalls mal zu. Aber das tolleriere ich, erziehe da nicht dran rum und finde es auch nicht uebel, er soll ja auf mich hoeren, nicht auf andere. Futter wuerde er auch niemals von Fremden anruehren. Sogar mit meinen zwei Katzen kommt er mittlerweile super klar, aber das braucht halt seine Zeit.
Ich denke, Du musst ein Gleichgewicht schaffen zwischen den genetischen Anlagen Deines Hundes und damit, wie Du mit ihm harmonisch leben kannst. Genau dazwischen liegt der Raum Deiner Disposition sprich Erziehung. Stressituationen wird es immer mal geben beim Ausfuehren, aber das kann man nicht wegerziehen. Schliesslich ist ein Hund auch ein Lebewesen mit seinen genetischen Anlagen und eigenem Charakter, was man tollerieren und nicht wegerziehen sollte. Leider ist es Ziel mancher Hundehalter, aus ihrem Hund eine perfekte Maschine heranzuerziehen, was einfach nicht gutgehen kann, wenn man gegenueber dem Tier fair bleiben will.
 
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  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #10
Ich würde den Blickkontakt nicht unterbinden, sondern belohnen. :mrgreen:
Vorausgesetzt: Er schaut RUHIG zu dem anderen Hund hin. Also kein Fiepsen, kein Drohen, kein Bellen... das kann ich durchaus fördern, wie z. B. das Vorstehen bei Wild. Wenn du viel korrigierst, wenn er die anderen Hunde sieht, könnte es sein, dass er noch mehr Stress/Aufregung/Negatives mit den Hunden verbindet und sein Verhalten schlimmer wird. Lies dir auch mal das System der Gegenkonditionierung durch.

Meine Hündin darf sich gern anschauen, was da um sie rum passiert (je nach Situation), das kann einem unsicheren Hund auch Sicherheit geben. Sie darf aber nicht ausflippen oder irgendwelche anderen Spielchen spielen wollen.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #11
Ja, ist schon klar. Es geht nur darum, dass die Situation bei ihm nicht eskaliert. Blickkontakte zu anderen Hunden auf neutralem Boden, oder beim TA, sind meines Erachtens nach anders einzustufen und zu hantieren, als wenn ich mit meinen Hunden an den Zauenen anderer Hunde vorbeilaufe, deren Territorium es zu verteidigen gilt, zumal auf so schmalem Weg, dass man sogar vielleicht noch nicht mal die Individualdistanz einhalten kann und was auch andersherumbetrachtet eine Herausforderung fuer die "feindlichen Hunde" begruendet, deren Aufgabe ihrerseits darin besteht, ihr Territorium zu verteidigen, was absolut verstaendlich ist. Das erlebe ich selbst auf meinen Spaziergaengen mit meinen Hunden. Dann mache ich, dass ich wegkomme und foerdere nicht den Blickkontakt, da das definitiv nicht RUHIG ablaufen wird. Auf neutralem Boden ist das was ganz anderes und muss klappen, und das tut es auch bei uns.

Natuerlich muessen die Hunde stets wissen, was um sie herum passiert. Aber wie gesagt, ich wuerde da situativbedingt differenzieren.
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #12
Kurze Rückmeldung: Danke an alle Tipps, ich achte gerade jetzt, wo ich noch keinen Ausbilder habe, der es richtig vormacht, darauf, ihn nicht direkt mit Rüden zu kontaktieren, lieber gehe ich zur Seite, was ihn sichtlich entspannt. Und ich lobe ihn vor allem, wenn er nicht eskaliert, aber hinguckt, auch wenn das Fell steht und er entspannt sich immer mehr. Obwohl ich natürlich korrigiere, wenn er meint, seinen Macken zu zeigen, sprich, ich zwinge ihn ins Platz, aber lieber gehe ich dem aus dem Weg. Heute hat das bei einem Rüden, bei dem er zwar noch friedlich, aber schon grenzwertig angespannt reagiert, sehr gut geklappt( das Loben).
Und außerhalb des Ortes klappt es noch viel besser, da hält er sich sogar schon bei Provokationen von anderen Rüden zurück! Also ganz schön gut.
Bestimmt klappt das bei den richtigen "Feinden", vor allem unserem Nachbarshund, der Dschin ständig provoziert, nicht perfekt, aber für einen Monat Abizeit und anschließende "Trainersuche" ist es gerade richtig!:mrgreen:
 
  • Wie reagiere ich am Besten? Aggression ggü Rüden Beitrag #13
Du bist sicherlich auf dem richtigen Weg mit Deinem Hund. Aber konzentriere Dich jetzt besser auf Deine Abiturpruefungen, deren Ausgang ist zukunftsweisend fuer Dich und Dein spaeteres Leben. Du solltest jetzt Prioritaeten setzen, der Hund laueft Dir nicht fort, auch wenn er sich jetzt in einem guten Stadium der Ausbildung befindet.
Es wird immer mal moeglicherweise Stressituationen beim Ausfuehren geben, das erlebe ich auch manchmal mit meinen Hunden, da ich sie in gewissen Gebieten nicht von der Leine lasse wegen zuvieler Gefahren wie Schlangen (Puffottern etc in hohem Gras), Pavianen, Kudus, Warzenschweinen und aehnlich kraeftigem Wild. Da gab es in meinem Umkreis schon zuviele Vorfaelle, bei denen deswegen Hunde zu Tode kamen (Ich lebe seit knapp 20 Jahren in Namibia, ehemals Sued-West- Afrika). Wenn uns dann andere begegnen, die ihre Hunde frei laufen lassen, was ich fuer unverantwortlich halte, gibt es schon mal Aerger, aber nichts Nennenswertes. Das sollte man nicht ueberbewerten. Hauptsache, es klappt insgesamt. Es gibt auch Gebiete, wo ich meine zwei frei laufen lasse, und das macht keine Probleme.
Alles Gute fuers Abi.
 
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