Jack Russel dreht durch

Diskutiere Jack Russel dreht durch im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hey liebe Hundefreunde. Ich habe seit einem Jahr eine kleine Jack Russel Hündin alter 2 Jahre. Mein Problem ich brauch euren fachmännischen...
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Gentlemen81

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Hey liebe Hundefreunde.

Ich habe seit einem Jahr eine kleine Jack Russel Hündin alter 2 Jahre.

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Mein Problem ich brauch euren fachmännischen Rat.

Ich bin Leistungssportler. Gehe fast jeden tag mit Ihr raus (20 min durchschnitt) power sie ordentlich aus und gehe auch circa 2-3x die woche mit Ihr rennen (10 Km-40-60 min) aber jedes mal wenn Sie alleine in der Wohnung ist macht Sie echt Brutal viel kaputt. So Kabel anknabbern kissen, bettzeug egal was.

Meine vorgehen ich habe Ihr ein Kong gekauft fülle den mit leckerlies , power sie aus , lege Ihr spielzeug hin oder hundeknochen aber nichts hilft irgendwie.

Im durchschnitt ist sie 4-6 stunden alleine NICHT jeden tag aber öfters mal
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #2
Huhu,

Zu aller erst stellt sich mir die Frage, wie hast du ihr beigebracht, allein zusein? ;)

Dann die zweite Frage, was machst du neben dem "Sport" an Kopfarbeit mit ihr um sie Auszulasten? ;)

Die Dritte Frage, hat dein Hund gelernt, richtig zur ruhe zukommen?

Und viertens, bitte keinen Kong und auch keinen Knochen unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine lassen!
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #3
Den Fragen von Knopfstern würde ich mich gerne anschließen.

Zudem schreibst du, du gehst durchnittlisch 20 Minuten pro Tag (auch nur 'fast' jeden Tag) mit ihr nach draußen? :eusa_eh:
2 - 3 mal die Woche 40 - 60 Minuten?
Das ist leider viel zu wenig, und kein Hund möchte 'nur' laufen!

Mein Hund hat pro Tag c.a 1,5 Stunden Auslauf, komplett ohne Leine und zu 99% tobt sie noch mit anderen Hunden. Ansonsten wären ihr auch 1,5 Stunden zu wenig, viele hier gehen mind. 2 - 3 Stunden Täglich.

Einen Jacky kannst du durch stupides rennen so hochfahren, dass er dir sicher nicht von einer Minute auf die andere wieder runter fährt Zuhause. Da ist zerstören vorprogrammiert und wenn er nie gelern hat alleine zu bleiben, erst recht.

Du musst sie viel mehr geistig auslasten. Kopfarbeit, z. B. Leckerli suchen, sich selber verstecken, Grundgehorsam, Intelligenzspiele, Dummyarbeit und so weiter...
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #4
Huhu,

Zu aller erst stellt sich mir die Frage, wie hast du ihr beigebracht, allein zusein? ;)

Dann die zweite Frage, was machst du neben dem "Sport" an Kopfarbeit mit ihr um sie Auszulasten? ;)

Die Dritte Frage, hat dein Hund gelernt, richtig zur ruhe zukommen?

Und viertens, bitte keinen Kong und auch keinen Knochen unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine lassen!


Schließe mich diesen Fragen an. Die Zerstörungswut klingt nach einem Hund der das allein sein nicht gelernt hat oder richtig gelernt hat oder nach stink Langeweile.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Den Fragen von Knopfstern würde ich mich gerne anschließen.

Zudem schreibst du, du gehst durchnittlisch 20 Minuten pro Tag (auch nur 'fast' jeden Tag) mit ihr nach draußen? :eusa_eh:
2 - 3 mal die Woche 40 - 60 Minuten?
Das ist leider viel zu wenig, und kein Hund möchte 'nur' laufen!

Mein Hund hat pro Tag c.a 1,5 Stunden Auslauf, komplett ohne Leine und zu 99% tobt sie noch mit anderen Hunden. Ansonsten wären ihr auch 1,5 Stunden zu wenig, viele hier gehen mind. 2 - 3 Stunden Täglich.

Einen Jacky kannst du durch stupides rennen so hochfahren, dass er dir sicher nicht von einer Minute auf die andere wieder runter fährt Zuhause. Da ist zerstören vorprogrammiert und wenn er nie gelern hat alleine zu bleiben, erst recht.

Du musst sie viel mehr geistig auslasten. Kopfarbeit, z. B. Leckerli suchen, sich selber verstecken, Grundgehorsam, Intelligenzspiele, Dummyarbeit und so weiter...


De de mochte ich mich auch anschließen. Mein Jack Russel Terrier ging jeden Tag um die 2 Stunden spazieren, machte Kopfarbeit und ging auf wandertouren von einer tageslaenge mit, was du den Hund da als "extrem Sportler" bietest ist etwas dürftig.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #5
Tägliche Bewegung und sinnvolle, anstrengende Kopfarbeit, wären auch die ersten Maßnahmen, die ich ergreifen würde.

Informier dich doch mal über "Zielobjektsuche" - danach dürfte der Hund dir zufrieden umfallen und schlafen. Und die Wohnung bleibt heil.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #6
Super vielen Dank für die schnelle präzise Antworten.

Also ums ganz klar zu sagen ich gehe JEDEN TAG logischer weise mit ihr raus minimum 20 min plus 2-3x die woche laufen wie beschrieben.

Anscheinend reicht das aber nicht lait euren aussagen sowie das sie geistig als auch körüerlich nicht ausgelastet ist :x

Das Problem was ich vor knapp über 1 Jahr noch nicht hatte was man auch nicht voraussehen kann, beruflich sowie sportlich hat sich alles ziemlich
rasant entwickelt was den Zeitaufwand anbelangt.

Da ich wohl viel zeit Investieren müsste was die (Um)erziehung anbelangt was würdet Ihr mir raten da ich nicht davon aus gehe das es zeitlich ja nicht weniger wird was den Aufwand bei mir anbelangt.

Was wären denn Möglichkeiten der Umerziehung und wie müsste ich denn zeitlich auf mein Wuffi eingehen
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #7
Was soll man dir denn raten? Ich sagte, schau dir Zielobjektsuche (Dauer, um den Hund "müde" zu kriegen, ca. 15 Minuten; wenn der Hund geübt ist) an. Das ist prima wenn man nicht so viel Zeit hat oder der Hund verletzt ist oder so.

Du kannst auch 100 andere Dinge mit dem Hund machen. Aber das gehört zu den Grundbedürfnissen des Hundes: Ansprache, Bewegung und ein bissl was für den Kopf!
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #8
Informier dich doch mal über "Zielobjektsuche" - danach dürfte der Hund dir zufrieden umfallen und schlafen. Und die Wohnung bleibt heil.

Auch ein ausgelasteter Hund kann die Wohnung zerstören, wenn er Panik vorm Alleinsein hat. Deshalb muss das immer neu aufgebaut werden in solchen Fällen. Auslastung hilft beim Alleinsein, aber sie therapiert keine Verlassensangst.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #9
Was wären denn Möglichkeiten der Umerziehung und wie müsste ich denn zeitlich auf mein Wuffi eingehen
So hart das klingt, aber unter zwei Stunden am Tag nur für den Hund wird das nichts. Das heißt 2 Stunden Spaziergang und dann würde ich mich nach einem Sportkurs umsehen, der zwei bis drei Mal die Woche stattfindet.
Außerdem müsste das allein sein neu trainiert werden, das heißt vermutlich mehrere Wochen täglich ein paar Minuten üben, solange kann der Hund nicht alleine bleiben.
Dein Hund ist im besten Alter und ein Terrier, der braucht Bewegung, Auslastung und Erziehung, das heißt Grundgehorsamsübungen, ggf. Antijagdtraining und einen Sport, der ihn fordert und eure Bindung stärkt. Zielobjektsuche wäre das eine, Fährten, Agility, Obedience usw. gibt es auch noch, im Prinzip steht dir alles offen, was dem Hund Spaß macht.

Aber wie gesagt: Es kostet Zeit, ich würde mal sagen drei bis vier Stunden am Tag. Und das Training zum Alleine bleiben ersetzt es auch nicht.

edit: Ok, Nienor war schneller :lol:.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #10
Ja Nienor, WENN es sich um Verlustangst handelt. Wäre nicht unwahrscheinlich, dass dem Hund einfach stinklangweilig ist und er seine Energie mal rauslässt.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #11
Das würde ein nicht ausgelasteter Hund auch in Anwesenheit vom Menschen machen - es sei denn, er wurde mal massiv bestraft, sodass er sich nicht mehr "traut". Da es aber nur beim Alleinsein passiert, ist eine zusätzliche Verlassensangst ein Stück wahrscheinlicher als nur fehlende Auslastung.

Dazu kommt, dass man den Hund nicht nur auslasten muss, sondern auch den Trott unterbrechen. Schliesslich ist der Hund nach jeder Auslastung irgendwann mal ausgeruht / ausgeschlafen und würde dann ins alte Muster zurückfallen.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #12
Das würde ein nicht ausgelasteter Hund auch in Anwesenheit vom Menschen machen - es sei denn, er wurde mal massiv bestraft, sodass er sich nicht mehr "traut". Da es aber nur beim Alleinsein passiert, ist eine zusätzliche Verlassensangst ein Stück wahrscheinlicher als nur fehlende Auslastung.
.

Für mich klingt bei diesem Hund nach Langeweile.

Was meinst du mit Verlassensangst?
Trennungsangst oder Kontrollverlust?

Bei Kontrollverlust wird durch aus auch die Wohnung zerstört.
Ein Hund der die Kontrolle verliert, wird dir die Wohnung zerlegen, einfach aus totalem Frust.
Die sachen sind halt da und das ist die Strafe dafür, das Herrchen/Frauchen weg gehen.

Bei Trennungsangst wird der Hund hingegen gar keine Zeit finden um zuzerstören, er muss schliesslich auf sein Objekt aufpassen, was Herrchen/Frauchen ihm ja überlassen hat.
Hier wird der Hund am ende so fix und fertig sein, das ernur noch Müde in der ecke liegt und schlafen möchte.

Ein, wie ich finde, interessanter Artikel und das viel zu häufig Falsche Diagnosen bei Zerstörung gestellt werden:
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #13
Bei Trennungsangst wird der Hund hingegen gar keine Zeit finden um zuzerstören, er muss schliesslich auf sein Objekt aufpassen, was Herrchen/Frauchen ihm ja überlassen hat.

Du verwechselst hier gerade Trennungsangst mit Revier- und Ressourcenverteidigung ;)
Klar neigt ein Hund, der zum Bewachen ursprünglich gezüchtet wurde (der Jack Russel kann auch dazu neigen, wurde hier aber nicht bemängelt), dazu, das Revier zu verteidigen, wenn der Mensch fort ist (und viele auch, wenn Mensch auch da ist). Aber dann zerstört er nicht, dann patroulliert er vielleicht und kläfft, wenn er was hört / bemerkt. Sollte jemand rein kommen können, passiert natürlich noch mehr.

Auch ein Hund, der Panik hat, weil sein Rudel weg ist, kann vor Panik Dinge zerstören. Häufig zerkratzen / verbeissen sie Türen und Wände (um zum Rudel zu kommen), können dabei aber auch (v.a. in Übersprungshandlung) Gegenstände zerstören.
Das ist aber dann eine andere Ursache als der "Protest", dass der Mensch es gewagt hat, ihn allein zu lassen. Der Protest äussert sich auch in erster Linie in Lautäusserungen, um das Rudel zurück zu rufen. Erst in Übersprungshandlungen und zum Stressabbau wird zerstört und zerkaut. Ein Hund zerbeisst nicht bewusst die Lieblingsschuhe von Herrchen, damit er ihm eins auswischen kann, weil er allein gelassen wurde ;)
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #14
Du hast ja recht, Nienor. Man muss den Trott brechen, aber erstmal muss ja überhaupt irgendwo mit angefangen werden.

Dass ein Hund gestraft wird, wenn er etwas anstellt und Herrchen daneben steht, setze ich eigentlich voraus. Ist zumindest die normalste Reaktion (nicht "richtigste"!).

Wie der Hund gelernt hat allein zu bleiben, steht auch nirgends beschrieben. Und ab wann die Probleme auftauchen, auch nicht.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #15
Meine Trainerin meinte auch: Bälle werfen oder Sport ohne Ende lasten das Tier nicht wirklich aus. Körperlich reicht nicht. Kopfmässig muss auch dabei sein und man sollte die Ruhe des Tieres trainieren.

Deinem Tier ist sicher langweilig. Auch sind Kauartikel und damit meine ich nicht diese Quitschedinger absolut wichtig. Damit auch das Verlangen nach Kauen befriedigt wird.

Also nur "Auspowern" bringt nichts , weil der Hund nicht ausgepowert ist.
 
  • Jack Russel dreht durch Beitrag #16
Huhu,

ich wage die mutige These, dass bei den meisten Terriern die geistige Auslastung wesentlich wichtiger ist als die körperliche ;) Ich kann mit meinem Terrier problemlos 5-6 Stunden am Stück rausgehen und durch die Wälder pesen - wenn wir Zuhause sind, fragt sie dann, was wir als nächstes machen ;) Terrier sind einfach zu schlau, zu witzig und zu wissbegierig. Die brauchen mehr. Ich würde als erstes einfach mal ein wenig rumprobieren, was dein Hund gut kann bzw. gerne macht. Ist er eher ein Sichtjäger (d.h. guckt er viel, um etwas zu finden) oder eher eine Spürnase (d.h. die Nase ist eigentlich ständig auf dem Boden oder in der Luft mit angestrengtem Blick). Oder apportiert er gerne? Wenn man das herausgefunden hat, ist das schon die halbe Miete. Das kann man auch relativ leicht herausfinden. Gerade bei Leckerchen- oder Spielzeugsuchspielen sieht man schon recht eindeutig, ob der Hund eher mit der Nase oder eher mit dem Auge sucht. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch beides machen kann. Meine Hündin ist eher Sichtjäger. Trotzdem machen wir auch mal die Zielobjektsuche oder ich lasse sie Dinge ausschließlich mit der Nase suchen. Die Abwechslung ist das A und O.

Geistige Auslastung ist auch gar nicht so zeitintensiv. Du musst mit dem Hund unverhältnismäßig länger rausgehen, bis er halbwegs ausgepowert ist als ihn geistig auszulasten. Wenn dein Hund für den Anfang 15 Minuten geistige Auslastung pro Einheit (ca. 3x am Tag) hat, ist das schon viel.

Bevor du dich an irgendwelche Sportarten machst, schau mal hier rein, probier ein bisschen rum und versuch herauszufinden, worauf dein Hund bock hat:

Liebe Grüße
Pewee
 
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