- Amsel Ästling plötzlich verstorben Beitrag #1
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Sheriarty
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Hallo zusammen,
meine Tochter kam vorgestern am Abend völlig aufgeregt mit einem Amsel-Ästling an. Sie erzählte dazu, dass ein paar Jungs dem armen Vogel an den Kragen wollten und ihn mit Stöckern beinahe erwischt hätten. Eine Nachbarin hatte eine saubere Katzen-Transportbox "gesponsort" und dort haben sie ihn erstmal reingepackt. Ich habe ihn mir dann erst einmal angesehen und konnte keine äußeren Verletzungen erkennen, denn die Jungs haben ihn ja zum Glück nicht bekommen. Ich konnte ihn aber auch nicht an den Ort zurückbringen, wo er gefunden wurde, da die Gefahr zu groß wäre, dass die Jungs ihn wieder entdecken.
Es war schon recht spät am Abend und so entschloss ich micht, dass ich ihm Würmer besorge und ihm einen wohligen Platz (Mit Grünzeug, Ästen, Baumrinde und Moos) für die Nacht bereite. Das Wetter hatte zum Glück sehr gut mitgespielt und es war schön warum, auch in der Nacht. Die Würmer hat er super gut verschlungen, wenn ich sie ihm hingelegt habe. Die Nacht hatte er sehr gut verbracht und ich stellte mir den Wecker, dass ich zum Sonnenaufgang wieder für ihn da bin.
Am frühen Morgen hatte er wieder sehr gut gefuttert und machte auch einen sehr guten und aktiven Gesamteindruck. Dann habe ich ihn vor unserem Haus in ein Gebüsch gesetzt und habe jede freie Sekunde abgewartet, ob die Elterntiere ihn wieder finden und weiterversorgen. Vor einer Elster habe ich ihn dann auch ein paar mal geschützt und diese mittels klatschen verscheucht. Er war sehr aktiv und rief und regelmäßigen Abständen nach seinen Eltern. Kurze Zeit später näherte sich ein Männchen und mein Herz pochte, denn ich hatte große Hoffnung, dass es das Vatertier wäre. Das Gebüsch war nämlich nur c.a. 50 Meter Luftlinie (aber in Sicherheit vor den Jungs) vom Fundort weit weg. Das Männchen hoppelte zu ihm hin und er wurde aufgeregt und hoppelte ihm hinterher. Das ganze passierte dann noch zweimal, aber gefüttert wurde er leider nicht. Ich bin dann alle 2 1/2 Std zu ihm hin und habe ihm weitere Regenwürmer hingelegt, die er auch gierig annahm.
Dann rief ich beim örtlichen Tierheim an und schilderte die Lage. Auch, dass er an dem Fundort wegen den Kindern nicht mehr sicher war. Sei meinten, dass ich alles richtig gemacht habe und sollte ihn nun wieder der Natur überlassen. Ich machte deutlich, dass er kein Futter mehr von den Eltern bekommen würde und dass ich das sehr lange beobachtet habe und ihn immer im Blick hatte. Egal sagten sie... Ich habe es den Tag über immer wo weitergemacht und habe ihm regelmäßig Regenwürmer gebracht und er machte weiterhin einen sehr munteren und abenteuerlustigen Eindruck.
Am späten Nachmittag entschied ich mich dazu, dass ich noch Beoperlen besorge, damit er noch besseres Futter bekommt. Den direkten Kontakt zu ihm beschränkte ich auf ein Minimum. Die eventuellen Elterntiere ließen sich leider nicht mehr blicken und ich entschied mich dazu, dass er über Nacht wieder in Sicherheit auf den Balkon kommt. Gegen 22 Uhr hatte er dann die letzte Mahzeit und schlummerte dann in seinem gemütlichen "Nest" aus Natur seelig ein.
Heute morgen war er plötzlich sehr schläfrig und mochte den Kopf gar nimmer aus dem Gefieder nehmen. Einmal hatte er sich dann doch halbherzig einen Wurm geschnappt, dieser ist ihm aber wieder aus dem Schnabel geglitten und er hatte nichts dagegen unternommen. Er machte aber noch immer einen stabilen Eindruck und hatte keine äußerlichen Eindrücke vermittelt, dass er z.B. ggf Lungenwürmer haben könnte. Er kotete auch regelmäßig ein und der Kot sah auch unauffällig aus. Ich wollte sofort den Tierarzt anrufen, wenn die Sprechzeit dagewesen wäre, aber es war einfach noch zu früh. Dann ging es minütlich bergab und er hatte plötzlich keine Kraft mehr, dass er sitzen konnte und lag dann auf der Seite. Er hatte auch nur einmal nach seinen Eltern gerufen und das klang auch sehr kraftlos im Gegensatz zu dem gestrigen Tag. Dann hatte er die Augen immer wieder weit aufgerissen und er machte dein Eindruck, dass er krampfen würde. Eine halbe Stunde ging es noch so und ich musste hilflos mitansehen, wie er verstarb. Es war gegen 5:30.
Er war schon recht weit und ihm hätte bestimmt nur noch eine Woche gefehlt, bis er hätte fliegen können. Sein Gefieder war bereits recht weit ausgebildet, nur noch die Schwanzfedern brauchten ein paar zusätzliche Zentimeter. Er ist auch schon c.a. 2 Meter von dem Rand der Kiste auf das Gras geflogen.
Habe ich alles richtig gemacht? Hätte ich ihn einfach trotzdem ins Tierheim bringen sollen, auch wenn diese sehr ablehnend am Telefon waren? Er konnte sich ja noch nicht komplett selber versorgen, wurde aber leider nicht mehr von den Eltern gefüttert. Warum ist er nur so plötzlich gestorben? Könnten es Lungenwürmer gewesen sein?
Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen, auch wenn es per Ferndiagnose sicherlich nicht einfach ist. Ich mache mir viele Gedanken, ob alles richtig war und ob ich hätte mehr machen sollen/können und vor allem, warum das Tierheim so ablehnend war.
Liebe Grüße,
Sheriarty
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Hier habe ich noch zwei Bilder von dem Kleinen.
So habe ich ihn das erste Mal gesehen, als er von meiner Tochter gebracht wurde: http://s1.directupload.net/images/140527/gaoymscu.jpg
Das habe ich auf dem Rasen gemacht, als ich ihn aus dem Behälter in das Gebüsch gesetzt habe: http://s14.directupload.net/images/140527/5vie2ftv.jpg
meine Tochter kam vorgestern am Abend völlig aufgeregt mit einem Amsel-Ästling an. Sie erzählte dazu, dass ein paar Jungs dem armen Vogel an den Kragen wollten und ihn mit Stöckern beinahe erwischt hätten. Eine Nachbarin hatte eine saubere Katzen-Transportbox "gesponsort" und dort haben sie ihn erstmal reingepackt. Ich habe ihn mir dann erst einmal angesehen und konnte keine äußeren Verletzungen erkennen, denn die Jungs haben ihn ja zum Glück nicht bekommen. Ich konnte ihn aber auch nicht an den Ort zurückbringen, wo er gefunden wurde, da die Gefahr zu groß wäre, dass die Jungs ihn wieder entdecken.
Es war schon recht spät am Abend und so entschloss ich micht, dass ich ihm Würmer besorge und ihm einen wohligen Platz (Mit Grünzeug, Ästen, Baumrinde und Moos) für die Nacht bereite. Das Wetter hatte zum Glück sehr gut mitgespielt und es war schön warum, auch in der Nacht. Die Würmer hat er super gut verschlungen, wenn ich sie ihm hingelegt habe. Die Nacht hatte er sehr gut verbracht und ich stellte mir den Wecker, dass ich zum Sonnenaufgang wieder für ihn da bin.
Am frühen Morgen hatte er wieder sehr gut gefuttert und machte auch einen sehr guten und aktiven Gesamteindruck. Dann habe ich ihn vor unserem Haus in ein Gebüsch gesetzt und habe jede freie Sekunde abgewartet, ob die Elterntiere ihn wieder finden und weiterversorgen. Vor einer Elster habe ich ihn dann auch ein paar mal geschützt und diese mittels klatschen verscheucht. Er war sehr aktiv und rief und regelmäßigen Abständen nach seinen Eltern. Kurze Zeit später näherte sich ein Männchen und mein Herz pochte, denn ich hatte große Hoffnung, dass es das Vatertier wäre. Das Gebüsch war nämlich nur c.a. 50 Meter Luftlinie (aber in Sicherheit vor den Jungs) vom Fundort weit weg. Das Männchen hoppelte zu ihm hin und er wurde aufgeregt und hoppelte ihm hinterher. Das ganze passierte dann noch zweimal, aber gefüttert wurde er leider nicht. Ich bin dann alle 2 1/2 Std zu ihm hin und habe ihm weitere Regenwürmer hingelegt, die er auch gierig annahm.
Dann rief ich beim örtlichen Tierheim an und schilderte die Lage. Auch, dass er an dem Fundort wegen den Kindern nicht mehr sicher war. Sei meinten, dass ich alles richtig gemacht habe und sollte ihn nun wieder der Natur überlassen. Ich machte deutlich, dass er kein Futter mehr von den Eltern bekommen würde und dass ich das sehr lange beobachtet habe und ihn immer im Blick hatte. Egal sagten sie... Ich habe es den Tag über immer wo weitergemacht und habe ihm regelmäßig Regenwürmer gebracht und er machte weiterhin einen sehr munteren und abenteuerlustigen Eindruck.
Am späten Nachmittag entschied ich mich dazu, dass ich noch Beoperlen besorge, damit er noch besseres Futter bekommt. Den direkten Kontakt zu ihm beschränkte ich auf ein Minimum. Die eventuellen Elterntiere ließen sich leider nicht mehr blicken und ich entschied mich dazu, dass er über Nacht wieder in Sicherheit auf den Balkon kommt. Gegen 22 Uhr hatte er dann die letzte Mahzeit und schlummerte dann in seinem gemütlichen "Nest" aus Natur seelig ein.
Heute morgen war er plötzlich sehr schläfrig und mochte den Kopf gar nimmer aus dem Gefieder nehmen. Einmal hatte er sich dann doch halbherzig einen Wurm geschnappt, dieser ist ihm aber wieder aus dem Schnabel geglitten und er hatte nichts dagegen unternommen. Er machte aber noch immer einen stabilen Eindruck und hatte keine äußerlichen Eindrücke vermittelt, dass er z.B. ggf Lungenwürmer haben könnte. Er kotete auch regelmäßig ein und der Kot sah auch unauffällig aus. Ich wollte sofort den Tierarzt anrufen, wenn die Sprechzeit dagewesen wäre, aber es war einfach noch zu früh. Dann ging es minütlich bergab und er hatte plötzlich keine Kraft mehr, dass er sitzen konnte und lag dann auf der Seite. Er hatte auch nur einmal nach seinen Eltern gerufen und das klang auch sehr kraftlos im Gegensatz zu dem gestrigen Tag. Dann hatte er die Augen immer wieder weit aufgerissen und er machte dein Eindruck, dass er krampfen würde. Eine halbe Stunde ging es noch so und ich musste hilflos mitansehen, wie er verstarb. Es war gegen 5:30.
Er war schon recht weit und ihm hätte bestimmt nur noch eine Woche gefehlt, bis er hätte fliegen können. Sein Gefieder war bereits recht weit ausgebildet, nur noch die Schwanzfedern brauchten ein paar zusätzliche Zentimeter. Er ist auch schon c.a. 2 Meter von dem Rand der Kiste auf das Gras geflogen.
Habe ich alles richtig gemacht? Hätte ich ihn einfach trotzdem ins Tierheim bringen sollen, auch wenn diese sehr ablehnend am Telefon waren? Er konnte sich ja noch nicht komplett selber versorgen, wurde aber leider nicht mehr von den Eltern gefüttert. Warum ist er nur so plötzlich gestorben? Könnten es Lungenwürmer gewesen sein?
Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen, auch wenn es per Ferndiagnose sicherlich nicht einfach ist. Ich mache mir viele Gedanken, ob alles richtig war und ob ich hätte mehr machen sollen/können und vor allem, warum das Tierheim so ablehnend war.
Liebe Grüße,
Sheriarty
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Hier habe ich noch zwei Bilder von dem Kleinen.
So habe ich ihn das erste Mal gesehen, als er von meiner Tochter gebracht wurde: http://s1.directupload.net/images/140527/gaoymscu.jpg
Das habe ich auf dem Rasen gemacht, als ich ihn aus dem Behälter in das Gebüsch gesetzt habe: http://s14.directupload.net/images/140527/5vie2ftv.jpg