Wirklich wahr ist in meinen Augen nur, was bewiesen ist. Alles andere ist eine frage des Glaubens.
Demnach würden Dinge erst dann beginnen zu existieren, wenn wir ihre Existenz erkannt und verstanden haben.
Die Existenz von Bewusstsein (oder einer Seele um es romatisierter auszudrücken) kann wissenschaftlich kaum falsifiziert werden, dennoch erscheint uns die Existenz von z.B. unserem eigenen Bewusstsein als definitiv wahr
Noch ein Beispiel:
-Es heißt Brennesseltee steigert das Wohlbefinden und hilft bei Nierenerkrankungen.
-Viele Menschen bestätigen diese Aussage, weswegen Brennesseltee seit Jahrhunderten beliebt ist.
-Auch wenn sich messbare Werte zum positiven verändern nach Genuss von Brennesseltee sind die Ergebnisse dennoch zu ungenau um die Wirksamkeit von Brennesseltee endgültig zu beweisen.
- Ist es also beweisen das Brenneltee wirkt --> Nein
- Ist Brennesseltee deswegen prinzipiell unwirksam ---> Nein
Wissenschaft schafft keine Wahrheiten, sie versucht nur sich wiederholende Schemas zu Konzepten und Theorien zusammenzufassen (nichts anderes tun übrigens auch Religionen - es geht den Menschen immer darum Erklärungen zu finden wie die Welt um sie herum funktioniert).
Und ich persönlich finde, dass Glauben eine gefährliche Sache ist.
Das finde ich zu verallgemeinernd.
Auch die Wissenschaft basiert auf Axiomen (Dinge die nicht beweisbar sind, aber als wahr angenommen werden).
In der Religion geht man davon aus das Gott existiert, in der Mathematik geht man davon aus, dass jede natürlich Zahl genau einen Nachfolger hat, nämlich n+1 (1,2,3,4,5,...usw). Beides lässt sich in seinem Grunde nicht beweisen, bildet aber ein solides Fundament um alle weiteren Aspekte einer Sichtweise logisch und stringent zu erklären (eben wie Gott die Welt erschaffen hat, oder warum 24 x 3 = 72 sind).
"Glauben" ist nicht unbedingt gefährlich, gefährlich ist prinzipiell, was der Mensch aus Fanatismus und Gewalt heraus zu tun bereit ist und dabei ist der Ursprung der Motivation am Ende egal.
Wissenschaft schützt zudem nicht vor Fehlhandlungen (man überlege nur wie viele Menschen die Wissenschaft durch falsche "Wahrheiten" (z.B. in der Medizin) umgebracht hat), demnach kann auch hier der "Fehlglauben" oder "Irrtum"" äußerst gefährlich sein.
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Ich finde es übrigens ein wenig schade wie viele hier alles was nicht wissenschaftlich ist geradezu "religös"

P

) ablehnen und behaupte mal etwas provokant, dass die völlige Entfernung von jeglicher Form von Spiritualität in unserer Gesellschaft oft zu emotionalen Vakuumszuständen führt und vielleicht der Hauptgrund ist für die unendliche Vielzahl und starke Zunahme psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft.
...und uns demnach ein wenig mehr "Esoterik" (in "" weil das Wort so eine starke negative Konnotation hat) vielleicht ganz gut tun würde
