- Abwandlung u. Änderung von Lebenseinstellungen Beitrag #1
Foss
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Grüß euch!
Ich möchte gerne ein Thema anschneiden, das mich seit ein paar Tagen bewegt, da ich mich derzeit wieder einmal selbst in Frage stelle - und daher dachte ich, vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen damit oder sogar ähnliche Beweggründe?
Und zwar geht es um die Änderung von Lebenseinstellungen und Beweggründen, die mit dem Alter und Erfahrungen zunehmen.
Früher habe ich Tiere geliebt, konnte mich stundenlang hinsetzen und einer Ameisenstrasse beim Wandern zusehen, hab jedes tote Tier mitgeschleppt um es im Garten zu beerdigen. Das begann bei toten Vögeln auf einer Radtour und endete bei einem Marder, den ich als Kind hinter dem Haus fand.
Doch seit einiger Zeit merke ich, umso mehr ich mich mit dem Tierschutz und Tierhaltung befasse, umso mehr Meinungen und Erfahrungen ich höre, umso mehr drifte ich von der "Tierliebe" ab.
Ausschlaggebend war letztens das Erlebnis in Wien in der Hundezone.
Ich war mit dem humpelnden Akos vor der Hundezone, konnte nicht mal reingehen, weil iohm 2 Chihuahuas fast ins Gesicht gesprungen wären. Die keiften und bellten keine 20 cm vor seinem Gesicht. Akos hat mich angesehen, die Hunde angesehen, mich angesehen...so nach dem Motto: "Was soll das werden?"
Nicht mal in die Zone reingehen konnte man, da die Hunde unangeleint waren und sie Akos dann direkt begrüßt hätten. Aber dank seinem Humpeln möchte ich derzeit keinen Hundekontakt...reicht ja eine schlechte Bewegung..zudem mag er es nicht wenn er gleich vonv ornherein so angepöbelt wird und seit der Krankheit neigt er auch bei ner blöden Berührung dazu zu schnappen.
Man ist also ein verständnisvoller Hundebesitzer und bittet darum, das die zwei Chis angeleint werden....was passiert? Nichts? Das Mädchen brüllt über den Platz: "Kommen's ruhig rein!"
Ja...den Teufel werde ich tun....also dieses mal etwas schärfer zurück geschrien, sie soll ihre Hunde doch bitte anleinen, meiner ist krank. Jetzt endlich steht die Jugendliche auf, betrachtet Akos und meint zu mir: "Dann geh halt nicht mit nem kranken Hund in die Hundezone!" - und ging wieder.
Mein Donnerwetter könnt ihr euch wohl vorstellen oder? Das fing an bei: "Hundezone ist für alle da, Rücksichtnahme,..."
Und da haben wir den Haken:
Ich war soweit, das ich mir gedacht habe:
"Tja...ich kann Akos ja mal einfach ableinen und wenn er beißt sagen: Huuuch! Das hat er ja noch nieeee gemacht! Ihr Hund kann nichts dafür...aber vielleicht wäre das mal ne Lektion für sie, wenn sie ihre Mistviecher mal anleinen würde." Und ich habe mich dabei ertappt, das ich dann nicht mal Mitleid hätte. Weder mit ihr, noch mit dem Hund.
Ich war so kurz vor dem Explodieren und habe mich in den letzten Tagen sehr intensiv mit meinen Gedankengängen beschäftigt und bin zu dem Entschluß gekommen, umso mehr ich jetzt in der Ausbildung stecke, umso mehr ich solche "Idioten" treffe, desto mehr fällt meine Überzeugung in die: "Tja, Pech....Opfer gibt es halt mal..."
Und diese Denkweise erschreckt mich zutiefst, das früher jedes Lebewesen für mich "heilig" war.
Aber umso mehr ich solche Leute treffe, umso rabiater wird meine Gefühlswelt. Meine Einstellung zum Tierschutz wird immer lockerer.
Vor ein paar Wochen sind 3 Rehe über das Auto vom Vordermann gesprungen und hat sich im Graben überschlagen. Früher wäre ich sofort stehen geblieben und hätte nachgesehen - bin letztens einfach weiter gefahren.
Und irgendwie erschreckt mich das schon, das ich im Laufe der Zeit so abgehärtet bin, was das Ganze angeht.
das macht mich irgendwie sehr traurig und ich beschäftige mich derzeit mental sehr damit und wollte mal herumfragen, wie es bei euch damit aussieht? Welche Einstellungen habt ihr beim Erwachsenwerden/-sein verloren? Was kam dazu? Was ist euch nichtig geworden, was wichtig?
LG Foss
Ich möchte gerne ein Thema anschneiden, das mich seit ein paar Tagen bewegt, da ich mich derzeit wieder einmal selbst in Frage stelle - und daher dachte ich, vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen damit oder sogar ähnliche Beweggründe?
Und zwar geht es um die Änderung von Lebenseinstellungen und Beweggründen, die mit dem Alter und Erfahrungen zunehmen.
Früher habe ich Tiere geliebt, konnte mich stundenlang hinsetzen und einer Ameisenstrasse beim Wandern zusehen, hab jedes tote Tier mitgeschleppt um es im Garten zu beerdigen. Das begann bei toten Vögeln auf einer Radtour und endete bei einem Marder, den ich als Kind hinter dem Haus fand.
Doch seit einiger Zeit merke ich, umso mehr ich mich mit dem Tierschutz und Tierhaltung befasse, umso mehr Meinungen und Erfahrungen ich höre, umso mehr drifte ich von der "Tierliebe" ab.
Ausschlaggebend war letztens das Erlebnis in Wien in der Hundezone.
Ich war mit dem humpelnden Akos vor der Hundezone, konnte nicht mal reingehen, weil iohm 2 Chihuahuas fast ins Gesicht gesprungen wären. Die keiften und bellten keine 20 cm vor seinem Gesicht. Akos hat mich angesehen, die Hunde angesehen, mich angesehen...so nach dem Motto: "Was soll das werden?"
Nicht mal in die Zone reingehen konnte man, da die Hunde unangeleint waren und sie Akos dann direkt begrüßt hätten. Aber dank seinem Humpeln möchte ich derzeit keinen Hundekontakt...reicht ja eine schlechte Bewegung..zudem mag er es nicht wenn er gleich vonv ornherein so angepöbelt wird und seit der Krankheit neigt er auch bei ner blöden Berührung dazu zu schnappen.
Man ist also ein verständnisvoller Hundebesitzer und bittet darum, das die zwei Chis angeleint werden....was passiert? Nichts? Das Mädchen brüllt über den Platz: "Kommen's ruhig rein!"
Ja...den Teufel werde ich tun....also dieses mal etwas schärfer zurück geschrien, sie soll ihre Hunde doch bitte anleinen, meiner ist krank. Jetzt endlich steht die Jugendliche auf, betrachtet Akos und meint zu mir: "Dann geh halt nicht mit nem kranken Hund in die Hundezone!" - und ging wieder.
Mein Donnerwetter könnt ihr euch wohl vorstellen oder? Das fing an bei: "Hundezone ist für alle da, Rücksichtnahme,..."
Und da haben wir den Haken:
Ich war soweit, das ich mir gedacht habe:
"Tja...ich kann Akos ja mal einfach ableinen und wenn er beißt sagen: Huuuch! Das hat er ja noch nieeee gemacht! Ihr Hund kann nichts dafür...aber vielleicht wäre das mal ne Lektion für sie, wenn sie ihre Mistviecher mal anleinen würde." Und ich habe mich dabei ertappt, das ich dann nicht mal Mitleid hätte. Weder mit ihr, noch mit dem Hund.
Ich war so kurz vor dem Explodieren und habe mich in den letzten Tagen sehr intensiv mit meinen Gedankengängen beschäftigt und bin zu dem Entschluß gekommen, umso mehr ich jetzt in der Ausbildung stecke, umso mehr ich solche "Idioten" treffe, desto mehr fällt meine Überzeugung in die: "Tja, Pech....Opfer gibt es halt mal..."
Und diese Denkweise erschreckt mich zutiefst, das früher jedes Lebewesen für mich "heilig" war.
Aber umso mehr ich solche Leute treffe, umso rabiater wird meine Gefühlswelt. Meine Einstellung zum Tierschutz wird immer lockerer.
Vor ein paar Wochen sind 3 Rehe über das Auto vom Vordermann gesprungen und hat sich im Graben überschlagen. Früher wäre ich sofort stehen geblieben und hätte nachgesehen - bin letztens einfach weiter gefahren.
Und irgendwie erschreckt mich das schon, das ich im Laufe der Zeit so abgehärtet bin, was das Ganze angeht.
das macht mich irgendwie sehr traurig und ich beschäftige mich derzeit mental sehr damit und wollte mal herumfragen, wie es bei euch damit aussieht? Welche Einstellungen habt ihr beim Erwachsenwerden/-sein verloren? Was kam dazu? Was ist euch nichtig geworden, was wichtig?
LG Foss