Angst im Dunkeln?

Diskutiere Angst im Dunkeln? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallöchen :) Ich hoffe, das Thema existiert in der Form noch nicht, ansonsten tuts mir leid. Bin ja noch nicht allzu lange hier aktiv :uups...
  • Angst im Dunkeln? Beitrag #1
Sassisfaction

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Hallöchen :)

Ich hoffe, das Thema existiert in der Form noch nicht, ansonsten tuts mir leid. Bin ja noch nicht allzu lange hier aktiv :uups:
Folgendes:
Wir haben unsere Nela (Mischling aus dem Tierheim, 1 Jahr alt) jetzt seit ca. einem Monat und sowohl meinem Freund als auch mir ist ein komisches Verhalten an ihr aufgefallen. Es sieht irgendwie so aus als hätte sie Angst im Dunkeln. Wenn wir mit ihr gehen, wenn es dunkel ist und die Straßenlaternen noch an sind, läuft eigentlich alles wie immer. Vorhin musste ich dann nochmal mit ihr raus, als die Laternen schon aus waren, da mein Freund beim Abendspaziergang mit ihr unbedingt telefonieren musste und nicht mitbekommen hat, ob sie ihr Geschäft verrichtet hat :roll: Jedenfalls wollte ich deswegen nochmal kurz mit ihr gehen. Da wir in einem kleinen Dorf am Ortsrand wohnen, ist es stockfinster und man begegnet normalerweise keinem Menschen, weswegen ich um solche Tageszeiten dann eigentlich nicht mehr alleine gehen möchte.. :uups: Naja, es ging jedenfalls nicht anders, also bin ich los. Auch wenn mir anfangs ein ganz kleines bisschen komisch war, habe ich versucht mir das nicht anmerken zu lassen und Nela das Gefühl zu geben, in Sicherheit zu sein. Auf ihrer Wiese hat sie ganz normal geschnuffelt und rumgeschaut, aber sehr langsam und zögerlich und auch nur, wenn ich vor ihr gegangen bin. Geschäft hat sie keins gemacht. Auf dem Rückweg zum Haus ist sie auf der rechten Seite an die Mauer der Nachbarhäuser gepresst gegangen (direkt neben mir), was sie tagsüber nie macht. Da geht sie lieber bis zum Haus links auf der Wiese entlang und nutzt dabei auch die Länge der Leine voll aus. Da wir dieses merkwürdige Verhalten schon ab und an beobachtet haben, habe ich sie noch kurz mit in den Garten genommen, weil ich dachte, sie würde sich da sicherer fühlen. Aber auch da hat sie sich genau so verhalten wie auf der Wiese draußen. Als ich dann nach oben gehen wollte, habe ich etwas getestet. Das Licht vor dem Haus hatte ich noch angelassen, das Licht im Flur bis zur Wohnung im ersten Stock war aus. Nela ging einen Schritt die Treppe hoch, blieb stehen und rührte sich nicht mehr. Sie hat dann ganz bedröppelt nach oben geschaut und mich angeschaut. Ich habe dann das Flurlicht angemacht und in dem Moment ist sie sofort zur Wohnung hoch. Irgendwie wirkte sie auch sehr verunsichert die ganze Zeit, obwohl ich selbst eigentlich keine Angst hatte oder unsicher war (war eben nur anfangs komisch nachts allein am Waldrand zu stehen.. Ich denke ein paar können das sicher verstehen :uups:)

Deswegen meine Fragen:
Kann sich jemand ihr Verhalten erklären?
Können Hunde überhaupt Angst im Dunkeln haben?
Könnte sie schlechte Erfahrungen gemacht haben? Wir wissen ja nicht, was ihr in dem Jahr schon alles passiert ist. Würden schlechte Erfahrungen so ein Verhalten erklären?
Oder liegt es daran, dass sie sich noch mehr an uns gewöhnen muss und eine richtige Bindung aufbauen muss, damit sie uns vertraut und sich sicherer fühlt? (Wobei sie sich ja nur nachts so komisch verhält..)

Das soll jetzt nicht überbesorgt wirken (obwohl ich das eigentlich dauernd bin xD), nur jetzt wo ich endlich meinen eigenen Hund habe, sauge ich jede Information auf, die ich irgendwo bekommen kann. Werde mir dann auch demnächst ein paar Bücher aus dem Hundebücher Empfehlungsthread kaufen, dann werde ich sie sicher besser verstehen :)

Liebe Grüße
 
  • Angst im Dunkeln? Beitrag #2
Huhu,

zuerst einmal: Ich denke durchaus, dass Hunde Angst im Dunkeln haben können. Sie sehen bei wenig Licht zwar besser als wir, hören und riechen funktionieren generell besser, aber dennoch ist es für den Hund ja auch nicht anders als für uns: Bei Nacht sieht er einfach ein wenig schlechter, muss sich mehr konzentrieren, es könnte ja irgendwo eine Gefahr lauern. Der denkt ja nicht »toll, ich sehe immer noch besser als ein Mensch« sondern »Mist, Dunkelheit, schlechtere Sicht«. Ab davon gibt es m.E. durchaus sowas wie verstärkte Wachsamkeit bei Dunkelheit bei manchen Hunden. Ob das am Wachtrieb, an der ursprünglichen Jagd in der Dämmerung, an der vermehrten Aktivität von Wild liegt – keine Ahnung, aber für möglich halte ich es durchaus.

Es kann natürlich auch etwas vorgefallen sein, da reicht ja schon ein erschreckendes Geräusch bei Nacht, ein Betrunkener im Gebüsch o.ä.. Allerdings würde ich nicht einmal glauben, dass das Voraussetzung für das Verhalten ist. Es kann auch einfach Unsicherheit sein, die generell vorhanden, aber nicht konkret daran gebunden ist. Wie verhält sie sich denn sonst so? Ist sie eher der sichere, neugierige Typ oder der zurückhaltende, vorsichtige?

Was diese Situation angeht würde ich vermuten, dass sie durchaus deine Unsicherheit gespürt hat. Manche Hunde reagieren darauf mit Wachsamkeit und übernehmen sozusagen die Führung, andere fühlen sich dann ebenfalls unwohl, weil ihnen keiner mehr Schutz geben kann. Das Gefühl der Unsicherheit könnte sich durchaus bis ins Haus und den dunklen Flur ausgestreckt haben. Ich würde vll mal versuchen, ob sie auch Angst im dunklen Haus hat, wenn vorher alles normal war und sie nicht verunsichert war.

Üben kann man das nur bedingt. In jedem Fall ist wichtig, dass du souverän, ruhig und sicher bist – und das wirklich, nicht nur gespielt (außer du hast besonderes Talent :mrgreen:). Und ich würde sie halt langsam ranführen, also nicht gleich in die pure Dunkelheit, sondern jetzt erstmal erholen lassen, nur bei angeschalteten Straßenlaternen im Dunkeln raus usw.. Dann würde ich es mal mit dem zunächst beleuchteten Garten und unbeleuchteter Umgebung versuchen, dann vll schwächeres Licht im Garten usw. bis zur Dunkelheit, dann mal kurz raus, aber nicht weit usw.. Und immer nur dann weitermachen, wenn sie beim Schritt vorher wirklich sicher ist. Wobei ich finde, dass es nicht unbedingt ein Muss ist, dass der Hund sich da sonderlich wohl fühlt, auch wenn es bessere wäre. Mir wäre erstmal wichtig, dass es im Haus und im eigenen Garten klappt.

Liebe Grüße
 
  • Angst im Dunkeln? Beitrag #3
Ich denke auch, das es Hunde gibt die Angst im Dunklen haben.
Oft ist es aber so, das die Angst des Menschen, sich auf den Hund überträgt. Wenn Du Angst vor irgendetwas zeigst, was auch immer, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, das Dein Hund die Angst auch bekommt.
Oft sind es sehr sensible Tiere.
Doch auch bei Hunden gibt es kleine Haudegen und Beschützer, denen so etwas völlig egal ist ;)
 
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