Kleine Hilfe bei Blutwerten

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Mochichi

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Hallöchen,

ich bin neu hier und wollte mal bei einem aktuellen Bluttest fragen ob man mir hier etwas helfen könnte. Meinen Tierarzt werde ich darauf zwar auch noch ansprechen, aber ihr kennt das sicher, man mag doch gerne etwas vorbereitet sein, damit man sich nicht etwas vom Bären erzählen lassen muss.

Vorgeschichte:
Mein Hund leidet unter einer Darmentzündung und vor einigen Monaten war der Gesamtprotein im Blut im Keller.
Dieser ist inzwischen wieder normal.
Er musste dann test weise eine Weile Antibiotika nehmen, eins dass oft bei Darmproblemen genommen wird. Während der AB gabe wurde ein kontrolltest gemacht ob der Körper mit dem AB klar kommt und damals war der na-/k quotient erhöht und die Leberwerte, Gesamtprotein war wieder normal. Wegen der Leber setzte ich das AB dann wieder ab.

6 Wochen später machte ich wieder einen Kontrolltermin.
Leberwerte sind wieder völlig normal, Gesamtprotein ebenfalls.

Werte die mir nun aber zu denken geben:
Harnstoff-n: 34 (9-29) - Ist doch soweit ich weiss dassselbe wie na-/k Quotient, beides Urin? Ist ja dann doch schon lange erhöht
LDH: 378 (<159) - Dieser Wert zeigt doch dass Gewebe beschädigt wird? Dieser Wert war bisher nie dabei, habe also keinen vergleich zu den anderen Bluttests. Mache mir natürlich Sorgen ob es nun am entzündeten Darm liegt, oder etwas an den Nieren ist. Gibt es für LDH auch einen anderen Namen, dass ich mal vergleiche?

Und natürlich sind eben so Sachen wie Leukozyten, Monozyten und MCHC (Darmentzündung.. oder doch Nieren?) erhöht. Aber die sind ja oft erhöht wenn der Körper gegen etwas kämpft. Ich sollte erwähnen dass sich sein Zustand schon gebessert hat in Bezug auf Kotabsatz, aber er hat eben auch wechselhaften hunger und Kot ist noch nicht so fest wie bei einem gesunden Tier, jedoch aber geformt und Farbe gut. Testosteron ist auch leicht erhöht, aber bei einem jungen Rüden laut vielen Aussagen nicht ungewöhnlich.



Mein TA meinte er sei soweit Gesund (den Umständen eben entsprechend wegen dem Darm). Zu dem Harnstoff und LDH sagte er nichts, das sah ich erst als ich mir die Blutwerte anschaute. Kreatin und Phosphat sind jedoch normal. Bis auf die erwähnten Werte sind alle normal, Bauchspeicheldrüsen Insuffizienz beobachten wir im Moment noch etwas, da die minimal nach oben ging nach AB Einnahme, dazu will der TA noch keine feste Diagnose stellen.

Er war auch nie nüchtern bei einem Bluttest, da er morgens schnell auf leeren Magen erbricht und es ihm dann den ganzen Tag elend geht. Den nächsten werde ich dann wohl direkt morgens machen lassen.


Kann mir jemand was zum Harnstoff-n sagen? Ist das schon besorgniserregend, oder kann das auch bei einem soweit gesunden Hund (abgesehen vom Dünndarm) vorkommen?
Ich hab mir zumindest schon mal ein Protein und Phosphorarmes Futter rausgesucht und werde dass wohl mal füttern und in ein paar Wochen noch mal Blut abnehmen lassen, muss ich ja eh wegen Nachkontrolle der Bauchspeicheldrüse.


Danke und schönes Wochenende
Mochi
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #2
Huhu,

der Natrium-Kalium-Quotient kann meines Wissens auch einfach bei Durchfallerkrankungen erhöht sein. Er kann auch bei Nierenproblemen erhöht sein, aber wir wollen ja nicht gleich das schlimmste Denken ;).
Gemessen wird er tatsächlich im Harn, d.h. das Verhältnis von Natrium zu Kalium bei der Ausscheidung.

Der Harnstoffwert alleine kann auch einfach mal erhöht sein, wenn das Tier nicht richtig nüchtern war. Der Harnstoff ist nicht dasselbe wie Natrium und Kalium, sondern bildet die Reste der Stickstoffverbindungen der Aminosäuren, die vom Körper verwertet und ausgeschieden werden. Deswegen können sie auch steigen, wenn der Hund eiweißreiche Kost zu sich genommen hat.
Dass Kreatinin und Phosphat normal sind ist erst einmal ein gutes Zeichen, allerdings steigt Kreatinin auch erst, wenn ein größerer Schaden bereits vorhanden ist. Bei 34 würde ich mir – vor allem bei einem nicht nüchternen Hund – erst einmal keine Gedanken machen. (Das Extrembeispiel war mein Kater mit einem nicht mehr messbaren Harnstoffwert, da reden wir von mehreren hundert :?).

LDH ist die Abkürzung für Laktatdehydrogenase. Dabei handelt es sich um ein Enzym, das in fast allen Zellen vorkommt. Der Wert im Blut steigt, wenn Zellen zerstört werden und die LDH so ins Blut kommt. Das Problem ist, dass der Wert unspezifisch ist, weil er nicht anzeigen kann, wo Zellen zerstört wurden oder wieso. Leber, Herz, Niere, Skelettmuskulatur und rote Blutkörperchen weisen einen besonders hohen Gehalt auf, weswegen der Verdacht einer Erkrankung in einem dieser Bereiche nahe liegt, wenn der Wert erhöht ist. Ich weiß leider nicht, wie lange sich der Wert im Blut hält, sonst wäre eine Nachwirkung der erhöhten Leberwerte möglich. Ich hab mal ein wenig gegooglet und beim menschlichen Herzinfarkt steigt der Wert wohl nur für wenige Tage, sechs Wochen scheinen also fast ausgeschlossen.

MCHC meint die Konzentration von Hämoglobin – also roter Blutfarbstoff – in den Erythrozyten, also den roten Blutkörperchen. Der Wert kann bei Eisenmangel zu niedrig sein, bei Erkrankungen der roten Blutkörperchen zu hoch.
Monozyten sind Leukozyten und gehören damit zu den weißen Blutkörperchen, d.h. zur Immunabwehr des Körpers. Sie können bei jeder Art von Entzündung/Immunreaktion steigen, d.h. das kann durchaus einfach mit dem Darm zusammenhängen.

Ich würde mir erst einmal keine Sorgen machen und morgen einfach mal den TA anrufen und nachfragen. Wenn du unsicher bist kannst du ja noch ein Bild zur Kontrolle machen lassen, ggf. auch bei einem anderen TA.

Liebe Grüße
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #3
Vielen Dank, hat mir wirklich sehr geholfen! :)

"Leber, Herz, Niere, Skelettmuskulatur und rote Blutkörperchen"

Leber könnte ich wohl ausschließen, weil die Werte inzwischen ja wieder in Ordnung sind. Nieren wären evtl. auch ausgeschlossen, wenn der Harnstoff erst mal NOCH normal ist.

Herz, Skelett könnte ich dann nur mit Ultraschall, oder Röntgen untersuchen, oder? Mit Blut kann man da glaube wenig machen.
Wenn das MCHC auch für die roten Blutkörperchen steht, werde ich das auf jeden Fall in ein paar Wochen noch mal checken lassen. Im April war der MCHC noch normal :/.

Kann es sein dass z.b. Würmer auch irgendwas im Blut auswirken können? Ich habe heute Würmer im Kot meines Hundes gesehen, das heißt beim Bluttest hatte er die wohl schon. Obwohl der Kot clean war, hatte da aber wohl Pech und hatte eine saubere Probe. Weil der Darm oft etwas akut war, konnte ich die letzte Zeit eben nie Wurmkuren machen. Die Belastung "Grundlos" wäre zu groß gewesen.

Ach ja, hab ich gar nicht erwähnt. Was sind eigentlich die Segmentkernige, dazu finde ich ja irgendwie nichts richtiges im Internet, die sind nämlich gesunken. Und Folsäure erhöht, aber da meinte der TA das läge an den Darmproblemen.
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #4
Hey,

die Blutzusammensetzung kannst du ganz einfach mittels Blutbild untersuchen lassen, wobei ich sehr stark davon ausgehe, dass das gemacht wurde, wenn du die Werte der Leukos und Co. hast. Wenn da nix war ist in die Richtung auch nichts. Der MCHC kann auch einfach an einem Eisenmangel gelegen haben. Durchfall schädigt den Darm und die Nährstoffaufnahme, der Eisenbedarf steigt in solchen Situationen (wie der anderer Nährstoffe auch, die im Prinzip rausgepustet werden). Das hätte ich gleich genauer sagen sollen, entschuldige. Man kann es in einer Weile mal nachprüfen, aber erstmal würde ich das auf den Durchfall schieben, wenn der TA auch sonst nichts gesagt hat.

An der Muskulatur kannst du nur wenig untersuchen, die ist kaum »anschaubar«, bzw. mit allem nur schwer erkennbar. Man erkennt eher Verkalkung und starke Veränderungen, aber so präzise wie beim Knochen darf man sich das nicht vorstellen. Allerdings würdest du ziemlich sicher am Gangbild merken, wenn dein Hund da Schmerzen hätte.

Kann es sein dass z.b. Würmer auch irgendwas im Blut auswirken können? Ich habe heute Würmer im Kot meines Hundes gesehen, das heißt beim Bluttest hatte er die wohl schon. Obwohl der Kot clean war, hatte da aber wohl Pech und hatte eine saubere Probe. Weil der Darm oft etwas akut war, konnte ich die letzte Zeit eben nie Wurmkuren machen. Die Belastung "Grundlos" wäre zu groß gewesen.
Hab ich vorhin auch gesehen ;). Ich würde zumindest nicht ausschließen, dass zusätzlicher parasitärer Befall ein Blutbild negativ verzerren kann. Dass im Kot keine Würmer sind heißt übrigens nicht, dass der Hund keine hat, sondern nur, dass derzeit keine voll entwickelten Würmer ausgeschieden werden. Allerdings hätte ich bei starkem Durchfall auch nicht entwurmt, wobei man sich da fragt, ob es vll damit zusammen hing. In jedem Fall musst du am Montag entwurmen bzw. das beim TA ansprechen. Wie sieht es denn mit der Herkunft des Hundes aus? Könnte er noch weitere Parasiten, z.B. Herzwürmer o.ä. haben? Die könnten vll auch eine Zellschädigung hervorrufen, die sich im Blutbild bemerkbar macht :eusa_think:.

Meinst du Segmentkernige Granulozyten? Die sind die letzte Vorstufe der Granulozyten, ebenfalls weiße Blutkörperchen.
Folate sind B-Vitamine, die können durch den Durchfall durchaus sinken ;).
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #5
Hey,

ich hätte da noch eine Frage. Ist nur der MCHC-Wert angegeben, oder auch die anderen beiden Indices? Also MCH und MCV?

Mischling hat die ja schon alles super erklärt, da lässt sich nichts mehr hinzufügen von meiner Seite ;)
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #6
Danke :)

Zu der Herkunft des Hundes, er ist von einem Züchter und da ich den Züchter regelmäßig Besuche, sahen und sehen die Tiere gesund aus. Wäre es trotzdem sinnvoll Herz und Lungenwürmer mal testen zu lassen?
Wegen dem Würmern, ob es damit zusammen hing.. Wie lange dauert es denn zwischen einem Befall und bis er die Würmer richtig ausscheidet? Wenn sie ja raus kommen, ist er ja schon lange Befallen, aber ich finde im Netz keine Informationen über den Zeitraum. Ich mache mit dem Problem seit September rum, habe schon dutzende Kotproben untersuchen lassen (Nach Giardien, Kokzidien, Würmer usw usw), aber kam eben nie was dabei raus. Deswegen klappte mit heute mittag schon der Kiefer nach unten. Wurmkur war eben nie möglich. Entweder hatte er Koliken, Gastritis, Durchfall. Das zieht sich wie ein Rattenschwanz. TA meint, er hatte wohl mal was gefressen was er nicht vertrug, bekam davon die Gastritis, dann kam es zu einer Kolik und durch den gereizten Magen-Darm eben zur Entzündung die nicht weggehen will.

"die Blutzusammensetzung kannst du ganz einfach mittels Blutbild untersuchen lassen, wobei ich sehr stark davon ausgehe, dass das gemacht wurde, wenn du die Werte der Leukos und Co. hast. Wenn da nix war ist in die Richtung auch nichts. Der MCHC kann auch einfach an einem Eisenmangel gelegen haben."

Hat Eisen eigentlich noch irgend einen bestimmten Namen? Denn im Blutbild sehe ichs nicht.
Ich hatte einen Großen Check up gemacht.

Im "Blutbild" waren die Leukozyten mit 14,3 (6-12) erhöht und eben MCHC mit 37 (31 - 34).

Im "Differental-Blutbild" sieht da alles irgendwie schon dramatischer aus.
Basophile Gr 2 (0 - 1)
Segmentkernige 52 (55 - 75) (Hier steht nur Segmentkernige, sonst nichts)
Lymphozyten 35 (13 - 30)
Monozyten 8 (0 - 4)

Lymphozyten absolut 5.055 (1.000 - 4.000)
Monozyten absolut 1.174 (0 - 500)

Folsäure (CLIA) 35,8 (9,3 - 23,8) (B12 war im übrigen vor 3 Monaten auch erhöht, inzwischen im norm bereich, hoffe er sackt nun nicht ab)

cTLI 37 (8,6 - 35) will man ja noch keine Diagnose stellen, weil es erst nach oben schoss nach dem langen AB

Gesamttestosteron 6,79 (0,4 - 6)


omfgjen: Neben dem MCHC ist bis jetzt noch nichts erhöht, allerdings werde ich wohl das MCH im Auge behalten müssen denn das hat den Wert 23 (17 - 23)


Jetzt habe ich eigentlich alle Werte genannt, die nicht in der Norm sind, alles andere ist normal.
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #7
Wie lange dauert es denn zwischen einem Befall und bis er die Würmer richtig ausscheidet?
Unterschiedlich, je nach Wirt, Wurmart und äußeren Einflüssen (Erkrankungen des Wirts, Stress, schwaches Immunsystem usw.). Man geht von bis zu vier Wochen der Entwicklung aus, es könnte theoretisch aber auch viel schneller gehen. Die Eier können Jahre im Darm bzw. im Gewebe verharren, sie sind halt inaktiv. Bei Stress oder Krankheit können sie die Schwäche des Wirtes ausnutzen und sich entwickeln. Vermutlich hat jeder Hund Wurmeier in sich, ob sie ausbrechen oder nicht ist situationsabhängig. Mit Wurmmitteln sind die leider auch nicht zu erwischen. Logischer Weise sind sie in dem Zustand auch nicht im Kot nachzuweisen. Kotproben sind m.E. in solchen Fällen durchaus angeraten (wenn man halt nicht entwurmen kann oder sollte), allerdings halt nicht ganz zuverlässig.
Du könntest es mit geriebenen Karotten und Kokosraspeln zur natürlichen Entwurmung zusätzlich versuchen, allerdings ist die Wirkung nicht bewiesen und einen derartigen Befall wird das auch nicht in den Griff bekommen. Theoretisch wirkt Karotte zwar auch positiv bei Darmproblemen, wenn er es aber gar nicht kennt besteht leider auch immer die Chance, dass er es nicht verträgt. Frag mal den TA, ob du den Versuch wagen kannst (ein Wurmmittel brauchst du in dem Fall aber trotzdem!).

Entweder hatte er Koliken, Gastritis, Durchfall. Das zieht sich wie ein Rattenschwanz. TA meint, er hatte wohl mal was gefressen was er nicht vertrug, bekam davon die Gastritis, dann kam es zu einer Kolik und durch den gereizten Magen-Darm eben zur Entzündung die nicht weggehen will.
Wurde auf eine Entzündung hin untersucht und ist die nachgewiesen (also im Darm)? Hatte er Fieber o.ä.? Hat er einen Krampflöser gegen die Koliken bekommen? Habt ihr am Futter entsprechend was umgestellt (Schonkost oder Gastro-Diätfutter)?

Hat Eisen eigentlich noch irgend einen bestimmten Namen? Denn im Blutbild sehe ichs nicht.
Ich hatte einen Großen Check up gemacht.
Es gibt zig Möglichkeiten, was in einem Blutbild geprüft werden kann. Eisen zählt zu den selten untersuchen Dingen wie andere Nährstoffe auch, weil dazu die Aufnahme, die Ausscheidung, die Differenz und die Ansammlung in Blut usw. gemessen werden müsste. Man kann den Gehalt im Blut alleine durchaus nachweisen, das wird aber kein TA standardmäßig machen. Ich wäre nicht einmal sicher, ob es dir Klarheit verschaffen würde. Ein TA kann ein Blutbild dahingehend auslesen, dass es das als Ursache in Betracht ziehen kann, ohne den Eisengehalt selbst zu kennen. Da der TA die Werte auch nicht bedenklich fand würde ich vermuten, dass er den Zusammenhang zwischen Durchfall, Eisenmangel und Blutbildabweichung gesehen hat. Frag da aber ruhig nochmal konkret nach. Eisen müsste als Eisen oder wissenschaftlich als Ferrum aufgeführt sein. Evtl. auch die genaue chemische Verbindung, aber da wäre ich jetzt überfragt.

(Hier steht nur Segmentkernige, sonst nichts)
Das passt, die sind ja scheinbar in einer Linie mit den anderen weißen Blutkörperchen aufgeführt, das meint also das, was ich geschrieben habe. Wobei ich die Verschiebungen im Blutbild nun nicht sooo drastisch finde, wenn der Hund bekannter Maßen eine Entzündung/Reizung hat.

Wenn die Folsäure so hoch ist: Hat der TA vll eine Aufbauspritze gegeben? Wird manchmal gemacht, das ist ein Vitamin-B-Komplex, der da verabreicht wird (wobei ich nicht sicher bin, ob Folsäure explizit da enthalten ist). Das könnte den Wert erklären. Oder hast du vll Weizen, Leber oder Hefe gefüttert? Da ist recht viel enthalten.

Die canine Trypsin-like Immunoreactivity (cTLI) würde ich aber in jedem Fall im Auge behalten. Verdauungsstörungen zählen durchaus zu den Symptomen von Pankreaserkrankungen (bei Erhöhung der Werte akute Insuffizienz). Das könnte auch eine Ursache für die Erhöhung der Leukos sein. Aber wie gesagt: Alle Werte sind wirklich nur minimal erhöht. Zusätzlich könnten bei Pankreasproblemen Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) und Alkalische Phosphatase (AP) erhöht sein, sind aber nicht spezifisch. Was du noch bestimmen lassen könntest wären canine Trypsin-like Immunoreactivity (cPLI) im Blutserum und canine pankreatische Elastase im Kot. Wenn du dir da Sorgen machst lass es einfach über die Enzyme genauer untersuchen, kostet einmal Blut abnehmen und einmal Kot vorbeibringen, dann hast du Klarheit. Da würde ich den TA einfach drauf ansprechen und zur Not auch nur für dein »Wohlgefühl« halt drauf untersuchen lassen.

Das Testosteron – puh.... Läufige Hündinnen?^^ Ist ja nun auch nicht sooo stark erhöht.
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #8
edit: doppelten Teil der Übersicht halber entfernt

Hallo,

ich war ja am Montag beim TA, bekam für beide Hunde je eine Tablette.
So langsam zweifel ich aber an mir selbst, denn bis jetzt bekam er noch keinen Durchfall und es kam auch nichts raus. Der TA meinte zu mir, wenn schon Würmer kommen, ist er ja voll und wenn die durch die Tablette sterben, bekäme er Durchfall und das käme alles raus.

Das einzige was ich an ihm feststellen kann ist, dass er seit Sonntag irgendwie schnäkig geworden ist. Er frisst nur das Welpenfutter, all das was er vorher gerne gefressen hat, will er auf einmal nicht mehr. Aber er wirkt nicht so als habe er schmerzen.

Das mit der Gastritis und co ist schon länger her. Das war alles so zwischen Oktober bis Januar.
Beim Darm wurde Ultraschall gemacht im März oder April, war die Darmwand vom Dünndarm verdickt. Damals bei der Gastritis wurde natürlich auf Schonkost umgestellt (Royal Canin Gastro und etwas später dann Vetconcept Sana), bekam einen Magenschutz und wegen den Schmerzen auch ein Schmerzmittel, auch eins für daheim, aber nur eben wenn er auch schmerzen hatte. Da er inzwischen auch morgens, wenn er nicht sofort Futter bekommt nicht mehr bricht, denke ich haben wir die Gastritisprobleme komplett hinter uns gelassen.

Seit Samstag ca. ist der Kot im allgemeinen fester geworden und er verträgt auch viel mehr Futtersorten als früher. Wenn es so weiter geht habe ich die Hoffnung, dass wir auch die Entzündung so langsam auf die Reihe bekommen... .

Im September habe ich jetzt noch mal einen Kontrolltermin für die Blutwerte, diesmal nüchtern, habe mir einen früh am Morgen geben lassen.

Die Bauchspeicheldrüsen Insuffizienz kam erst nach dem AB, wir hoffen natürlich alle dass das AB keinen Schaden hinterlassen hat. Kann aber natürlich auch Zufall gewesen sein und sie wäre so oder so in den kritischen Bereich gewandert. Aber er hatte ja schon Probleme, bevor etwas im Kot und im Blut gefunden wurde. Aber ja, die behalten wir definitiv im Auge.

Zu Folsäure: Nein wurde nichts gespritzt. Der ist schon lange erhöht. B12 war auch erhöht, ist aber inzwischen wieder gesunken. TA meinte, kann an der Bauchspeicheldrüse, oder am Darm liegen. Liegt eben ein Verarbeitungsfehler vor.<br>Ich glaube wenn Folsäure zu hoch ist, ist es nicht mal so wild, ich glaube B12 auf dauer wäre ein Problem? Zu viel soll ja glaube auch schädlich sein.

Zu den Blutwerten sagte er mir: Der erhöhte Harn kann kommen wenn er A) An dem Tag noch nicht viel getrunken hat, oder B) weil er nicht nüchtern war.
Wäre also nicht besorgniserregend, weil die anderen wichtigen Werte in Ordnung sind.

LDH solle ich ignorieren, da der Wert verfälscht sei. Er hatte den Wert nicht veranlasst, und da wird dann was mit dem Blut anders gemacht und da wird der automatisch verfälscht. (Irgendwie so was, war zu viel kauderwelsch :D)

MCHC wäre auch noch nicht besorgniserregend, weil die anderen Werte ok sind. Der kann wegen der Entzündung erhöht sein.

Ich hoffe die Blutwerte werden besser und er bleibt so stabil.
Nur eben sein komisches Futterverhalten macht mir sorgen, er hat immer gern gefressen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #9
Dann klingt ja alles nur halb so wild :D.
Wobei es trotzdem heftig ist, dass ein so junger Hund schon solche Probleme hat. Ich drücke die Daumen, dass sich bis zur nächsten Kontrolle alles wieder normalisiert hat!
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #10
ja leider, dabei hatte ich immer hochwertig gefüttert. Zwar nicht BARF, aber schon so Sachen wie Terra Canis und Granatapet.
Und im Moment verweigert er das Nassfutter, und will nur Royal Canin Junior Mini, was ich ja dem Welpen fütter. Kennt er vom Züchter und trau mich noch nicht zu wechseln. Habe sorge dass die Probleme kamen weil ich den Hund anders fütterte als der Züchter :(.
Nun frisst der Große aber weniger Hochwertig und verträgt es scheinbar gut. Seine Hinterlassenschaften riechen sogar nicht mehr sauer. Drückt fest die Daumen :!:
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #11
Huhu,

naja, nur weil man nicht füttert, was der Züchter gefüttert hat, wird der Hund nicht gleich krank ;). Sicherlich kann man mit der Ernährung das ein oder andere beeinflussen, aber eben auch nicht alles.
Wollte der TA die Bauchspeicheldrüse nicht gleich nochmal prüfen? Die ganzen Verdauungsprobleme, seltsamer Kot, schlechte Futterverträglichkeit – das spricht eigentlich sehr für ein Problem in der Richtung.
 
  • Kleine Hilfe bei Blutwerten Beitrag #12
Hallo,

nja, ich weiss, aber die Züchterin erwähnte so oft, dass er bei ihr keine Probleme hat und ihr auch nichts von ihren Nachzuchten bekannt ist und ich solle doch wieder das füttern was sie fütterte, dass ich mir da schon ein schlechtes Gewissen eingeredet habe :(.
Hab ich ihn falsch gefüttert? Vielleicht zu viele Leckerchen beim üben? Hab ich ihm irgendwie zu viel Stress, aus welchen Gründen auch immer, zugemutet? usw. usw.

Nein, weil die Werte waren im grünen Bereich und alle sehr gut, als die Probleme anfingen, über Monate hinweg nie Probleme mit der BS.
Das Problem kam erst, als ich in einer Klinik war, weil die ja angeblich immer etwas moderner sind und auf dem aktuellen Stand. Die gab ihm dann für 3 Wochen AB wegen der Darmentzündung. Danach war die BS im Eimer. Entzündung hat er nach wie vor glücklicherweise nicht. Aber eben die Insuffizienz. Machts natürlich auch nicht besser.
Normalwert bis 35 ist normal, er hat im Moment 37. Also noch nur minimal, deswegen die Hoffnung dass da evtl noch was runter geht.


Eigentlich war der Termin für September angegeben, ich schau nun morgen ob ich was für Donnerstag morgen bekomme, damit ich das auch nüchtern machen kann.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, hab da noch eine Frage, habe mir die Blutwerte noch mal angeschaut.

Profil Gastrointestinaltrakt

Canine Spezifische 35 ug/l
Pankreaslipase
(Elisa):
Test: <= 200 ug/l Kein Verdacht auf Pankreatitis
201-399 fraglicher Bereich
=> Verdacht auf Pankreatitis

Folsäure schon erwähnt erhöht
B12 im Moment normal (Hoffe sackt nicht weiter ab, war früher auch erhöht)

CTLI 37,4
(Trypsin-Like-Immunoreactivity)(CLIA)
Text: vorläufiger Referenzbereich: 8.5 - 35

Ich lese hier und da in Foren, dass ein erhöhter TLI eine Pankreatitis bedeutet, aber die ist ja laut test, negativ. Und was ist CPL?
Das mit dem TLI steht sogar hier (). Hab ich den TA nun falsch verstanden, bzw. ich es evtl falsch interpretiert durch die Blutwerte?

Kann es eigentlich sein, dass die Bauchspeicheldrüse inzwischen nicht mehr richtig arbeitet, weil er schon so lange ein Darmproblem hat? Die erhöhten Folsäurewerte zeigen ja eigentlich eine Fehlbesiedlung des Darms an, bekommen wir aber trotz AB ja nicht in den Griff.
 
Thema:

Kleine Hilfe bei Blutwerten

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