- Stummer Hilfeschrei der Hasen Beitrag #1
K
Kokosnuss
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Hallo ihr Lieben!
Ich weiß nicht genau, wieso ich diesen Beitrag erstelle, was ich genau jetzt erhoffe. Denn helfen kann man wahrscheinlich nicht
. Was ich aber weiß ist, dass ich meine Wut und meine Trauer unbedingt teilen möchte :roll:.
Und zwar geht es darum : ich war gestern bei dem Opa meines Freundes, der Besitzer eines Bauernhofes ist.
Ich habe mich auf jeden Fall gefreut die Häschen anzuschauen, bis ich in den Stall kam.
So. Da sind nun die Hasen. In der letzen Ecke des Stalles. Stockdunkel. Kaum Sonnenlicht. Die großen Stallhasen in einem Käfig in dem sie sich kaum drehen können. Alleine. Obwohl Hasen doch gerne Gesellschaft haben. Ich musste erstmals kräftig schlucken. Dort kämpfte ich schon mit den Tränen.
Für manche Leute ist diese Haltung ( soweit man es eben Haltung nennen kann ) ja noch "normal". Da es eben "nur" Stallhasen sind. Aber ich fand das so schrecklich! Wenigstens vor dem Tod sollte man den kleinen Hopplern doch noch ein schönes Leben ermöglichen!
Aber das war bei weitem noch nicht alles.
Ich betrachtete die Käfige näher und ich sah, dass das Stroh fehlte. Im Prinzip saßen die Hasen in ihren eigenen Machenschaften. Und zwar hat der Mist sich bis zu ungelogenen 5 cm Höhe angesammelt. Bei dem einen Hasen war es ganz extrem, bei den anderen wurde wenigstens noch etwas Heu lieblos obendrauf geschüttet, doch bei ihm fehlte jeglicher Untergrund. Da saßen nun die Hasen in ihrem Elend und schauten mich mit ihren großen schwarzen Augen traurig an. Mir hat es fast das Herz zerissen.
Dann fing ich eben an die Ställe zu misten. Die 7 Hasen setze ich solange in das alte Innengehege der Schafe. Dort hoppelten sie dann glücklich herum und es war echt eine Freude ihnen dabei zuzuschauen.
Als ich den 1. Käfig mistete, entdeckte ich schnell, dass WÜRMER (!) sich schon angesammelt haben. Außerdem schimmelte es in den Futternäpfen und in den Trinkbehältern sammelten sich Algen an. Der Käfigboden war schon ganz aufgeweicht und es stank einfach fürchterlich:silence:. Mir tut es um die Hasen einfach so leid, weil sie können sich einfach nicht wehren... und oooch ich find das einfach so schlimm

.
Nach dem ersten Käfig war eine halbe Schubkarre (!!!!) schon voll und das geht so einfach nicht !
Nach 3 Stunden war ich dann mit allem fertig ( es waren nur 3 Käfige, die 5 kleinen Hasen teilen sich einen Doppelkäfig )
Ich würde den Kleinen ja gerne helfen. Nur das Problem ist, dass sie eine halbe Stunde mit dem Auto wegwohnen und ich erst 15 bin und so nicht selber fahren kann. Bus oder Zug geht auch nicht, da sie in einem kleinen Dorf wohnen, wo es eine ziemlich schlechte bzw gar keine Bahnverbindung gibt.
Natürlich werde ich schauen, dass ich mit meinem Freund so oft wie möglich herkomme sodass sie wenigstens alle 2 Wochen frei rennen dürfen, ausgemistet werden und Grünzeug bekommen.
Ich habe auch versucht, mit dem Opa zu reden, der auch so ein sehr netter Mensch ist. Nur er sieht verdammt nochmal die Notwendigkeit nicht, sich um die Tiere zu kümmern.
Vielleicht können wir ihn ja doch überreden, dass wir das alte Innengehege der Schafe hasengerecht ausbauen dürfen sodass sie viel Platz haben und springen können.
Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und so oft wie es eben geht bei den Hasen vorbei schauen.
Vielen Dank an alle, die mir zugehört haben. Denn ich musste es unbedingt jemand weitergeben, der mich vielleicht versteht.
Weil viele aus meiner Generation sind ja doch "zu cool" dafür einen Stall zu misten und finden es "lächerlich" wenn man wegen einem Hasen weint :eusa_doh::eusa_doh:. Aber dies ist wieder ein anderes Problem.
LG Clara
Ich weiß nicht genau, wieso ich diesen Beitrag erstelle, was ich genau jetzt erhoffe. Denn helfen kann man wahrscheinlich nicht
Und zwar geht es darum : ich war gestern bei dem Opa meines Freundes, der Besitzer eines Bauernhofes ist.
Ich habe mich auf jeden Fall gefreut die Häschen anzuschauen, bis ich in den Stall kam.
So. Da sind nun die Hasen. In der letzen Ecke des Stalles. Stockdunkel. Kaum Sonnenlicht. Die großen Stallhasen in einem Käfig in dem sie sich kaum drehen können. Alleine. Obwohl Hasen doch gerne Gesellschaft haben. Ich musste erstmals kräftig schlucken. Dort kämpfte ich schon mit den Tränen.
Aber das war bei weitem noch nicht alles.
Ich betrachtete die Käfige näher und ich sah, dass das Stroh fehlte. Im Prinzip saßen die Hasen in ihren eigenen Machenschaften. Und zwar hat der Mist sich bis zu ungelogenen 5 cm Höhe angesammelt. Bei dem einen Hasen war es ganz extrem, bei den anderen wurde wenigstens noch etwas Heu lieblos obendrauf geschüttet, doch bei ihm fehlte jeglicher Untergrund. Da saßen nun die Hasen in ihrem Elend und schauten mich mit ihren großen schwarzen Augen traurig an. Mir hat es fast das Herz zerissen.
Dann fing ich eben an die Ställe zu misten. Die 7 Hasen setze ich solange in das alte Innengehege der Schafe. Dort hoppelten sie dann glücklich herum und es war echt eine Freude ihnen dabei zuzuschauen.
Als ich den 1. Käfig mistete, entdeckte ich schnell, dass WÜRMER (!) sich schon angesammelt haben. Außerdem schimmelte es in den Futternäpfen und in den Trinkbehältern sammelten sich Algen an. Der Käfigboden war schon ganz aufgeweicht und es stank einfach fürchterlich:silence:. Mir tut es um die Hasen einfach so leid, weil sie können sich einfach nicht wehren... und oooch ich find das einfach so schlimm
Nach dem ersten Käfig war eine halbe Schubkarre (!!!!) schon voll und das geht so einfach nicht !
Nach 3 Stunden war ich dann mit allem fertig ( es waren nur 3 Käfige, die 5 kleinen Hasen teilen sich einen Doppelkäfig )
Ich würde den Kleinen ja gerne helfen. Nur das Problem ist, dass sie eine halbe Stunde mit dem Auto wegwohnen und ich erst 15 bin und so nicht selber fahren kann. Bus oder Zug geht auch nicht, da sie in einem kleinen Dorf wohnen, wo es eine ziemlich schlechte bzw gar keine Bahnverbindung gibt.
Natürlich werde ich schauen, dass ich mit meinem Freund so oft wie möglich herkomme sodass sie wenigstens alle 2 Wochen frei rennen dürfen, ausgemistet werden und Grünzeug bekommen.
Ich habe auch versucht, mit dem Opa zu reden, der auch so ein sehr netter Mensch ist. Nur er sieht verdammt nochmal die Notwendigkeit nicht, sich um die Tiere zu kümmern.
Vielleicht können wir ihn ja doch überreden, dass wir das alte Innengehege der Schafe hasengerecht ausbauen dürfen sodass sie viel Platz haben und springen können.
Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und so oft wie es eben geht bei den Hasen vorbei schauen.
Vielen Dank an alle, die mir zugehört haben. Denn ich musste es unbedingt jemand weitergeben, der mich vielleicht versteht.
Weil viele aus meiner Generation sind ja doch "zu cool" dafür einen Stall zu misten und finden es "lächerlich" wenn man wegen einem Hasen weint :eusa_doh::eusa_doh:. Aber dies ist wieder ein anderes Problem.
LG Clara