Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration

Diskutiere Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Wo habe ich denn was gemacht ? Wegen den Welpenschutz? Ich denke mal soviel Meinungsfreiheit und Ehrlichkeit sollte sein, ich bin nicht frech...
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #101
Fiesta, ich möchte dich ein letztes Mal bitten, deinen Ton gegenüber anderen Usern zu zügeln. Du hast selbst keinerlei Fachkompetenz bisher vorgelegt und deine Meinung (die nunmal nicht den Tatsachen entspricht) ohne jegliche Beweise angeführt, ohne dass dir jemand dieselben Vorwürfe macht, wie du sie gerade anderen machst. Gegenseitiger Respekt ist grundlegend für jede Diskussion.



Wo habe ich denn was gemacht ? Wegen den Welpenschutz? Ich denke mal soviel Meinungsfreiheit und Ehrlichkeit sollte sein, ich bin nicht frech geworden und mir gefällt hier auch so mancher Ton nicht, nur diese User bekommen keine Mängelanzeige. Und nun sage mir bitte, was nicht den Tatsachen entspricht ?
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #102
Off-Topic
Hmm, wenn sie nach der Kastration noch gut riecht würde ich persönlich mich fragen, ob die Kastration sauber gelaufen ist. Wir hatten das hier ja auch kurz im Thread angeschnitten (oder im anderen?). Das passiert öfter als man denkt, dass eben nicht alles an Gewebe erwischt wurde und weiter Hormone produziert werden. Die Gefahr von Entzündungen und Entartungen ist dann sogar noch größer. Muss natürlich nicht so sein, aber für mich wäre der noch anhaltende Geruch dahingehend ein Warnzeichen.

 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #103
Mach(t) doch nicht den Thread kaputt mit dem Niveau. Das ist doch wirklich nicht nötig. :?
Sorry, ich konnte einfach nicht mehr ernst bleiben...

Was gerne (und ja auch in der Regel) gemacht wird ist eine laufende Zahlung und/oder eine kleine "geheime" Ausarbeitung der Möglichkeiten im Vorfeld. Sollte eine Studie also nicht in die gewünschte Richtung gehen bedeutet das, dass der Geldhahn zugedreht wird und das ist eben der Punkt, wo viele unter Druck geraten und gerne etwas "nachhelfen". Wie du nämlich sagst: Ohne Geld, keine Studie.
Ohne Geld, Studie ist schwieriger. So wird ein Schuh draus. Ich kenn (laufende) Studien, da würden potentielle Geldgeber einen Teufel tun und rein finanzieren, sie werden trotzdem durchgeführt, weil eine fachkompetente Person der Meinung ist, dass es sich lohnt. Übrigens die (reichen) Gegenparteien schießen dann im Nachhinein auf Kongressen etc. ordentlich gegen solche Studien und suchen das Haar in der Suppe. Und wenn dann jemand nicht schlau genug war im Vornherein seine Studie von allen Seiten zu beleuchten, dann wird das der Gegenpartei auch gelingen.
Also mit den geheimen Vorbesprechungen wär ich sehr vorsichtig. Das ist zu riskant. Es gibt es bestimmt dann und wann, aber das ist nicht die Regel. Da steckt viel zu viel Geld drin. Spätestens wenn eine Studie komisch vorkommt, wird sich irgendjemand hinsetzen und sie wiederholen. Und wenn DANN was ganz anderes raus kommt, dann müssen die Unterlagen offen gelegt werden, sonst macht man sich unglaubwürdig. Und wenn das dann alles raus kommt, dann ist man richtig Kohle los.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #104
Genau das ist das Problem. Ich war früher großer Vertreter des "wer den eigenen Hund nicht davor bewahren kann, sollte sich keinen holen" - das war allerdings ziemlich naiv von mir, wie ich im Nachhinein feststellen musste. Durch Jerry und Andy kannte ich eben nur Hunde, die sich gut zu wehren wissen und immer eine gewisse Autorität hatten, Jungspunde in Zaum zu halten. Das kriegt Hanna nicht hin. Vielleicht auch, weil andere Halter vor Jerry mehr Respekt haben als vor ihr und sich das auf die Hunde überträgt. Aber das Risiko ist mir dann einfach zu hoch gewesen.

Ich bereue die Kastra von Hanna nicht. So im Nachhinein hätte ich es in Erwägung gezogen, die Kastration noch eine Läufigkeit länger abzuwarten. Für Jerry gilt dasselbe. Aber da war ich erst 16 und hatte das nicht unbedingt in der Hand. Aber bisher haben beide keine Probleme, sodass ich die verhältnismäßig frühe Kastra nicht bereue. Jerry wäre übrigens nicht kastriert worden, hätte sich die Liebeskrankheit nicht so früh eingestellt. Einen zweiten Andy, der nachts rammelt und schreit und mit Hormonspritzen vollgepumpt werden muss, wollten wir nicht. :| Aber bisher vertrete ich die Einstellung, dass von jedem Tier einzeln abhängig zu machen. Und ich vertrete eben auch ganz klar die Meinung, einen Hund auch kastrieren lassen zu können (moralisch gesehen), wenn es keine medizinische Notwendigkeit gibt.

Fiesta, dein herablassender Ton und dein Vorwurf an Hundenase, zu trollen, bringt unnötig Spannung und Aggressivität in die Diskussion. Genau deswegen wurdest du namentlich genannt. Bei solchen Äußerungen muss man sich nicht wundern, wenn der Gesprächspartner irgendwann Sarkasmus an den Tag legt und sich kaum noch User in die Diskussion einklinken wollen. Mit Meinungsfreiheit hat das nicht viel zu tun, wenn man andere des Trollens bezichtigt, ihnen öffentlich die Ausbildung abspricht und sich selbst eine Stufe höher stellt, ohne auch mal nennenswerte Belege und Fachkompetenz vorzuzeigen. Wenn du dich nicht sachlich äußern kannst, dreh bitte eine Runde um den Block, bevor du wieder in die Diskussion einsteigst.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #105
Off-Topic
Hmm, wenn sie nach der Kastration noch gut riecht würde ich persönlich mich fragen, ob die Kastration sauber gelaufen ist. Wir hatten das hier ja auch kurz im Thread angeschnitten (oder im anderen?). Das passiert öfter als man denkt, dass eben nicht alles an Gewebe erwischt wurde und weiter Hormone produziert werden. Die Gefahr von Entzündungen und Entartungen ist dann sogar noch größer. Muss natürlich nicht so sein, aber für mich wäre der noch anhaltende Geruch dahingehend ein Warnzeichen.

Den Verdacht hatte ich auch. Zum einen muss ich allerdings zugeben vertrau ich den Ärzten, die operiert haben 1000% (ich bin sowas von unfähig an meinem eigenen Tier rumzuschneiden...), zum anderen hat sie wie gesagt schon vor der Pubertät so gerochen. Sie zeigt auch sonst überhaupt keine Anzeichen eines Hormonstatus, sprich Veränderung an Zitzen, Vulva oder Fell.
Außerdem sind mit einer Kastration nicht alle Hormone weg, die Nebenniere spielt z.B. auch noch ein bisschen mit. Ich weiß einen Fall einer kastrierten Frau, die durch Homöopathika ihre Nebenniere so weit stimuliert hat, dass sie ausreichend Geschlechtshormone produziert und sie so keine Hormone mehr nehmen muss.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #106
Ich bin der Meinung, man muss das vom Hund abhängig machen.

Bei meiner zukünftigen Hündin werde ich sehen, wie sie mit den Läufigkeiten etc. zurecht kommt.
Gibt es keine Probleme, dann kann sie vorerst gern unkastriert bleiben.
Gibt es Probleme, dann wird sie kastriert.
Allerdings bleibt mir bei einer nicht Kastration immer das Risiko der Gebärmutterentzündung im Hinterkopf. Ich höre von einer befreundeten TMFA immer wieder Horrorgeschichten von Hündinnen, die da echt auf Messers Schneide stehen.
Es gibt Vor- und Nachteile einer Kastration von Rüden und Hündinnen, man sollte sie auf seinen Hund individuell betrachten und dann entscheiden.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #107
Sorry, ich konnte einfach nicht mehr ernst bleiben...


Ohne Geld, Studie ist schwieriger. So wird ein Schuh draus. Ich kenn (laufende) Studien, da würden potentielle Geldgeber einen Teufel tun und rein finanzieren, sie werden trotzdem durchgeführt, weil eine fachkompetente Person der Meinung ist, dass es sich lohnt. Übrigens die (reichen) Gegenparteien schießen dann im Nachhinein auf Kongressen etc. ordentlich gegen solche Studien und suchen das Haar in der Suppe. Und wenn dann jemand nicht schlau genug war im Vornherein seine Studie von allen Seiten zu beleuchten, dann wird das der Gegenpartei auch gelingen.
Also mit den geheimen Vorbesprechungen wär ich sehr vorsichtig. Das ist zu riskant. Es gibt es bestimmt dann und wann, aber das ist nicht die Regel. Da steckt viel zu viel Geld drin. Spätestens wenn eine Studie komisch vorkommt, wird sich irgendjemand hinsetzen und sie wiederholen. Und wenn DANN was ganz anderes raus kommt, dann müssen die Unterlagen offen gelegt werden, sonst macht man sich unglaubwürdig. Und wenn das dann alles raus kommt, dann ist man richtig Kohle los.

Naja, gut. Das kann natürlich passieren und ist immer toll für die Parteien... aber man kann leider nicht davon ausgehen, dass jemand anderes sich schon dafür interessieren wird, der es dann weiter bezahlt und es ist auch nicht immer jemand im Team der es stemmen kann. Wie gesagt.. immer toll, wenn das so klappt, aber davon als Regel ausgehen kann man nicht. Bzw. kommt es natürlich auch immer auf das Gebiet an und welche Seiten mit wie viel Interesse und Kapital dahinter stehen.


Aber bisher vertrete ich die Einstellung, dass von jedem Tier einzeln abhängig zu machen. Und ich vertrete eben auch ganz klar die Meinung, einen Hund auch kastrieren lassen zu können (moralisch gesehen), wenn es keine medizinische Notwendigkeit gibt.

Das sehe ich auch so.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #108
I
Allerdings bleibt mir bei einer nicht Kastration immer das Risiko der Gebärmutterentzündung im Hinterkopf.
Das hat auch mal eine meiner früheren Chefs gesagt. Sie hatte ihre erste Hündin nicht kastriert und als sie dann 13 und eh schon nicht mehr ganz fit war, kam die Pyo. Und sie musste einen kranken Hund in Narkose legen. Die nächste Hündin wurde kastriert, mit dem Kommentar: warum sollte ich die Narkose abwarten bis sie wieder so alt ist, dass sie vielleicht an der Narkose stirbt, wenn ich sie auch ganz kontrolliert und stabil im Junghundalter durchführen kann?
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #109
Ja.. die Gebärmutterentzündungen.. ich bekomme die auch recht häufig mit in meinem Umkreis und das hat mich echt erschrocken. Wobei, ich schrieb es hier auch schon, mit oft meine ich auch die 20-25% die man immer hört und im Endeffekt sind das immer noch "nur" 1/4 und eine Gebärmutterenzündung ist ja auch in der Regel keine tödliche Erkrankung und setzt auch lange nicht immer automatisch eine Kastration und/der Gebärmutterentfernung voraus, wie es aber gerne direkt gemacht wird.
Trotzdem ist das eine Sache, die bei mir die Waage bei Hündinnen durchaus anders gewichtet zurück lässt als bei Rüden.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #110
Hmm, Fiesta.. ich muss gestehen, dass ich gerade auch nicht mehr ganz mitkomme bei der Frage welchen Standpunkt du vertrittst. Du sagst es ist eindeutig gegen das Gesetz und dass keiner verurteilt wird liegt dann woran genau? Ich frage das ernsthaft, weil ich wohl irgendwo den Faden verloren habe.

Mein Posting Nr. 66 spiegelt meine Einstellung wieder, s. Link, zuvor ist der Zusammenhang mit Anklage und Beweislastumkehr beschrieben und war nur nebenbei erwähnt.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #111
setzt auch lange nicht immer automatisch eine Kastration und/der Gebärmutterentfernung voraus, wie es aber gerne direkt gemacht wird.
Irgendwie kann ich dir hier grad nicht ganz folgen was du sagen willst.

Leider ist die Pyo häufiger tödlich als man denkt. Was allerdings nur daran liegt, weil die Besitzer sie so leicht übersehen.

Trotzdem ist das eine Sache, die bei mir die Waage bei Hündinnen durchaus anders gewichtet zurück lässt als bei Rüden.
Ich finde Kastration Rüde und Hündin sind zwei ABSOLUT getrennt zu betrachtende Themen.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #112
Irgendwie kann ich dir hier grad nicht ganz folgen was du sagen willst.

Leider ist die Pyo häufiger tödlich als man denkt. Was allerdings nur daran liegt, weil die Besitzer sie so leicht übersehen.

Das stimmt. Das Wichtigste ist eine schnelle Diagnose. Dahingehend verhält es sich ähnlich wie beim Blinddarm (den wir übrigens auch nicht vorsorglich entfernen). Hast du Zahlen dazu wie oft sie tödlich verläuft? Wäre auch für mich wichtig, wenn hier der nächste Hund einzieht (der eine Hündin werden soll).

Ich meinte damit, dass bei einer Gebärmutterentzündung gerne direkt zur Kastration + Entfernung geraten wird, selbst wenn eine medikamentöse Behandlung ausreichend gewesen wäre.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #113
Das stimmt. Das Wichtigste ist eine schnelle Diagnose. Dahingehend verhält es sich ähnlich wie beim Blinddarm (den wir übrigens auch nicht vorsorglich entfernen). Hast du Zahlen dazu wie oft sie tödlich verläuft? Wäre auch für mich wichtig, wenn hier der nächste Hund einzieht (der eine Hündin werden soll).
Ne, leider nicht. Wichtig ist die Frühzeichen zu erkennen. Und das erste Anzeichen ist "Meine Hündin war irgendwie anders". Viele kommen aber erst, wenn die Hündinnen so dick sind, als wär der ganze Bauch voller Welpen oder wenn sie den Besitzer wahnsinnig machen, weil sie saufen wie ein Loch oder massiv Fieber haben oder all time favorite: als Notfall, weil ihnen die Soße geplatzt ist und sie ein akutes Abdomen haben. Und klar, je später desto gefährlicher.

Ich meinte damit, dass bei einer Gebärmutterentzündung gerne direkt zur Kastration + Entfernung geraten wird, selbst wenn eine medikamentöse Behandlung ausreichend gewesen wäre.
Riskant. Sehr riskant. Ich habe es so gelernt: man kann es ruhig mal ne Woche versuchen und viel Geld rausschleudern und sie dann am Ende doch kastrieren. ;)
Die Rezidivrate ist wohl recht hoch. Das Problem kommt ja von den Eierstöcken, gleichzeitger Hormoneinfluss von Östrogen und Progesteron. Und erst wenn man kastriert, unterbricht man diesen Zyklus. Ich hab es so gelernt, dass man immer kastrieren sollte, außer bei einer wertvollen Zuchthündin. Da kann man den Versuch starten.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #114
Mein Posting Nr. 66 spiegelt meine Einstellung wieder, s. Link, zuvor ist der Zusammenhang mit Anklage und Beweislastumkehr beschrieben und war nur nebenbei erwähnt.

Ich habe den Post nochmal gelesen und du zitierst nur die Meinung einer Person. Die Meinung teile ich übrigens auch. Wer die Person mit der Meinung ist, ist aber im Endeffekt egal, solange sie damit kein Gerichtsurteil beschließt.

Das Gesetz ist eben nicht eindeutig genug um damit einen Tierarzt zu verklagen, zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

Ich bin also immer noch etwas verwirrt (ernsthaft):
Bist du der Meinung, dass das Gesetz eindeutig ist und man Tierärzte verklagen kann und sollte?
Oder bist du der Meinung, dass du es als eindeutig ansiehst, es aber vor Gericht nicht durchkommen wird?

Im ersten Fall frage ich mich nämlich, warum du dann noch nicht jeden Tierarzt verklagt hast (oder einer der vielen Leute, die die Meinung teilen und die du hier zitierst) und im zweiten Fall frage ich mich, warum du dann noch herum gehst und behauptest es wäre eindeutig verboten?
Wie gesagt.. ich teile deine Meinung sogar.. aber das bringt nun mal nichts, wenn wir die Meinung vertreten.. erst wenn ein Richter in einem Urteil diese Meinung vertritt, wird es eben das aussagen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ne, leider nicht. Wichtig ist die Frühzeichen zu erkennen. Und das erste Anzeichen ist "Meine Hündin war irgendwie anders". Viele kommen aber erst, wenn die Hündinnen so dick sind, als wär der ganze Bauch voller Welpen oder wenn sie den Besitzer wahnsinnig machen, weil sie saufen wie ein Loch oder massiv Fieber haben oder all time favorite: als Notfall, weil ihnen die Soße geplatzt ist und sie ein akutes Abdomen haben. Und klar, je später desto gefährlicher.


Riskant. Sehr riskant. Ich habe es so gelernt: man kann es ruhig mal ne Woche versuchen und viel Geld rausschleudern und sie dann am Ende doch kastrieren. ;)
Die Rezidivrate ist wohl recht hoch. Das Problem kommt ja von den Eierstöcken, gleichzeitger Hormoneinfluss von Östrogen und Progesteron. Und erst wenn man kastriert, unterbricht man diesen Zyklus. Ich hab es so gelernt, dass man immer kastrieren sollte, außer bei einer wertvollen Zuchthündin. Da kann man den Versuch starten.

Schade. Ja.. es sollte dahingehend viel mehr Aufklärung an die Besitzer von Hündinnen geben. Das würde die Zahlen von Todesfällen sicher verringern.

Das ist ja genau das was ich gesagt habe. Ich meinte das auch nicht wertend im Sinne von "ich finde das unmöglich, dass das so gemacht wird etc.". Es ist nur so, dass dort lieber direkt zur Kastration gegriffen wird, als es medikamentös zu versuchen. Wie gesagt meine ich das nicht wertend.. wenn meine Hündin eine Gebärmutterentzündung bekommen würde, würde ich sie auch kastrieren lassen um zu verhindern, dass sie es wieder bekommt (die Chance es dann immer wieder zu bekommen ist wohl direkt um einiges höher).
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #115
Ich habe den Post nochmal gelesen und du zitierst nur die Meinung einer Person. Die Meinung teile ich übrigens auch. Wer die Person mit der Meinung ist, ist aber im Endeffekt egal, solange sie damit kein Gerichtsurteil beschließt.

Im Grunde ist das nicht eine Person, sondern perfekt § 6, TschG , hätte diesen auch nehmen können, so aber war es einfacher.
Schön, dass wenigstens nunmehr 2 diese Meinung teilen.

Das Gesetz ist eben nicht eindeutig genug um damit einen Tierarzt zu verklagen, zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

Das habe ich auch nicht behauptet, im Normalfall gibt es nichts zu verklagen, denn der HB kommt zum TA und wenn der TA verantwortungsvoll entscheidet ist die Kastration in Ordnung. Da ‚Hundenase‘ sinngemäß meinte, das bei ungerechtfertigter Kastration sie/Vet.-amt Anklage erheben würden, kam die Beweislastumkehr ins Spiel, die ich an Hand meines Falles nur erwähnte. Natürlich hast Du Recht, § 6 gibt keinen Anlass zur Klage, ich sehe da auch keinen Angriffspunkt.

Ich bin also immer noch etwas verwirrt (ernsthaft):
Bist du der Meinung, dass das Gesetz eindeutig ist und man Tierärzte verklagen kann und sollte?
Oder bist du der Meinung, dass du es als eindeutig ansiehst, es aber vor Gericht nicht durchkommen wird?

Wenn wir die Kastration mal davon trennen/außen vor lassen, macht es nach meinen Erkenntnisstand keinen Sinn überhaupt einen TA jemals zu verklagen, denn als HB/Patientenbesitzer bist Du erst einmal immer in der Beweispflicht, bei grob, fahrlässigen, schuldhaften Verhalten des TA tritt nach Gesetz die Beweislastumkehr ein, hier muss der TA beweisen, nur bevor es soweit kommt, kommt ein Gutachter in’s Spiel der den Fall und das grob, fahrlässige untersucht und genau ab hier gibt es tausend Dinge die, die Beweislastumkehr vereiteln, sei es dass der Hund wegen zu langer Liegezeit nicht mehr pathologisch untersucht werden kann, wie in meinen Fall, sei es dass der Hund das 10-fache der Dosis locker überlebt hätte bis hin dass das Tier ‚bedauerlicher Weise natürlich“ nicht die Kondition hatte, der TA bestreitet u.v.a.m.
Also, auch wenn es eindeutig ist, wird es nicht vor Gericht durchkommen, meine Recherchen dazu bestätigten auch die Meinung meines Anwaltes der wenig bis Null Aussicht auf Erfolg versprach. Wir waren nahezu 2 Jahre damit beschäftigt. Es gibt kaum eine Handvoll Urteile wo ein TA mal zur Rechenschaft gezogen wurde, denn man wird nicht wegen eines zufällig verstorbenen Tieres die Existenz des TA zerstören, dass ist der Focus dabei.

Im ersten Fall frage ich mich nämlich, warum du dann noch nicht jeden Tierarzt verklagt hast (oder einer der vielen Leute, die die Meinung teilen und die du hier zitierst) und im zweiten

Wie gesagt, ich meinte nicht die Kastration und Anlass und Verlauf habe ich oben erklärt.


Fall frage ich mich, warum du dann noch herum gehst und behauptest es wäre eindeutig verboten?

Wenn wir wieder bei Kastrationen sind, habe ich das so nie behauptet, sondern verboten nur ohne medizinische Indikation, Kastrationen sollten die Ausnahme sein.

Wie gesagt.. ich teile deine Meinung sogar.. aber das bringt nun mal nichts, wenn wir die Meinung vertreten.. erst wenn ein Richter in einem Urteil diese Meinung vertritt, wird es eben das aussagen.

Das ist so nicht richtig, da muss kein Richter ran, dass Handwerkszeug ist vorhanden nämlich Gesetz, Auslegungen und Kommentare s. Links dazu, schon allein mein gegebener Link sagt es eindeutig und wenn man dazu sich noch erarbeitet was genau darunter zu verstehen ist, wird die Sache noch eindeutiger.
Gesetze geben nur den Rahmen und können nicht alles im Detail aufnehmen, deshalb sind Auslegungen und Kommentare unerlässlich und gehören dazu, verzichte ich darauf werde ich zwangsläufig das Gesetz immer für mich positiv auslegen können, ansonsten aber im Dunklen tappen.

Also ich sage es nochmal: Da Kastrationen immer eine Amputation sind, sind diese nach § 6, Absatz 1 zunächst verboten:
Kopie:
(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn
1.der Eingriff im Einzelfall

a)
nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
b)
bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,
Das Verbot gilt nicht unter den Punkten a und b, sowie Punkt 5:

zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.
Das heißt nun nicht, das ungehindert bei jeden kleinen Anlass kastriert werden darf oder wie hier pauschal behauptet wird:* Kastrationen sind KEIN Verstoß gegen das Tierschutzgesetz*
sie sind nur kein Verstoß mit medizinischer Indikation, das ist eine Einschränkung, ansonsten sollten Kastrationen immer noch die Ausnahme bleiben und erst dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht zum Erfolg führen.

Quelle:


Vielleicht wäre es mal für Außenstehende/Mitlesende interessant, in welchen Fällen kastriert oder nicht kastriert werden darf, falls es das noch nicht gibt, ansonsten genügt ein Verweis darauf.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #116
sie sind nur kein Verstoß mit medizinischer Indikation, das ist eine Einschränkung,
Sorry, aber das steht da einfach nicht. Da steht "zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung [...] oder zur weiteren Nutzung oder Haltung"

Was du meinst mit der medizinischen Indikation, ist eine vollkommen andere Geschichte, denn eine HGCE, Pyometra, Hydrometra oder jegliche Krebsformen in/an den Geschlechtsorganen sind eine Krankhei.., deren korrekte Behandlung eine Kastration beinhaltet. Das ist ja keine Vorsorge mehr, sondern eine Therapie.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und stimmt, Urteile gibt es wenige. Die meisten Fälle, die ich kenne wurden mit einem außergerichtlichen Vergleich geklärt, u.a. übrigens als ein Tierbesitzer klagte, weil der Tierarzt auf die Frage "Was würden Sie machen, wenn das Ihr Tier wäre" mit der Antwort "Wenn es mein Tier wäre, würde ich es einschläfern" geantwortet hat. Nachdem nämlich ein zweiter Tierarzt die Meinung dazu äußerte, dass er nicht derselben Meinung war wie Tierarzt 1, sah sich der Tierbesitzer schon befähigt zu klagen. Und für einen Vergleich hat es gereicht.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #117
Sorry, aber das steht da einfach nicht. Da steht "zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung [...] oder zur weiteren Nutzung oder Haltung"

In der Wichtung des § 6, steht ganz oben an erster Stelle, das es um Amputationen geht und das sind Kastrationen, die zunächst generell verboten sind, das Verbot gilt nicht nach
a)
nach tierärztlicher Indikation geboten ist

oder nach 5.)

die "Verhinderung unkontrollierte Fortpflanzung"

das sind alle nicht medizinisch, indizierten, also elektiven Kastrationen, die erst dann zum Einsatz kommen sollten, wenn alternative Methoden versagen, also Ausnahmen bleiben, ansonsten bildet Punkt 5 eine Rechtsgrundlage für Katzen, Hunde sind immer noch kontrollierbar. Bringe ich dann noch Naturschutz, Jagdschutz usw. ins Spiel, haut das für Hunde noch viel weniger hin, deshalb gehe ich auch immer zuerst von einer mediz. Indikation aus, alles andere tut bei Hunden nicht Not oder nur als Ausnahme.

Was du meinst mit der medizinischen Indikation, ist eine vollkommen andere Geschichte, denn eine HGCE, Pyometra, Hydrometra oder jegliche Krebsformen in/an den Geschlechtsorganen sind eine Krankhei.., deren korrekte Behandlung eine Kastration beinhaltet. Das ist ja keine Vorsorge mehr, sondern eine Therapie.


Als vollkommen anders sehe ich das nicht, es ist alles ein §, während oben die medizinische Indikation steht, ist Punkt 5 nur in Ausnahmefällen anzuwenden, die Praxis zeigt aber ein völlig anderes Verhalten, die Mehrzahl wollen aus niederen Beweggründen/Blut/Verhalten usw. eine Kastration und das finde ich unmöglich, auch deshalb weil viele TÄ da mitspielen, es wird kastriert bis das der Arzt kommt, dabei ist es ein sehr schwerwiegender Eingriff, darüber sind sich die Beteiligten meist nicht bewusst.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #118
Ich bin auch nicht so für Kastration , nur müssen wir unsere Hündin kastrieren lassen.:|
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #119
Ich bin auch nicht so für Kastration , nur müssen wir unsere Hündin kastrieren lassen.:|
Warum?
Solche seltsamen Klauseln in Tierschutzverträgen sind unwirksam. Dir gehört der Hund, somit hat kein anderer mehr was darüber zu sagen.
 
  • Neue Diskussionsrunde zum Thema Kastration Beitrag #120
Ich möchte nur kurz einwerfen, dass ihr euch hier über einen Satz streitet, der bewusst so offen formuliert ist, dass aus medizinischen Gründen sowie zur »Verhütung« (ob für eine Nutzung als Arbeitstier oder anderweitig) kastriert werden kann. Nur weil Kastrationen unter Amputationen eingeordnet sind heißt das nicht, dass für sie keine Ausnahme gilt, eben deswegen gibt es die folgenden Sätze ja – um Ausnahmen zu definieren. Von »Hunde sind ja kontrollierbar« steht da nichts, weil es eben irrelevant ist. Wo willst du da anfangen und wo aufhören? Und wären Hunde so gut kontrollierbar gäbe es nicht ständig irgendwo Unfallwürfe (wobei ich da die Schuld der Halter im Sinne von Fahrlässigkeit nicht runterspielen will).

Aber ich frage mich, inwiefern ein derart juristischer Streit an dieser Stelle noch sinnvoll ist. Fakt ist, dass ich zu einem TA gehen und die Kastration durchführen lassen kann. Fakt ist auch, dass es bei anderen Tierarten viel weniger problematisch gesehen wird. Der gesetzliche Abschnitt unterscheidet aber nicht zwischen Hund, Katze und sonstigem – das, wo wir hier einen Unterschied im Sinne von Kontrolle machen ist gesetzlich nicht unterschieden. Von daher bringt es m.E. auch nicht viel, diese paar Zeilen so derart auseinander zu pflücken. Davon bleibt auch nicht mehr Text übrig als schon da ist.
 
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