Ich war letztens morgens auf dem Bürgersteig unterwegs, auf einmal kam ein sehr großer, nicht angeleinter Mischlingsrüde (Schäferhundgröße) frontal auf mich zugestürmt, mitten in der Stadt. Ich konnte direkt sehen, dass er es nicht auf mich abgesehen hat o.ä., sondern einfach den Gehweg entlang stürmte, aber es war kein Halter zu sehen?!
So 10 Sekunden später schoss der Halter auf seinem Fahrrad dann endlich auch mal um die Ecke und ich wusste dann auch definitiv: Der Hund rennt da wirklich nur auf dem Gehweg entlang und gehört wohl zu diesem Menschen.
Ich bin dann tatsächlich auch einen Schritt zur Seite und der Hund ist auf der Innenseite des Gehwegs zwischen mir und dem Zaun vorbei gerauscht. Ich habe noch nie zuvor einem Hund auf diese Art Platz gemacht. :shock:
Ich bin mit Hunden groß geworden, mit großen Hunden. Ich verstehe Körpersprache und das auch aus größerer Distanz. Sowohl von gut sozialisierten, als auch sehr schlecht sozialisierten Hunden. Auch kann ich meine Körpersprache den Hunden gegenüber zum Ausdruck bringen und passend verändern. Ich zähle allerdings in die Kategorie "Laufender Meter", wäre ich im Weg stehen geblieben, hätte der Hund mich vermutlich einfach plattgewalzt. :lol:
Und wenn man sich mal überlegt, dass da vielleicht eine Mutter mit Kleinkind, eine älterer Herr mit Gehstock oder einfach ein junger Mensch, der Angst vor Hunden hat, entlang gegangen wäre... diese Personengruppen hätten sich massivst bedroht gefühlt und zu 95% vollkommen falsch reagiert - mit offenem Ausgang der Situation.
Und genau das sind solche Hundehalteruntermenschen, die dafür sorgen, dass das Zusammenleben zwischen Hunden, Hundehaltern und Mitmenschen immer katastrophaler wird. :eusa_doh: Denn diese Leute bringen auch noch Unverständnis ihren Mitmenschen entgegen.
Ich bekam jedenfalls kein "Sorry" o.ä. zu hören, nur einen bösen Blick zugeworfen, warum ich denn einfach so auf der "Hunderennbahn" entlang spaziere. :|