Dann sieht´s leider so aus, als hätte dein Tierarzt dich nicht so toll beraten

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Trockenfutter ist leider kein geeignetes Hauptfutter für Katzen, dafür gibt es verschiedene Gründe:
Katzen sind ursprüngliche Wüstentiere, das heißt, dass sie ihren Flüssigkeitsbedarf zum Großteil über die Nahrungsaufnahme, also die Beutetiere, decken. Das Gefühl Durst entsteht leider erst bei einer bereits bestehenden Dehydrierung. Bei einer reinen Ernährung mit Trockenfutter (was oft nur einen Flüssigkeitsgehalt von max. 10 % hat) ist die Katze also eigentlich immer zumindest leicht dehydriert, was zu einer dauerhaften Konzentration des Urins führt. Dies wiederum belastet die Harnwege und die Nieren und kann später zu schweren Erkrankungen wie beispielweise einer Niereninsuffizienz führen. Auch wenn die Trockenfutter-Hersteller das immer wieder abstreiten und behaupten, Katzen würden genug trinken – das tun sie leider nicht. Eine Katze benötigt pro kg Körpergewicht ca. 50 ml Flüssigkeit am Tag. Bei 50 Gramm Trockenfutter sind das gerade mal 5 ml über die Nahrung, das heißt eine Katze von 5 kg müsste dann noch 245 ml pur trinken. Das ist richtig viel und ich habe noch nie eine Katze so viel trinken sehen!
Auch ist Trockenfutter nicht gut für die Zähne, wie so oft behauptet wird. Im Gegenteil: Es führt zu Ablagerungen auf den Zähnen und damit auch oft zu Zahnstein. Für die Zahnpflege ist nichts besser geeignet als ein Stück rohes Fleisch, an dem die Katze ordentlich zu kauen hat. Trockenfutterbröckchen sind meist so klein, dass sie gar nicht erst gekaut, sondern im Ganzen geschluckt werden.
Und zuguterletzt besteht Trockenfutter meist aus 30 – 80 % Kohlenhydraten, bei einer Maus wären es nur 1 - 2 %. Der Stoffwechsel der Katze kann sich an so hohe Mengen gar nicht anpassen, was dann wiederum zu Übergewicht und weiteren Folgeerkrankungen wie z.B. Diabetes führen kann im Laufe der Zeit.
Der Vorteil beim Trockenfutter ist klar die Bequemlichkeit für den Katzenhalter - die Katze hat leider gar keinen Nutzen.
Fazit dieses Romans: Steig auf Nassfutter um

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Gute Nassfuttersorten findest du beispielsweise bei Sandras Tieroase, zum Orientieren eignet sich die Seite toll - daneben greifen kann man da eigentlich nicht.
Kitten dürfen dann in der Tat noch so viel fressen, wie sie möchten. Schließlich möchten sie ja groß und stark werden und da sind manchmal 600 oder 700 Gramm Nassfutter am Tag schnell verputzt. Idealerweise auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilt. Mit spätestens einem Jahr pendelt sich das aber von ganz alleine ein normalerweise.