kastrieren oder nicht?

Diskutiere kastrieren oder nicht? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Da mich einige sachen an rockys verhalten sehr stören und ich teils echt eine kastration in erwägung ziehe würd ich gern eure meinung dazu...
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #1
tierlover1998

tierlover1998

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Hallo
Da mich einige sachen an rockys verhalten sehr stören und ich teils echt eine kastration in erwägung ziehe würd ich gern eure meinung dazu hören ob es in meinem fall auch überhaupt was bringen würde.hier einige aufzählungen
-er ist jetzt was älter als ein jahr und voll in seiner pobelphase drinn
-meiner meinung nach lässt er sich schnell von anderen hunden provozieren ,provoziert allerdings auch selber(wenn er sich zb vor einem erwachsenem rüden beweisen will,ist sehr dominant und "nervig" und wird auch meist in die schranken gewiesen )
-bei ich glaube eher den kastrierten ist er besonders frech(mit pfote auf dem rücken legen und sehr penetrant)
-heute gabs eine situation(oder eher zwei) aus der ich nicht schlau werde
1.wir sind einem anderen rüden übern weg gelaufen.er eig wie immer freundlich und freut sich.als wir dann weiter gehen wollte und die dame ihren hund am hals band ein stück weg führte hat er aufeinmal wie wild angefangen zu bellen und zu toben.
Als wir dem selben dann kurz später übern weg gelaufen sind war er wieder "normal"
2.wir sind noch zwei andren hunden begegnet.rocky und der eine große hund war angeleint und ein kleiner nicht(kann nicht sagen ob es männlein oder weiblein warn) den kleinen hat er begrüßt und als wir am großen ebenfalls an der leine vorbei kamen(es war bestimmt 1 meter dazwischen(er kannte den hund nichteinaml und hat ihn nur gesehen)hat er wieder wie wild getobt und gebellt

Viel text und ich hoffe auch verständlich
Villeicht weiß einer von euch warum er das tut und ob eine kastration was bringen würde
LG
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #2
Eine Kastration ersetzt keine Erziehung und verändert nicht immer das Verhalten zum positiven. Grundsätzlich ist eine Kastration ohne medizinische oder soziale Indikation erst einmal eigentlich nicht erlaubt. Ich würde erst einmal eine Hundeschule besuchen und konsequent an der Erziehung arbeiten und dann mit einem Tierarzt über die Kastration sprechen.
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #3
Die Kastration regelt nur die sexuelle Komponente, nicht das Verhalten, wenn Du Pech hast, wird er u.U. aggressiver, ansonsten kann ich mich dem Vorposting nur anschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #4
Kastrieren bitte nur bei gesundheitlichen Problemen.
Deine Eltern haben dich in der Pubertät auch nicht kastrieren lassen.

Das was du da alles aufzählst ist alles reine Erziehungssache.
Besuchst du eine Hundeschule? Wenn nein würde ich dir dazu raten. Ein Trainer kann sich eure Situation anschauen und dir Tipps geben.

ich habe gerade seit Mittwoch eine Kastra hinter mir und das ist nicht schön.
Mein Hund hatte einen Hodenhochstand, die war also medizinisch bedingt. Meinem Hund ging's die ersten zwei Tage schrecklich und mir damit auch.
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #5
ne kastration weil dein tier ins flegelalter kommt halte ich nicht für ratsam, dadurch gehen die probleme nicht weg. da muß man konsequent erziehen (auch wenns manchmal echt nervt). du hast ja das glück, dass er von den anderen hunden in die schranken verwiesen wird, dann mußt du gar nicht so viel machen. aufpassen muß man nur wenn die kräfteverhältnisse sehr unsausgewogen sind, zum beispiel rottweiler vs chihuahua. da sollten dann schon auch die halter früh genug eingreifen.

pfote auflegen hab ich meinem grundsätzlich verboten (was bei ihm aber noch nicht hunderprozent angekommen ist), sobald ich das seh kommt ein scharfes "nein", wenn er darauf nicht hört, mach ich die kurze leine ans geschirr und steh drauf wenn ers wieder machen möchte... hab auch schon mal ne halterin gebeten meinen hund anzuschreien, dass er runter gehen soll... hat wunderbar funktioniert, er war total überrascht und kam mir brav hinterhergetrottet :mrgreen:

ich vermute, dass er deshalb angeleinte hunde verbellt weil er da sicher ist, die sind unter kontrolle der halter und können ihm nix. macht ihm vielleicht einfach spaß :p

wenn du ihn während der flegeljahre liebevoll aber konsequent erziehst wirst du für den rest seines lebens den wunderbarsten hund der welt haben. daran solltest du denken, wenn er dich mal wieder nervt ;)
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #6
Wie die anderen schon sagten ist eine Kastration keine Garantie dafür, dass sich sein Verhalten ändert. Mein Rüde wurde kastriert als er rund 18 Monate alt war, trotzdem hatte er danach (und im gewissen Rahmen sogar bis heute - er ist 12) immer noch Lust sich mit (unkastrierten) Rüden zu prügeln oder zumindest zu Pöbeln.

Ein Raufbold wird also durch eine Kastration nicht gleich friedlicher.
"Einfach" durch Erziehung aber leider auch nicht so schnell.

Denn Prügeln ist wie Jagen eine selbstbelohnende Handlung und auch wenn der Hund durch Erziehung lernen kann die Handlung zu unterlassen solange er im Kommando steht wird man nicht erwarten können, dass er sie auch unterlässt wenn er selbst über sein Handeln entscheidet.
Ein Raufbold wird also eventuell genau so wenig jemals friedlich im freien Spiel mit anderen Rüden toben können, wie ein Jagdhund mit den Hühnern alleine im Hof bleiben kann ;)

Je nach Rasse und Persönlichkeit gibt es auch Hunde die einfach unverträglich sind, das ist ganz normal und hat nicht unbedingt etwas mit fehlender oder schlechter Erziehung zu tun.

Wenn deiner jetzt in so einer Motz-Phase ist würde ich versuchen unkontrollierten Hundekontakt bei dem er sich leicht rausnehmen kann sich aufzuplustern unterbinden und zudem daran arbeiten, dass er sich an der Leine gut kontrollieren lässt.
Es kann auch durchaus sein, dass er nach der aktuellen Rüpelphase von ganz allein wieder ruhiger wird.
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #7
Wann liegt denn eine soziale Indikation für eine Kastra vor?

tierlover fragt doch gerade, ob das dargestellte Verhalten sexuell bedingt sein kann und somit durch eine Kastra beeinflussbar wäre.

Bekannter von mir, Jäger, seit Ewigkeiten Hundehalter und in meinen Augen durchaus erfahren, ist an seinem jetzigen Hund Chesapeake-Bay-Retriever-Rüde fast verzweifelt wegen des ewigen Gepöbels und der Nachdrücklichkeit dieses Verhaltens. Seit der Kastra hat er keinen anderen Hund, sondern einen, der nach wie vor Erziehung benötigt, aber doch einen wesentlich besser händelbaren, weil das Testosteron nicht mehr die Leitung zwischen Ohr und Hirn versperrt und Kommandos und Verhaltensanweisungen auch mal gehört und befolgt werden.

Mal mit Tierarzt des Vertrauens oder einem Hundetrainer oä, die den Hund sehen und erleben können, erörtern, WAS eine Kastra bringen könnte - und was eben nicht.
 
  • kastrieren oder nicht? Beitrag #8
hallo tapa,

ich glaube es ist ein unterschied ob jemand mit jahrelanger erfahrung nicht mehr weiter weiß und dann eine kastration durchführen lässt oder jemand der noch sehr wenig erfahrung hat. außerdem, wenn dein freund jäger ist, braucht er wahrscheinlich ein zuverlässiges arbeitstier, was dann auch noch mal was anderes ist als ein normaler haushund. und die chesapeake-bay-retriever sind auch dafür bekannt, dass sie eigensinnig sind und ne sehr ausgeprägte pubertät haben. das ist ein ziemlich extremes beispiel, extreme situationen brauchen vielleicht extreme lösungen, aber man darf dann davon nicht auf die "normale" rüpelphase eines durchschnitt-hundes schließen.

du hast natürlich recht, wenn du sagst dass sich ein profi das genauer ankucken sollte und das besser einschätzen kann, als wir hier übers internet! von tierärzten würde ich mir bezüglich kastration nix sagen lassen. weil tierärzte sind ärzte und behandeln krankheiten. hundprofis kümmern sich um erziehung, aber auch da wird einem viel zu schnell zur kastration geraten. man sollte sich auf jeden fall SEHR GUT informieren, bevor man sein tier kastrieren lässt.


auf mich macht es den eindruck, dass tierlover noch nicht so viel erfahrung mit rüpeligen junghunden hat (da kann ich mich natürlich auch irren, aber aufgrund der fragen wirkt das so). und bei einem ein jahr alten hund kann man nicht sagen, dass die erziehung versagt hat, mit neun monaten fängt so rüpelhaftes verhalten ja erst an und sich innerhalb von drei monaten einen "perfekten" hund ranzuziehen ist utopisch.

ich üb mit meinem hund auch schon seit ein paar monaten, dass er nicht ständig die pfote auflegt. ist schon wesentlich besser geworden, aber er machts trotzdem noch. solange eine besserung eintritt, sind es normale probleme die durch erziehung zu beheben sind, natürlich gibt es immer wieder rückschritte und manches verhalten bekommt man nie ganz weg. aber oft kann man es soweit trainieren, dass man damit leben kann. es braucht einfach zeit.

so pi mal daumen würde ich sagen, wenn du, tierlover, ein halbes jahr trainiert hast und sich eine wesentliche besserung eingestellt hat, kannst du das problem mit erziehung in griff bekommen. wenn du denkst es sind zu viele probleme würde ich mit dem anfangen, was am meisten nervt.

man kann zum beispiel sehr viel leinenaggression vermeiden indem man seinen hund nicht vor einen gehen lässt. wenn man einen anderen hund sieht, lässt man seinen hund hinter sich gehen. somit versteht der eigene hund, dass der halter sich um das problem kümmert. denn wer dem "eindringling" zuerst begegnet muss sich auch drum kümmern. manchmal reicht ein "nein", um rüpeliges verhalten zu unterbinden, manchmal können sich hunde einfach nicht leiden, weil sie beide an der gleichen stelle markieren. bevor du eine kastration in erwägung ziehst, würde ich mir erstmal eine gute hundeschule suchen, dem tier zuliebe.
 
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