Muskelaufbau nach OP - diesbezüglich Futterfragen

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Tapa

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Hallo, bin mir nicht sicher, ob das hierher oder in die Gesundheit gehört. Sonst bitte verschieben. Sorry, es folgt längerer Roman zur Vorgeschichte und dann die eigentliche Futterfrage:

Also: Unsere 6jährige Hündin lief, wenn wir abends im Garten werkelten, frei im Garten. Gelegentlich stand sie dann auch beim ebenerdigen Küchenfenster meiner Schwiegermutter und - so meinte ich - gelegentlich reichte die mal ein Leckerli raus. Welche Ausmaße das angenommen hatte, wurde erst klar, als der Hund abends teilweise seine Tagesmahlzeit nicht mehr fraß - und selbst für uns, die wir sie jeden Tag sehen - erkennbar immer möppeliger wurde. Als ich sie dann mal gewogen habe hatte, hatte sie schon 2 kg Übergewicht (20 statt 18). Deutliche Ansage an die Schwiegermutter, und seitdem war dann Ruhe in Sachen Zufüttern.
Quasi direkt nach dieser Geschichte kam der Unfall mit dem Kreuzbandriss und die OP. Vom Arzt haben wir auch klar gesagt bekommen, dass der Hund zu dick sei. Deshalb und weil der Hund nach der OP sich erst einmal eh kaum bewegen durfte, Ration auf 3/4 gekürzt. Das bekommt sie bis jetzt immer noch (sechs Wochen nach OP)

OP ist jetzt 6 Wochen her, alles sehr gut gelaufen, Hund läuft im Schritt und Trab super und hat auch 1,1 kg abgenommen. Also momentan noch ein knappes Kilo zuviel.

Das operierte Bein hat sehr wenig Muskeln, ist im Verhältnis sehr sehr dünn, obwohl wir verhältnismäßig "viel" mit ihr machen (spazieren bis zu 1 Stunde am Stück, Cavaletti-Training über Holzscheite im Garten, damit sie die Beine gut hochhebt, Gleichgewichtsverlagerungs-Übungen..) Nächste Woche bekommt die relativ kleine Physiotherapie-Praxis, wo ich mit ihr bin, ein Unterwasserlaufband, und sie ist schon angemeldet.

Neulich bei der feuchten Kälte bekam sie einen Muskelkrampf durch Überanstrengung der schlappen Muskeln (Bereich zwischen Popo und Kniekehle) nach längerem Spaziergang - wurde durch Massagen gelöst, sollte natürlich nicht noch mal passieren.

Jetzt mein Problem bzw. meine Frage:
Mir dämmert irgendwie, dass ich ihr vielleicht mehr füttern muss, damit die Muskeln sich schneller wieder aufbauen. Andererseits ist sie ja immer noch ein bisschen zu dick:?. Und ich weiß nicht recht, wie es richtig ist. Mehr füttern - oder doch weiter erstmal abspecken? Und wenn mehr füttern, wie? TroFu erhöhen? Oder zusätzlich rohes Fleisch, eher mager oder fettig oder was kommt da infrage? Rohfütterung kennt sie und verträgt sie, mache ich ein, zweimal wöchentlich - gibt es evtl. bestimmte Fleischsorten oder -teile, die sich besonders gut eignen würden?
 
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  • Muskelaufbau nach OP - diesbezüglich Futterfragen Beitrag #2
Huhu,

erstmal die Gegenfrage: Was bekommt sie denn derzeit und wie viel davon?
Der Muskelkrampf kann durchaus von Überanstrengung gekommen sein, das würde ich nicht unbedingt auf die Ernährung schieben. Außerdem ist der Aufbau-Aufwand wenn man so will ja recht gering, da es sich nicht um ein ganzheitliches Problem, sondern nur um eine Muskelpartie handelt. Daher finde ich es schwierig, an der Ernährung zu schrauben und würde wenn überhaupt nur wenig tun.
Was sie in jedem Fall braucht, um Muskeln aufzubauen, ist Rohprotein, das ist aber meist eher zu viel als zu wenig im Futter enthalten. Ein Überschuss würde allerdings auch nicht viel ausmachen. Ob es allerdings hilft, jetzt vermehrt rohes Fleisch zuzufüttern, ist die andere Frage. Wobei generell wohl nix dagegen spricht. Irgendwie die Sorten wechseln würde ich ehrlich gesagt auch nicht, auch am Fettanteil würde ich erstmal nicht spielen. Derzeit nimmt sie ja gut ab. Grundsätzlich würde ich zum Abnehmen zwar eher mehr Bewegung als Rationskürzung empfehlen, aber in eurem Fall geht es ja nicht wirklich anders. Wenn sie mit der derzeitigen Ration allerdings noch im Rahmen ist sollte sie auch nicht unterversorgt sein.

Manche schwören auf hochwertige Öle und Fette, sprich Omega 3 und 6. Davon könntest du ein wenig übers Futter geben, das tut in kleinen (wirklich kleinen!) Mengen nicht weh und schadet auch dem Abnehmen nicht. Persönlich würde ich ein normales, kaltgepresstes Mischöl aus dem Supermarkt nehmen. Alternativ gehen auch Distelöl, Olivenöl, Leinöl und Co..

Was vielleicht helfen könnte wäre eine kleine Menge Magnesium zuzugeben. Das hilft gegen Muskelkrämpfe und könnte daher ein wenig dem Muskelkater vorbeugen. Da würde ich die Dosierung und Bezugsquelle (gibts als Pülverchen) aber mit dem TA absprechen.

Gute Besserung!
 
  • Muskelaufbau nach OP - diesbezüglich Futterfragen Beitrag #3
Also sie bekommt "normalerweise", also VOR dieser ganzen oben geschilderten Geschichte - 204 Gramm Markus Mühle Trockenfutter als Tagesration. Das entspricht der auf der Verpackung angegebenen Durchschnittsration für einen 17 Kilo-Hund. Sie wiegt 18 Kilo - und das "etwas weniger" an TroFu berücksichtigt, dass unsere Familie ihr auch (in Maßen) einen Happen zusätzlich oder ein Leckerli gibt, ohne dass ich jedesmal kompliziert was vom Futter abziehen müsste. Das ist bis zu der schwiegermütterlichen Fleischwurst-Attacke auch immer gut hingekommen und das Gewicht blieb stets um die 18 kg. Sie ist kastriert, und wird normalerweise täglich körperlich viel bewegt.

An den Tagen, an denen sie Fleisch oder Pansen kriegt, gibt es natürlich dann kein TroFu. Und ungefähr 500g am Tag bei Pansen, bei Fleischmahlzeiten zirka 400 g Gesamt, aufgeteilt in 300 g Fleisch und Rest Gemüsiges...allerdings wiege ich da nicht besonders genau...Fleisch gibt es, wie gesagt, auch nicht ständig, sondern ein- oder 2mal wöchentlich, manchmal auch seltener und dann wieder häufiger, nur so im Schnitt.

Momentan gibt es als Tagesration 150g TroFu....

Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig, was die Bemuskelung betrifft? Unsere Hündin geht seit ein paar Tagen wieder arbeiten - und ich habe Schiss, dass sie sich übernimmt und es wieder zu einer Muskelverspannung kommt...

Also arbeiten gehen heißt: Begleitung meines Mannes auf dessen Arbeit. Und das heißt überwiegend: täglich 6-8 Stunden zu Fuß durch den Wald stapfen, abseits der Wege, also über unebenen Boden, und auszeichnen. Und sie läuft frei mit und begleitet ihn.

Momentan natürlich nicht das volle Programm! Sie kommt zeitweise ins Auto, oder wird in Sichtrweite angebunden, damit sie nicht zu viel läuft. Ich möchte natürlich, dass sie möglichst bald wieder fit ist, um komplett mitzulaufen....

Sie zuhause lassen ist keine Option. Sie wäre zwar nicht alleine, da meine Schwiegermutter daheim ist, aber erstens befürchte ich, das sich deren Kühlschranktür dann doch wieder öffnen würde, und außerdem kann Schwiegermutter nicht laufen und der Hund hätte bis auf pinkeln im Garten keine Bewegung und würde sich zu Tode langweilen. Und sie hängt so extrem an meinem Mann und war so sichtlich erleichtert, als sie letzte Woche zum ersten Mal nach der OP ihren "ersten Arbeitstag" hatte - vorher hatten wir das über Urlaub hingekriegt, dass immer einer beim Hund war - (das mit dem Muskelkrampf ist übrigens nicht auf der Arbeit passiert, das war vorher!)

Dem Muskel geht es bisher immer noch gut. Ich taste täglich ab und massiere vorsorglich, es ist immer alles "schön schwabbelig und nicht verspannt". Nur eben so dünn im Verhältnis zum Nachbarbein!
 
  • Muskelaufbau nach OP - diesbezüglich Futterfragen Beitrag #4
Geduld ist eine Tugend – aber so furchtbar anstrengend :lol:. Ich weiß, dass es ätzend ist, aber sowas braucht wirklich viel Zeit. Ein Bekannter war wochenlang außer Gefecht, nachdem ihm ein Band an der Schulter gerissen war. Wirklich gut wird es laut Physio nie wieder. Meine Gewebe-Matsche an den Beinen tut heute noch manchmal weh (und das nach drei Jahren), meine TA selbst meinte, dass schon eine gezerrte Schultersehne, wie es bei Leo mal der Fall war, bis zu einem halben Jahr brauchen kann, bis sie wieder ganz heil ist. Und das bei einem jungen, gesunden und gut bemuskelten Hund. Sie selbst hat die Erfahrung auch machen müssen. Diese ganzen Muskel-/Sehnensachen brauchen einfach enorm Zeit. Der Muskelaufbau ist da keine Ausnahme, besonders wenn eben nur eingeschränkte Bewegung und Belastung möglich ist. Wenn man überlegt, wie viel und lange bspw. Bodybuilder trainieren...

Beim Markus Mühle weiß ich jetzt nicht, welche Sorte du hast? Ich hab mal das Naturnah genommen, das hat 25% Rohprotein. Bei 150g täglich wären das 37,5g. Beim Fertigfutter gilt in etwa 12g Gesamtrohprotein pro MJ Energie im Futter im Erhaltungsstoffwechsel oder anders ausgedrückt 18 bis 22g bei 1,5 bis 1,9 MJ Energie auf 100g. Das Naturnah hat 367 Kcal/100g, das sind 1,53 MJ ungerade. Das Futter bräuchte also mindestens 18g Rohprotein auf 100g und das hat es. Zugegeben – es könnte für den Aufbau vielleicht etwas mehr sein (im Wachstum beispielsweise sind es bis zu 10g Rohprotein mehr, die benötigt werden). Aber selbst bei 20% Bedarfssteigerung bspw. bei Langhaarhunden im Fellwechsel wären wir bei 21,6g und damit immernoch im Rahmen. Ich denke, das braucht einfach Geduld. Das Frischfleisch hat übrigens einen höheren Gehalt ;).

Ich würds mal mit ein wenig Öl und ggf. Magnesium nach Absprache versuchen und weiter erstmal nix machen.
 
  • Muskelaufbau nach OP - diesbezüglich Futterfragen Beitrag #5
Ja, es ist das Markus Mühle Naturnah. Danke für die Rechnerei, Mischling, ich wäre damit ehrlich gesagt überfordert...oute mich als Mathe-Legastheniker...
Also, ich notiere Omega 3, evtl. Magnesium und evtl. etwas häufigere Fleischmahlzeiten...?

Was ich vergessen hatte zu schreiben: Sie bekam ja zunächst die Gelenktabletten vom TA (waren mir zu teuer und nach längerem googlen bin ich mal auf die Mengen an Inhaltsstoffen gestoßen...da sind zB nur 20 % Grünlippmuschel drin...).

Die gebe ich jetzt nicht mehr, sondern ich gebe ihr Luposan in Tablettenform. Da sind 40 % Grünlippmuschelfleisch drin und OPC aus Traubenkernen, Vitamin C sowie Linolensäure und Omega-3 Fettsäuren aus Wildlachs- und Nachtkerzenöl. Alles, was ich so an Bewertungen im Netz zu dem Zeug gefunden habe, war gut und wirkte auf mich überzeugend und es war außerdem auch gerade noch im Sonderangebot;). Also "öliges" bekommt sie insofern schon...

Ich spreche nochmal mit dem TA und/oder der Physiotherapeutin. Zuviel an gutgemeinten Zusätzen in den Hund reinkippen ist ja auch nichts. Und danke, Mischling, für den Hinweis mit der Geduld;) - ich denke, den Hinweis habe ich gerade mal echt gebraucht:uups:. Eigentlich läuft das Hündchen ja wirklich gut, Kontroll-Röntgen vor zwei Tagen war auch okay....
 
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