Das Bellen ist des Mäxchens Lust

Diskutiere Das Bellen ist des Mäxchens Lust im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben! Vorsicht, es wird lang, aber ich versuche mal die Situationen so genau wie möglich zu beschreiben. Ich brauche mal euren Rat...
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Choupette

Choupette

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Hallo ihr Lieben!

Vorsicht, es wird lang, aber ich versuche mal die Situationen so genau wie möglich zu beschreiben.

Ich brauche mal euren Rat. Wir haben seit dem 03.10. unser Dackeltierchen und aufgrund der Tatsache, dass wir in seinem Leben einfach neu sind natürlich noch die ein oder andere Baustelle. Das ist soweit total okay (wenn auch manchmal anstrengend:mrgreen:).

Eine Baustelle jedoch ist mir wichtig, die möchte ich nicht haben! Und zwar geht es um das Bellen. Das eine ist die Tatsache, dass er bellt wenn er allein ist, das verhindern wir momentan (das Alleinsein) und bauen das in kleinen Schritten auf. Bis hierhin total in Ordnung. Was jedoch nicht in Ordnung ist, ist das exzessive Bellen draußen und bei Besuch.

Es geht konkret um zwei Situationen:

1. Max erscheint mir in der Dunkelheit leicht unsicher zu werden, zumindest läuft er dann beim Spaziergang regelmäßig für kurze Zeit zwischen mir und meinem Freund und sucht öfter den Blickkontakt. Begegnen wir in der Dunkelheit Menschen fängt er an zu kläffen, auch wenn er gemerkt hat, dass ich diese Menschen ebenfalls bemerkt habe. Aber er bellt und bekommt sich nicht wieder ein. Ein "Nein" ("Aus" kennt er nicht) hilft nicht, ignorieren auch nicht. Er startet in der Regel in aufmerksamer, aber entspannter Haltung, bellt ein-, zweimal (das ist bei uns erlaubt, er darf kurz anzeigen, dass da jemand ist/kommt, das kennt er auch so von der Züchterin), geht dann aber nach vorn und legt sich meist auch in die Leine zu dem Menschen hin, der sich nähert. Dann kläfft er los, manchmal knurrt er dabei leicht (aber kaum merklich, oft bin ich nichtmal sicher dass es Knurren ist), wedelt dazu mit dem Schwanz, die Ohren sind aufmerksam aufgestellt (wies halt bei nem Dackel mit Schlappohren aussieht), nicht angelegt.
Es tut mir leid, Max ist mein erster eigener Hund und ich kann die Körpersprache nicht deuten, könnt ihr mir helfen? Wieso kläfft er so, legt sich in die Leine, aber wedelt gleichzeitig mit dem Schwanz und hat die Ohren auf "Neugier"?
Wenn ich mir das Szenario mal ohne die Leine vorstellen würde, könnte ich mir vorstellen, dass er erst Kläfft, aber den Menschen dann begrüßen würde. Provoziert die straffe Leine in dem Fall sein Verhalten?
Gestern kam der "Verursacher" nach kurzer Zeit nochmal zurück und hat versucht mit Max (der sich bellend in die Leine legte und mit dem Schwanz wedelte) Kontakt aufzunehmen. Hat sich hingehockt, die Hand vorgestreckt und ansonsten ruhig reagiert und auch den Hund nicht bequatscht. Da "mussten" (mussten wir?) wir ihn irgendwann wegziehen, weil zu dem beschriebenen Verhalten noch das Knurren hinzukam.

2. Wir wohnen in einem Mietshaus mit 5 Parteien, da ist das Gekläffe sehr nervig und auch peinlich. Wenn es bei uns klingelt bellt er selten bis nie, er fängt aber damit an sobald der Besuch sich dem oberen Stockwerk (unseres) nähert.
Auch hier: Er bellt ein, zweimal, bekommt dann ein "Nein" und kurz darauf gehts mit dem Gekläffe los. Egal wer kommt (bekannter Besuch oder unbekannter), nur wenn ich oder mein Freund kommen beruhigt er sich zügig. Ansonsten wird auch der Besuch noch in der Wohnung angekläfft. Ich habe getestet und ihn ins Treppenhaus gelassen (er bleibt auf unserem Absatz), die Auswirkung war: Keine. Er bellt genauso weiter wie ers auch in der Wohnung machen würde.
Max lässt sich von uns noch nicht zuverlässig auf seinen Platz schicken, "bleib" kann er leider gar nicht. Auf "Nein" hört er in dem Fall nicht.
Wie verhalten wir uns richtig? Ich reagiere nicht hektisch, will aber dass er still ist, weil er nicht das ganze Treppenhaus zusammenkläffen soll. Das ist mir unangenehm und ich habe Angst, dass sich irgendwann die anderen Mieter beschweren.
Was mache ich, solange ich ihn nicht auf seinen Platz schicken kann und er dort bleibt? Dackel in ein anderes Zimmer und Tür zu bis der Besuch in der Wohnung ist? So hallt sein Gekläffe zumindest nicht im Treppenhaus... Aber das kann ja nicht die Lösung sein.
Ich weiß auch nicht genau, warum er das macht. Unsicher wirkt er nicht. Und fixiert auf den Besucher ist er auch nicht, sobald dieser in der Wohnung ist, wird er mindestens teilweise uninteressant, manchmal komplett. Er hüpft meist kurz am Besucher rum, kommt dann oft zu mir, lässt sich aber sofort ablenken indem ne Katze vorbeiläuft oder er wackelt einfach so ins Wohnzimmer und kommt dann zurück. Er wedelt dabei zwar freudig mit dem Schwanz aber er gehört nicht zu den Hunden, die total freudig abgehen wenn Besuch kommt.
Ich hab den dumpfen Verdacht er hält uns für zu blöd das Revier zu beschützen und meint dann lautstark gucken zu müssen, ist aber beruhigt sobald der Besuch da ist und "nichts böses" droht. Aber: Wie ändern wir das, wenn zwischen uns die Bindung aufgrund der kurzen Zeit noch gar nicht gefestigt ist? Das Problem möchte ich nicht aufschieben, da es bzgl. der Nachbarn irgendwann zu Problemen führen würde und ich keine Lust habe, dass er sich das Gekläffe angewöhnt!

Über die Suchfunktion hab ich nichts passendes gefunden, vor allem das letzte Problem betrifft bei anderen Leuten scheinbar das Klingeln an sich, bei uns ist das ja etwas anders. (Oder vielleicht ist es auch das gleiche Prinzip nur ist der Auslöser statt dem Klingelgeräusch die Schritte auf der oberen Treppe?)

Liebe Grüße
Choupette
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #2
Da ich ja auch stolze Dackelbesitzerin bin kommen mir viele Sachen mehr als bekannt vor:mrgreen:.

Das Alleinbleiben ist nicht Hazels Problem. Das kennt sie von klein auf.

Wenn ich auf Arbeit muss und wir unsere Morgenrunde drehen, spielt sich genau dasselbe ab. Es ist dunkel draussen und sobald wir jemandem begegnen laesst Hazel uns das alle wissen;). Es funktioniert nicht immer, aber ich lass sie dann am Weg absitzen und lass den Fussgaenger vorbei. Nach ein paar Versuchen klappt das auch wirklich gut. Anfangs hat sie auch im hellen alles angeklaefft, dass haben wir mit dieser Methode ganz wunderbar in den Griff bekommen.

Viele Leute, vorallem Kinder, fragen eben auch, ob sie Hazel einaml streicheln duerfen. Funktioniert leider nicht. Sie laesst sich partout nicht anfassen und das ist auch in Ordnung. Ich erklaere dann, dass sie das einfach nicht moechte. Die meisten Leute sind verstaendnisvoll.

Wenn es an der Tuer klingelt haben wir hier den selben Effekt. Hazel bellt und bellt und bellt. Meist laesst sich Coco, unsere Terriermixhuendin, mit anstecken. Zum Glueck beruhgt sie sich aber genauso schnell wieder. Das Dackeltier schicke ich auf ihren Platz. Meist braucht das ein paar Anlaeufe. Wenn sie die Leute kennt, dann freut sie sich und alles ist ok. Ist es jemand Fremdes wird dieser auch nicht aus den Augen gelassen. An dieser Sache muessen wir wirklich noch uebern. Die meisten Leute, die zu uns anch Hause kommen sind den beiden Hunden ja eh bekannt.
Das schlimme ist auch, dass Hazel das auch bei anderen zu Hause macht:?.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #3
Hallöchen,

was soll er denn tun, wenn ihm "Nein" gesagt habt?

Du verbietest ihm das Verhalten das aus seiner Perspektive die einzig richtige Reaktion ist- und dann?
Er soll ruhig sein, klar, aber das weiß er ja nicht.

Für ihn läuft das so ab:

Reiz- er bellt- Mutti sagt "Nein" - der Reiz ist immer noch doof und Mutti tut nichts dagegen- er bellt.

Und, zur Krönung, wird er recht schnell lernen, dass dein "Nein" nicht heißt, dass er aufhören soll, sondern das "Nein" wird zum "Yeah, bell´weiter!".

Gegenmaßnahme Alternativverhalten würde dann z.B. heißen, dass ihn "Sitz" machen lässt, "bei Fuß" laufen lässt oder aber in der Wohnung auf seinen Platz schickst.
Dieses ein bis zwei Mal kurz "vorbellen" ist übrigens ein Warnbellen- du reagierst aus seiner Perspektive nicht richtig also muss er weiter machen.

Man kann auch mit kond. Entspannungssignalen arbeiten, ist aber mehr Aufwand und langwieriger;)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #4
geht dann aber nach vorn und legt sich meist auch in die Leine zu dem Menschen hin, der sich nähert. Dann kläfft er los, manchmal knurrt er dabei leicht (aber kaum merklich, oft bin ich nichtmal sicher dass es Knurren ist), wedelt dazu mit dem Schwanz, die Ohren sind aufmerksam aufgestellt (wies halt bei nem Dackel mit Schlappohren aussieht), nicht angelegt.

Umkehren und weglaufen, sobald er anfängt zu fixieren.
Schauen darf er, das "Anzeigen durch Gekläffe" wäre mir auch schon zu viel, da würde ich auch direkt umdrehen. Das ist ja bei ihm dann kein unsicheres Wuffen mehr, das wird zur Aggression, in die er sich reinsteigert. Am Ende knurrt er ja auch noch.

Wieso kläfft er so, legt sich in die Leine, aber wedelt gleichzeitig mit dem Schwanz und hat die Ohren auf "Neugier"?

Vermutlich droht er offensiv. Da ist alles nach vorn gerichtet. Schwanzwedeln verdeutlicht seine Aufregung.
Ist halt ein Dackel, die sind gern kleine Kampfameisen mit dem Selbstbewusstsein einer Elefantenherde. Hat man ja auch so gezüchtet, die brauchen unendlich Selbstbewusstsein, um in die Baue zu gehen.

Provoziert die straffe Leine in dem Fall sein Verhalten?

Ja, weil Anspannung da ist und die solche Probleme verschärft.

Wenn es bei uns klingelt bellt er selten bis nie, er fängt aber damit an sobald der Besuch sich dem oberen Stockwerk (unseres) nähert.

Kommt noch, wenn er das Geräusch der Klingel mit Besuch verknüpft hat. So weit würde ich es aber nicht kommen lassen.

Liegt Spielzeug rum? Stehen Futternäpfe rum? Irgendwelche Ressourcen, die rumliegen? Wenn ja, weg damit. Sowas fördert die Revier- und Ressourcenverteidigung nur. Das gibt es nur kontrolliert, wenn ihr da seid und wisst, dass niemand kommen sollte.
Allein das wirkt oftmals schon Wunder. Wo nichts zu verteidigen mehr da ist, lohnt sich das Verteidigen nicht.

Auch hier: Er bellt ein, zweimal, bekommt dann ein "Nein" und kurz darauf gehts mit dem Gekläffe los. Egal wer kommt (bekannter Besuch oder unbekannter), nur wenn ich oder mein Freund kommen beruhigt er sich zügig. Ansonsten wird auch der Besuch noch in der Wohnung angekläfft.

Auch wenn den Nachbarn das nicht gefallen wird, müsstet ihr das gezielt üben und den Hund samt Gekläffe ignorieren. Ruhiges Verhalten muss aber gezielt belohnt werden und das zunächst JEDES Mal.
Und zwar müsst ihr langsam steigern. Da er schon reagiert, wenn die Leute vor der Tür sind, muss er zuerst das dulden.
Da er nicht aufs Klingeln reagiert, könnt ihr ihm noch beibringen, beim Klingeln auf den Platz zu gehen. Notfalls bindet ihr ihn dort auch an für die Übung.
Nach dem Klingeln kommen die Leute hoch, auf die Plattform, später erst bis zu eurer Tür und gehen wieder. Solang er ruhig ist, wird er belohnt. Eventuell könnte man das auch mit einem Haufen Leckerchen gegenkonditionieren. Dazu sollte dann aber ein Trainer, der das Verhalten lesen kann, vor Ort sein.
Wenn er das duldet, kann einer von euch zur Tür gehen nach dem Klingeln, erstmal noch nicht öffnen, erst wenn er das duldet. Dann eben mal öffnen und gleich wieder schliessen, später den Besuch begrüssen und wieder gehen lassen. Erst wenn sowas klappt, kann der Besuch dann mal kurz reinkommen. Später kann er dann länger bleiben.
Wie lang sowas dauert, hängt immer vom Hund ab. Manche lernen sowas schnell, andere sehr langsam, vor allem, wenn es sich schon schön eingeschliffen hat. Jeglicher Trainingserfolg kann auch zunichte gemacht werden, wenn man einfach mal Schritte überspringt, die der Hund noch nicht gefestigt hat. Deshalb sollte erstmal kein Besuch normal in die Wohnung kommen, solang das nicht im Griff ist.
Wenn er das duldet, geht einer mit dem Hund um den Block, während der andere den Besuch erwartet und empfängt, dann kommt der Hund nach dem Besuch rein. Aber nur, wenn der Hund Besuch so ruhig akzeptiert und nicht doch anfängt zu kläffen.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #5
Candy, Max macht das auch bei anderen zu Hause! Bei meiner Tante hat er es auch schonmal gebracht, dass er meinen Onkel nach dessen Rückkehr angekläfft und angeknurrt hat...:eusa_doh:

Gleichermaßen an euch beide:):

Ich kann ihn nicht absitzen lassen oder eine Alternative geben, weil ich keine habe und er "Sitz" noch nicht kann. Max hat bei der Züchterin soweit ich weiß kaum Kommandos dieser Art gelernt (er kennt Nein, Gebiss zeigen, Hier und eher so Show-Kommandos), und Sitz und Platz und Bleib gehört leider dazu. Wir üben schon ganz viel mit ihm, aber wenn ich die Lage richtig einschätze wird das dauern. Er hat sich noch nie richtig hingesetzt, sondern immer nur dieses Hocken in Habacht-Stellung. (Ich übe indem ich ihm das Leckerchen über die Rübe halte, ihr wisst schon.) Sitz und Bleib funktionieren bereits in der Wohnung (noch) nicht. Dass er darauf hört wenn noch andere Reize dazukommen wird vermutlich noch einiges an Zeit und Geduld kosten... Ich habe den Eindruck bei Bleib schnallt er gar nichts und es ist Zufall wenn er mal "bleibt". Kann ich mir natürlich auch einbilden.

Was gut klappt, auch draußen, ist "Hiiier", das an-der-Leine-laufen an sich (er kapiert schnell, dass ich keine Spannung auf der Leine mag und es dann nicht weitergeht) und "Stop" und "Weiter" an Straßen. (Vorher rannte er immer auf der Straße rum und rannte einfach los und drüber usw.)

Und, zur Krönung, wird er recht schnell lernen, dass dein "Nein" nicht heißt, dass er aufhören soll, sondern das "Nein" wird zum "Yeah, bell´weiter!".
Davor hab ich n bissl Angst.:? Und auch, dass wir andere Kommandos "abnutzen", auf die er nicht oder erst beim dritten oder vierten mal reagiert (Leckerlie gibts nur wenn er nach dem ersten mal das macht, was er soll)

Was wir viel üben ist: Sitz (das würde mir auch vorerst reichen, "bleib" muss er noch nicht sofort können), Mach Hopp bzw. Runter (geht ums Menschen-Bett), Körbchen (als Vorbereitung fürs "bleib" und dass er es als was positives ansieht), Nein, und draußen eben Hier, Stopp, Weiter. (Und Kack, aber das ist eher ein Witz von uns;)). Dazu eben das Training, dass er nicht an der Leine ziehen soll.
Ich möchte ihn auch nicht komplett überfordern, wobei eigentlich alles für draußen schon super sitzt und er nur noch kleine Erinnerungen braucht. "Nein" klappt auch in der Wohnung gut, aber nur bei Sachen, die ihm nicht so wichtig sind, z.B. wenn er den Katzen ein Spielzeug klaut und ich Nein sage, gibt er es meist zurück oder lässt es frei, nur selten schleppt er es in sein Körbchen.

Oh Nienor, dein Kommi hab ich jetzt erst gesehen, ich les eben und schreib später was dazu. =)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #6
Candy, Max macht das auch bei anderen zu Hause! Bei meiner Tante hat er es auch schonmal gebracht, dass er meinen Onkel nach dessen Rückkehr angekläfft und angeknurrt hat...:eusa_doh:

Dackel haben da wirklich ein sehr funktionierendes Selbstbewusstsein. Leider hatten wir auch schon Situationen im Park: Hazel spielt mit ihrem Ball, ein anderer Hund kommt freudig auf sie zu um zu schnueffeln und sie schnappt demjenigen ins Gesicht (egal welche Groesse der andere hat:eusa_doh:). Ich konnte manchmal gar nicht so schnell gucken. Konsequenz ist nun, dass sie in diesen Situationen sofort an die Leine kommt und der Ball verschwindet.

Wie vertragt sich Max denn mit Artgenossen? Hazel eben leider nicht sehr gut. Einige Hunde die sie kennt werden geduldet, aber sie spielt, ausser mit unserem Zweithund, mit niemandem.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #7
Hey,

nun, dass das nicht von heute auf morgen lösbar ist hat ja auch keiner behauptet:mrgreen:
Das ist ja bei ihm dann kein unsicheres Wuffen mehr, das wird zur Aggression, in die er sich reinsteigert. Am Ende knurrt er ja auch noch.

Das kann man nicht anhand der Beschreibung beurteilen.
Wie du richtig festgestellt hast neigen Dackel zu diesem Verhalten, das heißt aber nicht, dass sie nicht aus Unsicherheit so handeln.

Gerade Warnbellen und die Folgehandlungen daraus sind hochgradig motiviert durch Unsicherheit.
Zudem werden unsichere Handlungen auch meist durch das Gegenteil kaschiert- da sieht man teilweise nur für wenige Sekunden die eig. Motivation hinter der jeweilgen Aktion.

Solche Dinge lassen sich am einfachsten über einen sicheren Grundgehorsam lösen- wenn der sitzt kann ich meinem Hund schon direkt viel mehr Sicherheit geben, weil er weiß was er tun soll.

Für den Anfang brauchst du auch außer Sitz, Platz, Nein (richtig !!! aufgebaut), Leinenführigkeit und den Rückruf- dementsprechend auch auf ein Auflösesignal.
Damit kannst du eig. alle Alltagssituationen überbrücken, wenn diese Dinge richtig aufgebaut wurden.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nochmal zum "Selbstbewusstsein" bei Dackeln:

Dackel reagieren bei Stress/Bedrohung usw. mit einer Fight-Reaktion.
Ganz einfache Angelegenheit- das sagt noch gar nichts (!!!!!) über das Selbstbewusstsein aus.

Windhunde reagieren oft mit Flucht, Border "frieren ein", Labbis flirten sich fast bewusstlos und Dackel gehen zum Gegenangriff über.

Motivation bei allen ist Stress/Bedrohung/Unsicherheit, es unterscheidet sich nur die Reaktion bzw. der Umgang damit.

Und ein Bauhund, der erstmal die Flucht ergreift, wenn sich ihm etwas in den Weg stellt wäre fatal- also reagieren gerade solche Hunde mit Aggression und nicht mit Flucht, wenn sie sich bedroht fühlen.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #8
Nienor:
Wenn ich ihn wegziehe oder umdrehe, dreht er den Kopf und kläfft weiter. Hat das Abwenden dann einen Sinn?
Ich würde gerne mal seine Reaktion sehen wenn er an der Schlepp so ein Benehmen zeigt und die Leine nicht straff ist, nur kann ich das natürlich nicht bringen, da ich ja nicht weiß ob er zuschnappen würde.

Liegt Spielzeug rum? Stehen Futternäpfe rum? Irgendwelche Ressourcen, die rumliegen? Wenn ja, weg damit. Sowas fördert die Revier- und Ressourcenverteidigung nur. Das gibt es nur kontrolliert, wenn ihr da seid und wisst, dass niemand kommen sollte.
Das einzige, das rumsteht ist Wasser und es fliegt zwangsläufig natürlich Spielzeug von den Katzen rum. Sein Spielzeug (mit dem er aber gar nicht spielt) haben wir verwahrt, ebenso wie Futter und Leckerlies. Futter gibts sowieso entweder aus der Hand oder im Napf wenn er sich beruhigt hat (muss erstmal reichen, da er ja noch kein Sitz kann), wenn er nicht mehr frisst wirds nach ein paar minuten weggestellt.
Edit: Ist es ratsam in Verbindung mit den Erziehungs"versuchen" nur aus der Hand zu füttern?

Notfalls bindet ihr ihn dort auch an für die Übung.
Das heißt in unserem Fall genau was? Hund anleinen (er trägt im Haus weder Halsband noch Geschirr), zum Körbchen führen (notfalls dann auch energischer?) und dort festbinden, da er "Bleib" ja nicht kann?

Candy, mit Artgenossen ist Max superverträglich! Mittlerweile haben wir erst zwei Hunde getroffen, die er nicht mochte und einer davon hat ihn vorher penetrant angekläfft und angeknurrt, da begann er dann auch zu knurren. Aber sonst macht er sich da ganz prima!

Midoriyuki, wie meinst du das mit dem "Nein - richtig aufgebaut"? Da er das schon kannte hab ich einfach Nein in den Situationen gesagt, in denen er sich unerwünscht verhalten hat. Er hält sich nicht immer zu 100% dran (siehe Bellen), aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es daran liegt, dass das Nein nicht richtig sitzt...:eusa_think:
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #9
Das heißt in unserem Fall genau was? Hund anleinen (er trägt im Haus weder Halsband noch Geschirr), zum Körbchen führen (notfalls dann auch energischer?) und dort festbinden, da er "Bleib" ja nicht kann?

Bitte nichts mit "energisch". WENN schon dann ruhig und kommentarlos.

Midoriyuki, wie meinst du das mit dem "Nein - richtig aufgebaut"? Da er das schon kannte hab ich einfach Nein in den Situationen gesagt, in denen er sich unerwünscht verhalten hat. Er hält sich nicht immer zu 100% dran (siehe Bellen), aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es daran liegt, dass das Nein nicht richtig sitzt...:eusa_think:


Naja, woher soll er wissen was "Nein" heißt?
Seine Züchterin wird vermutlich nicht die Zeit gehabt haben ihm das vernünftig beizubringen- die meisten Hunde hören bei "Nein" nur auf mit dem was sie gerade tun, weil der Mensch böse klingt.
Er tut etwas und Frauchen knatscht rum. Joa, un nu?

"Nein" muss ein antrainiertes Abbruchsignal sein- und das muss eben erlernt werden.
Heißt, dass "Nein" nur dann benutzt werden darf, wenn ich das auch umsetzen kann- ergo sage ich z.B. "Nein", wenn er 30 Meter von mir entfernt ist kann ich eh nichts verhindern was er gerade tut.

Sage ich "Nein", während er direkt neben mir einen Schuh zerkaut, kann ich ihn wegschieben...z.B.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #10
Bitte nichts mit "energisch". WENN schon dann ruhig und kommentarlos.
Hab mich falsch ausgedrückt. Ich meine das nicht im Sinne von hektisch, sondern wenn die Tür interessant ist, dass ich ihn dann notfalls auch leicht ziehe?

Hmmm... Ich glaube, ich benutze Nein in der Nähe und auf geringer Distanz. Ich bin nicht immer in "Greifnähe". Ich muss da mal drüber nachdenken, wie ich das verwende bzw. darauf achten. Auf jeden Fall benutze ich das auch draußen, wenn ich ihn an der Leine habe, aber nicht so oft. Eben eher beim Bellen, oder wenn er meint er muss an Autos hochhüpfen. Dann verbinde ich das auch mit einem kurzen Zug an der Leine in Laufrichtung. Ist das ungünstig?

Off-Topic
Schuhe zerkaut er übrigens nicht. Er versteckt sie. Vor allem die, die wir zuletzt getragen haben werden leidenschaftlich gern irgendwo hinverfrachtet: Ins Bett, neben das Körbchen, mitten im Bad abgestellt... solche Sachen eben. Aber irgendwie find ich das witzig. Er macht ja nichts damit, er nimmt den Schuh nur, trägt ihn irgendwo hin, stellt ihn ab und geht wieder. Oder legt sich im Bett daneben, aber das dann wohl eher weil das Bett so bequem ist und wenn man schonmal oben ist...
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #11
Erstmal musst du dir in entspannten Situationen sicher sein, dass das "Nein" auch verstanden wurde. Schmeiß Leckerchen auf den Boden und sag "Nein". Geht er dran sitzt das noch nicht und muss geübt werden.

Erst wenn das z.B. funktioniert kannst du langsam anfangen das auch in anderen Situationen zu nutzen;)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #12
Schmeiß Leckerchen auf den Boden und sag "Nein". Geht er dran sitzt das noch nicht und muss geübt werden.
Werd ich nachher mal testen. Hab den Verdacht, dass er das Leckerchen schneller veratmet hat als ich das Wort zuende gesprochen hab... Aber soo sicher wäre ich mir nicht.:eusa_think:

Mein Schatz hat mir übrigens grad erzählt, dass Max bei der Betreuung war und nicht gekläfft hat, als er für ne viertel Stunde allein war. Allerdings hatte er da eine Hundedame dabei, die es gewöhnt ist allein zu sein und dann ruhig bleibt. (Vielleicht kauf ich Max ein lebensgroßes Hunde-Stofftier, das macht brav "Bleib" und ist ruhig und mit etwas Glück orientiert er sich daran!:mrgreen::mrgreen:)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #13
Hat das Abwenden dann einen Sinn?

Ja, durch das Weglaufen nimmst du ihn aus der Situation. Im Grunde ist das auch irgendwo negative Strafe, weil er nicht dort hin kann, wo er hinzerren würde.

Das einzige, das rumsteht ist Wasser und es fliegt zwangsläufig natürlich Spielzeug von den Katzen rum.

Das ist schonmal gut, aber die Schuhe, die er versteckt, könnte er schon auch als zu verteidigende Ressourcen empfinden.

Ist es ratsam in Verbindung mit den Erziehungs"versuchen" nur aus der Hand zu füttern?

Verkehrt ist es nicht. Hilft beim Bindungsaufbau oft enorm.

Das heißt in unserem Fall genau was? Hund anleinen (er trägt im Haus weder Halsband noch Geschirr), zum Körbchen führen (notfalls dann auch energischer?) und dort festbinden, da er "Bleib" ja nicht kann?

Wenn du mit energisch konsequent meinst, dann ja. Kannst ihn ruhig auch mit Futter locken. Meinetwegen auch eine Futtereinheit auf den Platz verlegen (jetzt nicht für die Übung, sondern generell) und ihn dort füttern. Er soll den Platz ja als was Positives kennen lernen und gern dort hin gehen. Da bringt es nichts, wenn er immer nur in unangenehmen Situationen dort hin muss ;)
Wichtig ist auch, dass er am Platz nicht die volle Übersicht über das Geschehen hat. Es soll eher ein Ruheplatz sein.
Und dann eben, zum Üben dort anbinden, sodass er sicher dort bleibt. Wäre nicht verkehrt, wenn er, bis das mit dem Besuch klappt, durchgehend Halsband oder Geschirr trägt und die Leine schon mal am Platz angebunden ist. So bist du flexibel und kannst ihn schnell zum Platz bringen und dort fixieren, er merkt aber nicht schon vorher, dass was im Busch ist, weil er heute ausnahmsweise schon das Geschirr an hat und die Leine griffbereit rumliegt ;)

Wie übt ihr eigentlich das "Bleib"?
Im Körbchen würde ich das erstmal gar nicht üben - und vermutlich auch selten dort anwenden. Am Ende liegt der Hund brav im Bleib im Korb, Mensch vergisst das Auflösen und der Hund lernt, dass er selbst auflösen kann. "Geh auf den Platz" als Kommando richtig aufgebaut kann auch für den Hund bedeuten "geh auf deinen Platz und bleib dort". Er wird ja beim Aufbau direkt im Korb gelobt und nicht, wenn er mal 5 Sekunden drin war und wieder raus ging ;)

Vielleicht kauf ich Max ein lebensgroßes Hunde-Stofftier, das macht brav "Bleib" und ist ruhig und mit etwas Glück orientiert er sich daran!
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Hunde sind doch nicht doof ;)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #14
Hey! Ich kenne das von unserer Maus auch... Da war es Anfangs genauso. Dein Hund ist noch neu bei dir und muss erstmal lernen, das du die Situation im Griff hast und ihm nichts passiert. Zumindest die Situation mit dem Gassi Nachts war bei uns relativ schnell gegessen, weil sie verstanden hat, es passiert nichts, knurren und wuffen habe ich ignoriert, einfach immer die Augen offen gehalten und rechtzeitig die Strassenseite gewechselt (Abstand reingebracht) oder einen Bogen gelaufen. Heute bellt sie im Dunkeln nur noch, wenn sie sich erschreckt. Letztens mal wieder, als wir um ne Kurve sind und fast mit dem Gegenüber zusammengestoßen.

Das Problem mit dem Bellen beim Besuch haben wir so gelöst, das sie auf ihren Platz geschickt wird, wenn jemand kommt. Das immer mit etwas Leckerem als Belohnung, wenn sie zügig reingeht. Dort bleibt sie, bis sie sich beruhigt hat. Das hat am Anfang länger gedauert, mittlerweile reichen ein paar Beller oder Wuffel aus. Wird sie rausgerufen, interessiert sie sich nicht mehr für den Besuch.

Tipps dazu hast du ja schon bekommen.

Generell haben wir Geräusche im Flur von Anfang an konsequent ignoriert. Bellen und rumlaufen auch... Einfach ruhig mit dem Weitermachen, was man grade tut. In der Regel merkt der Hund, das es nichts besonderes ist und rennt nicht mehr immer los, wenn was zu Hören ist.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #15
Danke, Nienor, ich werd das ausprobieren und die Richtung wechseln und bei rechtzeitigem Erkennen, FinnFinn, auch die Straßenseite wechseln. Oftmals sehe ich den Hund nämlich vor ihm.

(...) und dann eben, zum Üben dort anbinden, sodass er sicher dort bleibt. Wäre nicht verkehrt, wenn er, bis das mit dem Besuch klappt, durchgehend Halsband oder Geschirr trägt und die Leine schon mal am Platz angebunden ist. So bist du flexibel und kannst ihn schnell zum Platz bringen (...)
Ich denke, ich werde für innen aufs Halsband zurückgreifen. Da er manchmal noch reinmacht ist das Anlegen des Geschirrs eigentlich immer das Zeichen, dass er nur noch ein bisschen halten muss. Ob er das kapiert? Keine Ahnung, aber ich bilds mir ein.;) Andererseits... Wenn er sich aus dem Halsband rauswindet und kläffend zum Besuch rennt ist das wirder ein Erfolgserlebnis für ihn, oder?

Wie übt ihr eigentlich das "Bleib"?
Hund ins Körbchen stecken, und dann in winzigen Stückchen entfernen. Gleich wieder zum Korb und loben wenn er dringeblieben ist. Je nach Laune folgt er aber sehr schnell. Manchmal klappts ein bisschen, aber ich habe den Eindruck er vergisst (oder will vergessen) nach wenigen Minuten, was das soll. Sobald er weiß, dass ich Futter habe ist er so fixiert, dass er dann sofort aus dem Körbchen will. Wenn ich gezielt mit ihm übe schaff ichs keinen Meter vom Körbchen weg.
Dass er ins Körbchen geht hab ich mit dem Befehl "Korb" geübt und dann belohnt, wenn er reingegangen ist. Beim "Bleib" lobe ich erst nach meiner "Rückkehr", wenn er sitzengeblieben ist.

FinnFinn, rumlaufen ignoriere ich auch meistens. Ich hab auch nichts dagegen wenn er in der Wohnung rumläuft, außer natürlich er rennt zur Tür und lauscht.

Puh, einfach ignorieren... Fällt mir sehr schwer weil das Haus recht hellhörig ist. *seufz* Aber da "Nein" nichts bringt und ich das Wort nicht abnutzen will, probieren wir es halt so!
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #16
Ja, durch das Weglaufen nimmst du ihn aus der Situation. Im Grunde ist das auch irgendwo negative Strafe, weil er nicht dort hin kann, wo er hinzerren würde.

Ich finde das manchmal sehr schwierig. Sobald der Hund das Sitz beherrscht, wuerde ich darauf umsteigen. Wie oft geht man Gassi und es kommen Leute von beiden Richtungen. Wo will man dann hin;)?
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #17
Wenn er Sitz kann, empfinde ich Sitz als gute Lösung. Ich (mein Freund ist bis Sonntag weg... bis Sonntag... das ist quasi für immer!:shock::() war eben mit ihm unterwegs und hab das mal durchgezogen. Stop, Weiter, stehenbleiben wenn er zieht und die Richtung wechseln, wenn er sich in die Leine legt um zu anderen Hunden zu kommen. Zweimal hat er Leute angekläfft, ich hab ihn ignoriert. Beim ersten mal dauerte es verhältnismäßig lange und beim zweiten mal schon etwas kürzer. Kann aber natürlich Zufall gewesen sein.

Jetzt grad hat er zum ersten mal seinen Kong bekommen. Mit Leberwurst und Trockenmampf in der Mitte. Hund ist glücklich!:mrgreen:
Außerdem hat Max seit eben eine Höhle, damit die bösen Katzen nachts nicht von hinten an ihn ranschleichen können.

Wenn ich meine Tante noch erreiche möchte ich sie bitten, dass sie morgen mal bei uns klingelt bzw. zu besuch kommt.
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #18
Das Problem am Sitz in solchen Situationen ist, dass er so weiter fixieren und sich reinsteigern kann.
Perfekt wäre es, wenn es ihn gar nicht gross interessieren würde und man den Hund problemlos auf sich fixieren kann, wenn man anderen begegnet.

Beim Bleib verlangst du zu viel aufs Mal. Du willst Distanz und Zeit. Fang mit Zeit an, leg ihn irgendwo neben dir ab, gib Hör- und Sichtzeichen für Bleib. Bleibt er, unten loben. Klappt das, kannst du nach den Signalen einen Schritt vorgehen und mal sonstwo hin schauen. Schritt zurück, Hund unten loben. Und dann erst Zeit langsam aufbauen, wenn er aufsteht, war die Zeit zu lang. Damit der Hund lernt, das Bleib Bleib heisst und das so lang, bis es aufgelöst wird. Wenn er das verstanden hat, kannst du mal zwei Schritte gehen. Aber nicht gleich wieder volle Zeit verlangen. Der Hund muss das langsam verknüpfen.

Und nicht das typische Rückwärtslaufen mit ständigen Signalen anfangen. Das willst du am Ende ja sicher auch nicht ;)
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #19
"Bleib" ist so ziemlich das sinnloseste Signal, das ein Hund erlernen kann;)

In dem Moment in dem ich ihm "Sitz" sage ist doch logisch, dass er so lange sitzen bleiben soll bis ich ihm sage, dass er wieder aufstehen darf- genau so wie beim "Platz" auch.

Indem ich das doppelt belege schaffe ich nur eine unklare Situation.
Heißt "Sitz" jetzt, dass er nur den Hintern auf den Boden machen soll und wenn man das "Bleibt" vergisst steht er direkt wieder auf?

Und wie lange soll er überhaupt sitzen/liegen bleiben?

Gerade bei einem Hund, der das alles noch nicht kann würde ich mir zusätzliche, unnötige Signale schenken.

Das ist schonmal gut, aber die Schuhe, die er versteckt, könnte er schon auch als zu verteidigende Ressourcen empfinden.

Zeigt er in irgendeiner Form ressourcenaggressives Verhalten?
Sonst würde ich das nämlich erstmal vernachlässigen- im Blick behalten, ja, aber nicht zum Fokus machen, da das vermutlich nicht der Grund für sein Bellen sein wird.

Kannst du ihn vllt. mal filmen, wenn er bei Besuch bellt?

Beim Sitz zum Fixieren würde ich übrigens direkt Sichtkontakt mitantrainieren.
Alternativ würde ich einfach immer nur dann auflösen, wenn er in der Lage ist dich anzugucken- so lenkt man das möglicherweise auftretende Fixieren elegant in eine sinnvolle Handlung um;)

Voraussetzung dafür ist es halt, dass er das "Sitz" beherrscht und eben auch ein Signal für Sichtkontakt erlernt hat.

Und ich betone nochmal, da das hier irgendwie so durchklingt als würde es schnelle und einfache Lösungen geben:

Das dauert!
Sowas kann Wochen oder Monate dauern.

[VERSTECK]Bei meiner Hündin, die zugegeben ein Extremfall ist/war, hat es ein 3/4 Jahr gedauert.[/VERSTECK]
 
  • Das Bellen ist des Mäxchens Lust Beitrag #20
Ressourcenaggressives Verhalten zeigt er gar nicht. Nichtmal beim Fressen. Er geiert dem Fressen zwar hinterher, aber macht keinerlei Anstalten es sich zurückzuholen oder zu knurren oder solche Späße.

Ich gehe nachher nochmal genauer auf eure Beiträge ein, ich bin grad einfach nur fertig. Zwischenstand nach einem Tag Bellen ignorieren und Richtung wechseln:

Er kläfft jetzt auch tagsüber ca. jede zweite bis dritte Person an und er steigert sich so rein, dass es kein "Wauwauwau" mehr ist, sondern zum "Wuhuhuuuuuhu" wird. Also diese Mischung aus bellen und jaulen.
Er geht inzwischen nur noch an Leuten vorbei, die ganz normal laufen. Wir haben einen Herrn getroffen, der an einem Motorrad stand (das war aus), der wurd angekläfft. Wir haben ein Pärchen getroffen, das an zwei Autos stand und Möbel aufm Hänger festgezurrt hat, die wurden angekläfft. Mittlerweile ist er sogar bei Omas mit Rollatoren kurz davor, da hält er sich vielleicht noch zurück, weil die so langsam sind. Keine Ahnung.

Letzte Nacht war schrecklich, bei fast jedem Geräuscht, egal obs in der Wohnung von den Katzen kam oder ob draußen Menschen geredet haben, hat er angefangen zu kläffen. Kanns damit zu tun haben, dass mein Freund zum ersten mal über nacht nicht da ist?
Beim Nachtspaziergang hat er jeden angekläfft. Heute morgen im dunkeln hat er jeden angekläfft. Schön, dass die Tage jetzt wieder kürzer werden...

Draußen ist grad Übungsalarm und ne Sirene geht. Er Bellt und fiept, obwohl die Sirene jetzt aus ist.

Wir wohnen neben einem kleinen Kindergarten, da ist unter der Woche Halligalli, da darf er nicht auf jedes Kinderlachen abgehen!

Zudem hab ich gestern Nacht entdeckt, dass er Flöhe hat und er hat stumpf ins Haus geschissen und gepinkelt. Dieses Problem hatten wir eigentlich ganz gut im Griff, auch wenns nachts (trotz zusätzlichem Spaziergang um drei) zwischendurch doch noch ein Malheur gab.
Gestern Abend/Nacht hat er in die Küche gepinkelt als ich nicht dabei war. Habs weggemacht und bin mit ihm raus. Heute morgen war ich mit ihm draußen, er hat gepinkelt und Groß gemacht, wir kommen rein, ich ziehe meine Jacke aus, Hund geht ins Wohnzimmer, hockt sich hin und schei... nochmal ein bisschen. Ich habs weggewischt, bin nochmal mit ihm raus und ne Runde gegangen, da hat er weder gepinkelt noch Groß gemacht. Als es dann endlich hell wurde hab ich im Bad eine getrocknete Pipi-Pfütze entdeckt, die muss er gestern Nacht gemacht haben, obwohl wir bereits mitten in der Nacht noch ne Runde drehen.
Ich hab gestern Nacht die komplette Wohnung mit Domestos gewischt und heute nochmal das Bad.

Ich kann grad nicht mehr. Ich hab hier einen Hund, der sich bei der Züchterin tadellos benommen und gehört hat (wir haben es ja über Stunden erlebt) und dem ich wirklich Zeit zum Einleben lassen wollte. Aber hier verschlimmert sich grad alles einfach nur und ich merke, dass ich wütend auf ihn werde. Wieso macht er das, was machen wir falsch? Die Züchterin hat ihn am Nacken gepackt und Nein gesagt wenn er zu viel gekläfft hat, also hat er aufgehört. Ich wollte diesen Nackengriff nie machen, immer nur mit positiver Bestärkung arbeiten. Und jetzt? Bin ich an einem Punkt, an dem ich sogar so ein scheiß Anti-Bell-Halsband (diese mit Sprühstoß) austesten würde, nur damit er nicht die ganze Nachbarschaft zusammenkläfft.

Jetzt liegt er neben mir im Körbchen, bei manchen Geräuschen wird er aufmerksam, aber bellt noch nicht. Was macht ich da am besten? Ignorieren? Seinen Namen sagen? Ihm was vortanzen?

Edit: Er rennt seit gestern übrigens zum kläffen zur Haustür. Hat er vorher auch nicht gemacht, sondern nur wenn BEsuch kam. Sonst hat er dort gekläfft wo er grad war.

Ich komme mir vor wie eine Neu-Mutter mit Schreibaby. Das ist grad so wahnsinnig kräftezehrend. Mein Freund kommt heute abend zurück statt morgen. Hab am Telefon wohl so scheiße geklungen, wie es mir geht.:?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nachtrag:

Er hat schon wieder ins Haus geschissen! Ich weiß nicht wann, aber es muss direkt nach dem Spaziergang gewesen sein, davor klebte er nämlich an mir. Diesmal ins Wohnzimmer, das ist neu. Vorher hat er "nur" ins Bad, Arbeitszimmer und in die Küche gemacht, jetzt ist also auch der Raum dran. Superklasse, die ganze Wohnung stinkt jetzt nach Schei... ich komme mir vor wie die letzte Asoziale!
 
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Das Bellen ist des Mäxchens Lust

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