Ich möchte mich auch den anderen anschließen. Die Idee des "Alphawurfes" geht zurück auf die fälschlicher Annahme ein Hund würde den anderen umwerfen und dadurch würde sich bei dem "Unterworfenen" ein Unterlegenheitsgefühl einstellen.
Unterwerfungsgesten werden in Kämpfen jedoch immer freiwillig ausgeführt und das auch nur dann, wenn es sich um einen Kommentkampf (man sagt auch "Showkampf") handelt bei dem zwar die Kräfte gemessen werden, aber keine echte Verletzungsabsicht besteht (man erkennt so einen Kampf daran, dass er meistens von sehr wilden Gesten begleitet ist, Bellen, Schnappen, Fletchen, Knurren, Aufreiten etc).
In so einem Kampf wird derjenige der seine Niederlage eingesteht dies dem anderen mitteilen durch kleine und größere Beschwichtigungsgesten (Ohren platt machen, Nase lecken, weggucken etc..oder eben auch sehr deutlich dadurch, dass er sich auf den Rücken legt).
Die Übergänge sind fließend und die Beschwichtigungsgesten können auch so klein sein, dass dies für den Menschen vielleicht gar nicht so schnell zu erkennen ist.
Erzwingen kann man das Eingeständnis einer Unterwerfung nicht. Aktiv den Gegner auf den Rücken drehen tun Hunde nur in einem Ernstkampf und mit einer deutlichen Beschädigungsabsicht.
Solche Kämpfe sind meistens eher leise, die Hunde versuchen einander in den Hals zu beißen und sich dort zu verbeißen. Hat der Hund einen guten Biss über der Kehle dreht er seinen Kopf und zwingt den anderen dadurch in die Rückenlage um ihn zu töten (dies ist noch zu unterscheiden von "Tackerlöchern" die auch in einem Kommentkampf mal passieren können).
Aktives Auf-den-Rücken-drehen ist also auf keinen Fall ein sinnvolles Erziehungsmittel, sondern - im Gegenteil - ein absoluter Vertrauensbruch zwischen euch und eurem Hund und sollte deswegen auf keinen Fall verwendet werden (am Nackenfell schütteln fällt übrigens unter die gleiche Kategorie).
Es ist also nicht so ganz verwunderlich, wenn euer Kleiner sich mit Bissen gegen solch ein Einwirken wehrt.
Was Kratzer und blaue Flecken angeht, so fängt man sich die eben ein, wenn man mit einem Welpen spielt, das bleibt halt nicht aus

Euer Kleiner klingt zudem nach einer ganz schon kräftigen und temperamentmäpig "explosiven" Mischung, da glaube ich gern, dass der euch auf Trab hält :lol:
Damit der Welpe lernt sein Maul zu dosieren bricht man einfach das Spiel ab wenn er zu heftig wird, dazu kann man auch noch ein strenges "nein" verlauten lassen.
Der Spielabbruch wird den Hund so frustrieren, dass er über die Zeit übt sein Maul etwas weicher einzusetzen, dies kann aber ein wenig dauern, kleine Hunde müssen wie kleine Menschen erstmal lernen mit ihrem Körper richtig umzugehen.