- Meinungsfreiheit und ihre Grenzen Beitrag #1
Nienor
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Aus aktuellem Anlass möchte ich einen Thread zum Thema Meinungsfreiheit eröffnen.
Das Attentat in Paris ist sicher an niemandem vorbei gegangen.
Und ich denke, jeder stimmt dem Ruf nach unantastbarer Meinungsfreiheit zu.
Auch denke ich, dass viele gegen rassistische Äusserungen sind und auch dem zustimmen würden, dass Internetseiten mit extremistischem Inhalt gelöscht gehören.
In einer Nachrichtensendung wurde genau beides nacheinander thematisiert. Ich konnte beidem nur mit einem Kopfnicken zustimmen - bis es bei mir Klick machte. Widerspricht zweiteres nicht ersterem? Einerseits Meinungsfreiheit, andererseits Zensur?
Im Grunde schon. Wenn wir absolute Meinungsfreiheit haben wollen, dann sollte das auch für andere gelten.
Ich finde es gut, dass es Gesetze gegen Rassismus und ähnliches gibt. (Ich fände es besser, wenn es diese Gesetze nicht geben müsste, aber der gesunde Menschenverstand fehlt ja leider einigen :roll
Aber finde ich es dann noch gut, wenn man sich über die Religion anderer im Namen der Presse- und Meinungsfreiheit lustig macht? (Und ich bin nicht religiös, mich würde das nicht einmal betreffen).
Gibt es keine ethisch moralische Grenze?
Ich rede nicht vom generellen Zeichnen von Mohammed (das akzeptieren sogar viele Moslems), ich rede davon, ihn derart lächerlich darzustellen. Muss sowas wirklich sein?
Klar, verbieten kann man es nicht, aber ist es nicht ein schlechtes Zeichen unserer Gesellschaft, wenn wir uns sowas erlauben?
Und wenn wir dann auch noch auf die Strassen gehen, um dafür einzustehen, dass Leute andere Religionen quasi mit Füssen treten können?
Ich heisse das Attentat nicht gut, es ist absolut falsch, derart zu reagieren.
Jedes einzelne Opfer hätte es verdient, jetzt weiter zu leben. Ich fühle mit jeder Familie, die Angehörige verloren hat, mit den Freunden. Mit allen, die Schreckliches in den Tagen erlebt haben.
Ich stehe hinter Presse- und Meinungsfreiheit - aber ich bin der Meinung, dass auch diese Grenzen haben sollte. Nicht Gesetze, Verbote auf Papier. Sondern menschliche Grenzen, die der Respekt anderen Gegenüber setzt.
Was denkt ihr darüber?
Wie denkt ihr über das Messen mit zweierlei Mass, was die Meinungsfreiheit angeht? Ist nur nicht erlaubt, was uns passt? Ist das noch Meinungsfreiheit?
Das Attentat in Paris ist sicher an niemandem vorbei gegangen.
Und ich denke, jeder stimmt dem Ruf nach unantastbarer Meinungsfreiheit zu.
Auch denke ich, dass viele gegen rassistische Äusserungen sind und auch dem zustimmen würden, dass Internetseiten mit extremistischem Inhalt gelöscht gehören.
In einer Nachrichtensendung wurde genau beides nacheinander thematisiert. Ich konnte beidem nur mit einem Kopfnicken zustimmen - bis es bei mir Klick machte. Widerspricht zweiteres nicht ersterem? Einerseits Meinungsfreiheit, andererseits Zensur?
Im Grunde schon. Wenn wir absolute Meinungsfreiheit haben wollen, dann sollte das auch für andere gelten.
Ich finde es gut, dass es Gesetze gegen Rassismus und ähnliches gibt. (Ich fände es besser, wenn es diese Gesetze nicht geben müsste, aber der gesunde Menschenverstand fehlt ja leider einigen :roll
Aber finde ich es dann noch gut, wenn man sich über die Religion anderer im Namen der Presse- und Meinungsfreiheit lustig macht? (Und ich bin nicht religiös, mich würde das nicht einmal betreffen).
Gibt es keine ethisch moralische Grenze?
Ich rede nicht vom generellen Zeichnen von Mohammed (das akzeptieren sogar viele Moslems), ich rede davon, ihn derart lächerlich darzustellen. Muss sowas wirklich sein?
Klar, verbieten kann man es nicht, aber ist es nicht ein schlechtes Zeichen unserer Gesellschaft, wenn wir uns sowas erlauben?
Und wenn wir dann auch noch auf die Strassen gehen, um dafür einzustehen, dass Leute andere Religionen quasi mit Füssen treten können?
Ich heisse das Attentat nicht gut, es ist absolut falsch, derart zu reagieren.
Jedes einzelne Opfer hätte es verdient, jetzt weiter zu leben. Ich fühle mit jeder Familie, die Angehörige verloren hat, mit den Freunden. Mit allen, die Schreckliches in den Tagen erlebt haben.
Ich stehe hinter Presse- und Meinungsfreiheit - aber ich bin der Meinung, dass auch diese Grenzen haben sollte. Nicht Gesetze, Verbote auf Papier. Sondern menschliche Grenzen, die der Respekt anderen Gegenüber setzt.
Die Freiheit des einen hört da auf, wo das Recht des anderen beginnt.
Was denkt ihr darüber?
Wie denkt ihr über das Messen mit zweierlei Mass, was die Meinungsfreiheit angeht? Ist nur nicht erlaubt, was uns passt? Ist das noch Meinungsfreiheit?