Ich finde es schön, wie gesittet sich hier ausgetauscht wird und lese die Posts gern und lass sie mir durch den Kopf gehen =)
Das Thema habe ich auch in anderen Foren angestossen und in einem kaum es zu folgender Aussage (nicht wortwörtlich, aber sinngemäss):
Jeder kann meinen und denken, was er will. Es ist die Art, wie er diese Meinung kundtut, die das Problem ist.
Niemand verbietet mir, aus meiner Sichtweise den Islam zu kritisieren, weil er in manchen "Richtungen" z.B. Frauen unterdrückt.
Trotzdem kann ich nicht einfach sagen, der Islam ist scheisse. Punkt, fertig, aus.
Ersteres ist eher zu akzeptieren (und vielleicht würde ein Moslem dann auch eher mit mir diskutieren (wohl keiner von denen, die an die Art Islam glauben, wo Frauen unterdrückt werden, schliesslich bin ich eine Frau), bei der anderen Aussage trete ich aber eher Leuten auf den Schlips und muss mit entsprechenden Reaktionen rechnen.
Bei diesem Satz fiel mir dann nur Folgendes ein:
Also wer denkt, dass man dieses dumme Verhalten mit der Begründung "Satire" ins rechte Licht rücken könnte, der hat keine Ahnung, was Satire ist.
Vielleicht sind wir (die manche Satire-Sachen übertrieben finden) ja zu dumm, Satire zu verstehen. Ja, vielleicht sind viele Menschen schlicht zu dum, dass Dahinter hinter der "Beleidung" zu sehen.
Aber wenn eh nur ein ausgewählter Kreis die Satire versteht, warum dann so in die Welt tragen, dass jeder sie sieht und sich beleidigt fühlt, wenn er zu "dumm" ist, die Kritik zu verstehen.
Fängt doch schon hier im Forum an, da gibt es auch Themen die unerwünscht sind, bzw. nur eine Richtung von Meinungsäußerung tolleriert wird.
In Foren gilt auch ein gewisses Hausrecht, sodass man als Inhaber bestimmte Themen ausschliessen kann.
Ich würde auch jeden vor die Tür setzen, der in meinem Wohnzimmer plötzlich Nazi-Parolen von sich gibt oder mir erklären will, wie man meine Tiere am besten quält. So verbiete ich ihm in meinem Wohnzimmer das Wort. Ich hinder ihn aber nicht an seiner Meinungsfreiheit, denn seine Meinung änder ich damit nicht. Er kann seine Meinung auch kund tun - nur eben ausserhalb meiner Wohnung. Wenn er seine Meinung in die Tat umsetzt, gibt es dann zum Glück bei beiden Beispielen Gesetze, die es erlauben, ihn zumindest anzuzeigen.