Hund simuliert / humpelt

Diskutiere Hund simuliert / humpelt im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; und wie kam der vorherige ta auf die Diagnose mit den verkeilten wirbeln? Ertastet oder beim röntgen raus gefunden?
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #21
Off-Topic
und wie kam der vorherige ta auf die Diagnose mit den verkeilten wirbeln? Ertastet oder beim röntgen raus gefunden?
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #22
Also der erste TA hat wie gesagt Tastuntersuchungen gemacht und nur die rechte Seite (Vorderbein, Zehen bis Schulter) geröntgt. Dabei ist ihm aufgefallen, dass er auf der rechten Seite der Zehen unheimliche Schmerzen hat weil der Zeh verstaucht gewesen sein könnte. Er hat die Zehen eingerengt, was auch ordentlich geknackt hat.
Da keine Besserung kam gings auf ein neues los zu dem TA. Er hat dann die rechte Seite geröngt und nichts gefunden außer einen leicht schiefstehenden Zeh der zu keiner Beeinträchtigung führt. Diagnose: Simulant

Beim Physiotherapeuten wurde bemerkt, dass er ab und zu schief hinten läuft, sie meinte, da müsste mal dringend draufgeguckt werden. Dort wurden Bewegungsübungen gemacht. Eigentlich war ich wegen etwas anderem da, der Hund und sein humpeln war eigentlich nicht das Thema. Sie hat mir das nur als "Tipp" auf den Weg gegeben.

für michse wichtig :Der zweite TA hat den Hund komplett abgetastet, Rücken (weil ich das mit dem Therepeuten erzählt habe) , Pfoten, Beine. Schmerzauslösend war das Abtasten der beiden Zehen rechts sowie links. Deswegen wurden die beiden Zehen geröntgt, rechts (obwohl es schon gemacht worden ist...) sowie links und Rücken. Nichts gefunden. Problem gab es anscheinend beim Rücken, der Arzt wusste nicht genau was damit ist. Sah angeblich so aus, als hätte er verkantete Wirbel im Rückenbereich - er wüsste es aber nicht 100%tig und verwies auf einen anderen Arzt (selbe Praxis, jedoch anderer Arzt im Haus der zu der Zeit nicht da war) Da sollte ich dann nochmal hin am nächsten Tag. Es wurde dann noch gesagt, dass sowas nicht schlimm wäre und die es dann einrenken könnten.

Der dritte TA (der, der in der selben Praxis ist) hat gesagt, er hätte entzündete Zehen. Diagnose: Polyarthritis.
Er verschrieb Phen Pred. Er bekommt jeden Tag eine von den Kloppern, muss jede Stunde raus, hechelt stark, lahmt, hat Angst vor Hunden und Menschen (beschwichtigt, weicht aus, duckt sich). Er findet auch an einer läufigen Hündin kein Interesse, er hat einfach überhaupt garkeine Lebensfreude mehr... er läuft mit gesenktem Kopf, muss alle 5 Minuten beim Gassigehen pinkeln und ich stehe da echt manchmal minutenlang weil es einfach nur aus ihr raus fließt. Heute hat er 4 Näpfe (1l Napf) Wasser leer getrunken und vorhin hat er in der Wohnung im sitzen gepinkelt. :(
Zuhause: Motivieren kann man ihn mit Kopfarbeit, da ist er mit voller Eifer dabei. Er frisst normal, apportiert auch, macht Suchspiele mit... sobald es nach draußen geht und er laufen muss, siehts aus wie gerade beschrieben, Kopf nach unten, schleichen, usw.

Glatte Böden haben wir zwar, aber er rutscht da sehr sehr selten aus. Allergische Reaktionen kann ich mir auch gut vorstellen, er ist da eher sensibel wenns ums Futter geht. Seitdem kein Fremder ihn mehr füttert, hat er garkeinen Durchfall mehr gehabt. (Früher wars ja ein Thema mit dem Druchfall, jetzt ist er komplett weg) Kohlenhydrate bekommt er schon beim barfen, ich denke, ich werde die einfach mal weglassen. Schaden kanns ja nicht. :eusa_think:

Mit der Untersuchung bei ihm bin ich mir gerade nicht sicher, die Elterntiere waren auf jeden Fall nicht betroffen. Selber darauf getestet wurde er aber glaub ich nicht. Welche Blutuntersuchung wäre das denn? wäre ein großes Bild sinnvoll?
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #23
War einer der Ärzte denn auf Probleme mit dem Bewegungsapperat spezialisiert?

Ich habe Arthritis, dies wird durch Sonografie und Bestimmung der Blutwerte festgestellt. Die Entzündungswerte sind dann sehr hoch und es gibt auch spezielle Rheumafaktoren.

Für Menschen gibt es spezielle Rheumaärzte weil dies eine sehr komplexe Krankheit ist. Das Ultraschallgerät und auch das Wissen von meinem Hausarzt ist zum Beispiel nicht ausreichend um alle entzündete Gelenke und Sehnen zu erkennen, als ich noch in einer ganz akuten Phase war, konnte das selbst ein Orthopäde der ja auch viel mit dem Bewegungsapperat zu tun hat, nicht richtig erkennen. Aber bei Tierärzten kennt sich dann jeder mit allen Krankheiten aus?...
Falls nicht, würde ich bei allen Ärzten bei denen du bisher warst, die Unterlagen anfordern und einen Termin bei einem Facharzt machen. Notfalls mit einer Uniklinik in Verbindung setzen und eine lange Fahrt in Kauf nehmen.

Über dein Phen Pred habe ich gelesen, dass es üble Nebenwirkungen hat und nicht über längeren Zeitraum gegeben werden sollte. Das ist aber nicht einfach nur ein Schmerzmittel. Phenlybutazon kenne ich nicht, aber Cortison was auch dabei ist, wird oft bei Gelenksentzündungen verarbreicht, ist auch bei Menschen der zweite Schritt wenn Antirheumatika wie Diclofenac nicht ausreichen. Wenn Cortison über einige Zeit gegeben wurde, ist die körpereigene Produktion stark eingeschränkt und ein plötzliches Absetzen kann tötlich enden, da darf man nicht eigenmächtig handeln.

Ich habe die Cortison-Stoßtherapie (eine anfangs sehr hochdosierte Gabe) auch als sehr unangenehm erlebt. Ich war unruhig, reizbar durstig und hatte ständig Hunger. Aber es dauert nur wenige Tage bis man weniger Schmerzen hat und sich wieder besser bewegen kann.

Wenn eine Autoimmunerkrankung Auslöser der Arthritis sein sollte (so ist das zumindest meist beim Menschen), dann gibt es für diese Krankheit keine Heilung. Man kann nur wählen zwischen Medis die starke Nebenwirkungen haben, aber die Schmerzen erträglich machen oder keine Medis, starke Schmerzen und dauerhafte Gelenkschädigungen. Denn um so länger die Symptome nicht behandelt werden und die Entzündung in den Gelenken toben kann, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Knorpel und Sehnen "angefressen" werden und dauerhaft kaputt gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #24
Mit der Untersuchung bei ihm bin ich mir gerade nicht sicher, die Elterntiere waren auf jeden Fall nicht betroffen. Selber darauf getestet wurde er aber glaub ich nicht. Welche Blutuntersuchung wäre das denn? wäre ein großes Bild sinnvoll?
Hast du noch Kontakt zum Züchter? Dann könntest du einfach nochmal nachfragen, ansonsten glaube ich die Kalzium und Schilddrüsenwerte sind relevant bei der Untersuchung auf Hyperparathyreoidose, aber ich bin kein Mediziner, notfalls einfach mal beim Tierarzt den Namen der Erkrankung erwähnen (oder aufschreiben ist ja ein ganz schöner Brocken von Wort :lol:) und sagen, dass du drauf testen lassen möchtest, darüber hinaus ist ein Blutbild wahrscheinlich mittlerweile eh schon mehr als überfällig :(

Wie Sini schon sagte, kommen außerdem auch Autoimmunerkrankungen in Frage.

Mir fällt noch etwas ganz profanes ein, was du sicher gleich als erstes kontrolliert hast, aber ich erwähne es einfach nochmal, quasi der Vollständigkeit halber: hast du alles ganz genau abgefühlt auf der Suche nach Fellknoten, bei Chesters Fell kann sowas schnell passieren und die Dinger können sicher zwischen den Zehen und unter in den Achseln ganz schön weh tun.
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #25
Ich habs langsam satt...keiner, wirklich keiner hat eine Ahnung von irgendwas. Gewinnt man heutzutage seinen Tierarzschein bei der Losbude oder was ist los?

Mein Hund humpelt immer noch, wird mit Schmerzmittelchen zugepumpt und keiner unternimmt irgendwas. Ein Bluttest wird abgelehnt - was ist denn da bitte los? Haben die was zu verheimlichen?!

Wenn jemand einen guten Arzt kennt in NRW der sich damit auskennt wäre ich unendlich dankbar...
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #26
Ein Bluttest wird abgelehnt
Das ist ja eine Frechheit :x, ich meine du bezahlst doch für den Test warum sollten sie ihn ablehnen? Aber leider lese ich relativ oft hier im Forum, dass Leute ahnungslos vom Tierarzt zurückkommen und außer ein paar Überdeckungs- und "Auf-Verdacht"- Medikamenten nichts gemacht wurde.:roll:

Wahrscheinlich würde ich dann in der Praxis die Sachen packen und woanders hingehen (lass dir aber unbedingt zumindest Kopien der Röntgenbilder und der Befunde aushändigen).

Bei anderen Tierärzten würde ich gar nicht mehr lange fackeln, anrufen, fragen ob sie in der Lage sind eine vernünftige Blutuntersuchung zu machen und dann nur bei einem eindeutigen "ja" hinfahren.

Hast du ansonsten schon mal überlegt in eine Tierklinik zu fahren? Die sind ja bei der Diagnose doch oft gründlicher.
Armer Chester, ihm muss doch geholfen werden :(
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #27
Ich habe so oft drum gebeten einen Bluttest machen zu lassen... die meinten aber, das würde nichts bringen und ich soll es sein lassen. Da würde man nur erkennen, dass eine Entzündung vorliegt - und das wissen die ja bereits. Wo genau würde da nicht stehen. Ich hab denen gesagt, ich will auch gerne mal die Organe abchecken lassen aber die weigern sich.
Bei uns ist es auch immer alles nur "Auf-Verdacht". Die drücken an den Pfoten rum wie wild und mein Sensibelchen geht ja schon beim leisesten Zwicker die Decke hoch. Vorallem wenn dann noch fremde Leute ihn betatschen und an ihm rumdoktern...
Das nächste Problem ist auch, dass der Arzt mir die Röntgenbilder nicht aushändigen möchte. Die machen das wohl nicht... ich werde da morgen nochmal Druck machen, im Moment bin ich so an den Arzt gebunden wegen diesen doofen Bildern. Nochmal Röntgen will ich nicht, auch wegen der Kosten, aber vorallem weil er in der kurzen Zeit zu oft geröntgt worden ist.

Tierklinik zieh ich in Betracht, aber dafür brauch ich die Bilder :(

Man, es macht mich nur noch verrückt. Ich kanns ja dann auch nicht lassen im Internet nach Arthritis zu suchen. Wenn ich mir dann vorstelle, dass es unbehandelt sogar Knochen und Knorpel angreift... :089:
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #28
Den langen Text spare ich mir dieses Mal. Nur- dein Hund wird/ wurde doch gegen Arthritis behandelt? :eusa_think:
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #29
Dann sage dem Arzt du brauchst die Bilder für den weiter führenden Arzt. Was soll denn der mist??
Ich meine du hast die bezahlt. Also so was kenne ich ja gar nicht cO
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #30
Sini, ja genau. Deinen vorherigen Text habe ich natürlich auch gelesen (falls du das damit meinst). Er wird im Moment immer noch gegen Polyarthritis behandelt. Das Phen Pred wurde abgesetzt (von jetzt auf gleich wohl gemerkt), der Hund war danach völlig von der Rolle. Fraß nichts mehr, ging keinen Millimeter, pinkelte sich ein auf der Stelle wo er lag. Er bekam dann neue Tabletten, Onsior, welche er jetzt besser verträgt. Aber trotzdem, irgendwie habe ich nicht das Gefühl als würde das irgendwas bringen. Mittlerweile wurde Onsior auf die Hälfte reduziert, er humpelt wieder, es hat sich nichts gebessert. :(

Ich weiß auch nicht was der Arzt für Probleme hat. Langsam denke ich, der will was verheimlichen..

EDIT: der Arzt meinte, wenn es nicht weggehen würde, könnte man Onsior dauerhaft verwenden. Bei der Aussage hätte ich würgen können... der weiß noch nicht mal was der Hund hat, aber hauptsache die "passenden" Tabletten parat :(
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #31
Also,ich kenne eine ganz tolle Ostheopatin,die auch Tieraerztin ist, ich kann dir mal ihre Nummer per PN schicken.
Ich bin mit allerdings nicht sicher, ob sie noch als Tieraerztin unterwegs ist. Aber anrufen kann nicht schaden, sie ist furchtbar nett und kennt sonst sicherlich auch vernünftige Leute, die dir weiterhelfen koennen.
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #32
Wegen deiner Suche nach einem passenden Facharzt kannst du eure Tierärztekammer um Hilfe bitten. Mit den Röntgenbildern ist dein aktueller Tierarzt übrigens im Recht
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #33
Das nächste Problem ist auch, dass der Arzt mir die Röntgenbilder nicht aushändigen möchte. Die machen das wohl nicht... ich werde da morgen nochmal Druck machen, im Moment bin ich so an den Arzt gebunden wegen diesen doofen Bildern.
Es ist zwar richtig, dass die Bilder dem Arzt gehören und er sie dir nicht geben muss (in der Humanmedizin unter Umständen sogar nicht geben darf, da er eine Verwahrungspflicht für die Bilder hat) aber du kannst eine Kopie davon verlangen, schau sonst auch mal hier:

Wenn du den Tierarzt wechselst kann der neue TA die Übersendung der Röntgenbilder anfordern und dein TA müsste dem auch nachkommen, du musst also nicht wieder röntgen lassen.

Was du von der Praxis erzählst klingt schlimm, kommt mir aber unangenehm bekannt vor, leider gibt es offenbar einfach viele solcher Ärzte, da hilft nur sich schnell aus dem Staub zu machen bevor das eigene Tier noch mit Verdachtsmedikamenten zu Tode therapiert wird.

Eine Klinik ist sicher kein verkehrter Anlaufpunkt, versuche neben den Röntgenkopien auch eine Kopie der Befund- und Behandlungsakte von deinem TA zu bekommen, damit der nächste TA die Vorgeschichte nachvollziehen kann. Es kann ja schließlich auch nicht sein, dass du bei x Tierärzten immer wieder die gleichen Untersuchungen bezahlen musst, bis mal einer dabei ist, der was draus erkennen kann.

Da würde man nur erkennen, dass eine Entzündung vorliegt - und das wissen die ja bereits
Genau, Entzündungswerte sind das einzige was man an einem Blutbild ablesen kann :roll:
....in welchem Jahrmarkts-Greifautomaten hatte dein Tierarzt nochmal sein Diplom gewonnen?
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #34
Off-Topic
oder er sieht in euch nen guten Stammkunden. Ne also mich würde da nichts lassen. Versuche die Bilder zu bekommen und dann ab zu nen anderen der Chester mal richtig durch checkt und nicht Medikamente auf Vermutungen gibt
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #35
Hallo!
Abgesehen davon das ich ebenfalls den TA wechseln und mir (zusätzlich) eine Klinik suchen würde kam mir ein Gedanke.
Das ganze kann natürlich voll nach hinten losgehen aber ich habe eine ähnliche Story gerade bei Maxis Kumpel Hanno gesehen. Dort wurde Borreliose diagnostiziert. Über die Blutwerte. Das allerdings auch erst nach MRT und Röntgen. Ich glaube langsam das TÄ bei jedem humpeln erst an den Rücken oder die Beine denken und nicht wirklich weiter denken. Hat der TA in die Richtung was geäußert? Wie gesagt, das ist nur eine komplette (!!) Vermutung.

LG und alles Gute für Chester!
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #36
Danke für eure lieben Antworten. Nephilim die Nummer wäre echt super, ich werde dann mal dort anrufen. :)
Ich habe mittlerweile die Röntgenbilder bekommen, also Kopien davon. Die waren nicht so begeistert aber endlich hab ich sie. :mrgreen:

Kompassqualle, genau. Das habe ich ihm auch gesagt. Da kann doch sonst was mit dem Hund sein, er weiß ja nicht was mit ihm nicht stimmt. Aber hauptsache erst mal die Schmerzen bekämpfen. :(
Ich bin auf jeden Fall erst mal weg von dem Arzt und schau jetzt weiter. Wir fangen also wieder bei 0 an, obwohl, nciht ganz. Bilder sind ja jetzt da.
Vielleicht hat ja jemand so ein geschultes Auge und kann irgendwas auffälliges an den Bildern sehen - oder eben nicht. Beides wäre super. Zumal ja auch gesagt wurde, dass man Arthritis sehen würde (?)

20943151qf.jpg


20943152nb.jpg


Auf dem Bild sieht man seinen schiefen Zeh
20943153dh.jpg


Schattenseele, genau! Irgendwie denken alle nicht mehr weiter. Ich meine, ich bin selbst kein Tierarzt und habe selber null Plan von medizinischen Sachen, aber selbst ich wäre auf die Idee gekommen, auf die Suche nach dem Auslöser zu gehen statt den Schmerz zu bekämpfen :?

Danke, ich richte es dem Puschelbär aus :)
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #37
Cool, den bist du schon mal los und jetzt kannst du in Ruhe mit den Bildern zu einem besseren Doc gehen ;)

Was die Arthorse angeht so sieht man das auf Röntgenbildern weil sich dabei der Gelenkknorpel auflöst, also dort wo sonst im Bild eigentlich ein spalt zwischen den Knochen zu sehen wäre, prallen diese nun genau aufeinander.

Hat denn jemand gesagt wo und an welchem Gelenkt man Arthorose erkannt hat?
Ich finde zumindest die Abstände der Wirbel (also die Bandscheiben) sehen doch recht normal aus, die anderen Gelenke auch :eusa_think: Aber auf meine Aussage kann man nicht wirklich was geben, da ich nun wirklich nicht medizinisch geschult bin.

Der Zeh (eigentlich ein Finger, es ist die vorne links, oder (deswegen vielleicht das L ?)), sieht für mich ausgerenkt aus, da liegt der Gelenkkopf nicht mehr in der Pfanne. Ob man den so einfach zurücksetzen kann oder nicht, kann ich ebenfalls nicht beurteilen, falls ja sollte das aber für einen Profi doch eigentlich kein Problem sein. Wie lange hat Chester denn den Zeh schon so? Ich meine sowas kann ja auch ganz schön weh tun (wie jeder weiß, der sich selbst mal einen Fingerknochen aus dem Gelenk gekugelt hat).
Ob das allein allerdings des Rätsels Lösung sein kann vage ich zu bezweifeln, da dies ja nun wirklich nur eine mehr oder weniger einfach zu behandelnde Verletzung wäre.

Andererseits erwähntest du, es wäre mehrfach versucht worden den Zeh "einzurenken" wonach Chester nur noch mehr gehumpelt hättet (wenn ihm jemand beim "Einrenken" den Zeh überhaupt erst ausgekugelt hat wäre das übrigens fast schon ein Grund für eine richtig fette Beschwerde - vielleicht hatten sie das zu verstecken und wollten deswegen die Röntgenbilder nicht rausgeben?).
Falls es doch schon vorher ausgerenkt war: wenn man an einem ausgekugelten Gelenk rumexperimentiert kann man dabei umliegendes Gewebe zerstören und alles nur noch schlimmer machen (ein Grund warum man z.B. Menschen zum Einrenken einer ausgekugelten Schulter betäuben würde - und nicht wie im Film einfach drauf los macht - da sie sonst wegen der Schmerzen die Muskeln anspannen würden und es dadurch zu weiteren Verletzungen kommen kann).

Trotzdem ist das keine schlimme Verletzung und bei einem Hund könnte man im Notfall (falls ein Zurücksetzen des Gelenks nicht so leicht möglich ist) die Zehe amputieren, ohne dass es den Hund in seinem weiteren Leben irgendwie beeinträchtigen würde. Falls diese Zehe der Grund für sein Gehumpel ist, kann es doch echt nicht wahr sein, dass offenbar niemand in der Lage ist eine so alltägliche Verletzung zu behandeln.

Dennoch, alles was ich hier sage ist keine Fachmeinung - und die muss aber schnellstens her!
Zeige diese Bilder einem anderen, unabhängingen Tierarzt. Vielleicht muss Chester dafür ja nicht mal mit, du rufst einfach an und fragst in der Praxis ob die sich die Bilder mal ansehen würden. Das dauert höchstens ne Viertelstunde und sollte kaum mehr kosten als den durchschnittlichen Konsultationspreis (etwa 10-30 Euro), wenn sie dir kompetent vorkommen gehst du dann mit Chester wieder hin zur Behandlung (auf diese Weise verhinderst du, dass sie gleich beim ersten Kontakt deinen armen Hund sofort wieder mit teuren Verdachts-Medikamenten vollpumpen).

Prima dass du die Bilder eingestellt hast, vielleicht kommt ja noch jemand der mehr Ahnung hat als ich, der etwas dazu sagen könnte.

Ansonsten wie immer weiterhin gute Besserung an das arme Sofakissen.
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #38
Vorsicht, Arthrose und Arthritis sind nicht das Selbe.

Arthrose ist der Gelenkverschleiß, der lässt sich auf einem Röntgenbild erkennen.

Arthritis ist eine akute Gelenkentzündung. Die muß auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen sein. Mit Ultraschall kann man den Erguß der sich im Gelenk bildet erkennen. Das Gewebe um das Gelenk ist rot, heiß und geschwollen.

Beides kann aber einander bedingen. Verschleißte Gelenke können sich entzünden und entzündete Gelenke können deformieren. Ich finde den Hinweis auf Borrelliose sehr wichtig, beim Mensch wird vor der Arthritis-Diagnose diese Krankheit nämich erst mal durch einen Bluttest ausgeschlossen.
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #39
Ich gestehe ich denke das Borreliose bei Hunden auch oft eine Ersatzdiagnose ist.
Wenn man sich mal überlegt wie viele Zecken so ein Hund in seinem Leben hat (im Sommer je nach Region locker auch mal 10 Stück am Tag) dann ist davon auszugehen dass wahrscheinlich jeder Hund bereits in seinem ersten Lebensjahr mehrfach Kontakt mit dem Erreger hat (wenn man von Durchseuchungsraten von etwa 20% - also jede 5. Zecke - ausgeht).

Der Bluttest auf Borreliose gilt zudem oft als falsch positiv oder falsch negativ, da er keinen Aufschluss darüber gibt, ob es sich um eine symptomatisch auffällige Borreliose handelt, oder um eine "ausgeheilte" bzw von Immunsystem gut kontrollierten Borreliose. Genauso kann ein Test negativ ausfallen, selbst wenn ein Befall besteht.
Aber ich wette viele Tierärzte werden bei schwierigen Fällen wie Piccos Chester einen positiven Borrelien Test "dankbar" annehmen und ihn als Enddiagnose präsentieren.

Noch ewtas: Beim Hund fehlen zudem typische Symptome wie Wanderröte oder Fieber bei einem akutellen Befall, die Frage ist also woher man eigentlich wissen will, dass Hunde tatsächlich eine akute, symptomatische Borreliose entwickeln können und nicht vielleicht doch - wie Katzen und viele andere Tiere - immun sind gegen den Erreger.
Eine Frage die ich mir schon länger stelle :102:

Vorsicht, Arthrose und Arthritis sind nicht das Selbe.

Arthrose ist der Gelenkverschleiß, der lässt sich auf einem Röntgenbild erkennen.

Arthritis ist eine akute Gelenkentzündung. Die muß auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen sein. Mit Ultraschall kann man den Erguß der sich im Gelenk bildet erkennen. Das Gewebe um das Gelenk ist rot, heiß und geschwollen.
Danke, wie gesagt mich kann man eh nicht festnageln auf meine Aussagen zu den Röntgenbildern, da ich wie gesagt ja nicht geschult bin (wobei mir dieser Zeh wirklich verdammt ausgekugelt aussieht).
Hatte der Tierarzt bei Chester nun überhaupt Arthrose oder Arthritis diagnostiziert :eusa_think:
...und wenn es Arthritis war, wie wird dass denn überhaupt festgestellt? Soweit ich weiß schwillen dabei die Gelenke an und werden dick und tun weh (ich hab sowas manchmal in den Fingergelenken, zum Glück selten weil ich noch jung bin, sicher wird es irgendwann mehr, meine Hausärztin meint das ist erblich und man kann nicht wirklich etwas dagegen tun :eusa_think:)
 
  • Hund simuliert / humpelt Beitrag #40
Es ist doch kein Zustand für einen 18 Monaten alten Hund, dass er ständig hinken muss und mit all dem Kortison und Schmerzmitteln vollgestopft wird. Ich arbeite seit 25 Jahren als Tiermed. Praxisangestellte und habe noch keinen einzigen Hund gesehen, der eine Krankheit simuliert! Der TA muss die Röntgenbilder herausgeben! Wir machen das immer, ohne Diskussionen. Für die Tierklinik brauchst du die Bilder nicht unbedingt, du kannst auch dorthin gehen ohne Bilder. Und so etwas Blödes, den Hund ohne Kurznarkose zu röntgen, mit 5 Helfern, das ist doch echt der Hammer:shock:! Ausserdem nur eine Seite wenn er abwechselnd lahm geht, sorry dafür habe ich kein Verständnis:eusa_doh: Es ist durchaus möglich, dass der Hund irgendwo eine versteckte Entzündung hatte oder hat, da ja die erste Behandlung mit dem Kortison kurzfristig geholfen hat, aber eben nicht ausgeheilt ist, sondern nur die Symptome bekämpft wurden. Blutuntersuchung würde ich sicher empfehlen, Borreliose macht unter anderen Symptomen auch wechselnde Lahmheiten. Falls alles nichts bringt, würde ich einen Osteopathen aufsuchen.
 
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