Entwicklung von Hunderassen

Diskutiere Entwicklung von Hunderassen im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Richtig. Zumal es auch genügend Retro-Möpse gibt, die dennoch Atemprobleme haben, weil es nicht allein auf die Schnauze ankommt, sondern der...
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #21
Naja, dieses Umdenken hat zur Folge, dass da häufig genug extrem schweratmige Jagdsäue bei raus kommen^^

Wirklich gut durchdacht ist das nicht.
Eine Rückzüchtung im eigentlichen Sinne bekommt man so nicht hin- es ist halt ein neuer Rasse-Hybrid und vor allen Dingen rein charakterlich lange kein Mops mehr.

Richtig. Zumal es auch genügend Retro-Möpse gibt, die dennoch Atemprobleme haben, weil es nicht allein auf die Schnauze ankommt, sondern der Gaumensegel eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
 
  • Entwicklung von Hunderassen

Anzeige

  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #22
Naja, dieses Umdenken hat zur Folge, dass da häufig genug extrem schweratmige Jagdsäue bei raus kommen^^

Wirklich gut durchdacht ist das nicht.
Eine Rückzüchtung im eigentlichen Sinne bekommt man so nicht hin- es ist halt ein neuer Rasse-Hybrid und vor allen Dingen rein charakterlich lange kein Mops mehr.
Wenn es einem wirklich um Gesundheit geht ist Einkreuzung und Hybridzüchtung allerdings die einzige Variante um eine Rasse zu erhalten.
An einen bereits so stark eingeschränkten Genpool wie dem einer Hunderasse eine noch strengere Zuchtselektion anzulegen (und so wäre es würde man mit ausschließlich zur "Langnasigkeit" neigenden Möpsen weiterzüchten wollen, da würden wohl erstmal 90% der Rassenvertreter rausfallen) würde den bereits vorhandenen Flaschenhals nur noch enger schnüren. Krankheiten wären vorprogrammiert.

Außerdem sind Rückzüchtungen immer nur mit genetischen Einbußen möglich. Allele die im Laufe der Züchtung verschwunden sind können nicht plötzlich wieder wie durch Zauberhand im Genom auftauchen. Man kann es sich vorstellen, als wenn man versucht ein zerknülltes Blatt Papier wieder auszubreiten, das wird auch nie wieder ganz glatt.

Selbst bei Einkreuzungen entstehen unter Umständen neue Probleme, es ist aber rein der Gesunderhaltung des Genoms dem Versuch einer Rückzüchtung immer vorzuziehen.
Ob der Jack Russel dafür geeignet ist sei mal dahingestellt, "Schweratmigkeit" ist eigentlich für keinen von Menschenhand absichtlich "produzierten" Hund akzeptabel, weder für eine jagdfreudigen noch für einen Sofahocker (und das sind ohnehin die wenigsten (gesunden) Hunderassen).

Letztendlich muss man sich fragen, ob bei derart deformierten Rassen (oder sehr kranken wie z.B. dem Cavalier King Charles Spaniel) nicht ein Aussterbenlassen der Rasse an dieser Stelle praktizierter Tierschutz ist.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #23
Letztendlich muss man sich fragen, ob bei derart deformierten Rassen (oder sehr kranken wie z.B. dem Cavalier King Charles Spaniel) nicht ein Aussterbenlassen der Rasse an dieser Stelle praktizierter Tierschutz ist.

Kann ich nur unterschreiben, wird aber sicher nicht passieren...
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #24
Die Fragen die sich mir da stellen: Wer will das kontrollieren? Und wie sollte so ein Verbot aussehen? Ein Index für Hunderassen? Gerade in einer Zeit von Doodle und Co., dürfte sowas schwierig sein. Wenn der Mops "verboten" wird, dann gibt es in nullkommanichts ne "neue" Hunderasse, die diesem Hund ziemlich ähnlich sein dürfte.

Ich finde die Kreuzung Mops x Terrier mittlerweile nicht mehr schlimm. Wenn wirklich Strategie dahinter steckt, könnte es was werden.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #25
Der VDH ist hier der "Trendsetter".
Wenn man sieht, was auf Ausstellungen so die ersten Plätze macht, wundert es einen nicht mehr, dass viele Züchter diesen Bildern hinterhereifern. Man will ja auch Erfolg haben mit seinen Nachzuchten.. :/

Wobei es für mich auch unbegreiflich bleibt, wie man als Tierfreund sowas züchten kann, was nur mit OPs leben kann. Das sind ja auch z.T. Liebhaber und nicht nur geldgeile Hundemafiaheinis. Würde mich echt interessieren, wie sie sowas rechtertigen :eusa_think:
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #26
Dem VDH kann man wirklich nur bei sehr wenigen der sogenannten Qualzuchten die Schuld in die Schuhe schieben. Die meisten Rassebeschreibungen sind nämlich so gar nicht entsprechend dem, was man bei Ausstellungen sieht. Es ist nur eben typisch Mensch aus "langen Ohren" die längsten Ohren zu machen, aus "erwünschte Falten" ein Maximum an Falten, aus "kurzen Beinen" die kürzesten Beine etc.
Der VDH schreibt auch keine Ausstellungen vor, das kommt von den Untervereinen. Ebenso erlaubt der VDH sogar Einkreuzungen. Nur müssen diese eben gut durchdacht, überwacht und unterstützt werden.

Ich will damit nicht sagen, dass der VDH alles "richtig" macht.. da könnte durchaus noch viel mehr passieren. Generell könnten die Rassebeschreibungen weiter ausgefächert werden, um so mehr Möglichkeiten in der Zucht zu bieten (Größe, Farben, Felllängen erweitern und stark eingrenzende Merkmale herausnehmen). Auch könnte man das Einkreuzen "vereinfachen", wobei das natürlich auch wieder ein zweischneidiges Schwert ist.

Fakt ist leider, dass die wenigstens Züchter wirklich Ahnung von Genetik haben. Da helfen auch die paar Pflichtkurse nicht (wobei das immer noch mehr ist als "gar nichts"). Hundezucht ist heutzutage einfach ein "Hobby" geworden, dem so ziemlich jeder nachgehen kann, der gerade Lust darauf hat. Anstatt Wissen um Genetik braucht man nur genügend Platz, bunte Spielsachen und eine Hündin.

Gerade wenn es um das Thema Kreuzungszucht bzw. Veredlungskreuzung geht, ist erhebliches Wissen um Genetik aber ein must have.

Eine Rasse einfach aussterben zu lassen fände ich sehr schade. Jeder, der sich in "seine Rasse" verliebt hat wird das verstehen können. Es gibt einfach im Wesen Eigenschaften, die man nicht verlieren möchte und auch das unterschiedliche Aussehen ist ja an sich in Ordnung, wenn es nicht in Extreme führt.

Was es also bräuchte wäre aktive (und vor allem finanzielle) Untersützung beim Thema Einkreuzung. Ich kenne mittlerweile schon einige Züchter, die die Sackgasse sehen, in die unsere Hundezucht führt, aber sie haben einfach nicht das Wissen und/oder die Mittel, um einen anderen Weg einzuschlagen.
Die ersten Generationen nach einer Einkreuzung muss ja auch jemand kaufen wollen. Noch dazu jemand, der bereit ist sich an der Zucht zu beteiligen. Wer will aber schon einen "Mischling" für viel Geld kaufen, wenn es die doch überall für ein Apfel und ein Ei gibt.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #27
Die ersten Generationen nach einer Einkreuzung muss ja auch jemand kaufen wollen. Noch dazu jemand, der bereit ist sich an der Zucht zu beteiligen. Wer will aber schon einen "Mischling" für viel Geld kaufen, wenn es die doch überall für ein Apfel und ein Ei gibt.

und das ist sicher nur ein Problem von vielen. So leicht lassen die sich vom Menschen produzierten Fehler leider nicht wieder beheben.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #28
Wer will aber schon einen "Mischling" für viel Geld kaufen, wenn es die doch überall für ein Apfel und ein Ei gibt.
Aber es ist ein Fehler ein Lebewesen nach seinem, für den Menschen gültigen Prestigewert "Reinrassigkeit" zu bewerten.
Leider ist dies auch ein Argument welches ich sogar im Forum häufig im Zusammenhang mit der Doodle-Diskussion lese: "Das ist ja nur ein überteuerter Mischling."
Das impliziert, dass ein Mischling, als Lebewesen an sich, einen niedrigeren Wert hat als ein Rassehund.
Dabei zahle ich doch für die züchterische Arbeit, für einen gesunden, wesensfesten, gut sozialisierten Hund und nicht dafür meine Nachbarn damit zu beeindrucken wie 'teuer und edel' mein Hund aussieht.

Dabei darf man nicht vergessen, dass "Rasse" letztendlich kein biologischer Begriff ist und "Reinrassigkeit" deswegen am Ende persönliche Auslegungssache (die meisten Züchter oder Zuchtvereine werden nach eigenem Empfinden festlegen wie weit eine Linie zurückreichen muss, damit ihre Hunde als "reinrassig" gelten - weiß jemand wie es da der VDH hält?).
Züchterisch gute Leistungen, welche die Basisgenetik beachten und gesunde und wesensfeste Hunde hervorbringen kann man allerdings auch genauso gut zwischen zwei Rassen betreiben. Was die Gesundheit angeht kann eine Hybridzucht sogar Vorteile haben.

Nur, solange alle denken ein "Mischling" sei weniger wert und wenn sie schon mehr Geld für einen Hund ausgeben, dann solle dieser bitteschön auch "rassig" sein, damit "der Nachbar mal sieht was man sich leisten kann", solange wird sich halt auch nichts ändern.


Gerade wenn es um das Thema Kreuzungszucht bzw. Veredlungskreuzung geht, ist erhebliches Wissen um Genetik aber ein must have.
Wieso sollten die genetischen Basiskenntnisse nicht auch für eine Kreuzungszucht ausreichen? Im Grunde reicht es auch hier zu wissen welche Krankheiten im Stammbaum des jeweiligen Hundes vorkommen und ob z.B. Farbvarianten fallen könnten welche Probleme nach sich ziehen.
Bei nicht sonderlich gesundheitlich vorbelasteten Rassen die auch zudem nur Farben vertreten welche als unproblematisch gelten (und nicht gerade etwa merle und silber führen) sehe ich nicht wo hier das größere Genetikwissen gebraucht wird im Vergleich mit einer Linienzucht. Im Gegenteil es ist zu erwarten das Hybride aufgrund es Heterosiseffekts sogar eine verbessere Gesundheit haben (eine Tatsache die man in der Pflanzenzucht von Nutzgetreide z.B. ständig nutzt um Hochzuchtrassen weiterhin leistungsfähig zu halten).

Btw: Durch die gezielte Zucht von Tieren erreicht der Mensch es eine Gruppe von Individuen dieser Art in ihre Optik gefälliger zu machen und ihre Leistungsfähigkeit auf Einzelgebieten zu verbessern.
Ein Züchter braucht Wissen um Genetik, da eben genau diese Zuchtwahl immer die Gefahr für Krankheiten aufgrund von genetischer Verarmung birgt. Darauf zu achten ist ethisch unerlässlich, denn Zucht nutzt in erster Linie nur dem Menschen, nicht dem Tier. Hunde haben weder eine bessere Gesundheit, noch eine höhere Lebenserwartung als ihre Vorfahren die Wölfe, der Mensch kann den Wolf auf lange Sicht nicht durch Zucht verbessern oder gesünder machen, er kann ihn nur an seine Vorlieben anpassen.

Versteht mich nicht falsch, letztendlich habe ich nichts gegen Zucht, ich habe nur etwas gegen das prestigemäßige Überbewerten von "Rassigkeit" und den damit verbundenen Wahn in der Linienzucht, der uns heutzutage einen ganzen Haufen deformierter und kranker Hunderasse gebracht hat die eine Vielzahl von Merkmalen haben unter denen sie leiden, die der Menschen aber nun mal zu schön und zu edel und zu rassig finden als dass er diese den Hunden ersparen würden.
Hierzu zählen für mich nicht nur die eingedrückten Nasen beim Mops oder Bully, sondern z.B. auch sowas wie der Ridge beim Rodesian, ultra kurze Dackelbeinchen, Riesenwuchs bei Doggen etc - solche extremen Merkmale könnte man ohne den andauernden Einsatz von Inzucht (mit all den damit verbunden Problemen) gar nicht herauszüchten.

Ich würde mir also eine Zucht wünschen welche Wert auf Gesundheit und Wesen legt und darüber hinaus nur sehr wenige optische Merkmale zur Pflicht erhebt.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #29
Ja natürlich ist das ein Fehler. Ändert leider nichts daran, dass es so gesehen wird. Genauso wie ja auch immer wieder als Argument gegen einen Rassehund kommt "Ich brauch keinen Hund mit Adelstitel und Stammbaum". Als würde es darum gehen, dass der Hund "edel" und "reinrassig" ist. Der Preis kommt schlicht und einfach von dem (nötigen!) Aufwand. Das verstehen nur die wenigsten Leute.

Das Problem ist auch nicht nur der Preis. Du brauchst am Ende eben auch zuverlässige Leute, die sich an der Zucht beteiligen. Sprich: Die Untersuchungen und ggf. auch Prüfungen ablegen und den Hund für die Zucht zur Verfügung stellen. Diese Zuverlässigkeit sucht man heutzutage ja sogar vergeblich bei Käufern von Rassehunden. Da kann im Vertrag, der eh nicht bindend ist, sogar drin stehen dass diese oder jene Untersuchung Pflicht sind - ja es kann sogar der Kaufpreis schon die Kosten für die Untersuchung enthalten!! - die Leute lassen es oft trotzdem nicht machen. Wenn es dann um Arbeitsprüfungen geht wird das Eis noch dünner.
Es bräuchte aber nun mal genau solche zuverlässigen Leute um genau zu sehen, welches Ergebnis die Zucht bringt. Zu dem braucht man selbst mit komplett zuverlässigen Leuten am Ende mehr als einen Züchter der bereit ist bei einem solchen Projekt mitzuwirken. Diese müssen auch alle zusammen arbeiten und nicht jeder "sein Ding" machen.


So einfach ist das mit der Zucht dann eben doch nicht. Es gibt ja mehr als Merle und Dilute und der nette Heterosiseffekt "schützt" nur die F1-Generation, danach muss davon ausgegangen werden, dass die Hunde kränker werden, wenn man die "falschen" Hunde verwendet hat. Man braucht erheblich mehr Wissen als bei der Reinzucht, weil man eben einen Überblick über die gesamte Hundepopulation haben sollte und nicht nur über seine Rasse. Man muss wissen, welcher Hund vom Aussehen, dem genetischen Material und dem Wesen passt. Einfach zwei Hund aufeinander zu lassen, weil sie ja augenscheinlich gesund und munter sind und/oder ähnlich aussehen reicht da nicht.

Rassehundezucht ist meiner Meinung nach keinesfalls zu verteufeln! Wie du schon sagtest ist im Prinzip jede Zucht nur für uns Menschen und so nun mal auch die Zucht nach ganz bestimmten Merkmalen und das ist in diesem Sinne also nichts Negatives, sondern etwas Positives. Es ist meiner Meinung nach etwas Positives, wenn die Menschen wissen mit welchem Hund sie es zu tun haben werden; auf was für ein Wesen sie sich einstellen können, auf welches Aussehen, auf welche Art der Auslastung und - vor allem im Arbeitseinsatz - was sie auch an Leistung in einem bestimmten Gebiet erwarten können.

Ich denke da muss am Ende einfach ein Mittelweg gefunden werden zwischen "Diese und jene Farbe/Größe/Felllänge sind nicht anerkannt" und "Ist doch ganz egal wie der Hund aussieht".

Deswegen finde ich ja auch, dass Kreuzungszucht der beste Weg für die Hundezucht darstellt. So hat man immer noch Hunderassen mit bestimmten Merkmalen, aber ohne Extreme und ohne am Ende zu wenig genetische Varianz zu haben. Bzw. hat das Verhindern der Extreme nicht zwingend etwas damit zutun. Extreme bekommt man nämlich durchaus auch ohne Linienzucht hin, also auch mit Kreuzungszucht. Nur sollte die Kreuzungszucht auch gezielt dazu eingesetzt werden von den Extremen weg zu kommen, gerade bei Rassen, bei denen es mit Rückzüchtung schlicht und einfach nicht mehr funktionieren kann.

Geht es nur nach mir, hätte ich kein Problem damit möglichst nah am Wolf zu bleiben was Wesen und Aussehen angeht. ;)

Ich verstehe aber nun mal sehr gut, dass so ein "Wolf" nicht über all rein passt und gewünscht ist. Weder vom Aussehen noch vom Wesen her. Deswegen finde ich es an sich auch nicht schlimm Rassen auf ein bestimmtes Aussehen zu züchten, auch wenn das dann größer oder kleiner ist, mehr oder weniger Fell hat, kleinere, größere oder hängende Ohren hat, eine Ringelrute etc.
Man darf auch einfach dabei nie vergessen, dass die meisten der äußerlichen Veränderungen unserer Hunde einen ganz bestimmten Grund hatten bzw. teilweise noch haben. Wie hier schon angesprochen wurde, war die Frisur des Pudels keine Willkür oder gerade modisch, sie erfüllte einen Zweck. Genauso wie das auch bei kurzen oder langen Beinen, wenig oder viel Fell, langen oder kurzen Ohren, Ringelrute etc. der Fall ist bzw. war.
Es ist nur eben wichtig dort nicht den Überblick darüber zu verlieren, ab welchem Punkt man den Hund nun zu stark einschränkt bzw. gesundheitliche Folgen in Kauf nimmt.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #30
Erstmal find ich es wirklich toll, dass [USER]karl-käfer[/USER] diesen Thread eröffnet hat, ich finde nämlich wirklich interessant, was man durch anscheinend abhanden gekommenen Menschenverstand alles "anstellen" kann..:eusa_think:
Zum gesunden Hund zu einem kranken, warum auch nicht? Sieht doch schön aus.. Achso, ne.. nicht einmal das.

Ich würde wirklich gerne mal verstehen, was sich Züchter bzw Zuchtverbände dabei denken, gesunde Lebewesen so zu deformieren, dass sie ihr ganzes Leben lang darunter leiden müssen... :eusa_doh:
Warum züchtet man nach "Schönheitsidealen", die einem so tollen Lebewesen wie dem Hund das Leben zur Hölle machen und nicht einmal schön aussehen?!
Ich denke das kann kein halbwegs vernünftig denkender Mensch verstehen, also kann man leider nur darauf hoffen, dass irgendwann mal ein Trend durch die Züchterwelt geht und man wieder versucht, die Hunde soweit wie möglich wieder "zurückzüchtet" oder gesundzüchtet... Ich bin kein Genspezialist oder ähnliches, deshalb weiß ich nicht ob das so "einfach" funktioniert, aber ich denke und hoffe durch überlegtes Züchten oder vielleicht auch Kreuzen kann man nach einiger Zeit auf jeden Fall nochmal einiges gradebiegen.

Ich muss sagen bei Möpsen gibt es ja schon den Gedanken, die Rasse wieder etwas zurückzuzüchten, das wurde ja bereits schon angesprochen.
Es gibt diese Retromöpse und auch sogenannte altdeutsche Möpse. Der Unterschied liegt darin, dass bei den altdeutschen Möpsen nichts eingekreuzt wird, sondern nur mit fitten, medizinisch abgecheckten und soweit langnasigeren und langbeinigeren Tieren gezüchtet wird.
Es mag verschiedene Meinungen darüber geben, ob das nun wirklich wieder gesunde Möpse hervorbringt oder nicht. Ich finde es ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ich bin auch überzeugt davon, dass diese Möpse später ein weitaus gesünderes Leben führen können als einige andere.
Ich kenne altdeutsche Möpse und weiß, dass sie genauso aktiv und fit sind wie andere Hunde, sie sind mit den Möpsen auf Shows oder ähnlichem in keinster Weise zu vergleichen.
Und da ich diese Rasse unter anderem vom Charakter her einfach nur toll finde, zieht in ein paar Monaten ein altdeutscher Mops-Zwerg von einer Züchterin bei mir ein, bei der ich mir sicher sein kann, dass sie für ihre Tiere nur das Beste will. :angel:
Und an ihren Tieren kann man sehen, dass sie topfit und aktiv sind, einfach gesunde tolle Hunde. ;)
Natürlich gibts auch bei "Zurückzüchtungen" oder ähnlichem schwarze Schafe, die beispielsweise ihre Möpse als "altdeutsche Möpse" verkaufen, die aber keineswegs was mit einem gesunden Mops zu tun haben.. Ich denke aber, wenn man sich informiert und auch Zeit investiert einen seriösen Züchter zu finden, der wirklich das Ziel hat, gesündere Tiere zu züchten, kann man heutzutage schon was finden.
Auch bei den französischen Bulldoggen gibt es schon Exemplare, die zwar noch lange nicht aussehen wie damals, aber immerhin schon fitter und gesünder sind.

Mir ist klar, dass es noch lange dauert bis Möpse zum Beispiel wieder Nasen wie früher haben und bei anderen Rassen wird es auch noch dauern, bis sie sich wieder vollends von der "Schön"züchterei erholt haben (wenn das überhaupt möglich ist :|), aber ein Schritt in die richtige Richtung ist wichtig und man kann nur hoffen, dass die Qualzucht irgendwann nicht mehr unterstützt wird, so dass die Züchterverbände mal umdenken müssen..

Jeder Hund hat ein Leben ohne Qualen und Behinderungen verdient.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #31
Eine Rasse zurück zu züchten, bei denen man dafür aber von einem eh schon sehr engen Genpool nur sehr wenige Tiere wirklich verwenden könnte, um einen Erfolg zu erzielen, würde den Genpool ja noch weiter erheblich eingrenzen. Zumal man verlorene Gene nicht einfach wieder herzaubern kann.

Woher das kommt? Wie oben geschrieben: Typisch Mensch!
Das kommt in den meisten Fällen nicht von Rassestandards an sich, sondern schlicht von der typisch menschlichen Mentalität "der Beste" zu sein. Wie ist man "der Beste" bei einer Ausstellung, wo es um das Aussehen geht? Na, in dem man "gut" aussieht. Da aber viele Hunde "gut" im Sinne von "der Rasse entsprechend" aussehen, muss ja irgendwie "der Beste" festgemacht werden. Das kann natürlich nur der sein, der bei der Rassebeschreibung "kurze Beine" auch wirklich die kürzesten Beine hat!
:eusa_doh:

An sich finde ich, wie gesagt, auch das Bewerten der äußeren Merkmale eines Hundes absolut nicht tragisch - ja sogar positiv. Es ist etwas Positives, dass bestimmte Rassen mit einem bestimmten Aussehen einhergehen (auch wenn es bei einigen Rassen durchaus etwas gelockert werden dürfte..). Genauso, wie es auch gut ist mit bestimmten Wesenseigenschaften und Leistungen rechnen zu können. Nur wird durch das Küren "des Besten" auf Ausstellungen - wo nur das Aussehen zählt - eine Selektion nach Extremen gerade zu heraufbeschworen. Nur für das Bewerten des Aussehens nach einem Rassestandard braucht es (auch laut VDH Ordnung!) keine Ausstellungen. Es reicht eine Phänotyp/Formwert-Beurteilung (und natürlich Zeugnis über Gesundheit und Wesen).

Der "altdeutsche Mops" ist im Prinzip nichts anderes als die hier beschriebene Kreuzungszucht. Beim altdeutschen Mops wurde vor einiger Zeit der Pinscher mit eingekreuzt und danach wieder zurück auf den Mops gezüchtet, was ihn im Endeffekt deutlich "sportlicher" machte, ohne die "Mops-Eigenschaften" zu verlieren. Dadurch war er aber auf den Ausstellungen nicht mehr so beliebt und fuhr etwas abseits auf dem Abstellgleis - was sich nun im Endeffekt als sehr positiv für die "Linie" herausstellte. Worauf man hier nur achten sollte ist ein niedriger Inzuchtkoeffizient, da es leider einfach nicht (mehr) sehr viele Exemplare des "altdeutschen Mopses" gibt (eben vor allem durch die wenige Nachfrage) und man so schnell in einer genetischen Sackgasse landet, was im Endeffekt auch nur wieder schädlich für die Gesundheit eines Hundes ist.

Im Prinzip ist es auch das, was das Ziel der "echten" Retro-Möpse sein soll.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #32
Deine Einstellung/Sicht auf die Dinge, Syn, finde ich genau richtig! Also das was du vorher schon geschrieben hast und das gerade, trifft genau das was ich meine. Man könnte es nicht besser ausdrücken :clap:
Schuld dran sind wohl wirklich die überehrgeizigen Menschen, die die zu undeutlich formulierten Rassestandards falsch oder überinterpretieren... Ich hoffe nur, dass sich das bald mal ändert:?


An sich finde ich, wie gesagt, auch das Bewerten der äußeren Merkmale eines Hundes absolut nicht tragisch - ja sogar positiv. Es ist etwas Positives, dass bestimmte Rassen mit einem bestimmten Aussehen einhergehen (auch wenn es bei einigen Rassen durchaus etwas gelockert werden dürfte..). Genauso, wie es auch gut ist mit bestimmten Wesenseigenschaften und Leistungen rechnen zu können.

Finde ich auch! :045:

Der "altdeutsche Mops" ist im Prinzip nichts anderes als die hier beschriebene Kreuzungszucht. Beim altdeutschen Mops wurde vor einiger Zeit der Pinscher mit eingekreuzt und danach wieder zurück auf den Mops gezüchtet, was ihn im Endeffekt deutlich "sportlicher" machte, ohne die "Mops-Eigenschaften" zu verlieren.

Das wusste ich jetzt wirklich noch nicht.:D Sehr interessant und ich finde ein schönes Beispiel, dass Einzüchten nicht gleich die rassentypischen Eigenschaften verschwinden lässt oder sonstige Sachen, wovor manche Angst haben.
Danke Syn, wieder was dazu gelernt :angel:
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #33
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit diesem Thema. Heute in den Weiten des www. gefunden - "Schnudelwelpen suchen...." bitte was? Also manchmal kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.
Schnautzer-Pudel-Mix = Schnudel :eusa_doh:
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #34
Schnudel? :mrgreen: Also früher hieß sowas einfach nur Mischling :lol: Als wären "neue Rassehunde" mehr Wert als Mischlinge...
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #35
Schnudel? :mrgreen: Also früher hieß sowas einfach nur Mischling :lol: Als wären "neue Rassehunde" mehr Wert als Mischlinge...
Und hier ist es wieder, ich zitiere mich mal selber von weiter vorne hier im Thread:
Leider ist dies auch ein Argument welches ich sogar im Forum häufig im Zusammenhang mit der Doodle-Diskussion lese: "Das ist ja nur ein überteuerter Mischling."
Das impliziert, dass ein Mischling, als Lebewesen an sich, einen niedrigeren Wert hat als ein Rassehund.
Dabei zahle ich doch für die züchterische Arbeit, für einen gesunden, wesensfesten, gut sozialisierten Hund und nicht dafür meine Nachbarn damit zu beeindrucken wie 'teuer und edel' mein Hund aussieht.

Wie auch in diesem Thread bereits ebenfalls erwähnt wurde kann man auch Hybridzucht mit züchterischer Sorgfalt betreiben und es kann sogar förderlich für die Rasse bzw die Nachkommen sein (siehe das Retromops Projekt.
Hybridzucht ist nicht gleich automatisch "böse" nur weil es Hybridzucht ist (genau so wie Rassezucht nicht gleich automatisch "richtig" ist weil es Rassezucht ist).

Wenn jemand Hunde züchtet unter Beachtung von Gesundheit und Wesen und diese unter best möglichen Bedingungen aufwachsen und es am Ende eine Nachfrage nach diesen Hunden gibt, so dass sie nicht die Tierheime überschwemmen oder ein noch schrecklicheres Schicksal erleiden, dann sind diese Hunde ihr Geld auch wert und zwar egal ob es Rassehunde oder Mischlinge sind!
Ein Hund ist ein Lebewesen dessen Wert sich nicht einfach in Geld bemessen lässt, man zahlt für den Aufwand und die Arbeit des Züchters und diese muss nicht automatisch schlecht sein nur weil er Hybriden züchtet!

"Schnudel" ist ein dämliches Wort, da stimme ich zu, aber alleine von dem blöden Namen kann man doch nun nicht auf den Wert der Züchterarbeit schließen, vielleicht hat der ja sehr viel Arbeit investiert um zwei verschiedene Rassevertreter zu finden, welche ein vielversprechendes Zuchtergebnis erhoffen lassen, vielleicht hat er deren Stammbäume lange studiert und darauf geachtet, dass die Eltern frei von Erbkrankheiten sind, vielleicht hat er alles optimal für den Wurf vorbereitet, rechtzeitig Abnehmer gesucht und die Welpen liebevoll wochenlang auf ihren Auszug ins Leben vorbereitet und gut sozialisiert ... und nun will ihm jemand sagen, dass seine ganze Arbeit nichts wert ist, weil er ja "nur Mischlinge" produziert hat?
Sorry, aber allein von einem dämlichen Namen für die Welpen kann man doch nicht einfach auf fehlendes Engagement des Züchters schließen.

Ich kann es nur nochmal betonen, der Preis für einen Hund ermisst sich anhand der menschlich Arbeit die hinter seiner Zeugung und seines Aufwuchses stecken (sowie eines gewissen Wirtschaftsfaktors bei der Weiterverwendung von Hunden für die Zucht) und NICHT an irgendwelchen imaginären Prestigewerten, man zahlt NICHT dafür dass der Nachbar große Augen machen soll was man sich doch alles leisten kann.

Ein Mischling ist der Regel günstiger weil meistens (!) niemand Arbeit in seine Zeugung und sein Aufwachsen gesteckt hat und NICHT schlicht und von vorne herein weniger wert, nur weil er ein Mischling ist.

Sorry, ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Hybridzucht viele Probleme gibt, aber die gibt es in der Rassezucht auch (wie die hier im Thread angesprochenen, vielen, rassetypischen Krankheiten).
Deswegen bitte ich die Welt nicht so einfach in schwarz und weiß zu trennten.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #36
Ich kann deinen Beitrag nur so unterschreiben, aber finde es auf der anderen Seite erscheckend, was im Moment so gepudelt wird. Man hat den eindruck, dass es einfach zur Zeit in ist. Der Pudel wird mit vielen positiven Eigenschaften belegt und auf Grund der sicher verkannten Rasse will wohl kaum einer einen reinen Pudel.
Mein Eindruck - gedoodelt lässt sich zur Zeit gut verkaufen also kreuzt man munter darauf los.
Das es mit Sicherheit auch ernsthafte Zuchtbestrebungen gibt und Menschen, die sich um Genetik und Vererbung Gedanken machen, möchte ich nicht bestreiten.
Aber wenn man so Anzeigen liest " Suche für für meine Mopsdame einen niedlichen Pudelrüden. Sie soll auch einmal süße Babys bekommen...", na ja.....

Da wir uns seit einiger Zeit intensiver mit der Rasse Pudel beschäftigen, bin ich über einige "interessante" Mischungen gestolbert.
Pudel - Mops
Pudel - Yorki
Pudel - Spitz
Pudel - Dackel
Pudel - Foxterrier
Pudel - Schnauzer
Pudel - Dogge!
und natürlich die inzwischen bekannten Verpaarungen.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #37
Ich habe auch schon einen Malindoodle im Internet gefunden. Mischung aus Malinois und Pudel :silence:
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #38
Aber wenn man so Anzeigen liest " Suche für für meine Mopsdame einen niedlichen Pudelrüden. Sie soll auch einmal süße Babys bekommen...", na ja.....
Da hast du natürlich vollkommen recht und ja, leider wird viel auf diese Art vermehrt :?
Da braucht man aber nicht mal bis zu den Doodles gucken, da gibt es auch bei den Rassehunden endlos viele Anzeigen für Hinterhofverpaarungen.
"Unsere Fiffi (Bordercollie) wünscht sich sooo sehr Babies, gibt es einen schönen Borderjungen bei uns in der Nähe?"
"Reinrassige Aussie Dame ist jetzt deckreif und wir suchen einen tollen Aussie-Rüden für sie (gerne in blue-merle)"

Besonders Moderassen (und natürlich auch Modemischlinge) sind von diesem Problem betroffen und deswegen ist es ja so unheimlich wichtig, dass man sich den Züchter seines Hundes gut aussucht.

Die meisten "Doodle"-Züchter haben keinen Deckverband welcher es für dem Käufer natürlich leichter macht, da die Verbände normalerweise Zuchtvorgaben und Haltungsstandards haben die vom Züchter eingehalten werden müssen und vom Verein kontrolliert werden.
Sowas gibt es bei den Doodlen in der Regeln nicht, weswegen die volle Last der Seriösitätsprüfung beim Welpenkäufer liegt.
Trotzdem sollte man, auch wenn man einen Hund aus Vereinszucht nimmt, sich nicht darauf verlassen, dass der Züchter Ahnung hat oder alles richtig macht, nur weil er von einem Verein kontrolliert wird.

Deswegen sage ich ja, Leute die es besser oder schlechter machen als andere gibt es immer und überall, man muss halt genau hingucken (und bei den Doodlezüchtern eben doppelt genau ;)).

Dennoch ist ein Hund ein Hund und man sollte sie nicht menschlichem Prestigedenken unterwerfen . Natürlich kann ein Hund wertvoller sein als ein anderer (zum Beispiel weil man später züchten möchte und der Hund gute Gene verspricht, oder weil er sehr gute Anlagen hat um bei einer bestimmten Arbeit eingesetzt zu werden).
Die Hunde über die wir hier zum größten Teil reden sind aber Begleithunde die wir uns aus Liebhaberei halten und die sollten wir uns wirklich nur anschaffen weil wir sie lieben und nicht weil wir mit ihrer "Rassigkeit" angeben wollen ;)

Bei den zur Zeit angesagten Pudelkreuzungen spielt sicher noch die "Vermarktung" als Allergikerhund eine Rolle, wobei sich viele dieser Hunde am Ende nur leider doch nicht für Allergiker eigenen, da darf man nicht blauäugig sein und sollte in jedem Fall Abstand nehmen wenn ein Züchter einem sowas verspricht.

Zudem ist der Pudel einfach vom Wesen her ein toller Begleithund, nur spricht viele Menschen die Optik nicht an, in diesem Fall könnte es schon ein ehrliches Ziel eines Züchter sein Hybride zu züchten, die zwar das umgängliche Wesen vom Pudel haben, aber z.B. im Aussehen eher nach einer anderen Rasse schlagen.
Wenn man sowas vernünftig, im Sinne der Hunde und mit Rücksicht auf die Genetik macht, sowie den potenziellen Käufern keine Märchen erzählt und diese genau wissen wodrauf sie sich einlasse, dann spricht für mich nichts gegen diese Kreuzungen (es sei denn die beiden Rassen passen wirklich so gar nicht zusammen).

Ich habe auch schon einen Malindoodle im Internet gefunden. Mischung aus Malinois und Pudel
eusa_silenced.gif
Was stört dich speziell an dieser Mischung?
Die Hunde haben ungefähr eine Gewichtsklasse und charakterlich wird es wohl ein Überraschungspacket, solange die Käufer nicht denken sie bekommen einen optischen Malinois mit dem Temperament eines Pudels und sich dann am Ende wundern könnte es doch funktionieren ;)
Ich meine, klar wundern sich die Leute am Ende doch, weil sie eben doof sind, aber viele schaffen sich auch einen Retriever an weil sie glauben den brauche man nicht erziehen, habe hier vor Ort genug solcher Exemplare :silence:
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #39
charakterlich wird es wohl ein Überraschungspacket

Aber so richtig! Wer kann denn mit so einem Hund etwas anfangen? Ich will entweder einen intelligenten, freundlichen Familienhund oder eine Arbeitssau mit ausgeprägtem Beute- und Wachtrieb. Aber entscheiden kann mich nicht.. also nehm ich mal nen Malindoodle und lass den Zufall entscheiden .. oder was?
Obendrein sind beide Rassen nervlich nicht immer so ganz stabil.. Wieso züchte ich sowas in der F1 Generation? Wieso züchte ich überhaupt etwas nur in der F1 Generation? Es gibt auch im Tierschutz genügend Welpen, die glücklich und gut sozialisiert auf Pflegestellen aufgewachsen sind - wenn es mir eh schon egal ist, was ich kriege.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich finde auch, dass zu einer guten, gewissenhaften Zucht eben mehr gehört, als einen gut sozialisierten, gesunden Hund hervorzubringen. Sonst kann man, wie gesagt, auch einfach Hunden aus dem Tierschutz ein Zuhause geben.
 
  • Entwicklung von Hunderassen Beitrag #40
Natürlich kann man immer Hunden aus dem Tierschutz ein Zuhause geben, das ist für mich die beste Wahl und könnte ich mir für mich persönlich auch gar nicht anders vorstellen ;)

Aber wenn jemand lieber einen Hund vom Züchter möchte dann sprechen für den bestimmt auch andere Dinge dafür. Wie eben, dass der Hund auf ganz bestimmte Sachen geprägt und sozialisiert ist (Katzen oder Kinder z.B.) und auch dass er den Hund gleich von klein auf kennen lernen kann.
Diese Wünsche finde ich auch in Ordnung, das macht für viele bestimmt mehr Sinn als einen Hund aus dem Tierschutz zu übernehmen.

Ob die Leute nun später charakterlich mit ihren Hunden zufrieden sind ist eine andere Sachen, klar wird sich jemand der unbedingt Agility machen will vielleicht nicht unbedingt einen Mops holen, aber unter Umständen kann man auch einen faulen Aussie bekommen, da muss man dann auch durch ;)
In so fern sind nunmal nicht alle Hunde einer Rasse wesensgleich, und vielleicht gefällt dem ein oder anderen das Aussehen der F1 Doodles und er nimmt die Charakterüberraschung in Kauf? Was weiß ich, würden diese Hybriden jedoch alle ihre Besitzer am Ende nicht zufrieden stellen müssten sie die Tierheime überschwemmen, was ja aber nun so auch nicht stimmt. Da würde ich fast noch wetten, dass mehr echte Malinaos in den Tierheimen sitzen als Maildoodles.

Wer kann denn mit so einem Hund etwas anfangen?
Bezogen auf die Doodles im allgemeinen offenbar eine ganze Menge Leute, denn man sieht viele Doodles und man kann ja nun auch nicht sagen, dass diese Tiere nun viel häufiger in Tierheimen und Notstationen enden als andere Rassen und Mischlinge. Also scheint hier ja irgendwie Angebot und Nachfrage zu stimmen ;)
Und solange es Menschen gibt die sich genau SO EINEN Hund wünschen und deswegen eben diese Hunde auch ein gutes Zuhause finden sehe ich da kein Verbrechen in der gezielten Zucht von Hybriden (natürlich immer vorausgesetzt man legt züchterische Sorgfalt an den Tag).
Ich finde auch, dass zu einer guten, gewissenhaften Zucht eben mehr gehört, als einen gut sozialisierten, gesunden Hund hervorzubringen.
Ich wiederum finde schon dass Gesundheit, Wesensfestigkeit und Freundlichkeit die wichtigsten Kriterien für die Zucht von Begleithunden sein sollte und das Aussehen dort auch eher zweitrangig sein kann.
Bei Gebrauchshunden sieht es natürlich wieder anders aus, da werden ganz spezielle Anforderungen gestellt an Anatomie und Verhalten (wobei ich auch dort nicht so richtig den Grund sehe warum teilweise selbst genetisch unproblematische Farbschläge komplett aus einigen Rassen ausgeschlossen werden, wenn nicht aus menschlicher Eitelkeit - und denke mir es würde der Zucht gut tun wenn man da etwas toleranter wäre).
 
Thema:

Entwicklung von Hunderassen

Oben