Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten?

Diskutiere Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, liebe Katzenfreunde! Der Titel des Themas mag etwas provokativ klingen, ist aber vollkommen ernst gemeint. Ich würde gerne das Für und...
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missus

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Hallo, liebe Katzenfreunde!

Der Titel des Themas mag etwas provokativ klingen, ist aber vollkommen ernst gemeint. Ich würde gerne das Für und Wider der Katzenhaltung durch Allergiker diskutieren, weil dieses Thema bei mir in letzter Zeit aktuell ist. Es geht mir nicht darum, Allergiker mit Katzen anzugreifen. Ich würde nur einfach gerne verstehen, warum man das auf sich nimmt und warum der Wunsch nach einer Katze so groß ist, dass man seine eigene Gesundheit gefährdet.

Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich über den Sommer verzweifelt versucht, an eine Sibirische Katze zu kommen. Sie sind einfach meine absoluten Traumkatzen, aber es war ziemlich schwierig beim Züchter überhaupt einen Termin zum Kennenlernen zu bekommen. Da Sibirische Katzen momentan als DIE Allergikerkatzen gehandelt werden (alle paar Jahre wird ja immer diese oder jene Rasse als absolut Allergiker-kompatibel angepriesen), waren mir die Allergiker unter den Katzenfans immer einen Schritt voraus. ;)

Ich hatte mit vielen Züchtern Kontakt, bis ich schließlich 'meine' Züchterin gefunden hatte. Von ihr habe ich zwei wunderbare Sibirische Katzen mit denen ich sehr glücklich bin. Als ich ihr von meinen Problemen, überhaupt an eine Sibirische Katze zu kommen erzählte, meinte sie, dass sie grundsätzlich nicht an Allergiker verkaufe und dass ich schon noch sehen würde, warum.

Mit einer meiner Katzen fahre ich hin und wieder auf Ausstellungen und dort habe ich in der Tat gesehen und gehört, warum meine Züchterin extrem vorsichtig mit der Abgabe an Allergiker geworden ist. Ich habe einige der Züchter vom Sommer wiedergesehen - und auch so manche Katze. Offenbar war es mit der Allergieverträglichkeit der Sibirer doch nicht so weit her, denn so manche Katze ist entweder direkt wieder beim Züchter gelandet oder sollte auf eBay weiterverkauft werden. Dabei hat sich mir die Frage gestellt, warum es anfangs gut ging mit den Katzen und dann plötzlich doch zu einer Unverträglichkeit gekommen ist.

Durch intensive Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es zwei mögliche Gründe dafür gibt, warum es anfangs mit den Katzen geklappt hat:

1. Wer schon mal ein schnurrendes Kätzchen in den Armen gehalten hat, weiß, dass es nahezu unmöglich ist, es wieder aufzugeben. Bei Allergien spielt die Psyche eine nicht geringe Rolle: Wer Katzen nicht mag, entschuldigt dies oft durch Allergien. Warum sollte nicht auch das Gegenteil der Fall sein? Wenn man Katzen wirklich liebt und bei sich haben möchte, schafft man es vielleicht für eine Zeit, die Allergie psychisch in den Griff zu bekommen.

2. Obwohl sich Forscher hier uneins sind, gibt es doch Ergebnisse, die nahelegen, dass Katzen erst mit Beginn der Geschlechtsreife ihr ganzes 'Allergie-Potenzial' ausschöpfen. Das würde erklären, warum es die ersten Monate mit den Kätzchen gut geht und dann nicht mehr.


Es gibt genügend Artikel über das Thema und ich habe mich darin eingelesen, weil mein Ex extrem allergisch gegen Tierhaare ist. Schlussendlich haben wir uns damals gegen Katzen entschieden, weil wir seine Gesundheit nicht durch etwaige allergische Schocks oder Asthmaanfälle gefährden wollten. Nun frage ich mich, warum manche Menschen das trotzdem auf sich nehmen wollen. Versteht mich nicht falsch, diese Entscheidung ist natürlich jedem selbst überlassen. Es geht mir nicht darum den Katzenwunsch an sich zu kritisieren. Ich verstehe natürlich, warum man Katzen will - ich habe ja selbst welche. Allerdings gefährde ich mich selbst nicht dadurch.

Wenn jemand Antworten auf meine Fragen hat oder einfach das Thema allgemein diskutieren möchte, würde ich mich sehr freuen! ;)
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #2
Pauschal gesagt:
JA, es ist egoistisch.

Aber nein!
Nicht für die eigene Gesundheit, dafür ist jeder selbst verantwortlich,
sondern um des Tieres Willen, welches bei ggf. allergischen Reaktionen wieder entsorgt wird.

Egal welche Rasse als besonders Auslösearm bezeichnet wird, es kommt auf das jeweilige Einzeltier an und
da finde ich es unverantwortlich sich eins anzuschaffen, wenn man evtl. darauf (auch Zeitverzögert) reagieren kann.

Wissentlich eine anschaffen ist für mich ein No Go.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #3
Genau so sehe ich das auch...
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #4
Vielleicht war ich bei meiner Formulierung etwas zu, nun, vorsichtig, um niemandem auf den Schlips zu treten, aber ich meinte im Prinzip genau das, was du gesagt hast. Leider ist es nun einmal so, dass die meisten Menschen Kitten (am besten in exotischen Farben) vorziehen und wenn das Tier erstmal die Schallmauer von 6 Monaten durchbrochen hat, will kein Mensch es mehr haben. Meine Kleinen hab ich wohl auch nur bekommen, weil sie 'schon' 17 Wochen und eher unscheinbar grau waren. Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen sich ein Tier anschaffen, dessen Besitz sie unter ungünstigen Umständen töten kann und das nach der 'Entsorgung' kaum Chancen auf eine endgültige Familie hat. :/
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #5
Irgendwo ist immer etwas egoismus dabei wenn man sich ein Tier anschafft obwohl man weiß das man Allergiker ist.

Der gesammte Tagesplan kommt durcheinander.
Der Mensch ist auch nicht im Besitz der Fellnase sondern der Dienstbote.

Ich bin mit Tieren groß gewurden, mein Mann und meine Kinder auch.


Nach unserer Eheschliesung schleppte mein Mann das erste Tier an.
Er war mit unserer Tochter spazieren und da lief ein Meerschweinchen rum.
Also nahmen wir das auf!
Es gab dann noch Häschen Hund, Katze und Degus.

Dann kam irgendwann der Test und bei mir wurden viele Allergien festgestellt.
Also kamen keine neuen Klein-Tiere mehr ins Haus.
Die wir hatten starben einen natürlichen Tod oder mußten vom TA erlöst werden.

Als unser Hund damals erlöst werden mußte konnte ich nicht mehr ohne Hund sein,
es war ohne Hund so sinnlos rauszugehen oder Einzukaufen.
Also kam unser Kleiner Spocky zu uns.
Als dann beide Katzen über die Brücke gingen waren wir über 6 Monate ohne Katzen.
Dann habe ich es nicht mehr ausgehalten und mein Mann bekam trotz meiner Allergie doch wieder ein Kätzchen.
Da eines aber nicht alleine sein sollte kam unser weißer dazu.
Dumm gelaufen, die Chemie zwischen den Beiden Fellnasen stimmte nicht.
Die mietze war mehr bei den Hundis und konnte den Kater so gar nicht leiden.
Also suchten wir einen Spielkumpel und fanden unseren Rötling der sein zu Hause wegen einen Baby verlieren sollte.

Nun habe ich meine Allergien zwar immer noch und muß auf vieles achten,
aber einen Asthmaanfall (allergisches Asthma) hatte ich wegen der Fellnasen noch nicht.

Mein Mann ist zufriedener, die Fellnasen fühlen sich wohl und seid über 25 Jahren weiß ich von meinen Allergien.


Allso ja es ist immer egoismus der Menschen im Spiel!
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #6
Hallo, fusselbuerste,

sind deine Allergien denn schlimm? Wie genau haben sie sich bemerkbar gemacht? Ein Freund von mir kann mich nicht mehr besuchen, weil seine Augen tränen und feuerrot werden, wenn er mit Katzen in Berührung kommt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du nicht seit 25 Jahren halbblind durch die Gegend läufst, oder? ;) Meine Frage zielte eher auf Menschen ab, die wirklich heftig auf Katzen reagieren.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #7
Huhu!

Ich denke auch niciht, dass es mehr oder weniger Egoismus ist ob man sich nun als Allergiker eine Katze anschafft, als als Nicht-Allergiker.
Bzw. finde ich das einfach nicht das richtige Wort. Passender fände ich "leichtgläubig", ja auch ein bisschen "dumm" zu glauben, dass man eine Garantie auf Allergieverträglichkeit mal eben an der Rasse festmachen kann, ohne noch weitere Tests an jeweiligen Tieren und ihren Eltern vorzunehmen.
Gut durchdacht und vorbereitet, eben mit mehreren Allergietests, Absprache mit dem Züchter, falls doch was schief gehen sollte, dass das Tier nicht auf ebay landet, finde ich das Risiko nicht größer, dass die Katze abgegeben wird, wie bei anderen Neu-Tierbesitzer.
Irgendwelche Probleme, die die Leute einen Rückzieher machen lässt, kann es immer mal geben.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #8
Missus,
meine Allergien haben sich an den Händen bemerkbar gemacht das an den Fingern das rohe Fleisch war.

Meine Augen tränten,
die Nasenschleimhäute sind angeschwollen,
Nach dem Büsten der Katzen bekam ich Niesanfälle.
Des weiteren habe ich viel mit Kopfschmerzen zu tun gehabt.
Da ich jedoch auf sehr vieles reagiere,(auch auf viele Lebensmittel, Pollen und Gräser)
kam es auf das bisschen mehr auch nicht mehr an.
Meine Psyche ist Ok und Angst vorm Sterben habe ich auch nicht, wie viele Asthmatiker haben.

Durch meine Allergien bin ich Berufsunfähig und habe nur Allergisches Asthma.

Bei vielen Menschen die Allergiker sind spielt die Angst (vor einen Anfall) eine große Rolle!
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #9
Ich denke, dass bei ziemlich vielen Tieranschaffungen eine gute Portion Egoismus mit im Spiel ist - man findet das Tier (die Tierart) süß, man möchte einen Gefährten, man möchte was zum Kuscheln,...
Die wenigsten Menschen werden wohl ins Tierheim gehen und sagen: "Welches Tier ist hier der dringendste Notfall, Art und Rasse egal, Hauptsache es braucht Hilfe". Wer sich ein Tier anschafft, hat wohl immer bestimmte Wünsche und Vorstellungen, ZUMINDEST über die Tierart. Ich bin z. B. so "egoistisch" zu sagen: "Ein Hund kommt mir nicht ins Haus, ich finde Katzen einfach viel toller." - auch wenn ich mich dann bemühe und es auch getan habe, allesamt Notfellchen aufzunehmen, da war mir dann Rasse und Aussehen auch egal.

Die Sache mit Allergikern und Tieren ist nochmal anders - ich hab´ ja eine massive Mäuse- und Rattenallergie (was sich aber auch erst ca. 2 Jahre nach der Anschaffung unserer ersten Mäuse herausstellte, vorher hatte ich keinerlei Probleme und wäre nie auf die Allergie-Idee gekommen.), daher mussten wir unsere Mäuse- und Rattenhaltung leider aufgeben - ich hab´ das aber so lange "ausgesessen" wie möglich, d. h., die Rudel aussterben lassen und nur die jeweils letzten paar Tiere in gute Hände weitervermittelt, sodass keiner allein bleiben musste.
Sich ein Tier anzuschaffen, wohl wissend, dass man auf selbiges allergisch ist, finde ich eher nicht "egoistisch" in dem Sinne, sondern eher grob fahrlässig. Bei Katzen ist es ja wohl tatsächlich so, dass man auf jede Katze unterschiedlich reagiert, auf manche mehr, auf manche weniger. Aber man kann ja vorher nicht ein Dutzend Katzen "durchprobieren". Ich würde in so einer Situation eher von einer Katzenanschaffung absehen, so schwer es auch fällt - eben um der Gefahr vorzubeugen, dass die Allergie sich plötzlich verschlimmert.
(Wobei - Allergien können, wie bei mir, ja auch noch nach Jahren plötzlich auftreten, da ist niemand vor gefeit.)

LG, seven
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #10
Missus,
meine Allergien haben sich an den Händen bemerkbar gemacht das an den Fingern das rohe Fleisch war.

Meine Augen tränten,
die Nasenschleimhäute sind angeschwollen,
Nach dem Büsten der Katzen bekam ich Niesanfälle.
Des weiteren habe ich viel mit Kopfschmerzen zu tun gehabt.
Da ich jedoch auf sehr vieles reagiere,(auch auf viele Lebensmittel, Pollen und Gräser)
kam es auf das bisschen mehr auch nicht mehr an.
Meine Psyche ist Ok und Angst vorm Sterben habe ich auch nicht, wie viele Asthmatiker haben.

Durch meine Allergien bin ich Berufsunfähig und habe nur Allergisches Asthma.

Bei vielen Menschen die Allergiker sind spielt die Angst (vor einen Anfall) eine große Rolle!

Es tut mir sehr leid, dass du diese Allergien hast. :/ Ich habe selber Probleme mit den Händen (offene, blutige Stellen), die aber von etwas anderem rühren. Daher kann ich das ein bisschen nachvollziehen. Meinst du, dass es dir besser gehen würde, wenn die Tiere nicht mehr da wären? Hat dein Mann auf neuen Tieren bestanden oder wolltest du ihm die Freude von dir aus machen? Sorry, bin ein bisschen neugierig. >_>
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #11
Die wenigsten Menschen werden wohl ins Tierheim gehen und sagen: "Welches Tier ist hier der dringendste Notfall, Art und Rasse egal, Hauptsache es braucht Hilfe".

Und selbst dann ist die Entscheidung ja nicht komplett frei von Egoismus ;)
Wirklich gar nicht egoistisch ist es vielleicht dann, wenn einem das bedürftige Tier regelrecht aufgezwungen wird, aber wie sinnvoll das ist - darüber brauchen wir uns ja auch nicht streiten :mrgreen:
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #12
Ich denke, dass bei ziemlich vielen Tieranschaffungen eine gute Portion Egoismus mit im Spiel ist - man findet das Tier (die Tierart) süß, man möchte einen Gefährten, man möchte was zum Kuscheln,...
Die wenigsten Menschen werden wohl ins Tierheim gehen und sagen: "Welches Tier ist hier der dringendste Notfall, Art und Rasse egal, Hauptsache es braucht Hilfe". Wer sich ein Tier anschafft, hat wohl immer bestimmte Wünsche und Vorstellungen, ZUMINDEST über die Tierart. Ich bin z. B. so "egoistisch" zu sagen: "Ein Hund kommt mir nicht ins Haus, ich finde Katzen einfach viel toller." - auch wenn ich mich dann bemühe und es auch getan habe, allesamt Notfellchen aufzunehmen, da war mir dann Rasse und Aussehen auch egal.

Die Sache mit Allergikern und Tieren ist nochmal anders - ich hab´ ja eine massive Mäuse- und Rattenallergie (was sich aber auch erst ca. 2 Jahre nach der Anschaffung unserer ersten Mäuse herausstellte, vorher hatte ich keinerlei Probleme und wäre nie auf die Allergie-Idee gekommen.), daher mussten wir unsere Mäuse- und Rattenhaltung leider aufgeben - ich hab´ das aber so lange "ausgesessen" wie möglich, d. h., die Rudel aussterben lassen und nur die jeweils letzten paar Tiere in gute Hände weitervermittelt, sodass keiner allein bleiben musste.
Sich ein Tier anzuschaffen, wohl wissend, dass man auf selbiges allergisch ist, finde ich eher nicht "egoistisch" in dem Sinne, sondern eher grob fahrlässig. Bei Katzen ist es ja wohl tatsächlich so, dass man auf jede Katze unterschiedlich reagiert, auf manche mehr, auf manche weniger. Aber man kann ja vorher nicht ein Dutzend Katzen "durchprobieren". Ich würde in so einer Situation eher von einer Katzenanschaffung absehen, so schwer es auch fällt - eben um der Gefahr vorzubeugen, dass die Allergie sich plötzlich verschlimmert.
(Wobei - Allergien können, wie bei mir, ja auch noch nach Jahren plötzlich auftreten, da ist niemand vor gefeit.)

LG, seven

Das ist ja mal interessant. Ich habe noch nie von einer Ratten-Allergie gehört. o_o Waren es tatsächlich die Tiere selbst oder das Streu? Normalerweise haben die meisten ja eher ein Problem mit der Einstreu als mit den Nagern selber. Meine Ratten haben jetzt nicht so viel an Haaren verloren, dass die tatsächlich in der Gegen rumgeflogen wären. Wie genau hat sich das mit deiner Allergie denn geäußert?


Und natürlich ist es richtig, dass man sich Tiere aussucht, die einem gefallen, aber doch nicht um jeden Preis. Ich hätte z. B. wahnsinnig gerne Axolotl. Ich finde diese Tiere toll und treibe mich seit Jahren jeden Tag auf einem Axolotl-Forum herum. Allerdings bin ich die untalentierteste Aquarianerin aller Zeiten. Egal wieviel Mühe ich mir auch gebe, ich schaffe es nicht einmal ein paar Wasserpflanzen am Leben zu erhalten. Deswegen werde ich wohl auch nie Axolotl haben, weil ich ihnen eben nicht gerecht werden könnte und die Tiere ständig in Lebensgefahr schweben würden, wenn ich welche hätte. Und so schweben Allergiker-Katzen immer in der Gefahr, ihre Menschen und ihre Wohnung für immer verlassen zu müssen. Muss man das Risiko unbedingt eingehen? :/
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #13
Es war der Urin der Tiere, der in der Streu getrocknet ist und gestaubt hat. Ich bekam dann irgendwann massiven Husten, dann nächtliche Atemnot, halbe Erstickungsanfälle. Dann gab`s Cortisonspray und Notfallspray, aber irgendwann ging gar nix mehr....
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #14
Es war der Urin der Tiere, der in der Streu getrocknet ist und gestaubt hat. Ich bekam dann irgendwann massiven Husten, dann nächtliche Atemnot, halbe Erstickungsanfälle. Dann gab`s Cortisonspray und Notfallspray, aber irgendwann ging gar nix mehr....

Oh Mann. Da bin ich aber froh, dass dir nichts schlimmeres passiert ist. :/ Aber schau, so wie du reagiert hast, sprich das Rudel aussterben lassen und den Rest der Tiere *gut* vermitteln, reagiert leider nicht jeder. Mir kommt richtig die Galle hoch, wenn wieder eine arme Sibirische Katze oder Neva Masquarade auf eBay verscherbelt werden soll.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #15
Huhu,

also ich finde da muss man jetzt bisschen aufpassen und darf nicht alles pauschalisieren.

Prinzipiell ja, was die eigene Gesundheit angeht muss jeder selbst wissen was er sich zumuten will und was nicht, am Ende sind die Katzen die Leid tragenden bei solchen Experimenten und daher sollte schon beim Kauf in ihrem Interesse gehandelt - oder eben verzichtet werden.

ABER - und zumindest für mich ist es ein großes aber - Allergien sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und jeder Allergiker reagiert auf jede Katze anders. Es ist meist nicht das Fell, worauf die allergische Reaktion erfolgt, sondern es ist ein Protein, das vor allem im Speichel zu finden ist.
Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich - von Rasse zu Rasse, aber auch von Katze zu Katze. Daher kann man auf alle Katzen allergisch reagieren oder auch nur auf ein paar. DIE Allergiker-Rasse gibt es nicht, selbst Nacktkatzen haben schließlich Speichel. ;)
Worauf genau man allergisch oder eben nicht allergisch ist, kann man testen lassen, auch speziell auf einzelne Katzen bezogen.

Worauf ich hinaus will: Ja, es ist egoistisch als Allergiker Katzen zu halten, es ist wohl allgemein egoistisch Katzen zu halten wenn man so drüber nachdenkt.
Ich für mich würde aber die Katzenhaltung nicht direkt aufgeben können und zumindest überlegen, welche Möglichkeiten ich habe, um doch eine Katze halten zu können.

Wenn man es genau nimmt, geht übrigens jeder Katzenhalter ein Risiko ein. Allergien können sich schließlich immer entwickeln, besonders wenn mehrere Personen zum Haushalt gehören oder eine Familie geplant ist.

Nicht falsch verstehen, bei einer wirklich schweren Allergie würde ich auch keine seltsamen Versuche starten, aber wenn es Chancen gibt...

LG
blackcat

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Mir kommt richtig die Galle hoch, wenn wieder eine arme Sibirische Katze oder Neva Masquarade auf eBay verscherbelt werden soll.
Sorry wenn ich da jetzt direkt drauf anspringe, aber ist es nicht um JEDE Katze schade, die wegen so etwas abgegeben werden muss, ganz egal ob sie jetzt nen tollen Stammbaum hat oder nicht? Oo

Und die Lebenserwartung von Mäusen und Ratten lässt sich wohl schwerlich mit Katzen vergleichen, insofern finde ich es zwar auch großartig, was Seven gemacht hat, aber dasselbe von jedem Allergiker mit Katze zu verlangen ist wohl etwas utopisch.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #16
Offiziell bin ich gegen Tierhaare allergisch. Bis 2006 war ich allergiefrei, 2007 gab es dann juckende Augen, Niesattacken und laufende Nasen, 2008 dann die offizielle Diagnose. Allergisch gegen alles was grünt und blüht, außerdem Staub, Milben, Pilze und auf Tierhaare hab ich auch reagiert.

Eine genaue Diagnose hinsichtlich der Tiere gab es nicht, weil zu dem Zeitpunkt ohnehin keine Tiere in meinem Leben waren. Im Sommer hab ich dann leichte Reaktionen gehabt, wenn ich gerade nen Hund oder ein Meerschweinchen oder was auch immer mit viel gestreichelt hab, wenn das Fell gerade geflogen ist oder ich mir ausversehen ans Auge fasste.

Insgesamt gab es bei mir zum Glück nie starke reaktionen, bis heute nehme ich äußerst selten Medikamente, die verfallen eher, als dass ich sie aufbrauche.

Meine Ärztin sagte mir 2008 das Allergien manchmal plötzlich entstehen und manchmal auch so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Eine starke Allergikerin erklärte mir dann was Kreuzallergien sind. Bei hoher Belastung kann es eben passieren, dass man plötzlich auf weitere Sachen reagiert, auf die man nächste Woche schon nicht mehr reagiert.

Das Ganze ist also schon generell ein ziemlich umfangreichen und schwieriges Thema.

Was Katzenhaarallergien angeht, so kommen die meines Wissens nach eher selten vor. Die meisten Leute sind wenn, dann gegen ein bestimmtes Enzym allergisch, welches sich im Katzenspeichel befindet. Das ist sehr individuell. Wir haben hier einige User, die Personen kenne, die auf alle möglichen Katzen reagieren, nur nicht auf die des User oder gar umgekehrt, die eben nur auf die Katzen des Users reagieren (Ich glaube Ina und Audrey haben da Fälle im Bekanntenkreis, wenn ich mich nicht irre).

Da ich keine großartigen Probleme mit Tierhaaren hatte und die Allergie nach 2007/2008 generell schwächer geworden ist, zogen 2010 die ersten beiden Katzen ein. Ein Kitten und eine Katze von damals ca. 2 bis 4 Jahren. Mittlerweile sind es 5 Scheißerchen und ich reagiere nicht wirklich auf meine Katzen und auch nicht auf diverse Katzen (oder andere Tiere) im Bekanntenkreis.
Lediglich im Frühjahr/Sommer, wenn alles mögliche an Pollen und Co durch die Gegend zieht, merk ich leichte Reaktionen auf meine Katzen.

Man mag mich nun als leichtsinnig oder dumm oder sonst was empfinden. Ich habe mich bewusst für meine Katzen entschieden, ganz egoistisch (wobei wir fast nie dazu kommen, dass Tierhaltung vollkommen unegoistisch stattfindet), aber wenn ich bedenke, dass Allergien eben plötzlich auftauchen können, genauso wieder plötzlich wieder verschwinden konnen, empfinde ich es doch als recht realtiv, ob eine Allergie besteht oder nicht. Ein gewisses Risiko einer Allergie besteht letztlich bei jedem.
Außerdem gibt es wohl auch Theorien dazu, dass durch Tierhaltung bzw. bewusstes Aussetzen der Allergiestoffe zu einer Desensibilisierung führen kann.

Ich reagiere ja nun aber wie gesagt fast gar nicht auf meine Katzen und wenn dann nur, weil weitere Reaktionen vorliegen (womit wir wahrscheinlich schon wieder im Bereich der Kreuzallergien wären).
Ich bezweifel auch ehrlich gesagt stark, dass jemand der heftig auf Katzen reagiert (oder jede andere Tierart sonst) wirklich ernsthaft in Erwägung ziehen wird, sich eben genau dieses Tier, am besten noch in reiner Wohnungshaltung anzuschaffen.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #17
Huhu,

also ich finde da muss man jetzt bisschen aufpassen und darf nicht alles pauschalisieren.

Prinzipiell ja, was die eigene Gesundheit angeht muss jeder selbst wissen was er sich zumuten will und was nicht, am Ende sind die Katzen die Leid tragenden bei solchen Experimenten und daher sollte schon beim Kauf in ihrem Interesse gehandelt - oder eben verzichtet werden.

ABER - und zumindest für mich ist es ein großes aber - Allergien sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und jeder Allergiker reagiert auf jede Katze anders. Es ist meist nicht das Fell, worauf die allergische Reaktion erfolgt, sondern es ist ein Protein, das vor allem im Speichel zu finden ist.
Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich - von Rasse zu Rasse, aber auch von Katze zu Katze. Daher kann man auf alle Katzen allergisch reagieren oder auch nur auf ein paar. DIE Allergiker-Rasse gibt es nicht, selbst Nacktkatzen haben schließlich Speichel. ;)
Worauf genau man allergisch oder eben nicht allergisch ist, kann man testen lassen, auch speziell auf einzelne Katzen bezogen.

Worauf ich hinaus will: Ja, es ist egoistisch als Allergiker Katzen zu halten, es ist wohl allgemein egoistisch Katzen zu halten wenn man so drüber nachdenkt.
Ich für mich würde aber die Katzenhaltung nicht direkt aufgeben können und zumindest überlegen, welche Möglichkeiten ich habe, um doch eine Katze halten zu können.

Wenn man es genau nimmt, geht übrigens jeder Katzenhalter ein Risiko ein. Allergien können sich schließlich immer entwickeln, besonders wenn mehrere Personen zum Haushalt gehören oder eine Familie geplant ist.

Nicht falsch verstehen, bei einer wirklich schweren Allergie würde ich auch keine seltsamen Versuche starten, aber wenn es Chancen gibt...

LG
blackcat

Hallo, blackcat!

Ich habe weiter oben auch geschrieben, dass ich nicht Leute meinte, die vielleicht zwei Mal am Tag niesen müssen, wenn sie mit Katzen in Berührung kommen, sondern Menschen, die wirklich massive gesundheitliche Probleme haben/bekommen können.

Leider testen die meisten eben nicht, weil sie den Anpreisungen im Internet Glauben schenken. :/ So mancher Züchter wirbt ja auch mit der Allergieverträglichkeit 'seiner' Rasse, was ich wirklich nicht so ganz okay finde.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Offiziell bin ich gegen Tierhaare allergisch. Bis 2006 war ich allergiefrei, 2007 gab es dann juckende Augen, Niesattacken und laufende Nasen, 2008 dann die offizielle Diagnose. Allergisch gegen alles was grünt und blüht, außerdem Staub, Milben, Pilze und auf Tierhaare hab ich auch reagiert.

Eine genaue Diagnose hinsichtlich der Tiere gab es nicht, weil zu dem Zeitpunkt ohnehin keine Tiere in meinem Leben waren. Im Sommer hab ich dann leichte Reaktionen gehabt, wenn ich gerade nen Hund oder ein Meerschweinchen oder was auch immer mit viel gestreichelt hab, wenn das Fell gerade geflogen ist oder ich mir ausversehen ans Auge fasste.

Insgesamt gab es bei mir zum Glück nie starke reaktionen, bis heute nehme ich äußerst selten Medikamente, die verfallen eher, als dass ich sie aufbrauche.

Meine Ärztin sagte mir 2008 das Allergien manchmal plötzlich entstehen und manchmal auch so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Eine starke Allergikerin erklärte mir dann was Kreuzallergien sind. Bei hoher Belastung kann es eben passieren, dass man plötzlich auf weitere Sachen reagiert, auf die man nächste Woche schon nicht mehr reagiert.

Das Ganze ist also schon generell ein ziemlich umfangreichen und schwieriges Thema.

Was Katzenhaarallergien angeht, so kommen die meines Wissens nach eher selten vor. Die meisten Leute sind wenn, dann gegen ein bestimmtes Enzym allergisch, welches sich im Katzenspeichel befindet. Das ist sehr individuell. Wir haben hier einige User, die Personen kenne, die auf alle möglichen Katzen reagieren, nur nicht auf die des User oder gar umgekehrt, die eben nur auf die Katzen des Users reagieren (Ich glaube Ina und Audrey haben da Fälle im Bekanntenkreis, wenn ich mich nicht irre).

Da ich keine großartigen Probleme mit Tierhaaren hatte und die Allergie nach 2007/2008 generell schwächer geworden ist, zogen 2010 die ersten beiden Katzen ein. Ein Kitten und eine Katze von damals ca. 2 bis 4 Jahren. Mittlerweile sind es 5 Scheißerchen und ich reagiere nicht wirklich auf meine Katzen und auch nicht auf diverse Katzen (oder andere Tiere) im Bekanntenkreis.
Lediglich im Frühjahr/Sommer, wenn alles mögliche an Pollen und Co durch die Gegend zieht, merk ich leichte Reaktionen auf meine Katzen.

Man mag mich nun als leichtsinnig oder dumm oder sonst was empfinden. Ich habe mich bewusst für meine Katzen entschieden, ganz egoistisch (wobei wir fast nie dazu kommen, dass Tierhaltung vollkommen unegoistisch stattfindet), aber wenn ich bedenke, dass Allergien eben plötzlich auftauchen können, genauso wieder plötzlich wieder verschwinden konnen, empfinde ich es doch als recht realtiv, ob eine Allergie besteht oder nicht. Ein gewisses Risiko einer Allergie besteht letztlich bei jedem.
Außerdem gibt es wohl auch Theorien dazu, dass durch Tierhaltung bzw. bewusstes Aussetzen der Allergiestoffe zu einer Desensibilisierung führen kann.

Ich reagiere ja nun aber wie gesagt fast gar nicht auf meine Katzen und wenn dann nur, weil weitere Reaktionen vorliegen (womit wir wahrscheinlich schon wieder im Bereich der Kreuzallergien wären).
Ich bezweifel auch ehrlich gesagt stark, dass jemand der heftig auf Katzen reagiert (oder jede andere Tierart sonst) wirklich ernsthaft in Erwägung ziehen wird, sich eben genau dieses Tier, am besten noch in reiner Wohnungshaltung anzuschaffen.

Danke für deine ausführliche Antwort! :clap:

Was deine letzten Worte betrifft... leider ist genau das mit einer Katze passiert, die ich mir auch ansehen wollte. Die neue Besitzerin wusste offenbar, dass sie starke Allergikerin ist, aber weil die Katze ja so süß war und sie doch unbedingt eine wollte, hat sie sie dann doch mitgenommen - ohne der Züchterin ein Wort zu sagen. Sie hat behauptet, dass ihre tränenden Augen von einer Pollenallergie herrühren. Das Ende vom Lied war, dass die Züchterin die Katze bei eBay wiedergefunden hat und sie nach wie vor nach einer neuen Familie für die Kleine sucht. Es will halt kein Mensch eine 'alte' Katze von 6 Monaten.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #18


Sorry wenn ich da jetzt direkt drauf anspringe, aber ist es nicht um JEDE Katze schade, die wegen so etwas abgegeben werden muss, ganz egal ob sie jetzt nen tollen Stammbaum hat oder nicht? Oo

Und die Lebenserwartung von Mäusen und Ratten lässt sich wohl schwerlich mit Katzen vergleichen, insofern finde ich es zwar auch großartig, was Seven gemacht hat, aber dasselbe von jedem Allergiker mit Katze zu verlangen ist wohl etwas utopisch.

Dem schließe ich mich an. Die Rasse ist da vollkommen egal, auch wenn man darüber streiten kann, ob man bei einer bekannten Allergie unbedingt noch extra eine Katze "produzieren" lassen muss oder ob man dann nicht lieber gezielt nach Tierheimkatzen suchen sollte und so noch was Gutes mit seinem Egoismus vollbringt.

Gerade auch im hinblick auf eventuelles Aussitzen der Situation wäre ja ältere Katzen auch "sinnvoll". Wenn es dann doch zu einer Reaktion kommt, besteht zumindest die Möglichkeit das man die Situation aussitzt. Je nach Ausprägung kann man manche Allergien ähnlich wie Seven sicher aussitzen, aber ganz bestimmt nicht wenn die Katze gerade mal ein Jahr alt ist und noch mindestens 10 Jahre vor sich hat.
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #19
Sorry, aber die einzigen Leute die so jemanden Katzen geben sind Vermehrer die nur aufs Geld aus sind, mit Züchter hat das nichts zu tun. Wenn bei einem Züchter zum Vorbesuch jemand auftaucht der direkt mit allen Möglichen Symptomen einer Allergie zu kämpfen hat, dann wird ein seriöser Züchter garantiert keine Katze vermitteln.

Das ist für mich keine Frage und ich kenne auch ehrlich gesagt nicht einen einzigen Fall, wo jemand mit einer wirklich schlimmen Allergie trotzdem Katzen angeschafft hat und diese dann nachher abgeben musste.

Ich gehe sogar soweit, dass ich es wage zu behaupten, dass es nur in extremen Ausnahmefällen zu derartigen Katzenanschaffungen trotz extremer Allergie kommt.

Die Katzen die man bei Ebay oder sonstwo findet und die aus Allergiegründen abgegeben werden, haben in den seltensten Fällen auch nur im entferntesten mit diesen Fällen zu tun.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was deine letzten Worte betrifft... leider ist genau das mit einer Katze passiert, die ich mir auch ansehen wollte. Die neue Besitzerin wusste offenbar, dass sie starke Allergikerin ist, aber weil die Katze ja so süß war und sie doch unbedingt eine wollte, hat sie sie dann doch mitgenommen - ohne der Züchterin ein Wort zu sagen. Sie hat behauptet, dass ihre tränenden Augen von einer Pollenallergie herrühren. Das Ende vom Lied war, dass die Züchterin die Katze bei eBay wiedergefunden hat und sie nach wie vor nach einer neuen Familie für die Kleine sucht. Es will halt kein Mensch eine 'alte' Katze von 6 Monaten.

Und es ist doch passiert, wirst du mir jetzt sagen. :mrgreen:

Trotzdem behaupte ich, dass das ein extremer Ausnahmefall ist und mit extrem meine ich extrem. Es gibt halt immer verrückte Menschen, deshalb auf andere zu schließen finde ich aber etwas übertrieben. ;)
 
  • Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #20
Danke für deine ausführliche Antwort! :clap:

Was deine letzten Worte betrifft... leider ist genau das mit einer Katze passiert, die ich mir auch ansehen wollte. Die neue Besitzerin wusste offenbar, dass sie starke Allergikerin ist, aber weil die Katze ja so süß war und sie doch unbedingt eine wollte, hat sie sie dann doch mitgenommen - ohne der Züchterin ein Wort zu sagen. Sie hat behauptet, dass ihre tränenden Augen von einer Pollenallergie herrühren. Das Ende vom Lied war, dass die Züchterin die Katze bei eBay wiedergefunden hat und sie nach wie vor nach einer neuen Familie für die Kleine sucht. Es will halt kein Mensch eine 'alte' Katze von 6 Monaten.

Bei einer solchen Konstellation stellt sich mir generell die Frage, ob die Interessen des Tieres überhaupt Bedeutung haben. (Gerade wenn man davon ausgeht, dass nur eine Katze geholt wurde, wenn ich das richtig verstanden hab. Das ist auch schon wieder ein Punkt, der für mich gegen die Züchterrin sprechen würde, aber das führt hier zu weit).

Es gibt nun mal viele Menschen, die sich Tiere anschaffen, weil sie sie unbedingt haben wollen, ohne sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst zu sein.
Wenn man sich trotz heftiger Reaktionen auf eine Katze dennoch eine Katze anschafft (oder jedes andere Tier, gegen das man stark allergisch ist), ohne einen Plan was man bezüglich der Allergie machen kann, dann sollte man wahrscheinlich generell keine Tiere halten, weil die Verantwortung dem Tier gegenüber vermutlich schon von Vornherein nicht wichtig ist.

Das kann man aber auch generell nicht pauschalieren. Würde sich ein Allergiker zum Beispiel zwei Katzen aussuchen (jetzt mal unabhängig von der Herkunft), wohlwissen, dass es nicht funktioniernend könnte, aber mit Plan B in der Tasche, zum Beispiel schon ein zukünftiges zu Hause für den Fall der Fälle, finde ich persönlich das in Ordnung, weil derjenige sich in diesem Beispiel der Verantwortung und der Tragweite seiner Entscheidung bewusst ist und diese trägt.
 
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Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten?

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