- Ist es egoistisch als Allergiker Katzen zu halten? Beitrag #1
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missus
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Hallo, liebe Katzenfreunde!
Der Titel des Themas mag etwas provokativ klingen, ist aber vollkommen ernst gemeint. Ich würde gerne das Für und Wider der Katzenhaltung durch Allergiker diskutieren, weil dieses Thema bei mir in letzter Zeit aktuell ist. Es geht mir nicht darum, Allergiker mit Katzen anzugreifen. Ich würde nur einfach gerne verstehen, warum man das auf sich nimmt und warum der Wunsch nach einer Katze so groß ist, dass man seine eigene Gesundheit gefährdet.
Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich über den Sommer verzweifelt versucht, an eine Sibirische Katze zu kommen. Sie sind einfach meine absoluten Traumkatzen, aber es war ziemlich schwierig beim Züchter überhaupt einen Termin zum Kennenlernen zu bekommen. Da Sibirische Katzen momentan als DIE Allergikerkatzen gehandelt werden (alle paar Jahre wird ja immer diese oder jene Rasse als absolut Allergiker-kompatibel angepriesen), waren mir die Allergiker unter den Katzenfans immer einen Schritt voraus.
Ich hatte mit vielen Züchtern Kontakt, bis ich schließlich 'meine' Züchterin gefunden hatte. Von ihr habe ich zwei wunderbare Sibirische Katzen mit denen ich sehr glücklich bin. Als ich ihr von meinen Problemen, überhaupt an eine Sibirische Katze zu kommen erzählte, meinte sie, dass sie grundsätzlich nicht an Allergiker verkaufe und dass ich schon noch sehen würde, warum.
Mit einer meiner Katzen fahre ich hin und wieder auf Ausstellungen und dort habe ich in der Tat gesehen und gehört, warum meine Züchterin extrem vorsichtig mit der Abgabe an Allergiker geworden ist. Ich habe einige der Züchter vom Sommer wiedergesehen - und auch so manche Katze. Offenbar war es mit der Allergieverträglichkeit der Sibirer doch nicht so weit her, denn so manche Katze ist entweder direkt wieder beim Züchter gelandet oder sollte auf eBay weiterverkauft werden. Dabei hat sich mir die Frage gestellt, warum es anfangs gut ging mit den Katzen und dann plötzlich doch zu einer Unverträglichkeit gekommen ist.
Durch intensive Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es zwei mögliche Gründe dafür gibt, warum es anfangs mit den Katzen geklappt hat:
1. Wer schon mal ein schnurrendes Kätzchen in den Armen gehalten hat, weiß, dass es nahezu unmöglich ist, es wieder aufzugeben. Bei Allergien spielt die Psyche eine nicht geringe Rolle: Wer Katzen nicht mag, entschuldigt dies oft durch Allergien. Warum sollte nicht auch das Gegenteil der Fall sein? Wenn man Katzen wirklich liebt und bei sich haben möchte, schafft man es vielleicht für eine Zeit, die Allergie psychisch in den Griff zu bekommen.
2. Obwohl sich Forscher hier uneins sind, gibt es doch Ergebnisse, die nahelegen, dass Katzen erst mit Beginn der Geschlechtsreife ihr ganzes 'Allergie-Potenzial' ausschöpfen. Das würde erklären, warum es die ersten Monate mit den Kätzchen gut geht und dann nicht mehr.
Es gibt genügend Artikel über das Thema und ich habe mich darin eingelesen, weil mein Ex extrem allergisch gegen Tierhaare ist. Schlussendlich haben wir uns damals gegen Katzen entschieden, weil wir seine Gesundheit nicht durch etwaige allergische Schocks oder Asthmaanfälle gefährden wollten. Nun frage ich mich, warum manche Menschen das trotzdem auf sich nehmen wollen. Versteht mich nicht falsch, diese Entscheidung ist natürlich jedem selbst überlassen. Es geht mir nicht darum den Katzenwunsch an sich zu kritisieren. Ich verstehe natürlich, warum man Katzen will - ich habe ja selbst welche. Allerdings gefährde ich mich selbst nicht dadurch.
Wenn jemand Antworten auf meine Fragen hat oder einfach das Thema allgemein diskutieren möchte, würde ich mich sehr freuen!
Der Titel des Themas mag etwas provokativ klingen, ist aber vollkommen ernst gemeint. Ich würde gerne das Für und Wider der Katzenhaltung durch Allergiker diskutieren, weil dieses Thema bei mir in letzter Zeit aktuell ist. Es geht mir nicht darum, Allergiker mit Katzen anzugreifen. Ich würde nur einfach gerne verstehen, warum man das auf sich nimmt und warum der Wunsch nach einer Katze so groß ist, dass man seine eigene Gesundheit gefährdet.
Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich über den Sommer verzweifelt versucht, an eine Sibirische Katze zu kommen. Sie sind einfach meine absoluten Traumkatzen, aber es war ziemlich schwierig beim Züchter überhaupt einen Termin zum Kennenlernen zu bekommen. Da Sibirische Katzen momentan als DIE Allergikerkatzen gehandelt werden (alle paar Jahre wird ja immer diese oder jene Rasse als absolut Allergiker-kompatibel angepriesen), waren mir die Allergiker unter den Katzenfans immer einen Schritt voraus.
Ich hatte mit vielen Züchtern Kontakt, bis ich schließlich 'meine' Züchterin gefunden hatte. Von ihr habe ich zwei wunderbare Sibirische Katzen mit denen ich sehr glücklich bin. Als ich ihr von meinen Problemen, überhaupt an eine Sibirische Katze zu kommen erzählte, meinte sie, dass sie grundsätzlich nicht an Allergiker verkaufe und dass ich schon noch sehen würde, warum.
Mit einer meiner Katzen fahre ich hin und wieder auf Ausstellungen und dort habe ich in der Tat gesehen und gehört, warum meine Züchterin extrem vorsichtig mit der Abgabe an Allergiker geworden ist. Ich habe einige der Züchter vom Sommer wiedergesehen - und auch so manche Katze. Offenbar war es mit der Allergieverträglichkeit der Sibirer doch nicht so weit her, denn so manche Katze ist entweder direkt wieder beim Züchter gelandet oder sollte auf eBay weiterverkauft werden. Dabei hat sich mir die Frage gestellt, warum es anfangs gut ging mit den Katzen und dann plötzlich doch zu einer Unverträglichkeit gekommen ist.
Durch intensive Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es zwei mögliche Gründe dafür gibt, warum es anfangs mit den Katzen geklappt hat:
1. Wer schon mal ein schnurrendes Kätzchen in den Armen gehalten hat, weiß, dass es nahezu unmöglich ist, es wieder aufzugeben. Bei Allergien spielt die Psyche eine nicht geringe Rolle: Wer Katzen nicht mag, entschuldigt dies oft durch Allergien. Warum sollte nicht auch das Gegenteil der Fall sein? Wenn man Katzen wirklich liebt und bei sich haben möchte, schafft man es vielleicht für eine Zeit, die Allergie psychisch in den Griff zu bekommen.
2. Obwohl sich Forscher hier uneins sind, gibt es doch Ergebnisse, die nahelegen, dass Katzen erst mit Beginn der Geschlechtsreife ihr ganzes 'Allergie-Potenzial' ausschöpfen. Das würde erklären, warum es die ersten Monate mit den Kätzchen gut geht und dann nicht mehr.
Es gibt genügend Artikel über das Thema und ich habe mich darin eingelesen, weil mein Ex extrem allergisch gegen Tierhaare ist. Schlussendlich haben wir uns damals gegen Katzen entschieden, weil wir seine Gesundheit nicht durch etwaige allergische Schocks oder Asthmaanfälle gefährden wollten. Nun frage ich mich, warum manche Menschen das trotzdem auf sich nehmen wollen. Versteht mich nicht falsch, diese Entscheidung ist natürlich jedem selbst überlassen. Es geht mir nicht darum den Katzenwunsch an sich zu kritisieren. Ich verstehe natürlich, warum man Katzen will - ich habe ja selbst welche. Allerdings gefährde ich mich selbst nicht dadurch.
Wenn jemand Antworten auf meine Fragen hat oder einfach das Thema allgemein diskutieren möchte, würde ich mich sehr freuen!