Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ?

Diskutiere Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? im Kaninchen Gesundheit Forum im Bereich Kaninchen Forum; Hallo liebe Community , gestern kamen meine neuen Familienmitglieder zu uns ... zwei , elf wochen alte Kaninchen . Beim Kauf sagte uns der Züchter...
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #1
JenniBär

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Hallo liebe Community ,
gestern kamen meine neuen Familienmitglieder zu uns ... zwei , elf wochen alte Kaninchen .
Beim Kauf sagte uns der Züchter das ich die nächsten 4-6 Wochen KEIN Frischfutter , sondern nur Heu und die Palletts mit Antibiotika (von ihm verkauft).
Dies begründete er damit , das bei so Jungen Kaninchen , der Darm noch nicht vollständig entwickelt ist . ( weil Kaninchen ja erst fressen- dann auscheiden-und dann nochmal den Kot fressen welcher dann erst verdaut wird ) sagte er dass dadurch die Vitamine erst in den Körper gelangen und er sagte dass wenn man jetzt schon grünfutter gibt , dass die Mikroorganismen im Kaninchen absterben , und somit die Kaninchen zwar noch fressen , aber keine Vitamine erhalten und somit nach kurzer zeit sterben. Vor Angst dass dies geschieht , gebe ich den Kaninchen also die Palletts mit Antibiotika und Heu ... aber heute habe ich nachgedacht und mir viel auf , dass die kaninchen die ich davor hatte , auch kein Antibiotika bekommen haben...

Jetzt meine Frage ... sind die Antibiotika Palletts wirklich nötig und darf ich wirklich kein Frischfutter geben ?
Ich habe angst meinen Ninchens zu schaden

Würde mich über Antworten freuen

MFG
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #2
Da habt ihr euch ja einen tollen Züchter ausgesucht...

Kaninchen fressen generell nicht ihren Kot. Den Kot, den sie fressen, das ist Blinddarmkot. Der andere, die normalen Köttel, werden nur einmal ausgeschieden und dann vom "Personal" entfernt.

Ich persönlich würde diese Pellets nicht füttern. Vll. sagt Userin Zwergloh noch was dazu!?

Ich geh mal davon aus, dass die beiden demnach noch keinen Krümmel Gemüse / Wiese etc. kennen. Ich würde jetzt langsam anfüttern, am besten Karotte und wenn du schon findest, ne Handvoll Wiese pro Fütterung. Alternativ vll. Endivien (da entweder einen kleinen oder du musst mitessen, sonst wird er zu schnell schlecht).
Statt den Pellets vom Züchter würde ich mich nach "gesundem" Trockenfutter als Alternative umschauen. Mir fällt da spontan Grünhopper (da hab ich selbst noch nicht bestellt) oder das Grainless von JR Farm ein.
Soweit ich weiß, dürfen die Zwerge, sobald sie knabbern, bei den großen mit fressen und die sollten natürlich gesund ernährt werden, nicht nur mit Pellets & Heu. Mein Opa hat mal gezüchtet (zum Schlachten...) und hatte die Würfe in der Regel im Frühjahr & Sommer. Da hat er täglich Wiese geholt und auch gegeben, die kleinen haben da natürlich mit gefressen und alle haben das Frischfutter "überlebt".

Welche Geschlechter haben die beiden denn?
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #3
Was für ein Schwachsinn. Gib die pellest nicht. Völliger Unsinn gesunden Tieren Antibiotika zuzuführen.

Kaninchen en fressen ihren Blinddarmkot um Vitamine aufzunehmen. Das maln 4-6 Wochen mit Grünfutter warten muss ist auch Mist. Vorsichtig anfuttern dann ist es ok.
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #4
Die Jungtiere der Wildkaninchen fangen ja auch an grünzeug zu futtern und keine Pellets. Also ich hab noch keine Pellets in der Natur gefunden ;D Der Kaninchenmagen verträgt Pellets auch nicht gut. Er ist nunmal auf Grünzeug spezialisiert.
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #5
Ein Mänchen ein Weibchen , wir werden sie demnächst aber kastrieren
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #6
Dann macht das mal lieber zügig, ab der 12 Woche kann er schon decken! Manchmal auch früher...
 
  • Antibiotika bei Jungen Ninis , ist das Nötig ? Beitrag #7
Viel Ahnung scheint der Züchter nicht zu haben. Jungtiere können von Anfang an Grünfutter fressen. Es schadet dem Darm gar nicht.

Das Futter mit Antibiotika ist meist "Kokki-Futter". Als pelletiertes Futter mit einem Mittel gegen Kokzidien drin. Einige Züchter füttern es vorsorglich um Kokzidien vorzubeugen oder machen eine "Kur" bei jungen Kaninchen, damit diese nicht erkranken und sterben.
Ich persönlich halte davon nichts, da ohne tierärztlichen Befund behandelt wird. Das kann schnell zu Resistenzen gegen bestimmte Kokzidienmittel/Antibiotika führen. Ebenso zu Zuchttieren, deren Immunsystem ohne das Mittel gar nicht mehr zurecht kommt. Ich würde diese Pellets langsam absetzen.

Schnelle Futterwechsel sind bei Kaninchen, gerade Jungtieren unter 12 Wochen nicht gut. Es kommt durch die plötzliche Umgewöhnung schnell zu Durchfall.

Kaninchen fressen ihren Kot, aber eben nicht jeden. Sie fressen nur den Blinddarmkot. Dieser enthält Vitamine, die erst durch eine zweite Verdauung aufgenommen werden können. Der normale Kot bleibt liegen. Kokzidien werden über Kot und mit Kot verseuchtem Futter übertragen. Hygiene wäre hier eine Lösung, aber kein spezielles Futter.

Grünfutter können Kaninchen von Anfang an Fressen. Das die Mikroorganismen absterben ist vollkommen falsch. Bei der Umstellung von Milch auf feste Nahrung ist die Darmflora empfindlich, aber nur weil sie sich aufbaut und auf feste Nahrung einstellt. Ebenso die Mikroorganismen. Das ist praktisch die beste Zeit alles zu füttern, da durch die geringe Aufnahme am Anfang sie an alles gewöhnt werden. Je länger man wartet, desto langsamer und vorsichtiger muss man es machen. Die 8. -12. woche sind da besonders kritisch. Zumal sich der Geschmack im jungen Alter entwickelt. Was sie nicht kennen, kann dazu führen, dass sie es später auch nicht fressen. Man hat dann "verwöhnte Leckermäulchen".

Aktuell wäre bezüglich dem Futter zu empfehlen, die Pellets langsam über 4-6 Wochen abzusetzen und durch gesündere zu ersetzen (wahlweise Trockenkräuter o.ä.). Man würde diesbezüglich die aktuellen mit den neuen mischen. Mit 90% alt zu 10% neu und dann langsam das alte reduzieren und neue erhöhen. Ist eine pelletfreie Ernährung gewünscht, die Menge langsam reduzieren.
Das Grünfutter am besten langsam anfangen und immer nur eine Sorte auf einmal. Man fängt mit leichten Sachen wie z.B. Fenchel in geringen Mengen an, die langsam gesteigert werden. Wird das gut vertragen, kann man zur nächsten Sorte gehen. Gut verträglich sind in der Regel Fenchel, Karotten, Kräuter, Wiese und Salate. Gurke würde ich relativ nach hinten setzen, ebenso Kohlsorten. Da Kohl blähen kann und sie kein Grünfutter gewöhnt sind, würde ich damit warten bis sie ausgewachsen sind und die anderen Sachen gut vertragen.
 
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