Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun?

Diskutiere Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Leute, unser geliebter Dackel-Mix Pepper den wir nun seit ca. 8 Wochen haben hat unglaubliche Angst vor Kindern und Männern mit Hüten...
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #1
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bnatter91

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Hallo liebe Leute,
unser geliebter Dackel-Mix Pepper den wir nun seit ca. 8 Wochen haben hat unglaubliche Angst vor Kindern und Männern mit Hüten als auch ohne Hüte :D Bsp. gestern kam ich mit dem Auto zu Hause bei den Eltern meiner Freundin an und hatte eine Cap an. Pepper bellt mich tierisch an bis er gecheckt hat, dass ich es bin und stürmt freudig auf mich zu (Meine Freundin meint, dass dies daran liegen würde, dass er mich gar nicht erst erkannt habe wobei ich meine, dass er mich eben vllt. auch die Kopfbedeckung als Bedrohung gesehen hat). Auch den Bruder meiner Freundin und ihren Vater bellt er an obwohl das eine Zeit lang schon wieder weg war als wir beim ersten mal da waren und jetzt macht er es wieder...

Wenn wir spazieren gehen bei uns zu Hause in Halle (Saale) und z.B. zum Peißnitz Park gehen und uns auf dem weg Eltern mit Kindern entgegenkommen oder auch nur mit Kinderwagen, hat er panische Angst und zieht so weit zu Straße, dass man schon Angst hat, dass er überfahren wird und er versteht auch nicht, dass die eigtl. Gefahr die Straße ist und nicht die Kinder oder Männer sind. Ähnliche Geschichten zu Hunden aus Tierheimen habe ich schon von anderen Leuten gehört, aber eine Lösung für unser Problem habe ich bislang nicht gefunden.

Wir würden uns wirklich sehr freuen und wären euch sehr dankbar wenn ihr uns weiterhelfen könntet Peppers Angst etwas in den Griff zu kriegen. Klar braucht es Zeit, aber welche Tipps und Tricks kennt ihr so um dies zu beschleunigen oder gar zu beheben? Direkt um die Ecke von ist eine Schule und immer von 9-9.30 Uhr ist Pause. Ich habe es einmal so gemacht, dass ich mich auf dem Rückweg 10 min mit ihm vor die Schule gesetzt habe. Am Ende sind sogar ein paar Kindern gekommen und wollten streicheln. Ich habe ihn dann gezwungenermaßen angehoben und zu den Kindern gebracht. Er hatte zwar Angst aber hat es über sich ergehen lassen. War dies falsch von mir oder muss man es gerade so machen, dass man den Hund mit seiner Angst konfrontiert? Wie macht man es am besten. Ich weiß es nicht und vllt. war es auch falsch, wäre dankbar über eure Hilfe.

Lieben Dank schonmal,
Aljoscha & Isabell
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #2
Puh..
ich schon wieder;)

sag mal wie lange ist er denn schon bei euch?
hatte er die Angst von Anfang an? Wo kommt er her?
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #3
Hey, danke :) also wir haben über die Organisation"Menschen Pro Tiere e.V." aus Ungarn geholt. Wir haben ihn seit ca. 8 Wochen und er hatte am Anfang extrem Angst. Es ist schon besser geworden aber halt nicht gut. Jetzt vor 10 min ist der Onkel und Opa meiner Freundin gekommen und er hat sie am Anfang Mega angebellt, jetzt liegt er unterm Tisch und chillt ;-)
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #4
Hallo bnatter91,

ich kann nur aus meinen Erfahrungen mit unserem Mischling sprechen (Schnauzer-Terrier-Mischling aus Spanien, kam mit 6 Monaten zu meiner Familie, ist inzwischen 10 Jahre alt); er hat ebenfalls panische Angst vor Männern und Kindern, da er in Spanien von eben diesen als Welpe verprügelt wurde.

Da er schon ruckartig die Richtung wechselte, wenn er einen Ball hörte, nehme ich ihn, sobald ich merke, er wird schneller, an meine Seite, und bleibe stehen. Ist die "Gefahr" sichtbar bleiben wir stehen, bis der Auslöser vorbei gegangen ist und gehen dann bei Fuß weiter. Ich beachte ihn dabei nicht, also gehe nicht zu ihm runter und beruhige, sondern halte ihn nur an meiner Seite.

Ist die "Gefahr" nicht sichtbar, nehme ich ihn kurz, lasse ihn sitzen und er geht dann an meiner Seite weiter.

Wenn die Panik früher zu groß wurde, habe ich ihm am Norweger-Geschirr festgehalten, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt und sich rauswindet. Bin dann weiter und wieder stehen geblieben, wenn er meinte, die Angst sei zu groß, und das immer wieder.

Mittlerweile merkt man ihm die Angst zwar noch immer an, doch er ist deutlich entspannter; im Park gehen wir sehr viel mit einer 20m-Schleppleine, wo er durchs Laufen/Schnüffeln etc. meist so beschäftigt ist, dass er seine früheren Gefahrenpunkte gar nicht mehr bis wenig wahrnimmt.

Wenn Besuch kommt, denn er nicht kennt, schicken wir ihn auf seine Decke, bis er sich beruhigt hat, die Neugier siegt irgendwann.;)

Ich bin wie gesagt keine Expertin, aber evtl. hilft es Dir; ich denke, dass die Leute hier im Forum mehr Ahnung haben als ich und Dir bessere Lösungsansätze aufzeigen können.

Liebe Grüße,

Raissa
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #5
Hey Raissa,
danke schon mal für deinen Beitrag. Also wir haben es teilweise auch so gemacht, dass wir ihn einfach an die kurze Leine genommen habe wenn es zu einer Situation kam die er als Gefahr eingeschätzt hat wie eben beschrieben Kinder, Männer, Fahrräder, läufer o.ä. Das Problem ist allerdings wenn es zu einer Situation kommt die man nicht vorhersehen kann. Also bspw. man läuft den Gehweg entlang und aus einem Haus kommt jemand und er erschreckt sich extrem, dann rennt er direkt Richtung Straße und bei Kindern z.B. schlägt er richtig wie ein Pferd hinten aus und will einfach nur weg. Ein Problem ist auch, dass er wenn man den Gehweg entlang geht immer Richtung Straße zieht...

Wir hatten auch mal eine Hundetrainern gefragt, bezogen auf das starke Ziehen welches anfangs auch ein Riesen Problem war da er nur mit Geschirr so krass gezogen hat, dass man sich wie hintergeschleift gefühlt hat. Da hatte Sie uns empfohlen es mit 2 Leinen zu machen sowie einem zusätzlichen Halsband. Also eine Leine am Halsband und eine am Geschirr. So merkt er halt am Hals auch, dass es etw. unangenehm ist und zieht dann nicht mehr so stark. Das hat auch gut geklappt, wobei wir es ein im Endeffekt nicht mit 2 Leinen gemacht haben, sondern einfach 2 Karabiner genommen haben und über diese Leine und Geschirr verbunden haben. Die Leine wurde dann am Halsband befestigt. Das war eine relativ gute Lösung und er zog dann auch nicht mehr so arg. Dann haben wir es einmal nach ein paar Wochen nur mit Halsband probiert, da war dann aber bspw. eine Situation in der wie oben beschrieben jemand aus einem Haus gekommen ist, wir es nicht gesehen haben und er dann wirklich komplett am Rad gedreht hat und einfach nur weg wollte und das war in dem Fall Richtung Straße. Hätten wir ihn nicht gepackt wäre er durch seine Panik evtl. sogar fast aus dem Halsband rausgekommen wobei wir es schon auf der engsten Stufe hatten und er dabei eigtl. nicht rauskommen sollte. Aber so eine Panik macht aus einem Hund einfach nur ein wildes Tier, das aus Instinkt einfach nur weg will.

Das ist mittlerweile aber nicht mehr so extrem muss ich sagen. Diese Situation ist bestimmt schon 3 Wochen her und mittlerweile hat er sich z.B. an Kinderwagen ganz gut gewöhnt. Probleme sind jedoch weiterhin Kinder die auf uns zukommen oder Männer.

Gestern bspw. bin ich in Kassel zur Dönche gegangen. Ein schönes grünes Areal. Dort kam uns eine Familie mit einem Kind und 2 kleinen Hunden entgegen. Ich wollte ihn dann an die Leine nehmen, da ich wusste, dass er um das Kind einen großen Bogen machen würde bzw. evtl. sogar flüchten würde. Dies gelang mir aber nicht mehr da er als ich ihn rief schon anfing einen Bogen zu machen und ich blieb dann auch stehen und rief ihn immer wieder er setzte sich dann aber einfach nur hin und wartete darauf, dass die Familie vorbeiging. Er machte aber keine Anstalten zu mir zu kommen da eben das Kind anwesend war. In diesem Fall war dies an sich auch kein Problem obwohl er mitten auf der Straße saß, aber da dort so gut wie nie Autos lang fahren ging es, allerdings könnte dies in Halle tragisch sein wobei wir ihn dort so nicht frei laufen würden.

Dennoch würden ihn gerne irgendwann so weit haben, dass er einfach hört und an unserer Seite läuft ohne vor etwas Angst zu haben. Im Park oder wenn wir bei den Eltern meiner Freundin sind klappt dies sehr gut, da es ländlich und ruhig ist, aber in der Stadt eben noch nicht so gut.

Sitz klappt übrigens schon echt gut und das auch bevor wir bspw. eine Straße überqueren.

Wären über weitere Tipps und Ideen sehr dankbar.

Liebe Grüße,
Aljoscha und Isabell
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #6
Direkt um die Ecke von ist eine Schule und immer von 9-9.30 Uhr ist Pause. Ich habe es einmal so gemacht, dass ich mich auf dem Rückweg 10 min mit ihm vor die Schule gesetzt habe. Am Ende sind sogar ein paar Kindern gekommen und wollten streicheln. Ich habe ihn dann gezwungenermaßen angehoben und zu den Kindern gebracht. Er hatte zwar Angst aber hat es über sich ergehen lassen. War dies falsch von mir oder muss man es gerade so machen, dass man den Hund mit seiner Angst konfrontiert? Wie macht man es am besten. Ich weiß es nicht und vllt. war es auch falsch, wäre dankbar über eure Hilfe.
Den regelmäßigen Besuch der Schule finde ich eine gute Idee. Ich würde aber immer gerade noch so viel Abstand halten, wie es für den Hund OK ist und so den Hund langsam desensibilisieren.
Das zwangsweise Streicheln lassen wäre für mich allerdings ein NoGo.
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #7
Ok, danke für deinen Tipp :)
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #8
Hi bnatter91,

Hunde orientieren sich eher an Umrissen als an Flächen, was bedeutet wenn du die ersten male eine Mütze, nen Rucksack, ne Sonnenbrille, Regenschirm, langen Mantel etc. trägst es sein kann, dass dein eigener Hund dich die ersten male nicht mehr erkennt. Ich hatte ne Gassi-Hündin, bei der musste ich nur in die Hocke gehen wenn sie gerade nicht hingekuckt hat, und sie hat mich nicht mehr gesehen. Ist einfach jedes mal an mir vorbeigerannt. So manch erzieherische Problem lässt sich dadurch lösen wenn man beherzigt, dass Hunde sich an Umrissen orientieren.

Mal zum Vergleich, mein eigener Hund konnte keine anderen Hunde leiden, hat ein dreiviertel Jahr tägliches Training gebraucht bis er einen entspannten Umgang mit allen Arten von Hunden pflegen konnte. Sowohl bei meinem als auch bei deinem ist eines wichtig: Die Qualität zählt, nicht die Quantität. wenige, gute Kontakte oder keine Kontakte sind besser als schlechte. Festhalten und "Zwangsstreicheln" ist eher kontraproduktiv.

Ich würde es übers Futter versuchen. Vor dem Spazierengehen nicht füttern, damit er motiviert ist. Dann ein paar MEGA-Leckerchen einstecken, bei meinem wäre das gekochtes Hühnchen oder rohes Rinderhack. Wenn du einen Mann oder ein Kind siehst kannst du diese bitten, das deinem Hund zu geben. Wenn er Angst hat, hilft es wenn man es ihm hinwirft. Erst mal mit Bekannten und Freunden in der Wohnung üben (da ist weniger Ablenkung als draußen), wann immer sich die Möglichkeit bietet, sollten diese den Hund "ignorieren", also nicht streicheln, ankucken oder auf den Hund zugehen (das alles bedrängt den Hund), sondern seinen Namen rufen und ihm was zu fuddern geben. Je nach dem kann der Bekannte auch mal den Napf in der Hand halten während der Hund draus frisst.

Man muss den Hund dazubringen, dass er von selbst auf die Menschen zugeht, nur dann lernt er. Wenn du ihn einfach festhältst und hinträgst, lernt er garnix außer, dass er hilflos ist. Ein Trainer wäre auf jeden Fall empfehlenswert, weil je nach Temperament des Hundes müssen Übungen langsam aufgebaut und in Kleinigkeiten geändert werden.

Ich wünsch Euch viel Erfolg ;)
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #9
Hey, klingt verständlich. Das es keine gute Idee war sehe ich auch ein. Das mit dem Fleisch als Leckerli werde ich mir zu Herzen nehemen. Wir haben in der Hinsicht mit unserem kleinen nämlich auch ein Riesen Problem gehabt. Wir haben als wir ihn geholt haben so gut wie alle gekauft was en leckerlis gibt und er hat alles links liegen lassen. Besonders in Stresssituationen oder in Situationen in denen er sich unwohl fühlt rührt er kein Furter oder Leckerli an. Füttern tun wir ihn ohnehin immer erst nach dem Gassi gehen. Das einzige was er mag ist Zwieback, denn ist er allerdings auch nur zu Hause wo er in Sicherheit ist oder wenn er sich sicher fühlt. Auf der Hundewiese ist es teilweise schon schwierig.

Wir werden mal versuchen ihm von Kinden oder anderen Leuten etwas zuwerfen zu lassen, jedoch fängt bei mir da eigtl schon das Problem an. Der Hund hat ja wie gesagt panische Angst vor Kindern und ich glaube wenn ich einem Kind z.B. Fleisch geben würde und dieses würde es ihm zuwerfen oder gar geben, würde er es ganz einfach nicht anrühren weil er dem Kind vermutlich 1. nicht traut und 2. einfach nur weg will....

also was kann man eurer Meinung am besten machen um ihm generell erst einmal ein bisschen mehr die Angst vor Kindern, Männern und sonstigen Sachsen zu nehmen vor denen er Angst hat? Stehen bleiben und ihm Sitz sagen und warten bis die Gefahr vorüber ist und wer ruhig bleibt ihn doll loben oder wie macht man es am besten?

Also ganz am Anfang auf der Hundewiese z.B. ist er keinen cm von unserer Seite geweicht. Dann hat uns jemand den Tipp gegeben ihn ganz doll zu loben wenn er zu anderen Hunden geht und am besten noch Leckerli insofern er es dann annimmt. Das hat z.B. Super geklappt und mittlerweile geht er sogar des Öfteren mal weg wobei er immer noch sehr uns klettet und nicht wirklich verspielt sondern eher manchmal nur interessiert ist. Besonders iwie bei größeren Hunden. Oder wenn 2 sich streiten oder er das Gefühl hat, dass es so ist, dann reagiert er wie ein Polizeihund der beide trennt.

über weitere Tipps und Ideen sind wir sehr dankbar!
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #10
also was kann man eurer Meinung am besten machen um ihm generell erst einmal ein bisschen mehr die Angst vor Kindern, Männern und sonstigen Sachsen zu nehmen vor denen er Angst hat? Stehen bleiben und ihm Sitz sagen und warten bis die Gefahr vorüber ist und wer ruhig bleibt ihn doll loben oder wie macht man es am besten?
Auf das Sitzen (zumindest als Befehl) würde ich verzichten. Wenn er stehen bleibt ist es OK, aber auch wenn er sitzt oder liegt. Er hat ja so schon Stress, da muss nicht noch eins drauf gesetzt werden ;)
Du hast vorher mal beschrieben, dass Dein Hund um Kinder einen Bogen macht. Diesen würde ich mitgehen und langsam kleiner werden lassen.
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #11
Ok, ja gut, das mit dem Sitz sagen meinte ich eigtl. gar nicht so, ich war da wohl schon etwas Müde :) @StateBlue => Was meinst du mit: "Diesen würde ich mitgehen und langsam kleiner werden lassen." also ich meinte damit, dass er einen Bogen macht, dass er teilweise halt einfach nur weg will, gerade wenn man jetzt auf dem Bürgersteig ist. Wenn es iwo draußen, z.B. im Park ist macht er wie gesagt einfach nur einen Bogen, aber was bringt es dann wenn ich den Bogen mitgehe und langsamer kleiner werden lasse? Also sobald ich nämlich in die Nähe des Kindes mit ihm will zieht er komplett in die andere Richtung. Kann mir also nicht so ganz vorstellen, dass das irgend etwas bringt bei unserem kleinen. Wir haben ja schon des öfteren derartiges versucht. Aber für mich wäre interessant zu wissen. Soll man den Hund bei derartigen Situationen nah bei sich (bei Fuß) haben oder eher locker an der Leine lassen (1,5m). Also ich würde sagen eher locker, da der Hund dann hingehen kann wo er will und nicht so gestresst ist, aber die Frage ist ja auch, wenn er immer fliehen kann und immer dahin geht wo es für ihn angenehm ist, lernt er ja nix drauß oder? Ich bin etwas verzweifelt und versuche mir etwas zusammen zu reimen, aber iwie wird das nicht so ganz. Eure Ideen oder Erfahrungen?
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #12
hi bnatter,

ich würde es damit versuchen, den hund eng hinter dich zu bringen, damit du der vermeintlichen gefahr zuerst begegnest, je länger die leine, desto weniger kontrolle hast du über den hund. wer vorweg läuft muss sich aus hundesicht auch drum kümmern, in seinen augrn hättest du die verantwortung zu entscheiden wer gefährlich ist und wer nicht. du kannst es auch damit probieren, wenn auf dem gehsteig euch jemand begnet, die straßenseite oder die richtung zu wechseln. wichtig ist, dass du die personen siehst BEVOR der hund sie sieht und du dementsprechend handelst. also seite oder richtung wechseln, anleinen, hund hinter dich bringen usw. der hund lernt dadurch, die zu vertrauen und sich freiwillig deiner führung unterzuordnen. wenn er dir vertraut, wird es für dich einfacher werden ihn an dinge ranzuführen die ihm angst machen, da er weiß bei dir ist er in sicherheit. lass auch keine menschen an ihn dran solange er angst hat. viele hunde empfinden unbehagen wenn sich menschen über sie beugen, weil das als angriff empfunden wird. es könnte helfen sich klein zu machen, sich mit dem rücken dem hund zuzudrehen, in die hocke gehen usw. wenn der hund dir vertraut kann es auch helfen, wenn du vorweg gehst und den menschen berührst, da isses natürlich besser wenn man zu zweit ist, einer hält den hund und der andere geht nach hinten. überhaupt fühlen sich hunde sicherer wenn sie mit herrchen UND frauchen unterwegs sind, man kann den hund dann auch in der geschützten mitte gehen lassen.

da der hund erst acht wochen bei euch ist, müsst ihr auch einplanen, dass er noch viel damit zu zun hat seine umgebung und sein neues rudel kennen zu lernen und alle reize zu verarbeiten. das kann gut und gerne ein halbes jahr dauern bis er wirklich zu haue ist. wenn ihr jetzt schon mit dem trainig anfangen möchtet würde ich erstmal nur mit immer der gleichen person üben, wenn er da keine angst mehr hat mit jemandem neues.

wie gesagt, am wichtigsten bei einem unsicheren hund ist vorausschauendes spazieren gehen, damit du als halter alle gefahren zuerst siehst und dementsprechend handelst. wenn das vertrauen aufgebaut ist wird es einfacher mit dem hund schwierige situationen zu meistern.

liebe grüße
 
  • Hund Dackel-Mix Pepper (1 Jahr und 9 Monate) panische Angst vor Kindern und Männern!? Was tun? Beitrag #13
Was meinst du mit: "Diesen würde ich mitgehen und langsam kleiner werden lassen." also ich meinte damit, dass er einen Bogen macht, dass er teilweise halt einfach nur weg will, gerade wenn man jetzt auf dem Bürgersteig ist. Wenn es iwo draußen, z.B. im Park ist macht er wie gesagt einfach nur einen Bogen, aber was bringt es dann wenn ich den Bogen mitgehe und langsamer kleiner werden lasse? Also sobald ich nämlich in die Nähe des Kindes mit ihm will zieht er komplett in die andere Richtung. Kann mir also nicht so ganz vorstellen, dass das irgend etwas bringt bei unserem kleinen. Wir haben ja schon des öfteren derartiges versucht. Aber für mich wäre interessant zu wissen. Soll man den Hund bei derartigen Situationen nah bei sich (bei Fuß) haben oder eher locker an der Leine lassen (1,5m). Also ich würde sagen eher locker, da der Hund dann hingehen kann wo er will und nicht so gestresst ist, aber die Frage ist ja auch, wenn er immer fliehen kann und immer dahin geht wo es für ihn angenehm ist, lernt er ja nix drauß oder? Ich bin etwas verzweifelt und versuche mir etwas zusammen zu reimen, aber iwie wird das nicht so ganz. Eure Ideen oder Erfahrungen?
Wie louss bereits geschrieben hat, sollte der Hund in diesen Situationen in Deiner Nähe sein. Dabei so, dass Du zwischen dem Hund und der "Gefahr" bist.
Mit einem Bogen kannst Du den Abstand zur "Gefahr" nahezu kontant halten und trotzdem den von Dir geplanten Weg weiterzugehen.
Ziel muss es doch erst mal sein, an der Gefahr vorbeizukommen und nicht immer nur zu flüchten.
Dass das alles nicht von heute auf morgen funktioniert ist doch wohl klar ;)

Ein vorausschauendes Verhalten wie von louiss beschrieben ist da das A und O.
 
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