Problematische Kaninchendame vergesellschaften?

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  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #1
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salalat

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Hallo erstmal! Ich habe mir hier einen Account gemacht, weil ich ganz dringenden Rat brauche.

Vor einem halben Jahr ist Mimis (weiblich, 6 Jahre alt) Partner verstorben. Seit dem halten wir sie alleine. Ich muss dazu sagen, dass sich Mimi und Flocke die 4,5 Jahre in denen sie zusammen lebten nie wirklich verstanden haben. Flocke war ein kastriertes Männchen und etwas kleiner als Mimi. Leider kam er auch aus einer schlechten Haltung bzw. war er der schwächste im Wurf und ließ sich auch von Mimi extrem unterdrücken. Sie hat ihn angeknurrt und gebissen, sobald man Futter gebracht hat. Mimi hat in den Jahren mit Flocke eine ziemlich dominante Art entwickelt und wir hatten sogar die Vermutung, dass ihn Mimis aggressive Art letztendlich das Leben gekostet hat.. nun komme ich zu meinem eigentlichen Problem:
Gestern haben wir von Bekannten ein junges (ca. 10 Wochen) Kaninchenweibchen gekriegt. Sie haben es von einem Kaninchenzüchter geholt, der seine Tiere schlachten lässt. Unsere Bekannten haben es sicherlich nur gut gemeint und die kleine ist auch echt süß (haben sie auch schon Hazel getauft) nur habe ich Zweifel, dass es mit Mimi gut gehen wird. Momentan ist der Größenunterschied noch zu groß (sie wiegt gerademal ein viertel von Mimi), also halten wir sie vorerst getrennt. "Beschnuppert" haben sie sich aber schon durch das Gitter und wäre nichts dazwischen gewesen, hätte Mimi die kleine wahrscheinlich blutig gebissen.

Also ich würde nun einfach gerne wissen, wie ihr die Vergesellschaftung der beiden am Besten gestalten würdet. Ich weiß, dass die Kombination Weibchen/Weibchen und dann noch ein so großer Altersunterschied nicht gerade optimal ist. Die kleine Hazel zurück zum Züchter zu bringen kommt allerdings definitiv nicht in Frage und eigentlich würde ich mir schon sehr gerne wünschen, dass Mimi wieder glücklich mit einem Partner ist (das war sie nur mit Pepper, der leider von einem unserer Nachbarn getötet wurde, woraufhin wir auch Flocke geholt haben). Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :102:
 
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  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #2
Hallo,

es tut mir sehr leid, dass euer Rammler nicht mehr da ist. :(

Dass eure Nachbarn euch die kleine neue Neuzugängerin überlassen haben war jedenfalls das beste für das Weibchen.
Ich würde dir jedoch raten, ehe du sie mit deinem Weibchen vergesellschaftest, sie von einem kompetenten Tierarzt untersuchen zu lassen.
Dieser sollte unbedingt das Geschlecht des Tieres kontrollieren und bestätigen, damit ihr nicht noch einen ungewollten Wurf bekommt, sollte das Tier doch ein Männchen sein.

Hast du schoneingeschrängte Vergesellschaftung mit Kaninchen durchgeführt?
Ganz wichtig ist, dass viel Platz, verstecke ohne Sackgassenbildung vorhanden und der Ort an dem dies statt findet ein möglichst unbekannter für die Tiere ist, damit beide ohne Vorurteile aufeinander zu gehen können.
Junge Zwergkaninchen sollten außerdem erst mit ausgewachsenen Tieren vergesellschaftet werden, wenn diese mindestens 16 Wochen jung sind.
Während der Zeit davor, sollten sich die Tiere weder sehen noch beschnuppern können, weil dies oft zu Aggressionen führt.


Liebe Grüße
Amber
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #3
Danke für die Antwort,
habe noch mal nachgefragt, Hazel ist 12 Wochen alt. Das heißt also ich kann sie in ca einem Monat mit Mimi Vergesellschaften?

Das mit dem neutralen Raum habe ich schon geklärt und auch schon mal testweise eingerichtet.
Nun ist es so, dass wir den Stall im Moment in der Mitte geteilt haben, schätze also die beiden können sich immer noch riechen. Habe mal gelesen, dass Kaninchen Artgenossen nach 2 Wochen vergessen. Könnte ich dann nicht theoretisch die beiden noch so lassen bis kurz vor der Vergesellschaftung und sie dann 2 Wochen lang provisorisch getrennt halten?:eusa_think:
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #4
Hm. Also ich finde die Konstellation ehrlich gesagt unglücklich. Zu so einer dominanten älteren Dame würde eher ein souveräner Kastrat passen - zwar unterordnungsbereit, aber eben auch kein extremer "Softie", der sich also nicht komplett unterbuttern lässt.

Probiere es aus. Vielleicht solltest du im Vorfeld schon mal Kontakt mit TH aufnehmen und die Situation schildern. Falls es mit der Kleinen nicht klappt, bestünde ja vielleicht die Möglichkeit eines Tausches gegen ein geeigneteres Tier? Ich würde das mit der räumlichen Trennung ohne Riechkontakt möglichst zügig ermöglichen - dass sich nach 2 Wochen beim Kaninchen die Reset-Taste automatisch drückt und alle Erinnerungen erlöschen, daran glaube ich nicht so ganz. Geruchsnoten dürften am Stall/Gehege übrigens auch wesentlich länger haften und Reaktionen auslösen...


Nun ist es so, dass wir den Stall im Moment in der Mitte geteilt haben, schätze also die beiden können sich immer noch riechen.

Wie soll denn das Platzangebot in der künftigen Kaninchen-Unterkunft (sowohl im Vergesellschaftungsgehege, als auch in der Dauerunterkunft) aus?
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #5
Im Stall sind es 2qm Fläche (+tagsüber Auslauf) und der Vergesellschaftungsbereich hat ca. 8?

Falls das mit Mimi nicht klappt haben wir in der Nachbarschaft auch ein männliches Jungtier das derzeit alleine lebt, dort könnte Hazel evt. hin (ist jetzt nur eine Vermutung, die Nachbarn wissen nichts :D ). Ich schaue regelmäßig auf der Tierheimseite wie es mit Kaninchen aussieht, leider gibt es dort auch nur Jungtiere.. wenn überhaupt.

Ich richte dann mal ein Gehege für Hazel ein, in dem sie eine Zeit lang bleibt. Ist es eigentlich schlauer größentechnisch zu warten, bis sie sich gegen Mimi wehren kann (dann müsste der Rangordnungskampf doch viel heftiger ausfallen) oder ist es besser sie zusammen zu setzen solange Hazel noch deutlich kleiner ist? Kann mir nicht vorstellen, dass Mimi sich unterdrücken lassen würde, möchte aber auch nicht, dass das selbe wie bei Flocke passiert. Dieser war in Gegenwart von Mimi immer total angespannt und erst als sie außer Sichtweite war, hat er sich getraut zu essen oder zu uns zu kommen (sie haben nie zusammen gegessen!!).

Gehe nächste Woche zum TA, vllt kann der mir auch noch mal Tipps geben.
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #6
16 Wochen sollte sie auf jeden Fall sein. Vielleicht solltest du auch noch ein wenig länger warten, wenn Mimi so dominant und aggressiv ist. Zu lange sollten sie aber nicht alleine sein.

8qm für die VG sind super! Können sie dort auch länger bleiben? Eine VG dauert meist ein paar Tage, es können aber auch ein paar Wochen werden.

Leben sie draußen oder drinnen?
Der Stall ist für beide in der Nacht zu klein. Auch in der Nacht wollen sie sich mal bewegen, da schlafen sie nicht die ganze Zeit. Das Gehege sollte dauerhaft mind. 4qm groß sein, auf einer Ebene.
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #7
Sie leben draußen, und ja du hast recht, der Stall ist zu klein. Wegen Gartenumbau habe ich überlegt auf Innenhaltung umzustellen, da hätten sie einen ganzen Raum für sich (im Moment ist da Hazel drin). Wegen dem Auslauf über Nacht: da habe ich leider schlechte Erfahrung gemacht.. wie gesagt wurde Mimis erster Partner von jemandem aus der Nachbarschaft umgebracht und nur der Stall ist wirklich sicher (vor Menschen).


Ja, der VG Raum ist auch länger beziehbar. Wäre natürlich super wenn die beiden sich auf Anhieb verstehen würden.
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #8
In der Nacht wäre mir das auch zu unsicher, generell ohne Aufsicht.

Sie dauerhaft drinnen zu halten ist doch eine gute Idee! :) Da hätten sie dann schön viel Platz, es ist sicher und jetzt gibt es auch keinen großen Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen.
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #9
Hallo Salat, mich würde mal interessieren ob es geklappt hat?
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #10
Also, kleines Update:

Hazel hat schon ordentlich zugelegt (wiegt fast 1,4 kg), so dass wir vor hatten die beiden sobald die Temperaturen etwas angenehmer sind zu Vergesellschaften. Vor zwei Tagen habe ich allerdings entdeckt, dass sie humpelt. Ein kompletter Zeh von ihrer rechten Pfote ist verdreht und wird im Moment stabilisiert, bis sie wieder richtig Auftreten kann. Fressen, Springen und Rennen tut sie ganz normal (junges Kaninchen eben).
Durch die Verletzung verschiebt sich das ganze also nochmal um ein paar Wochen :?
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #11
Hallo Salalat,

wie blöd, dass Hazel sich ausgerechnet jetzt die Zehe gebrochen hat.:(

Hat sie einen Verband an der Pfote?

Ich wünsche der kleinen gute Besserung.


Liebe Grüße
Amber
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #12
Ja hat sie, wir wechseln ihn alle zwei Tage. Es sieht schon deutlich besser aus, sie benutzt die Pfote auch wieder.

Ich möchte trotzdem nichts riskieren und warte lieber noch zwei Wochen.

Ich melde mich wenn's Neuigkeiten gibt :001:
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #13
Hallo! Gute Neuigkeiten :048:

Vor ca. 3 Wochen haben wir Hazel und Mimi ordnungsgemäß vergesellschaftet. Beide waren mehr mit dem neuen Gehege und dem Futter beschäftigt, als sich um die Rangordnung zu kümmern. Als wir sie in den Stall gesetzt haben, ging es dann doch los mit dem Gezanke.
Mimi jagt Hazel immer noch ab und zu, allerdings fressen sie auch zusammen und heute habe ich Mimi sogar dabei erwischt wie sie Hazel geputzt hat (auch wenn Hazel nicht ganz so glücklich aussah, sie hat immer noch Angst vor Mimi).

Ich muss auch zugeben, dass Mimi viel lebhafter wirkt, seit dem sie mit Hazel lebt. Ich denke diese kleinen Raufereien legen sich noch mit der Zeit, jetzt wo der Winter kommt, müssen sie sich ja irgendwie gegenseitig warm halten :D
 
  • Problematische Kaninchendame vergesellschaften? Beitrag #14
Hallo salalat,

es freut mich, dass die vergesellschaftung von Mimi und Hazel bisher gut verläuft, doch warum lässt du die zwei nicht dauerhaft auf den 8qm?

Für die beiden ist der 2qm große Stall viel zu klein. In diesem können sich die Tiere nämlich gar nicht aus dem Weg gehen, was sehr oft zu Stress und Streit zwischenden Tieren führt.
Auch wegen der kälteren Temperaturen, sollten die zwei mindestens 6qm dauerhaft vorfinden.


Liebe Grüße
Amber
 
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