Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung

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  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #1
Feuerstern

Feuerstern

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Guten Tag
Ich habe schon oft gehört, dass vor allem Golden Retriever und Labrador Retriever für Menschen mit Handicap geeignet sein sollen.
Nun ja, ich gehöre zu den etwas eingeschränkten Leuten. Angststörung, Hüftschwäche und Depression. Dennoch wünsche ich mir einen Hund und würde alles dafür geben. Ich habe das Einverständnis von Eltern, Vermietern und Ärzten bekommen und möchte nun wissen, ob es stimmt, dass die genannten Rassen für Anfänger oder eingeschränkte Menschen passend sind. Ich kann aufgrund meiner Hüfte nicht all zu lang spazieren gehen (30 - 45 min.), dafür habe ich allerdings einen großen Garten und See in direkter Nähe. Ich kann den Hund vor allem geistig fördern. Im Haushalt leben derzeit 2 Katzen, meine Mutter und Ich. Ich bin aufgrund der Krankheit immer zu Hause und auch meine Mutter hat genug Zeit um mich zu unterstützen. Dazu kommen weitere Familienmitglieder in direkter Nähe. Geschwister habe ich keine. Es ist mir klar, dass mir die Haltung nicht verboten werden kann, aber ich habe Angst, dass der Hund mit den Lernspielen und dem auslasten, was ich aufbringen kann, nicht zufrieden ist. Generell suche ich nach einem ruhigen und einfühlsamen Hund, besonders wegen der Depression.
Ich würde gerne eure Erfahrungen hören. Vielleicht befindet sich ja der ein oder andere gehandicapte unter uns. :)
Ganz liebe Grüße

Edit: Mir geht es schon viel besser und ich bin auf einem guten Wege wieder gesund zu werden. Das kann allerdings noch 6 - 12 Monate dauern und die Hüftschwäche bleibt dauerhaft.
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #2
Hey,

jein.
Gerade junge Labbis und Goldies sind extrem stürmisch und ballerig:)
Sie erdulden sehr viel, reagieren erst sehr spät mit Abwehrverhalten und neigen einfach dazu eher selbst krank zu werden als Stress anders zu äußern als jetzt z.B. ein Terrier.

Mal ganz profan: Wie sieht es denn aus mit einem Hund aus dem Tierheim/Tierschutz, der eventuell selbst schon etwas ruhiger ist, einschätzbarer als ein Welpe, mit einem halbwegs passendem Grundgehorsam?

Was ich mir nochmal gut überlegen würde: Kannst du einen 35kg-Hund mit deiner Hüfte halten, wenn der mal (aus welchem Grund auch immer) voll in die Leine brettert?
Dir und deiner Hüfte zuliebe würde ich da vllt. eher ein paar Gewichtsklassen kleiner schauen^^

Auch kleine Hunde können tolle Begleiter sein, die du für jeden Unfug begeistern kannst- nur mit reduziertem Verletzungsrisiko für dich:)
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #3
Hallo,
ich hatte ursprünglich darüber nachgedacht einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Ich habe mich auch gut informiert, jedoch waren in den Tierheimen etc. nur Hunde, die nicht für Anfänger geeignet waren. Entweder waren es Gefahrenhunde oder welche, die sehr erfahrene Halter benötigen. Das kann ich nicht bieten, ich hatte noch nie einen Hund. Gewichte halten kann ich, nur ich kann eben keine langen Strecken laufen. Eher mit dem Fahrrad fahren o.ä.
Ich habe mich (leider leider) in einen Welpen verliebt... allerdings in einen Labrador. Ehrlich gesagt möchte ich meinen Katzen auch keinen ausgewachsenen Hund auf den Hals hetzen. :D Ich kenne die beiden Fellknäule und es ist einfacher für sie, wenn sie mit einem Welpen zusammengeführt werden.
Ich persönlich habe keine Angst vor der "Herausforderung" Labrador/Golden Retriever. Mich würde es eher freuen einem riesigen Fellberg ein zu Hause zu bieten. Eine Bekannte hatte mal einen Golden Retriever (die Hündin ist leider verstorben) und sie waren ein Herz und eine Seele. Im Allgemeinen habe ich gute Erfahrungen bzw. Bekanntschaften mit diesen beiden Rassen machen dürfen. :)
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #4
Hey,

ohne dir die Illusionen zerstören zu wollen: Auch einen Welpen kann man sich selbst versauen:p
Nur weil man einen Hund sehr jung bekommt heißt das nciht, dass er nachher problemlos mitläuft^^

Aber das nur anbei^^

Was das Gewicht halten betrifft: Ich würde das an deiner Stelle wirklich mal ausprobieren.
Selbst wenn man "mit beiden Beinen" fest auf dem Boden steht, keinerlei Schwierigkeiten hat, kann einem ein ausgewachsener mittelgroßer Hund auch mal den Asphalt näher bringen.
Solltest du da Belastungsschwierigkeiten haben kann das echt nach hinten losgehen.

Damit will ich dir das übrigens nicht ausreden, sondern ich würde das einfach wirklich vorher mal testen, ob du dir einen eventuell noch nicht leinenführigen durchgeknallten Jung-Labbi jeden Tag an der Leine vorstellen kannst.
Das verlangt einem körperlich wirklich viel ab, das sollte man nicht unterschätzen- auch nicht, wenn man eben keine Probleme mit der Hüfte hat;)

Goldies sind generell etwas sensibler als Labbis, gerne aber auch unsicherer, während Labbis durch ihre Distanzlosigkeit manchmal negativ auffallen.
Viele andere Hunde finden das z.B. nicht wirkich witzig^^
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #5
Für die Katzen ist es keinesfalls leichter an einen Welpen gewöhnt zu werden. Wieso auch? Ein Welpe ist stürmisch und neugierig, während ein erwachsener Hund, der Katzen vielleicht schon kennt, ihnen viel besser die Distanz geben kann, die sie brauchen.
Das nur so zum Richtigstellen, machbar ist es natürlich. Aber nicht einfacher, sondern schwerer.

Bei einem guten Züchter wirst du immer ausführlich beraten und dort kannst du bestimmt auch mal einen Hund an die Leine nehmen und ein Stück gassi gehen um zu testen, ob du ihn halten kannst.
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #6
Keine Sorge, die Illusion ist nicht zerstört, da sie nie vorhanden war. Ob Welpe oder Erwachsen, beides kann schief gehen, muss es aber nicht. :)
Sind Goldies als Welpe genauso ungestüm wie Labbis an der Leine? Ich schwanke immer noch zwischen den beiden Rassen.. beide sind wirklich toll.

Der Vorteil ist natürlich, dass es hier sehr viel freie Fläche zum üben gibt. Eine Hundeschule ist auch in der Nähe und meine Tante ist hundeerfahren.
Sicherlich ist ein Shi Tzu einfacher fest zu halten, als ein Goldie ... dennoch hat es mir diese Rasse irgendwie angetan. Neben den Labbis natürlich.

Was dazu kommt ist, dass es mit der Angst einfacher wäre, wenn der Hund größer ist. Es geht gar nicht darum, dass es ein Wachhund ist, eher darum was neben einem läuft. Aufgrund dieser Angsterkrankung hat mir meine Therapeutin einen Hund empfohlen, nachdem ich sie darauf angesprochen habe.

Das wäre für mich einer der Beweggründe einen größeren Hund zu wählen. Ich bekomme sehr schnell Angst, ob zu hause oder draußen und da würde mir ein Mops nicht das Gefühl von Sicherheit geben. Ich hoffe das ist verständlich.
Ich gebe es ungern zu, dass bei mir im Kopf einiges falsch läuft... :?


Ich werde trotzdem noch mal mit meiner Mutter sprechen, ob es nicht besser ist einen erwachsenen Hund zu nehmen. Ich habe nebenbei noch recherchiert und lasse mir das noch mal durch den Kopf gehen. Ich möchte meine Katzen schließlich so wenig wie möglich stressen.
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #7
Hey,

was die Angst betrifft: Das KANN zum Problem werden- für den Hund.
Das sollte dir klar sein.

Natürlich vermittelt ein großer Hund mehr Sicherheit, aber wenn dein Hund glaubt Situationen für dich klären zu müssen wird es schwierig. Letzten Endes musst du den Hund beschützen (vor Dingen vor denen er Angst hat, vor anderen Hunden usw. usf.).

Das ist natürlich auch eine entsprechende Motivation sich eben dazu überwinden zu müssen in Konfliktsituationen Verantwortung übernehmen zu müssen.

Hast du jemanden bei dir in der Nähe, der sich, was die Grundlagen betrifft, mit der Ausbildung von Hunden (ich rede hier nur von der Alltagsausbildung nicht von einer Assistenzhunde-Ausbildung) auskennt, bei entsprechenden Angststörungen usw. beim Menschen?

Da gibt es ein paar Besonderheiten, die im Training/Alltag etwas anders gestaltet werden sollten als es "normalerweise" der Fall wäre.

Und falsch ist doch relativ:)
Anders heißt ja nicht, dass das besonders fatal wäre- man muss eben um diese Faktoren wissen und sich seine Umwelt dementsprechend anpassen:)
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #8
Ich werde mich mal schlau machen, ob es in der Nähe jemanden gibt. In der Familie leider niemand.

Da ich aber auch an der Angststörung arbeite, wird es immer besser. Es gab Zeiten, da konnte ich alleine nicht rausgehen. Mittlerweile gehe ich alleine spazieren.
Wie ich ja schon im ersten Post erwähnte, möchte, nein WILL, ich alles dafür tun, damit das Zusammenleben klappt. Egal ob kleiner oder großer Hund - Hundeschule und üben ist Pflicht.

Ich habe relativ oft gelesen, dass Goldies besonders einfühlsam wären. Diese Eigenschaft ist in meinen Augen positiv. Aber wer weiß, vielleicht wartet ja doch im Tierheim mein neuer Partner auf mich? :)

Ich werde mich per E-Mail mal schlau machen und meine Situation schildern. Die Hunde sind dort bekannt und sicherlich wird mir jemand helfen können.

Es muss kein reinrassiger Hund sein, das noch anbei, ein Mischling ist genauso toll. :angel:
 
  • Hundehaltung mit körperlicher Einschränkung Beitrag #9
Ich hab hier einen 28kg Hund und bin ganz und gar gesund und dazu kein Fähnchen im Wind. Wenn der mit wups in die Leine geht ist es echt heftig. Mein Hund ist übrigens ein Labrador Mix. Diese Rasse ist wie mido sagt durchaus sehr stürmisch und nicht immer passen die auf ihren Menschen aus; rennen einen vor Freude übern Haufen, wollen zu anderen Menschen und Hunden und zerren wie bescheuert an der Leine. Auch Labradore müssen das lernen. Kann durchaus auch Monate dauern bis sie das beherrschen. Meiner kann es, aber wehe er sieht eine Katze. :uups:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

P.s; das gilt auch für alle anderen Rassen. Sie müssen es lernen. Gerade Junghunde werden da nicht zimperlich sein
 
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