Kuriose Wiedervereinigung...

Diskutiere Kuriose Wiedervereinigung... im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo ihr lieben... Mir ist etwas unglaubliches passiert! Zunächstmal bin ich mir nicht 100% sicher ob dieser Beitrag in die Kategorie "Haltung"...
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Sinura_daVinci

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Hallo ihr lieben...
Mir ist etwas unglaubliches passiert! Zunächstmal bin ich mir nicht 100% sicher ob dieser Beitrag in die Kategorie "Haltung" fällt, obwohl, doch eigentlich ist das der Grund wieso ich hier schreibe...

Also erstmal zu der Vorgeschichte:
Ich hab mir vor ca. 5 Jahren eine Maine Coon Kitten gekauft in der wunderschönen Farbe Cameo mit dem Namen "Gerry". Gerry war von Anfang an ein Stubentiger, ein glücklicher noch dazu weil er gleich in den Genuss eines Samtpfötigen Gefährten kam. Als Gerry ca 1 1/2 Jahre alt war fiel er von der Gallerie in meiner Wohnung und krachte auf den Wohnzimmertisch der darunter stand. Fazit: gebrochener Oberschenkelhals und mehr. Er bekam damals durch eine Operation ein künstliches hüftgelenk.
Einige Zeit später bin ich mit Hund, Katze, Kind in eine größere Wohnung umgezogen mit Garten und Terasse, 98m², etc... Also mit viiiel Platz für Vier- und Zweibeiner. Es dauerte nicht lange bis ich vergaß meine Terassentüre hinter mir zu schließen und die zwei Katerchen auf erkundungstour gingen. (Natürlich ungewollt, weil Stubentiger)
Mein schwarzer Kater Baghira kam nach ein paar Stunden wieder nach Hause aber von Gerry war keine Spur. Wir suchten ihn vergebens, hingen Zettel in der Nachbarschaft, Tierärzte, Einkaufsläden auf und suchten ihn Tag und Nacht.
Die Vorwürfe mir selbst gegenüber waren rießig. Ich hatte Angst um ihn.
Tage vergingen, Monate vergingen... Keine Spur von Gerry. Wir hatten die Hoffnung vollkommen aufgegeben was mir im Herzen weh tat.
Mit der Zeit verging der Schmerz und wir haben damit abgeschlossen, und jetzt komm ich zum eigentlichen Thema...

Gestern, knapp ZWEI Jahre nachdem er weglief fahre ich nachdem ich mein Kind in den Kindergarten brachte nach Hause, bzw war gerade auf dem Weg dorthin, als ich im Augenwinkel auf dem Gehweg eine Cameofarbene Maine Coon sah. Alles was danach kam war eine "Kurzschlussreaktion". Ohne darüber nachzudenken hielt ich mein Auto an, sprang raus und ging der Katze entgegen die nur dasaß und mir zusah wie ich auf sie zukam. Sie ließ sich ohne Probleme auf den Arm nehmen und fing sofort an zu Schnurren. Ich spürte jede Rippe und jeden Wirbel. So eine abgemagerte Katze sah ich bis dato noch nie. Dazu kam noch das sein wunderschönes Langhaariges Fell vollkommen verfilzt und verwahrlost war. Nichts deutete daraufhin das er ein zu Hause hatte so wie er aussah.
Zu Hause angekommen rief ich die Tierärztin an die Gerry damals operiert hatte und fragte sie ob ich mit ihm kommen könnte um bestätigen zu lassen ob es wirklich Gerry ist.
Eine Stunde später beim Tierarzt hat sie ihm die Stelle an der er operiert wurde ausrasiert und seine Narbe war gut erkennbar. Es ist mein Kater Gerry. Zweifellos.
Den Tränen nah fuhr ich wieder nach Hause mit Gerry im Schlepptau... Er fühle sich gleich wieder wohl und ging auch vom ersten Moment an aufs Katzenklo.

Meine Frage ist jetzt:
Wie stehen die Chancen das Gerry bei mir bleibt? Er war zwei Jahre in freier Wildbahn und ich will ihn nicht wieder verlieren. Kann ich einen zeitweise Streunenden Kater wieder an drinnen gewöhnen? An sein eigentliches zu Hause? Hat jemand von euch Tipps für mich wie ich mich Verhalten soll? Oder ist irgendjemandem schonmal was ähnliches passiert? (so die Frage passt jetzt wieder zum Thema Haltung ;) )

Viele liebe Grüße Lisa

gerry.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #2
Hi, was für eine rührende Geschichte. Das ist doch wieder Beweis genug, dass man niemals die Hoffnung aufgeben sollte. Es freut mich sehr für euch :)

Natürlich ist es möglich, Katzen wieder an die Wohnungshaltung zu gewöhnen. Mein Kater war 5 Jahre ein Stubentiger, nach dem Umzug mit meinen Eltern ging er für 3 Jahre raus bis ich ausgezogen bin und ihn mitgenommen habe - wieder in Wohnungshaltung. Ich hatte auch Bedenken ob er es akzeptieren wird oder ob ich in zurück zu meinen Eltern bringen muss. Aber er hat sich damit wieder vollkommen arrangiert. Meine andere Katze, eine Katze aus Spanien, war jahrelang ein Streuner bis sie zu ANAA Madrid kam. Sie sollte eigentlich nach der Kastration wieder an dem Platz, wo sie gelebt hatte, ausgesetzt werden. Jedoch hat sie keinerlei Ambitionen gezeigt raus zu wollen und hat sich in der Wohnung einfach am sichersten gefühlt. Sie konnte auch bei ihrem Pflegefrauchen bleiben, bis sie zu mir kam. Und auch ihr merkt man nicht an, dass sie die Freiheit vermisst, die sie damals hatte.

Hast du vielleicht einen Balkon den man vernetzen könnte? So dass er immer noch Frischluft schnuppern kann ohne eine Möglichkeit zu haben abzuhauen? Oder vielleicht sogar einen Garten, den man sichern kann?´Es gibt viele Möglichkeiten dafür und vielleicht wäre das für Gerry am besten.

Und vielleicht noch als kleiner Tipp: Lass ihn chippen. Es ist wichtig, auch seine Stubenhocker chippen zu lassen da es IMMER passieren kann dass sie in einem unbedachten Moment abhauen. Du hast es ja selbst mitbekommen aber toi toi toi - ein happy end bekommen :clap:
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #3
Nach so langer Zeit hat wirklich niemand mehr damit gerechnet. Ich sind sooo froh ihn wieder bei uns zu haben. Jetzt wird er mal ordentlich aufgepäppelt und wird mit Streicheleinheiten verwöhnt. Man merkt allerdings schon an seinem Verhalten dass er ziemlich wild geworden ist.

Ich habe einen Balkon und eine Terasse. Der Balkon geht allerdings von meinem Schlafzimmer aus in dem ich mit großer Mühe versuche die Haare fernzuhalten. ;)
Meine Terasse ist die sogenannte Tür zu Freiheit. Von dort aus ist Gerry damals abgehauen und da ich auch ein freiheitliebendes Kind habe die gern aus und ein läuft wie es ihr passt ist es für mich sehr schwierig alles immer im Auge zu behalten. Ich sag meiner Kleinen immer wieder das sie aufpassen soll das gerry nich rausläuft aber sie ist ein Kind und man kann ihr das nicht zum Vorwurf machen wenn sie es mal vergessen sollte.

Ich hab mir schon überlegt eine Fliegengittertür an der Terassentür zu befestigen sodass die Tür offen bleiben kann (wegen Frischluft im Sommer) aber Gerry dennoch nich abhauen kann. Das Problem ist nur das Gerry die mit seiner Kraft leicht aufdrücken könnte.

Vlt habt ihr noch Tipps wie ich mein Areal Katzensicher machen kann ohne das mein Kind darunter mitleidet. (Hört sich jez bescheuert an aber ich glaub ihr wisst wies gemeint ist )

Das mit dem Chippen ist auf jedenfall ein guter Tipp. Das hatte ich damals schon vor als wir umgezogen sind aber dann war es zu spät. Wir werden das aber nächste Woche gleich in Angriff nehmen. :)

Lg
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #4
Das ist ja wirklich eine unglaubliche Geschichte. Ich freue mich für dich, dass du ihn nach so langer Zeit wiedergefunden hast!

Also zunächst mal ist es generell möglich, Katzen von draußen an Wohnungshaltung zu gewöhnen - das kommt aber immer auf die Katze an. Wir haben mehrere solcher ehemaligen Straßenkatzen hier, die mit Wohnungshaltung und gesichertem Freigehege zufrieden sind.
Was mich zur nächsten Frage führt - hast du auch einen Garten an der Terrasse? Kannst bzw. willst du da vielleicht etwas katzensicher gestalten? Was ist mit dem anderen Kater Baghira? Lebt er nun noch als Freigänger bei dir?
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #5
Eine Fliegengittertür ist nie so richtig sicher. Je nachdem was man nimmt, können die durch die Katzenkrallen leicht reissen. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich hier Links posten darf? Jedenfalls würde ich vielleicht eher in die Richtung von tendieren. Sieht zwar nicht so toll aus, aber den Zwecks erfüllt es. Gibt es aber bestimmt noch in andere Ausführungen, die für Katzen gedacht sind.

Und das ist gut dass du Gerry chippen lassen möchtest :) Aber dann pack deine andere Katze gleich mit ein & vergiss nicht sie bei Tasso zu registrieren. :angel:
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #6
Ich hab einen kleinen garten an meiner terasse... ich will mich allerdings nicht komplett einzäunen wenn ihr versteht... davon abgesehen ist das alles eine kostenfrage... ein solches Budget um den kompletten garten "umzumodeln" steht mir leider nicht zu :(

Und black&white: ich werd mir den link heute abend am pc angucken... klappt mit handy grad nich so... aber ich bin für alle tipps und ratschläge dankbar :D

Achja und zu baghira... er ist ein richtiger freigänger geworden... er liebt es draussen zu sein... klar ist das jez n bissl unfair gegenüber gerry aber bei baghira weis ich das er zurück kommt...
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #7
Achja und zu baghira... er ist ein richtiger freigänger geworden... er liebt es draussen zu sein... klar ist das jez n bissl unfair gegenüber gerry aber bei baghira weis ich das er zurück kommt...
Ist es, denn wenn Baghira viel unterwegs ist, hast du im Endeffekt einen Einzelkater in der Wohnung sitzen - nicht gerade ideal :?. Ich würde mich dann vielleicht langsam an Freigang mit Gerry rantasten, eventuell mittels Geschirr und Leine erst mal. Eine Bekannte hat z.B. einen älteren Maine Coon übernommen und zum Freigänger gemacht, dieser hört mittlerweile auf ein Glöckchen, mit dem sie ihn und die Katze abends rein ruft. Das klappt wunderbar, wobei es natürlich nie eine 100%ige Garantie gibt. Die hast du bei Baghira als Freigänger aber auch nicht.
 
  • Kuriose Wiedervereinigung... Beitrag #8
Da muss ich Ina Recht geben. Das wäre auch irgendwie gemein, da Gerry ja mitbekommen wird, dass Baghira raus darf und er nicht. Nicht dass er am Ende protestiert und sich dann auch dementsprechend verhält.

Ich würde Gerry die erste Zeit im Haus behalten, damit er weiß dass es sein zu Hause ist. Und dann langsam versuchen ihn rauszulassen. Wenn er es zulässt mit Geschirr (Geh das aber behutsam an. Sprich: Jeden Tag für einen kleinen Moment das Geschirr anziehen und dann wieder runter. Im Haus natürlich. Manche Katzen kriegen am Anfang die Macke mit so einem Teil.) Und sobald er das Geschirr akzeptiert, geh mit ihm raus.

Man weiß ja nicht, wie es dazu gekommen ist, dass Gerry so lange weg war obwohl er ja gar nicht richtig weggewesen ist. Vielleicht in ein Auto gestiegen, irgendwo entkommen und hat den Weg nach Hause nicht gefunden? Da ihr ja nicht lange dort gewohnt hattet und er die Umgebung überhaupt nicht kannte...

Also ich würds einfach langsam angehen, ihn aber nicht langfristig einsperren, wenn deine andere Katze raus darf.
 
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