Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen

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Hallo Ihr Lieben,
ich bräuchte euren Expertenrat: Ich habe seit gestern ein Kaninchen (Flecki, 5 Jahre alt, ich schätze Zwergkaninchen), das beim bisherigen Besitzer in einem viel zu kleinen Käfig im dunklen Flur stand.
Ich habe beschlossen, dass das so nicht bleiben kann, und jetzt wohnt er auf meiner Terrasse (die ist im 1. Stock und wie ein Balkon nur größer, gut gesichert mit hoher Brüstung und voll überdacht) Nachdem ich mich ein bisschen eingelesen habe, ist mir klar geworden, dass eine Buddelkiste und Auslauf auf der Terrasse zwar eine Verbesserung sind, aber bestimmt noch nicht artgerecht.
Jetzt habe ich ganz viele Fragen; ich stell jetzt mal alle, und hoffe auf zahlreiche Antworten...



Vergesellschaftung:
Da er immer alleine war ist Flecki wahrscheinlich nicht kastriert. Wenn ich das jetzt machen lasse, dann sollte ich noch 6 Wochen warten, bis ich mit der Vergesellschaftung anfange, oder? In 6 Wochen ist es dann allerdings Ende Oktober, und ich kann nicht irgendeine Kaninchendame aus dem Tierheim ohne Winterfell auf den Balkon setzen. Bzw. da ich sie eh auf neutralem Boden vergesellschaften sollt, wird es Flecki dann beim vergesellschaften (drinnen) zu heiß, und die Dame friert, wenn beide dann draußen wohnen sollen... was meint ihr, kann ich da bis zum Frühling warten?


Marder:
Ich hätte darüber gar nicht nachgedacht, habe aber bei Balkonhaltung gelesen, dass der Balkon mardersicher gemacht werden muss... Das ist ein bisschen schwierig, und bestimmt nicht so schnell umzusetzen. Da der Käfig wirklich klein ist, will ich ihn da auch nicht die ganze Nacht einsperren. Im Moment habe ich einen Aussenauslauf um den offenen Käfig rumgebaut, der allerdings oben nur mit einem Netz gesichert ist. Meint Ihr das reicht für den Anfang? Ich lade Bilder hoch, sobald ich rausgefunden habe, wie das geht. Tagsüber lasse ich ihn frei laufen, da ich mitten im Ort bin, glaube ich nicht, dass sich da ein Marder rumtreibt. Gibt es sonst irgendwas das ich beachten sollte, um die Terrasse sicher zu machen?


Stall:
Für die kältere Jahreszeit baue ich sobald wie möglich noch einen Stall. Wie groß sollte der sein, wenn ich schon mit einplanen will, dass es bald zwei Kaninchen sind?


Futter:
Bisher hat er vor allem von Obst, Gemüse und Mulitvitaminsticks gelebt (mit viel Getreide).
Er findet natürlich alles Grüne super, Löwenzahn ist der Hit, gerne auch bittere Salate, scheint sich auch über das Heu zu freuen... wie vorsichtig sollte ich die Ernährung umstellen? Er frisst, wie gesgt, schon Frischfutter, aber nicht wahnsinig viel, und auch viele Gemüsesorten gernicht. Als ich ihm einen von diesen Sticks reingehängt habe, hat er sich richtig draufgestürzt.... Jetzt meine Frage: Soll ich weiter ein bisschen Getreide geben, und das langsam auf Null runterfahren, oder gleich „richtig“ füttern? Ich weiß, dass Obst nicht so viel gefüttert werden soll, aber wieviel ist nicht so viel?


Ich weiß, das ist ganz schön viel, aber da ich blutige Anfängerin bin, und meinem Kaninchen möglichst schnell ein gesundes und artgerechtes Leben ermöglichen will, freue ich mich auf jeden Tipp.

Danke schon mal!
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen

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  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #2
hallo :)

erstmal schön dass du ihn da raus geholt hast.
Genau 6Wochen mindestens warten nach Kastration. Allerdings ist es jetzt eigentlich auch schon zu spät um Winterfell zu bilden, falls er keine Außenhaltung kennt. Ansonsten gibt es auch Tierheime und Pflegestellen die aus Außenhaltung vermitteln.
Da dann drauf achten, dass das neue Tier mind 16 Wochen alt ist, jüngere Tiere sollte man wegen der dünnen Haut und damit verbundener Verletzungsgefahr noch nicht vergesellschaften.

Marder können leider auch im Ort wohnen. Bei uns gegenüber wohnte lange einer unterm Dach. Ein Foto vom Balkon wäre da wirklich hilfreich, dann kann man da entsprechende Tipps geben, wie das gesichert werden kann. Ein Netz ist zwar besser als nichts, hilft bei Mardern aber eher wenig.

Der Stall muss nicht allzu groß sein, wenn sie freien Zugang nach draußen haben. Du solltest evtl noch für jeden ein Häuschen reinstellen können, in dem zu Kuschelzwecken ;) auch Beide dann Platz haben.

Das Futter sollte langsam umgestellt werden. Kaninchen sind recht empfindlich was die Verdauung angeht. Fütter erstmal ruhig Getreide weiter und reduzier das langsam. Heu solltest du erstmal rund um die Uhr zur Verfügung stellen. Alles an Frischfutter, was er nicht kennt langsam anfüttern. Am optimalsten wäre frische Wiese frei zur Verfügung. Du kannst die aber auch durch Salate und blättriges Gemüse ergänzen. Anderes Gemüse ist auch ok, nur sind Kaninchen in erster Linie Herbivore, da entspricht alles blättrige eher ihrem Nahrungsspektrum. Obst sollte nur als Leckerli gegeben werden 1-2mal die Woche.

Die Seite find ich sehr gut
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #3
Wow, danke für die schnelle Antwort!

Der Kleine war Ende August/Anfang September schon fast 2 Wochen bei mir auf der Terrasse, als Feriengast... dann noch mal eine Woche im alten Zuhause, da es ein bisschen Diplomatie und Kinder Überreden gebraucht hat, um ihn da herauszuholen.
Er hat also schon vor ca. 3 Wochen die ersten kühlen Nächte erlebt. Bilder von meiner Terrasse liefere ich morgen nach, das muss ich bei Tageslicht fotografieren. Sie ist aber relativ geschützt, es wird nicht so kalt wie "draussen". Ich würde Ihn gerne auf der Terrasse lassen, aber wenn die Experten meinen, dass das diesen Winter noch nicht geht, könnte ich auch drinnen was einrichten, allerdings dann wohl mit weniger Auslauf (die Terrasse hat 22qm).

Garten habe ich leider keinen, er hat heute eine Handvoll Löwenzahn, Spitzwegerich, Gras und Schafgarbe bekommen, und auch "höflich" probiert, ist aber noch einiges liegengeblieben... das Einzige was er in wirklichen Mengen frisst ist Eisbergsalat, aber da sind ja nun nicht wirklich Nährstoffe drin (im Vergleich mit Wildkräutern) Aber ich bin jetzt schon mal beruhigt, dass es nicht schlimm ist, wenn er auf Karotte, Sellerie und co nicht steht. Ich werde weiter Widkräuter anbieten, und ansonsten Salate kaufen.

Wie ist das mit Getreide weiterfüttern, er kennt (und liebt) das vor allem in Form von Multivitamin Knabbersticks... ich persönlich bin ja der Meinung dass künstliche Vitamine nicht gesund sein können, und vermeide Vitaminzusätze (in meiner Ernährung). Können so Sticks trotzdem sinnvoll sein, wenn er eben sonst sehr einseitig frisst? Die meisten der Getreidekörner kommen übrigens anscheinend nahezu unverdaut wieder raus, ist das normal?
Ich habe auch schon Apfelbaum und Haselnuss Zweige angeboten (mit Blättern), die ignoriert der Herr auch weitgehend. Ist wohl so ähnlich wie bei Menschen, an gesunde Ernährung muss man sich wohl erst gewöhnen ;-)

Ich versuche morgen noch einen Tierarzt Termin zu bekommen, macht es Sinn da Kotproben mitzunehmen?

Danke Katy für deine Hilfe, und danke allen die mitlesen und auch noch Tipps haben!
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #4
ja Kotprobe macht auf jeden Fall Sinn. Am besten nimmst Du Kot von Gestern, heute und morgen mit, kannst Du alles zusammen in eine Tüte werfen und dann auf Parasiten und Würmer untersuchen lassen. Klasse dass Du ihm ein neues, schöneres Leben ermöglichen möchtest
Was das Füttern angeht, einfach alles neue langsam steigern und gleichzeitig das Trockenfutter reduzieren, wie gesagt alles schön langsam dann wird das schon. Und Dein Eindruck ist richtig, diese Futtersticks sind alles andere als gesund, da er sie aber gewöhnt ist, geht auch das eben nur langsam mit dem abgewöhnen
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #5
genau, stimme da Momole zu, die Sticks sid mist, aber da er sie eben gewöhnt ist, langsam absetzen. Irgendwann wird er schon merken dass das Grünzeugs besser schmeckt ;)

Dann lass ihn jetzt erstmal draußen. Wenn möglich würd ich ihm einen Wärmebereich mit Rotlichlampe oder Frostwächter anbieten. Ein Frostwächter funktioniert in nem geschlossenen Bereich (ich bin mir nicht sicher ob der eine bestimmte Größe haben muss), den erreichst du z.B. mit ner Katzenklappe. Der springt dann an, wenns Innen unter null ist. Außerdem wäre dann wirklich eine Partnerin wichtig, zum warmkuscheln. Da würd ich einfach jetzt schonmal schauen ob du eine aus Außenhaltung findest. Da kannst du dich einfach an dein örtliches Tierheim wenden und mitteilen dass du eben ein Partnertier suchst. Es gibt aber auch Kaninchennothilfen, da einfach mal für deine Region googlen.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #6
Hallo,

wie schön, dass der Kleine jetzt bei dir ist :D
Zumindest hier in Bayern ist es noch recht warm. Eine Umgewöhnung in Außenhaltung ist jetzt gerade noch so möglich. In 6 Wochen bestimmt nicht mehr. Und wegen der Dame suchst du halt eine, die schon länger in Außenhaltung ist (so wie meine Pfleglinge z.B. *mit Zaunpfahl wink* )

Auf Bilder bin ich schon sehr gespannt :) da kann man sicher was machen wenn es eh schon überdacht ist.

Wegen der Vergesellschaftung:
Wenn du ihn jetzt nur einen Bereich zur Verfügung stellst und einen anderen Bereich nicht zu "seinem Revier" machst, kann man die Vergesellschaftung auch neben seinen Reich machen. Jungs sind da zum Glück nicht ganz so giftig wie die Damen ;) Vorher gut mit Essigwasser reinigen, dann geht das schon. Rangordnung müssen sie trotzdem klären. Ganz ohne Raufen gehts meistens so oder so nicht. Für die Vergesellschaftung reichen auch erstmal 4 qm.

Wegen den Knabbersticks, die sind wirklich nicht prickelnd. Wenn du etwas in der Art anbieten willst, was aber nicht sein muss, kannst du ihn gelegentlich einen Kolben Hirse anbieten. Das findest du in der Vogelabteilung. Oder auch andere Sämereien wie Fenchel-, Karottensaat, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne usw. Das ist gutes Kraftfutter für den Winter, was man hier und da ruhig geben kann. Man soll nur nicht zu viel reichen, da es nur einen sehr geringen Anteil in der natürlichen Ernährung ausmacht und sie damit auch schnell speckig werden :)

Bei der Kotprobe schließe ich mich an. Das ist sehr sinnvoll.
Dann kannst du auch gleich erkundigen wegen der nötigen Impfung (Myxomatose und RHD) wie ihr das am besten macht, dass es nicht zu viel auf einmal wird mit der Kastration.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #7
Danke Ihr Lieben,

das mit dem Frostwächter klingt gut, den würde ich dann im Stall einsetzen.

Jetzt hab ich noch ne Frage: Meine Terrasse ist mit PVC Boden, was natürlich super ist zum Saubermachen,
aber leider kienen Halt bietet.
Ich habe schon zwei Teppiche (einen großen mit ca.2qm, einen kleinen, den er gerne unter sich "durchbuddelt"), aber es ist halt noch keine zusammenhängende Sprintstrecke.
Einen größeren Teppich finde ich unpraktisch, weil ich ihn dann nicht mehr in die Waschmaschine bekomme... Habt ihr Vorschläge, was man mit der Oberfläche machen könnte? Einen Bereich mit Gehwegplatten auslegen vielleicht?
Die Tierheime werde ich heute mal abtelefonieren, um rauszufinden, ob es da auch Aussenhaltung gibt. Dann hätte ich nur noch das Problem mit dem neutralen Raum für die Vergesellschaftung. Ich hab mich jetzt auf Hauskaninchen.de nochmal schlau gemacht (Danke Katy für den Link), und nach den Informationen hätte ich beste Voraussetzungen für eine Vergesellschaftung auf der Terrasse, also dass das Weibchen dazu kommt, er noch nicht "alteingesessen" ist, und sowieso einen sehr zurückhaltenden Eindruck macht (am Anfang fast lethargisch, aber jetzt wird er neugieriger und lebensfreudiger). Ich weiß garnicht, ob der Kleine nach 5 Jahren im kleinen Käfig überhaupt weiß, dass das alles sein Revier ist...
Hat da jemand Erfahrung?
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #8
Hier die versprochenen Bilder:

IMG_2014-001.JPG
Flecki in der Buddelkiste (Mörtelwanne mit Spielsand, er gräbt manchmal ein bisschen hält das ganze aber offensichtlich für ein Klo...)
IMG_2018-001.JPG
Derzeitiges nächtliches Arrangement, mit Netz als sicherung nach oben
IMG_2020-001.JPG
Panorama von der Terasse... da wären ganz schön große Flächen zu sichern gegen Marder...
IMG_2021-001.JPG
Hinterm Sofa sitzt er am libsten, und das ist auch die am Besten geschützte Ecke. Da könnte ich mir vorstellen den Stall hinzubauen.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #9
:shock: was für eine tolle Terasse:shock: und jöööööööööö was ein süßes Kerlchen, da würde eine Dame von Zitroneneistee ganz wunderbar zu passen:mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

noch was vergessen, du müsstest ja nicht die ganze Terrasse sichern, er würde ja im Grunde reichen 6 Quadtrameter so zu sicher , dass darin nix passieren kann. Frei laufen könnten sie dann wenn Du da bist
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #10
Der ist ja zuckersüß! :054:
:shock: uff ist das groß! Ich schließ mich mal wieder Momole an. Das einfachste wäre sicher ein seperates Nachtgehege.

So ein Netz reicht leider nicht, Mader schlüpfen da einfach durch oder zerbeissen es... :eusa_think:
Es sollte punktverschweister viereckiger Volierendraht sein mit aller mindestens 1mm Stärke, lieber 1,2 mm.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #11
OK, dann bau ich als nächstes ein Nachtgehege. Bis das soweit ist, sichere ich mein
improvisiertes Nachtgehege oben mit den restlichen Teilen von dem Aussengitter,
weil ich den Käfig einfach nie wieder zu machen will. Da kann der arme Kerl nicht mal Männchen machen.

Wie ist es denn mit frei rumlaufen (tagsüber) wenn ich in der Arbeit bin?
Noch bin ich vor Einbruch der Dämmerung zuhause (gegen 17:15), aber im Winter ist es da schon duster...
Ist das schon Marderzeit?

Dann werde ich noch einen Teil der Terrasse abtrennen, damit ich in 6 Wochen einen neutralen Raum für Vergesellschaftung habe.

Gibt´s den Frostwächter im Tiergeschäft?

Wow, danke, dass ihr mir so weiterhelft,
ich dachte ich stecke bis zum Hals in Problemen,
aber langsam zeigt sich der Weg.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #12
äh ja, da würd ich wohl auch nen Nachtgehege basteln und den Rest evtl mit nem Katzennetz sichern gegen Greifvögel und neugierige Katzen.

Am einfachsten ist es, dir aus Holz einen (bzw mehrere) Rahmen zu basteln und den mit dem von Zitroneneistee vorgeschlagenen Draht, zu bespannen. Die kann man dann einfach mit Winkeln verbinden und mit Scharnieren auch als Deckel befestigen. Es gibt sowas auch schon fertig, evtl. muss man dann mehrere verbinden.

Frostwächter hab ich so noch nicht im Tiergeschäft gesehen, schau mal im Baumarkt.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #13
Können Marder eigentlich kopfüber klettern? Sonst könnte man ja die Terasse am Geländer um ein 20-30cm tiefen Vorsprung aus Volierendraht, gehalten von Dachlatten ergänzen. Kommt natürlich darauf an, ob du in sie hinein bohren kannst oder es eine Mietwohnung ist. In dem Fall wäre ein extra Gehege wohl wirklich das Einfachste.

Einen Partner aus Außenhaltung kannst du auch jederzeit bei der kaninchenhilfe.com oder bei kaninchenschutz.de finden. Dann muss er nicht den ganzen Winter allein bleiben.

Diese Vitaminknabberstangen sind, wenn wir die gleichen meinen, mit unheimlich viel Zucker. Lecker ja, aber da gibt es sinnvolleres. Er wird bestimmt auch total auf Apfel oder Banane abfahren. Und schau doch mal bei vorbei, die "Runden Ecken" haben meine Kaninchen damals heiß geliebt.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #14
Marder können extrem gut klettern und sind ziemlich einfallsreich. Ich würd da wirklich dann nen extra Gehege basteln.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #15
Seh ich so wie Katy85.
Was Steppenlemmings angeht, das ist letztendlich auch nur zusammengepresstes Zeug und damit eigentlich besser nicht zu füttern. Ist ähnlich wie bei Pellets
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #16
So Ihr Lieben,

ich bin gerade vom Tierarzt wieder da, und hab schon das nächste Thema:
Flecki hat einen ganz üblen Abszess an der Zahnwurzel... jetzt weiß ich auch warum er sich beim Karottenknabbern so schwer tut.

Am Mittwoch bekommt er den Zahn gezogen, den Abszess ausgespült, und weil er dann eh schon in Vollnarkose ist,
wird er auch gleich noch kastriert. Der arme Tropf, ist aber glaube ich besser als zwei mal Narkose.

Mein Tierarzt hat mich gleich darauf hingewiesen, dass der Abszess nicht mit Sicherheit
dauerhaft verschwindet, es kann sein, dass man dann regelmäßig operieren muss, oder dass es eines Tages so schlimm wird,
dass er nicht mehr frisst.

Die Gute Nachricht ist, dass er sonst auch nach Expertenmeinung relativ gesund aussieht,
ein gutes Gewicht hat, und auch der Kot unauffällig ist.

Ganz spannend fand ich, dass man hier (auf 700m Höhe) nicht gegen Myxomatose impfen muss,
da gab es hier seit über 50 Jahren keinen einzigen Fall, weil es den Überträgerviechern zu hoch ist :)

Ich bekomme bestimmt vom Tierarzt noch einige Tipps,
aber freue mich auch auf Eure Meinung:
Was muss ich beim frisch operierten Kaninchen beachten?
er wird dann auch Antibiotika bekommen.

Hat jemand Erfahrung mit Zahnabszessen?
Bei Flecki ist es schon so weit fortgeschritten,
dass der Tierarzt trotz Terminproblemen gemeint hat,
übernächste Woche wäre zu spät...

Was für ein Timing! Ich glaube im alten Zuhause hätte er nicht mehr viel Chancen gehabt.

Danke für euren Beistand!

Ach ja, meine Knabberstangen sind "ohne Zuckerzusatz"...dafür ist Honig drin!
Ach, Werbelügen sind die schönsten Lügen...
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #17
Im Grunde kann man sich was Ernährung angeht eine Regel relativ gut merken, egal ob Getreide, Zucker oder Honig, alle was gepresst ist, ist im Grunde nicht so wirklich dolle. Wenn man gesunde Kaninchen hat braucht man sowas nicht. Kaninchen brauchen gut strukturiertes Futter und diesen Effekt bieten gepresste Dinge nicht. Ausnahmen würd ich da bei kranken Tieren machen, oder Tieren die schnell zunehmen sollten, da kann man ruhig ein paar Cunis geben. Aber für gesunde Tiere und dazu zähle ich Dein Tier jetzt mal ist das völlig unnötig und kann auch schaden.

Was den Zahn angeht. Meine Motte hatte einen vereiterten Backenzahn, der wurde wie von Dir beschrieben gezogen, der Abzess gespült und dann hatten wir wirklich 3 Jahre Ruhe, der Abzess kam nicht wieder und sie hatte auch keine Probleme danach normal zu fressen. Nur die ersten 3 Wochen nach der Op musste ich nur noch alles kleinraspeln, weil sich das kauen wohl noch etwas komisch anfühlte. Danach kamen Probleme an anderen Zähnen, die wir dann leider nicht mehr in den Griff bekamen
Es kann also auch wirklich sein, dass Du nach der OP keine Probleme mehr mit diesem Abszess hast. Aber die Warnung des Ta dass da noch was kommen kann, ist durchaus berechtigt

Ich würde Dir aber empfehlen, für den Fall der Fälle Babymöhrenbrei oder Päppelbrei für nach der Op dazuhaben, falls er nicht fressen will. Und falls er doch von allein frisst, ruhig Dinge die sich gut raspeln lassen, oder klein schnipseln lassen. Die meisten Kaninchen fahren nach Ops als erstes auf frische Kräuter wie Dill, Petersilie oder auch Möhrengrün ab, ansonten hab ich Motte Möhre, Apfel, Gurke; Mairübche und so kleingerapselt. Vor der Op lass ihn ganz normal fressen, es ist gut wenn er frisst davor.

Was das Impfen angeht, er sollte wenn der draußen leben soll, schon gegen RHD geimpft werden und gegen Myxo, wobei ich diese Geschichte mit den über 700 Metern noch nie gehört, daher nicht sagen kann ob das stimmt oder nicht. Aber wenn es stimmt sollte zumindest gegen RHD geimpft werden
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #18
Danke für´s Mutmachen,

ja ich glaube auch, dass wir das mit dem Abszess wieder in den Griff bekommen. Nicht dass ich jetzt irgendeine Erfahrung hätte,
aber ich glaube der Kleine merkt schon, dass er jetzt noch ein paar spannendere Jahre vor sich hat als er bisher erdulden musste,
und wird sich so leicht nicht unterkriegen lassen.

Babybrei Möhre besorg ich vorsorglich mal, was meinst du denn mit Päppelbrei?
Wie füttere ich denn den Brei am besten? Ganz blöd ist, dass ich am Wochenede nach der OP nicht da bin,
und Nachbarn die Versorgung übernehmen müssen. Die können schon zwei bis dreimal am Tag vorbeikommen,
aber ob er sich dann mit Löffel oder Pipette füttern lässt, kann ich nicht einschätzen.
Ist leider eine Geschäftsreise, die sich nicht verschieben oder absagen lässt.
Ach blödes Timing haben wir.

Ich hoffe er frisst wenigstens weiter Grünfutter, wenn das jetzt mit so viel Eiter geht (schaut fürchterlich aus, und ich denke das muss höllisch weh tun)
sollte das auch ohne den einen Zahn funktionieren (es ist einer der unteren Schneidezähne)

Gegen RHD lasse ich Flecki dann impfen, wenn er mit dem Antibiotika durch ist, und wegen Myxo hol ich mir noch ´ne zweite Meinung ein.
Ich hab das mal live gesehen, an Wildkaninchen (als ich noch in München gelebt habe), und das ist echt eine gruselige Krankheit...
Aber laut Tierarzt tritt sie eben hier überhaupt nicht auf.

Zum Futter: Das mit den gepressten Dingern hab ich schon gespeichert.
Nachdem er sich jetzt langsam umgewöhnen soll, und auch noch ein bisschen Fett zulegen darf,
gebe ich ihm (in kleinen Mengen) Haferflocken, Sesam, Sonnenblumenkerne und Hanfsaat.
Das scheint er zu mögen, und kann es anscheinend auch gut fressen, nur Kürbiskerne bleiben liegen.

Im Moment bekommt er von dieser Mischung ca. 1-2 EL am Tag,
meint Ihr das das OK ist?

Wenn er nicht gerne oder genug fressen will nach der OP,
wäre es dann auch OK ihn mit ein bisschen Obst zu bestechen?
Das ist ja eher weich und süß motiviert vielleicht auch zusätzlich.
Oder ist das eher kontraproduktiv?

Danke schön, ihr alle die ihr mir beisteht!
Das ist echt mal ein Crashkurs!

Ach ja, das nächliche Aussengehege ist jetzt auch nach oben mit Gitterelementen gesichert...
...ist ein bisschen zusammengestöpselt, aber den Marder, der da durchkommt,
den will ich erst mal sehen.

Alles Liebe!
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #19
Alles was er nach der Op frisst ist gut, hauptsache er frisst das ist das allerwichtigste. Bestünde vielleicht die Möglichkeit den kleinen Mann nach der OP bei Tierarzt zu lassen? Viele Tierärzte mache das, wenn es nur um ein paar Tage geht .Denn da sollte man nach so einer OP dauerhaft schon ein Auge drauf haben. Päppelbrei bekommst du beim Tierarzt, wichtig ist vor allem auch Schmerzmittel. Am Besten verabreicht man das in 1ml (Insulinspritzen ohne Nadel) ins Maul. Also sowohl den Brei als auch die Medikamente.
 
  • Habe seit gestern ein verwahrlostes Kaninchen, und ganz viele Fragen Beitrag #20
nur noch mal kurz was einwerfen, eigentlich halt ich nichts von dem Päppelbrei, wegen dem hohen Stärkegehalt, da er aber eh noch Getreide frisst, ist das erstmal ok. Für später mal, sollte er es noch mal brauchen (ich hoffe nicht! ) lieber Brei aus püriertem Gemüse und Kräuter selbst herstellen, der wird in der Regel auch besser gefressen. Den Brei kannst du ihm theoretisch so hinstellen, wenn er ihn frisst. Ansonsten wie schon beschrieben mit Spritze füttern.

Ich finds aber schonmal gut des dein Tierarzt nach den Zähnen geschaut hat, das ist leider nicht die Regel.
 
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