Der Wert - Preis eines Welpen

Diskutiere Der Wert - Preis eines Welpen im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Wir haben uns im ganzen letzten Jahr ja intensiv mit dem Thema Hund und Anschaffung eines Welpen auseinandergesetzt. Auch fällt hier immer mal...
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #1
karl-käfer

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Wir haben uns im ganzen letzten Jahr ja intensiv mit dem Thema Hund und Anschaffung eines Welpen auseinandergesetzt.
Auch fällt hier immer mal wieder die Bemerkung zum Thema Mix "der kostet ja so viel wie ein reinrassiger Hund..." . Wenn man im Netz etwas stöbert, trifft man auf Preise von 250 € für etwas Gemixtes bis 1800 € für einen Labrador.

Warum?

Warum diese imensen Differenzen? Macht die verantwortungsbewusste Aufzucht eines Dackels weniger Arbeit als die eines Labradors?
Sicher steht auch hinter manchem Mix viel Züchterischer Sachverstand. Warum sollen diese Hunde also billiger sein? Nur weil sie noch in keiner Liste auftauchen?

Was wäre denn eurer Meinung nach ein angemessener Preis für einen gut sozialisierten, gut ernährten 10 Wochen alten Welpen von Eltern mit Gesundheitszeugnissen? Mal egal welche Rasse.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist ein Mix vom Geldwert (nicht emotionalen und vom lebenswerten!) nicht so viel Wert wie ein Rassehund. Mixe zu zuechten finde ich allgemein eine Verunglimpfung von wirklichen Züchtern und ihrer Arbeit. Gut informiert hin oder her. Da arbeitet man jahrelang an einen "guten" Pudel und irgendeiner pampt nen Husky dazu weil er das "witzig" findet. Für so einen Mix dann so viel wie für nen Rassehund zu nehmen ist Betrug in meinen Augen. Andererseits steht so ein billiger Preis in meinen Augen auch für eine billige Aufzucht. Vom Prinzip her sollte man das Gepansche gleich lassen.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #3
Meiner Meinung nach ist ein Mix vom Geldwert [...] nicht so viel Wert wie ein Rassehund.
Warum? Auch ein Hybrid kann ja mit größter züchterischer Sorgfalt gezüchtet worden sein. Die Elterntiere können wertvolle Rassehunde sein und alle nötigen Gesundheitsuntersuchungen haben. Die Mix-Welpen können mit ebenso großer Fürsorge, Pflege und Investition aufgezogen werden wie Rassewelpen.
Ein Wurf Hybriden kann den Züchter im Vorfeld ebenso viele Ausgaben kosten wie ein Wurf reinrassige Welpen, in so einem Fall ist meiner Meinung nach auch ein ähnlich hoher Preis gerechtfertigt.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #4
Dann lassen wir die Gemixten mal raus - was macht dann denn Unterschied zwischen Schäferhund (500 €), Bernhardiner (650 €), Dogge (1200€), dem Labrador (1600 €)?
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #5
Mischling und Züchter passen in meinen Augen so rein gar nicht zusammen. Jeder der Mix-Welpen verkauft, mit Ausnahme von z.B. einer Pflegestelle, die eine trächtige Hündin aus dem Ausland aufgenommen hat o.ä., ist kein Züchter. Wenn jemand einen Mix-Welpen möchte, dann soll er sich im Tierheim oder bei Nothilfen umschauen. Genauso muss man, wenn man einen reinrassigen Hund will, eben mehr Geld beim richtigen Züchter umschauen.

Meine Tante hat für ihre Labrador-Golden Retriever Mix Hündin, geplanter Wurf!, 800 Euro (meine ich, zumindest eher relativ "viel") bezahlt. Dafür wurde da alles so gemacht, wie man es von einem Züchter erwartet (wobei ich das Gemixe nicht gutheiße). Die Eltern wurden auf HD & ED untersucht, die Welpen haben eine Erstausstattung (inkl. Decke, die nach Mama & Geschwistern riecht) mit ins neue Zuhause bekommen usw. Sie kannte andere Hunde (groß & klein), Alltagsgeräusche usw.
Mein Opa hatte damals für den kleinen Münsterländer 450 Euro bezahlt, es wurde der Impfpass in die Hand gedrückt und fertig. Nicht mal ein Halsband gab es dazu. Er hatte Angst vor größeren Hunden, direkt am nächsten Tag Blähbauch und einen Tag danach Durchfall... Und auf der Heimfahrt hat er mir auch noch schön über die Schuhe gek****, weil der "Züchter" ihn vorher ordentlich gefüttert hatte...

Edit: Der Unterschied? Wahrscheinlich der Züchter und was er hat untersuchen lassen, wie er die Welpen aufzieht etc. Und sicherlich auch, wie "modern" die Rasse derzeit ist. Ein Schäferhund war mal "in", der Labrador ist es momentan...
Schäferhund war zu "Kommisar Rex" Zeiten modern (zu der Zeit hatte ich einen Kuschelschäferhund, den gibts heute noch), Bernhardiner war zu den ersten Filmen von "Beethoven" modern und Labrador eben seit "Marley & ich". Den Preis von der Dogge halte ich für ein Tier vom Züchter für normal.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #6
Warum? Auch ein Hybrid kann ja mit größter züchterischer Sorgfalt gezüchtet worden sein. Die Elterntiere können wertvolle Rassehunde sein und alle nötigen Gesundheitsuntersuchungen haben. Die Mix-Welpen können mit ebenso großer Fürsorge, Pflege und Investition aufgezogen werden wie Rassewelpen.
Ein Wurf Hybriden kann den Züchter im Vorfeld ebenso viele Ausgaben kosten wie ein Wurf reinrassige Welpen, in so einem Fall ist meiner Meinung nach auch ein ähnlich hoher Preis gerechtfertigt.

Mix ist Mix. Jemand hat da sehr viel zeit verschwendet zwei unterschiedliche Rassen zusammenzupanschen. Vorteile? Man kann ewig darüber streiten. Das es Leute gibt die Leute begrüßen, die zwei Mixe zusammenpanschen, sieht man ja hier. Warum das Sinn macht einen Jagdhund mit einen Huete oder schutzhund zu paaren oder einen Herdenschutzhunde mit einen Jagdhund. Keine Ahnung.
Ich habe selber einen tollen Mix. Kein Geld der Welt kann den emotionalen Wert aufwiegen mit dem ich meine liebe zu diesen Hund messe. Dennoch würde ich niemals losziehen und gezielt nach jemanden suchen der Hütehunde mit Jagdhunden paart. Warum sollte es auch? Hütehunde sind Jagdhunde denen das töten rausselektiert wurde, warum soll man das erlegen der Beute wieder rein arbeiten? Was sind die Vorteile? Nen Border Collie der die Schafe die er huetet erlegt und sich damit selbstständig ernährt?

Naja.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #7
Vernünftig angewandte Hybridzucht hat definitiv genetische Vorteile, ohne Einkreuzungen steigt der Inzuchtskoeffizient und die Wahrscheinlichkeit von genetisch bedingten Krankheiten steigt. Eine ganze Population die komplett nur aus einem Elternpaar gezogen wurde (und damit 100% "reinrassig" wäre) ist eine gentische Katastrophe.

Wenn jemand einen Mix-Welpen möchte, dann soll er sich im Tierheim oder bei Nothilfen umschauen.
Ein Mischlings-Liebhaber sein und sich trotzdem einen gut sozialisierten, gesunden Hund vom Züchter zu wünschen geht also nicht?
Andersrum ist es aber völlig okay sich einen reinrassigen Hund einer stark von Krankheiten betroffenen Rasse (z.B. alle Rassen mit extrem kurzen Haaren, oder alle Riesenrassen) anzuschaffen, da dieser eine Daseinsberechtigung hat weil reinrassig?
Für mich ein nicht nachvollziehbarer Tierschutzgedanke.

Mit anderen Worten: Mix = weniger Wert (egal wie viel Geld und Arbeit der Züchter investiert hat).
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #8
*ins Getümmel werf*

Ich kenne persönlich ehrlich gesagt kaum Züchter, die so gut arbeiten, dass ein sehr hoher Welpenpreis überhaupt gerechtfertigt wäre.

Weder im Hybrid-Bereich, noch bei der klassischen Rasse-Zucht.
Es gibt einige wenige Züchter, die im Vergleich zum "Rest" noch viel mehr Geld nehmen müssten, weil sie einfach wirklich sauber und orientiert an den Hunden arbeiten- tun es aber nicht.

Ich persönlich würde bei einem "Ottonormal-Züchter" (ja, ich spreche von Vereinszüchtern und seriösen (!!!) Hybridzüchtern) nicht über 1000,- zahlen.
Bei Vermehrerwelpen würde ich noch ein Dankes-Geschenk erwarten, dass ich ihnen den Hund abnehme:p
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #9
@kompasquelle: schlicht ja. Ein Mix ist weniger Geld Wert. Für einen Mix würde ich nicht 1000€ ausgeben. Ich moechte einen Hund vom Züchter weil Züchter EINE Rasse zuchten und ich die Eigenschaften DIESER Rasse mag und haben moechte. Bei einem Mix weiß man nie ob z. B. er meine schafe hüten würde. Hätte ich mir meinen Border Collie Mix fuer die Schafe geholt wäre ich am Arsch gewesen auf gut Deutsch gesagt. Yuukan hat KEINEN Huetetrieb. Wenn ich einen knallharten Wachhund will, hole ich mir keinen Kangal- Labrador Mix. Der menschenfreundliche Labrador könnte durchschlagen und den Einbrechern noch beim Beute apportieren helfen. Muss natürlich nicht. Aber wer geht bitte zum Züchter weil er für den Grenzschutz nen guten Hund braucht und holt sich nen Mix wo er nicht sicher sein kann, dass eine Rasse und deren Eigenschaft bei raus kommt, die man nicht brauchen kann?
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #10
Jetzt mal abgesehen von den "Extremen" gibt es durchaus Mixe, die, rein vom Anspruch her, ziemlich problemlos sind.
Bei einem Shi Tzu-Malteser-Mix ist der Durchschnittshundehalter nicht besser oder schlechter dran (rein von den Verhaltenstendenzen) als bei einem reinrassigen Kandidaten der jeweiligen Rassen.

Das aber nur anbei.
Heißt nicht, dass ich es gutheiße zwei durchaus problematischen Rassen wie die genannten zusammenzubringen.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #11
Jetzt mal abgesehen von den "Extremen" gibt es durchaus Mixe, die, rein vom Anspruch her, ziemlich problemlos sind.
Bei einem Shi Tzu-Malteser-Mix ist der Durchschnittshundehalter nicht besser oder schlechter dran (rein von den Verhaltenstendenzen) als bei einem reinrassigen Kandidaten der jeweiligen Rassen.

Das aber nur anbei.
Heißt nicht, dass ich es gutheiße zwei durchaus problematischen Rassen wie die genannten zusammenzubringen.

Das denke ich auch Mido. Nur was bringt es dann? Die meisten Mix vermehrer brüsten sich ja damit eine Arbeitsrasse vereinfachen zu können, durch die Kreuzung mit einem anderen Hund. In meinen Augen eben wegen der Möglichkeit das die ursprungsrasse, also die die "verweichlicht" werden sollte, wieder rauskommt totaler Schwachsinn. Der Sinn hinter Leuten die Mixe zuchten ist den Leuten was zum kaufen zu geben. "DER perfekte familienhund. Sieht aus wie einer dieser Ultra hartem Arbeitshunde, mit dem Herz eines leicht erziehbaren familienhundes. Kaufen sie jetzt und beeindrucken sie Freunde und Familie..."
Doch beim panschen von zwei Begleithundrassen fehlt ja sogar der Sinn. Es wird nichts "verweichlicht" nichts verbessert. Einfach was verpaart im des verpaaren Willens und das ist vermehren und sollte in diesen Forum, was gegen Vermehrung ist nicht mit "ja, aber..." Verharmlost werden.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #12
Ich seh das ähnlich die Smoothie.

Was beste Beispiel ist doch das ganze gedoodle und gemixe. Grade mal aus Interesse geschaut und die zweite Anzeige "Knuffige Welpen ohne Jagdtrieb" und welche Rassen haben mit gemischt? Jack Russel, Biewer Yorkshire Terrier, Chihuahua und ShiTzu. Ein Schnäppchen für 350 Euro und sogar Ratenzahlung (sogar komplett GROSS geschrieben) ist möglich :roll:
Die nächste Anzeige "Mops Mix Welpen"... Mama Jack Russel-Cavalier, Papa Mops... Ebenfalls 350 Euro und als "Impressum" ist ne Parson-Russel-Zucht angegeben.
Off-Topic
Was man alles im Hundebereich in Kleinanzeigen findet, sogar zwei "Minischweine" :silence:


Wenn wir schon dabei sind: Kann mir mal einer sagen was ein "Frops" ist :lol: Doch nicht etwa ein Französische Bulldogge - Mops :eusa_eh: Also zwei kranke (was die Atemwege angeht) Rassen zusammen?

Ich bin echt die letzte, die was gegen Mischlinge hat, im Gegenteil, aber ich hab ein Problem mit diesen ganzen Modezuchten. Das man alle beliebten Hunderassen zusammen schmeißen muss.
"Unfälle", also wirkliche Unfälle oder wie gesagt ein Wurf von einem ehemaligen Straßenhund etc., sind ja eine Sache, aber extra züchten? Wir haben doch echt genug Hunderassen, da muss man doch nicht neue "erfinden" (und denen dann bescheuerte Namen sie Doodle oder Frops geben).
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #13
Der Sinn hinter Leuten die Mixe zuchten ist den Leuten was zum kaufen zu geben. "DER perfekte familienhund. Sieht aus wie einer dieser Ultra hartem Arbeitshunde, mit dem Herz eines leicht erziehbaren familienhundes. Kaufen sie jetzt und beeindrucken sie Freunde und Familie..."
Doch beim panschen von zwei Begleithundrassen fehlt ja sogar der Sinn. Es wird nichts "verweichlicht" nichts verbessert. Einfach was verpaart im des verpaaren Willens und das ist vermehren und sollte in diesen Forum, was gegen Vermehrung ist nicht mit "ja, aber..." Verharmlost werden.

Ist es in deinen Augen denn unmöglich, dass jemand seit Jahren eine Rasse liebt und züchtet, aber irgendwann feststellt, dass der Genpool so klein geworden ist, dass eine Einkreuzung notwendig ist? Nur mal als Beispiel.
Was ist denn für dich ein Züchter? Jemand, der einem Verband angehört? Glaubst du, da verkaufen nicht auch genug, einfach um zu verkaufen und Geld zu verdienen?
Ein Verband ist sicherlich etwas nettes, aber vollkommene Sicherheit und Seriösität garantiert der auch nicht. Von den Motiven der Züchter ganz zu schweigen...

Btw ist auch ein reinrassiger Hund ohne Papiere, sprich außerhalb des Rasseverbands gezeugt, ein Mischling. Wieso sollte der aber automatisch unseriös zustande gekommen sein?
Zuchtverbände sind sicher mehr positiv als negativ, aber auch nicht der Mittelpunkt des Universums und das einzige Kriterium für seriöse Verpaarung, ebenso wenig wie Reinrassigkeit, die ja wiederum auch nur von eben diesen Verbänden festgelegt wird. Nur meine bescheidene Meinung zu dieser späten Stunde :angel:.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #14
Ich hab das Gefühl, dass karl-käfers Frage gerade etwas untergeht. :eusa_think:

Dann lassen wir die Gemixten mal raus - was macht dann denn Unterschied zwischen Schäferhund (500 €), Bernhardiner (650 €), Dogge (1200€), dem Labrador (1600 €)?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung ob diese Preisangaben so stimmen, da ich nie mit dem Gedanken gespielt habe mir einen Rassehund vom Züchter zu holen. Der im Eröffnungspost gestellte Vergleich von Dackel und Labrador würde sich meiner Meinung nach u.a. darin erklären, dass Dackel weniger Fressen und von der Menge her weniger Medikamente benötigen, aber da endet mein Verständnis auch schon.

Den Rest der Differenzen bestimmt vermutlich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage.

Und nicht zu vergessen - die Prämien der Elterntiere. Für Welpen einer Show-Gewinner-Zucht wird bestimmt sehr viel mehr verlangt als für jene, die zwar mit Sachverstand, aber ohne Showtitel gezüchtet werden. Das ist aber rasseintern, von daher erklärt es keinen Unterschied zwischen Rassen, sondern zwischen Zuchten.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #15
Ist es in deinen Augen denn unmöglich, dass jemand seit Jahren eine Rasse liebt und züchtet, aber irgendwann feststellt, dass der Genpool so klein geworden ist, dass eine Einkreuzung notwendig ist? Nur mal als Beispiel.

--> Nur verkauft das niemand so. Keiner dieser Leute schreibt; Sry liebe Kunden. Ich möchte nicht nach dem passenden Hund suchen und ggf. Wartezeit in Anspruch nehmen. Der Genpool ist zu klein. Ich nehmen Rasse XX dann wird es wieder besser. Komischerweise versprechen die meisten uptopische Dinge; nicht haarend, leicht erziehbar, leichtführig, freundlich und der perfekte Familienhund. Das sind Lügen und Lügen machen in meinen Augen einen Menschen unseriös. Ein guter Züchter sagt; lieber Kunde, dieser Hund ist ein Jagdhund. Sie müssen sich darauf einstellen, dass es Training bedeuten kann, wenn ihr Hund die Nachbarkatze als appetitliche Speise ansieht oder das er ihr Kaninchen nicht als Spielkamerad sondern als Beute ansehen wird. Oder; lieber Kunde dieser Hund wird irgendwann ein hohes Maß an Wachtrieb entwickeln. Wenn sie einen Hund wünschen der jeden Besucher mit Freude empfängt, sind sie mit meiner Rasse XX schlecht beraten oder Lieber Kunde, wenn sie einen kleinbleibenden Hund suchen, sollten sie nicht bei einem Doggenzüchter vorstellig werden.


Was ist denn für dich ein Züchter? Jemand, der einem Verband angehört? Glaubst du, da verkaufen nicht auch genug, einfach um zu verkaufen und Geld zu verdienen?
Ein Verband ist sicherlich etwas nettes, aber vollkommene Sicherheit und Seriösität garantiert der auch nicht. Von den Motiven der Züchter ganz zu schweigen...

---> Ein Züchter ist jemand, der sich mit der Genetik auskennt, der Kontakt zu guten Tierärzten hat, der sich Fachwissen angeeignet hat UND der Rasse- und Farbrein Züchtet. Züchtet um die Rasse zu verbessern. ich sehe nichts als verbessert an, wenn man den Leuten verspricht das ihr Labradoodle nicht haart. Das Labradorfell kann immer rauskommen und das Labradore haaren wie Sau, weiß jeder Labradorbesitzer.

Antworten im Zitat
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #16
--> Nur verkauft das niemand so. Keiner dieser Leute schreibt; Sry liebe Kunden. Ich möchte nicht nach dem passenden Hund suchen und ggf. Wartezeit in Anspruch nehmen. Der Genpool ist zu klein. Ich nehmen Rasse XX dann wird es wieder besser. Komischerweise versprechen die meisten uptopische Dinge; nicht haarend, leicht erziehbar, leichtführig, freundlich und der perfekte Familienhund. Das sind Lügen und Lügen machen in meinen Augen einen Menschen unseriös. Ein guter Züchter sagt; lieber Kunde, dieser Hund ist ein Jagdhund. Sie müssen sich darauf einstellen, dass es Training bedeuten kann, wenn ihr Hund die Nachbarkatze als appetitliche Speise ansieht oder das er ihr Kaninchen nicht als Spielkamerad sondern als Beute ansehen wird. Oder; lieber Kunde dieser Hund wird irgendwann ein hohes Maß an Wachtrieb entwickeln. Wenn sie einen Hund wünschen der jeden Besucher mit Freude empfängt, sind sie mit meiner Rasse XX schlecht beraten oder Lieber Kunde, wenn sie einen kleinbleibenden Hund suchen, sollten sie nicht bei einem Doggenzüchter vorstellig werden.

Dann kennst du die falschen Leute ;). Hier gibts bspw. einen Jäger, der mit seinen Hunden in einem eigens gegründeten, nicht VDH-angeschlossenen Verband ist. Das sind ein paar Hansel, sodass man das kaum als "Züchter mit Verband" bezeichnen kann. Die haben sich aber bspw. abgekapselt, weil sie sich an der Ausmusterung aufgrund von Farbfehlern gestört haben. Die Hunde kommen bei diesen Züchtern also total bunt und auch mal etwas größer zur Welt, dafür wird Wert auf Charakter und Jagdtrieb gelegt. Dafür werden die Tiere auch nur in die jagdliche Haltung vermittelt. Der ist in dem Sinn also auch kein Züchter und vermehrt Mischlinge ohne Papiere, aber wieso ist das bei diesem Ziel denn unbedingt was schlechtes?

---> Ein Züchter ist jemand, der sich mit der Genetik auskennt, der Kontakt zu guten Tierärzten hat, der sich Fachwissen angeeignet hat UND der Rasse- und Farbrein Züchtet. Züchtet um die Rasse zu verbessern. ich sehe nichts als verbessert an, wenn man den Leuten verspricht das ihr Labradoodle nicht haart. Das Labradorfell kann immer rauskommen und das Labradore haaren wie Sau, weiß jeder Labradorbesitzer.
Du versteifst dich sehr stark auf die Doodles. Was ist mit dem Kerl, der die Toller glaub mit Labbis einkreuzen wollte? Die Idee an sich war nicht die beste, aber der Gedanke dahinter doch wohl nicht schlecht? Mischlinge hat der auch nur deswegen irgendwann produziert, weil der VDH das nicht unterstützt hat. Der Typ mag das ein bisschen falsch angegangen sein und ich bezweifle, dass sein konkretes Projekt etwas bringt. Aber der Gedanke dahinter hat nichts mit "der Hund haart nicht" zu tun.

Und wieso ist unbedingt Farbreinheit gefordert? Ist nicht das Wesen wichtiger als die Optik von der Stange?
Und wieso kann jemand, der keinem Verband angehört, auch kein nötiges Fachwissen besitzen?
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #17
Ich kenne persönlich ehrlich gesagt kaum Züchter, die so gut arbeiten, dass ein sehr hoher Welpenpreis überhaupt gerechtfertigt wäre.

Weder im Hybrid-Bereich, noch bei der klassischen Rasse-Zucht.
Selbst wenn ich natürlich kein Zucht-Szene-Insider bin ist dies trotzdem ziemlich genau das Bild was ich von der Zuchtwelt habe. Wer sich Mühe geben will der tut das - und wem es nur ums Geld geht der verspricht halt das Blaue vom Himmel und schaut nur auf den Absatz.

Man kann die Zuchtwelt nicht einfach in heiligenschein-bewehrte Vereinszüchter und grausam-geldgeile Doodlezüchter einteilen. Das wäre viel zu schwarz-weiß.

Komischerweise versprechen die meisten uptopische Dinge; nicht haarend, leicht erziehbar, leichtführig, freundlich und der perfekte Familienhund. Das sind Lügen und Lügen machen in meinen Augen einen Menschen unseriös.
Ja, dass stimmt, aber du kannst doch nicht ernsthaft die Augen davor verschließen, dass diese Masche auf der Seite der "seriösen" Vereinszüchter genau so durchgezogen wird. Da gibt es auch an jeder Ecke "freiatmende" Möpse und Bullies, Aussies (oder jede andere triebige Rasse) aus der Showlinie die ja auch super-duper Familienhunde werden können, absolut HD-frei-getestete Riesenrassen mit tatsächlichen HD-Inzidenzraten von 30-50% usw.

Die Krankheitsproblematik der aktuellen Rassen ist katastrophal, wir haben inzwischen doch fast mehr zugelassene Rassen die von 'rassetypischen Krankheiten' bedroht sind als gesunde. Schuld sind Geldgier und Schönheitswahn, davor kann und darf man einfach nicht die Augen verschließen wenn man tierschutzorientiert denken will.
Demnach kann ich mich nur Mischlings Aussage anschließen, wichtig sind nicht in erster Linie die Vereinspapiere, oder das ein Hund möglichst lange auf Linie gezüchtet wurde damit er auch ja schön reinrassig ist, sondern dass es die oberste Absicht des Züchters ist einen gesunden, wesensfesten, für seine Aufgabe geeigneten Hund hervorzubringen. Und genau dafür braucht man nicht zwingend einen Verein und es ist ebenfalls nicht so dass Hunde erst nach ewigen Generationen ohne Einkreuzung eben genau diese Eigenschaften erfüllen können. Dafür braucht man Züchter die bereit sind Zeit, Geld und Arbeit in ihre Zucht zu investieren - und die erkennt man eben leider nicht immer automatisch daran dass sie einem großen Verein angehören.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #18
Selbst wenn ich natürlich kein Zucht-Szene-Insider bin ist dies trotzdem ziemlich genau das Bild was ich von der Zuchtwelt habe. Wer sich Mühe geben will der tut das - und wem es nur ums Geld geht der verspricht halt das Blaue vom Himmel und schaut nur auf den Absatz.

Man kann die Zuchtwelt nicht einfach in heiligenschein-bewehrte Vereinszüchter und grausam-geldgeile Doodlezüchter einteilen. Das wäre viel zu schwarz-weiß.

Klar, es gibt die super-engagierten Züchter, aber da gibt es keinen großen Unterschied zwischen Vereinszucht/Hybridzucht o.ä.
Kenne auch einige Vereinszüchter, die so schludrig arbeiten, dass man da keinen Hund holen sollte und eine Hybridzucht bei der ich ungesehen jeden Hund nehmen würde, weil ich weiß, dass da mehr als gut gearbeitet wird.

Dafür braucht man Züchter die bereit sind Zeit, Geld und Arbeit in ihre Zucht zu investieren - und die erkennt man eben leider nicht immer automatisch daran dass sie einem großen Verein angehören.

Amen.

Was ich übrigens noch der Liste an Anforderungen an einen Züchter hinzufügen möchte: Ahnung von Verhalten.
Da werden munter Elterntiere aufeinander gesetzt, die verhaltenstechnisch auffällig sind, vollkommen haarsträubende "Welpenprägungen" umgesetzt, von Ernährung will ich jetzt gar nicht erst anfangen...jaja.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #19
Zu den Rassehundpreisen.

Der Preis unserer Hunde war durchaus berechtigt, wenn man sich mal ausrechnet, was die Züchter im Schnitt pro Hund zahlt.
Da fängt es bei der Zuchttauglichkeit an, der Deckrüde, Tierarztkosten, austattung für die Erwachsenen Hunde und die Welpen.
Untersuchungen + Impfungen + Entwurmungen + Chippen der Welpen. und noch vieles mehr.

Ein Welpe der 250€ kostet, hat mit sicherheit im Vorfeld nicht das doppelte beim Züchter/Vermehrer gekostet.
 
  • Der Wert - Preis eines Welpen Beitrag #20
Manche Preise sind trotzdem haarsträubend besonders bei entsprechender Wurfstärke.
Nehmen wir mal an, dass ein Wurf 5 Welpen hat und dann 1600,- bei einigen Rassen durchaus Usus ist- sorry, da muss man schon wirklich viel Liebe monetär aufwiegen;)

Züchter sollen nicht für lau arbeiten, keine Frage, aber niemand wird gezwungen sich den Stress eines 24-Stunden-Jobs anzutun und ich kriege da auch langsam echt lange Ohren von, wenn dann wieder das Argument kommt, dass das ja soooo viel Arbeit sei.

Ja, ist es, es ist ätzend und wenn die Welpen 8 Wochen alt sind ist man mehr als froh, wenn man die Monster endlich bald abgeben kann.
ABER: Züchter tun sich das freiwillig (!) an.

Manche Preise sind da einfach reine Fantasiekosten.

Ich habe übrigens auch knapp über 1000,- für meinen Elo gezahlt, der ja nun auch nicht in klassischen Vereinen gezüchtet wird, sondern als Hybridzucht begonnen hat.
 
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