Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten?

Diskutiere Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, unseren Hund abzugeben. Die Anzeige ist bisher ausschließlich auf einer Tierheimseite...
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #1
Seifenspenderin

Seifenspenderin

Beiträge
1.052
Punkte Reaktionen
0
Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, unseren Hund abzugeben. Die Anzeige ist bisher ausschließlich auf einer Tierheimseite ausgestellt, so können wir schon mal einige unseriöse Anfragen umgehen...

Morgen kommt eine erste Interessentin.
Worauf sollte ich achten, welche Fragen sollte ich unbedingt stellen?
Ich bin mir noch sehr unschlüssig. Die Frau klang nett und hat Erfahrungen mit Hunden. Alles klang relativ positiv (halbe Stelle, viel Zeit für den Hund, hatte lange Zeit selber einen Hund, fungierte in der Vergangenheit als Hundepflegestelle etc.) jedoch ist sie nicht verheiratet o.ä. und ich persönlich fände es besser, wenn ich meinen Hund an eine Familie abgeben könnte. Wäre die Abgabe an eine Einzelperson für euch ein NoGo?
Ich werde mir auf jeden Fall Zeit lassen und mir das gut überdenken. Der Hund muss auch nicht schnell weg und kann noch einige Monate bei uns bleiben.
Wie "schnell" läuft denn eine Vermittlung ab? Mal angenommen, der Funke springt über: Hund und Interessent passen zusammen. Wie schnell sollte man den Hund dann abgeben?
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #2
Hallo,

darf ich fragen, warum du den Hund abgeben musst? Und wie lange hast du ihn schon?

Ich finde es zumindest verwerflich, einen Hund abzugeben. Egal, aus welchem Grund.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #3
Und ich finde es verwerflich, gleich "verwerflich" zu schreien, wenn man die Gründe nicht kennt...
Ich kenne Seifenspenderin jetzt seit einigen Jahren hier aus dem Forum, sie ist noch jung und war bei ihrer Anmeldung, wie man sich leicht ausrechnen kann, noch um einiges jünger - aber sie ist hier immer vernünftig und verantwortungsbewusst aufgetreten.
Von daher sollte man sie doch bitte nicht gleich ohne Kenntnis der genauen Umstände verurteilen - sie wird sich diese Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht haben...

@Seifenspenderin: Es tut mir sehr leid, dass Ihr diesen Schritt gehen wollt/müsst (ich weiß die Gründe ja jetzt auch nicht) - aber ich bin mir sicher dass Ihr das reiflich überlegt habt und nicht einfach so macht.
Hmpf - was solltest Du fragen?
Auf jeden Fall natürlich, wie lange der Hund täglich allein wäre, was sie sich an Beschäftigung und Auslastung mit ihm vorstellen (ich weiß ja noch nichtmal, welche Rasse es ist...), gibt es Kinder im Haushalt bzw. sind welche geplant - wie kommt Dein Hund mit Kindern klar? Wie alt ist der Hund?
Kompakt gesagt einfach: Wie wollen die neuen Halter den Hund in ihr Leben integrieren?
Wie schnell Du den Hund abgeben solltest - ich würde das wirklich von der Chemie abhängig machen - wenn Du das Gefühl hast, es passt alles - warum den Hund dann noch länger behalten und den Abschied hinauszögern? Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Ihr anfangs ein paar gemeinsame Unternehmungen mit dem Hund macht oder er mal "probehalber" für ein Wochenende zu den neuen Haltern geht und sich so "schleichend" dran gewöhnt? - Ist jetzt nur so meine Idee, ich bin ja keine Hundehalterin - ich sehe aber an meiner Nachbarin, die öfter mal zwei "Urlaubshunde" hat, wie die sich ziemlich schnell an ihr Urlaubsdomizil gewöhnt haben - das geht sogar so weit, dass der eine Hund am liebsten da gar nicht mehr weg möchte ;)

LG seven
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #4
Nein, aufgrund der Tatsache, dass du beginnst sinnlos zu urteilen, obwohl nicht mal nach Meinungen diesbezüglich gefragt war, darfst du die Gründe nicht erfahren.

Hier geht es um etwas ganz anderes: Worauf soll ich achten bei der Abgabe? Welche Fragen sollte ich unbedingt stellen?
- Wie lange wird der Hund alleine bleiben? - Wer kümmert sich im Krankheitsfall/während des Urlaubs? - Sind alle Haushaltsmitglieder einverstanden? - Wie würde der Alltag mit Hund aussehen? - Bereits hundeerfahren bzw verantwortungsbewusst? (Was noch?)
Ich will alle Möglichkeiten überdenken und alle Fragen klären, damit ich ein perfektes, dieses mal endgültiges Zuhause für ihn finden kann.
Am liebsten wäre es mir, der Hund würde zu einem Pärchen kommen, das sich das gut überlegt hat. Oder an eine Familie mit Kindern, wobei der Hund nicht wegen der Kinder angeschafft werden soll, sondern wegen der Eltern... Oder als Zweithund...
Klar, Haus und Garten wären schön, aber soll man das verlangen?
Was ist wirklich wichtig und wo könnte man 'Abstriche' machen?

Der Funke muss überspringen: Aber wie oft würdet ihr euch mit den neuen Besitzern ca. treffen? Und würdet ihr euch die Wohnung des neuen Besitzers ansehen?
Wahrscheinlich ist das immer individuell...Aber wäre echt toll, wenn ihr mir mal sagen könntet, wie ihr euch das vorstellen würdet?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@ seven:
Ja, wir haben sehr lange darüber nachgedacht. Es gibt viele Pro- und Kontraargumente und es ist wirklich nicht einfach für uns alle. Aber manchmal muss man eine Entscheidung treffen und natürlich denkt man am Anfang: "Das Tier soll für immer hier bleiben" - das soll man sogar denken! Aber manchmal ändern sich die Umstände und da ist es besser, nach neuen Möglichkeiten zu schauen, als den Hund auf Biegen und Brechen bei sich behalten zu wollen. Vlt. geht es ihm woanders besser? Aber Schluss mit dem Thema, das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Die Interessentin hat am Telefon auch von Chemie und Funken gesprochen und sogar gefragt, ob es möglich wäre, den Hund probehalber mal bei sich wohnen zu lassen, aber da habe ich große Bedenken. Das verwirrt den Hund doch nur, wenn er wieder zurück muss! Natürlich würde ich den Hund wieder zurück nehmen, aber ich würde den Hund eigentlich nur vergeben wollen, wenn die andere Person sich sicher ist... Was meinen die anderen Hundebesitzer?
Okay, viele deiner Tipps habe ich schon in die Anzeige geschrieben..Also Hunde- und Kinderverträglichkeit...
Ach keine Ahnung, vielleicht wollte ich auch nur nochmal generell für mich selber darüber reflektieren.:( Ich weiß ja schon im Groben, worauf ich achten sollte. Aber eine Entscheidung zu treffen ist eben schwierig und ich würde mir gerne Zeit lassen und nicht innerhalb von Tagen entscheiden, wer die richtige Person ist. Wer weiß, vielleicht habe ich ja morgen ein ganz gutes Gefühl....Und wenn nicht, haben wir immer noch bis zum Sommer Zeit.....

Meint ihr, dass die Entscheidung leicht fällt, wenn man merkt/fühlt, dass der Hund und der Interessent zusammen passen?
Ich finde es so schwer, entscheiden zu müssen, wo ich mich doch innerlich gar nicht von dem Hund trennen will. Vielleicht "belügt" mich dann mein Gefühl?
Ich denke trotzdem, dass es wahrscheinlich die richtige Entscheidung ist, für den Hund ein neues schönes Zuhause zu suchen. Nur manchmal ist die Trauer so groß, dass ich denke, ich müsste es irgendwie schaffen, den Hund zu behalten. Aber ich denke schon seit einer so langen Zeit immer wieder über die Abgabe des Hundes nach und er lebt ja jetzt auch schon seit einem dreiviertel Jahr bei meinen Eltern und nicht bei mir. Wenn ich mein Leben total nach dem Hund richten würde, könnte ich es schaffen, ihn zu behalten. Aber ich bin so lange unterwegs, mache viele Sachen nebenbei, Praktika, Nebenjobs etc. Ab September studiere ich im Ausland. Natürlich könnte ich das Auslandsstudium absagen, Alternativen schaffen etc., aber es würde mich nicht glücklich machen und den Hund damit letztendlich auch nicht. Mein Hund kann aber auch nicht für immer bei meinen Eltern bleiben.
Hier entscheidet der Verstand, nicht das Herz.
Jetzt hab ich doch über die Gründe geschrieben, ach es ist so schwer.:( Und mir ist klar, dass einige von euch das nicht verstehen werden. Aber mich zu verurteilen, bringt euch, mir und dem Hund auch nichts.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #5
Ich finde es zumindest verwerflich, einen Hund abzugeben. Egal, aus welchem Grund.

Lieber auf Biegen und Brechen etwas durchsetzen und erzwingen, was einfach nicht (mehr) funktioniert? Das ist doch auch Unsinn..

Ich kenne die Gründe - zumindest so wie die TE sie hier im Forum geschildert hat.
Es war sicherlich nicht leicht für dich den Schritt zu gehen, Seifenspenderin. Und ich wünsche dir viel Erfolg dabei ein schönes neues Zuhause für deinen Hund zu finden.

Ich habe vor ein paar Jahren ein paar Hunde in neue Familien vermittelt. Ich habe mir vorher immer das neue Zuhause angesehen, mich ausgiebig mit den Interessenten unterhalten und dafür gesorgt, dass sie vor ihrer entgültigen Entscheidung mindestens ein Mal den Hund an der Leine hatten. Dann kann man ihr Verhalten mit dem Tier beobachten und kriegt außerdem ein recht zuverlässiges Bauchgefühl für die Person. Außerdem war es mir wichtig auch nach der Vermittlung weiter in Kontakt mit dem neuen Besitzer zu sein und klargestellt zu haben, dass der Hund zu mir kann, wenn sie ihn nicht mehr behalten können - aus welchen Gründen auch immer.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #6
Ich würde eher an eine Einzelpersonen als an ein Pärchen abgeben, ehrlich gesagt. Ich wüsste auch nicht, was an einer Einzelperson negativ sein soll, wenn sie viel Zeit für den Hund hat :)
Bei einem Pärchen, gerade bei einem Jungen, hätte ich dann doch Angst, dass mein Hund ein Scheidungskind wird..
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #7
Off-Topic
Smykke, warst du nicht diejenige, deren Hunde regelmäßig ~10 Stunden einhalten müssen?;) Wir hatten das Thema doch vor einer Weile erst in einem Thread. Dann doch bitte lieber so wie Seifenspenderin es macht!


Seifenspenderin, kenne den anderen Thread. Schade, dass es nun doch so kommt.

Ich würde mit das neue Zuhause anschauen, wenn ein Garten vorhanden ist, auch gucken ob und wie dieser gesichert ist. Dann wären mir natürlich die tatsächlichen Stunden wichtig, die das Tier allein ist, und ich würde die Kenntnisse in Sachen Erziehung und Ernährung erfragen. Natürlich nicht wie Fragenkatalog abarbeiten, sondern so ein bisschen im Gespräch einweben. Vielleicht bietet sie als potentielle neue Besitzerin ja von sich aus schon einiges an. Des Weiteren würden mich die Betreuungsmöglichkeiten interessieren, wenn der neue Besitzer mal weg muss - tageweise oder auch wochenweise.

Zuu sehr ins Detail gehen würde ich bei alledem nicht, da besteht halt immer die Möglichkeit, dass gelogen wird. Die Wahrscheinlichkeit wird höher, wenn die Leute sich in die Ecke gedrängt fühlen. Aber auf solche Sachen wie die Ernährung würde ich eingehen, dass der Hund nicht aus Unwissen mit Schrott gefüttert wird.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #8
Ich würde eher an eine Einzelpersonen als an ein Pärchen abgeben, ehrlich gesagt. Ich wüsste auch nicht, was an einer Einzelperson negativ sein soll, wenn sie viel Zeit für den Hund hat :)
Bei einem Pärchen, gerade bei einem Jungen, hätte ich dann doch Angst, dass mein Hund ein Scheidungskind wird..

In so einem Fall würde ich versuchen (sensibel) abzuklären, was mit dem Hund bei einer Trennung geschehen würde. Bei uns in der Beziehung sind die Tiere z.B. sehr unmissverständlich meine. Sollten wir uns trennen, stellt sich also nicht die Frage, wo hin mit ihnen.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #9
Also als wir unseren Hund (von Privatleuten) übernommen hatten, war "der Funke" sofort da und unübersehbar auch für die bisherigen Besitzer. Der Hund himmelte nämlich nur noch meinen Mann an, hatte alle anderen Personen vergessen und war total hingerissen von ihm:060:

Von "Probewohnen" halte ich persönlich nichts. Entweder oder. Spaziergang (auch mehrere) hingegen fände ich durchaus sinnig. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und anders kann es auch "richtig" sein...?:?::!::?:

Nach reiflicher Überlegung der bisherigen Besitzer wurde der Hund dann an uns gegeben. Nach Übernahme des Hundes hatten wir telefonischen und SMS-Kontakt zu den Vorbesitzern in den nächsten Tagen, wie es läuft, ob der Hund nachts weint...usw...
Aber keinerlei Besuchskontakte der alten Besitzer, damit der Hund nicht in Verwirrung gestürzt wird und eine neue Bindung zum neuen Herrchen aufbaut und nicht immer an das bisherige Herrchen zurückerinnert wird. Und die Vorbesitzer sagte, dies wäre auch für sie wichtig gewesen, um mit der Situation klar zu kommen und diese zu akzeptieren. (Abgabe erfolgte nur aus Vernunftsgründen der Vorbesitzer zum Besten des Hundes, weil er bei ihnen wegen beruflicher Veränderungen, die nicht vorhersehbar waren, ganztägig allein geblieben wäre - was sie ihm nicht zumuten wollten - bei uns kann er mit meinem Mann zusammen auf die Arbeit gehen).

Erster Besuchskontakt der Vorbesitzer zum Hund war nach 4 Monaten. Alle Menschen total nervös, der Hund als einziger souverän, freute sich, erkannte die Leute auch sichtlich wieder, verabschiedete sich aber ohne Trara und ging bereitwillig mit mir ins Haus zurück, als die Vorbesitzer sich verabschiedeten. Also genau so wie es sein sollte. Ich würde auf jeden Fall auch eine Hund-nicht-sehen-Frist vereinbaren nach unseren Erfahrungen damit
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #10
Ich hab meine Katzen auch als Einzelperson übernommen - und ich denk grad als solche bin ich viel mehr für sie da :) Was die Übernahme angeht solltest Du unbedingt klären, ob für den Vermieter / die ET-Gemeinschaft Hundehaltung ok ist.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #11
Ich würd vor allen Dingen mal ganz tief in mich gehen und überlegen welche "Eigenarten" mein Hund hat, die jemand anderen eventuell stören könnten und diese dann mit der Interessentin besprechen und abklären, ob sie damit leben kann.

Also z.B. der Hund kann nicht mit Kindern. Selbst wenn die Interessentin keine eigenen Kinder hat, so könnte es natürlich sein, dass es im Familien- und Freundeskreis massig Kinder gibt, die ständig zu Besuch kommen.
Oder der Hund zieht an der Leine, für den einen kein Problem, für den nächsten eine Vollkatastrophe.
Oder der Hund bellt viel, springt gern, hasst Katzen oder anderes Getier...... was auch immer.
(ich kenne weder Dich noch Deinen Hund, noch Deine Situation, dies sind nur Beispiele).
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #12
Die Anzeige ist bisher ausschließlich auf einer Tierheimseite ausgestellt, so können wir schon mal einige unseriöse Anfragen umgehen...
Das halte ich für einen Trugschluss. Nur weil sich jemand als Tierschützer versteht muss er noch lange keiner sein. Und auch Menschen die "einfach so" also ohne den Tierschutzhintergedanken einen Hund anschaffen wollen können ganz fantastische Hundehalter sein.

Ich würde den Hund deswegen so ausschreiben, dass die Anzeigen ein möglichst breites Publikum erreichen. Also auch die großen Kleinanzeigen Portale wie das von Ebay. In der Lokalzeitung, auf Aushängen beim Tierarzt im Supermarkt usw.

Die Rechnung ist ganz einfach- um so mehr Interessenten um so höher die Chance, dass auch der passende dabei ist.

Eines sollte dir auch bewusst sein: Du musst vorab gut entscheiden.
Ist der Hund erst mal verkauft, hast du keinerlei Einfluß mehr darauf was der Käufer mit ihm anstellt. Auch wenn "Schutzverträge" da was anderes suggerien.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #13
Eines sollte dir auch bewusst sein: Du musst vorab gut entscheiden.
Ist der Hund erst mal verkauft, hast du keinerlei Einfluß mehr darauf was der Käufer mit ihm anstellt. Auch wenn "Schutzverträge" da was anderes suggerien.
Das möchte ich nochmal unterstreichen. In dem Moment wo der Hund einem neuen Besitzer gehört verlierst du jegliches Bestimmungsrecht. Selbst wenn ein Schutzvertrag vereinbart wurde hast du kaum möglichen diese auch durchzusetzen falls der neue Besitzer dagegen verstößt. Demnach ist es immer in erster Linie Vertrauenssache wenn man ein Tier abgibt.

Ich glaube DEN richtigen Besitzer von dem man sofort weiß dass alles passt gibt es nicht wirklich, ein bisschen Restunsicherheit bleibt immer zurück, damit muss man leider leben, wenn man ein Tier abgibt/abgeben muss.


Ich denke deswegen du solltest auf deinen Bauch hören, schau dir ruhig mehrere Interessenten an und gibt den Hund an die Leute bei denen du das beste Gefühl hast. Damit du nicht von vorne herein voreineingenommen bist würde ich Fragen zur Lebenssituation und Hundeerfahrung erst an die Interessenten stellen nachdem du dir einen ersten Eindruck gemacht hast, nicht dass du sonst jemanden ausschließt weil ein technisches Detail nicht passt und derjenige aber eigentlich ganz wunderbar für den Hund gesorgt hätte.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #14
Ich würde den Hund deswegen so ausschreiben, dass die Anzeigen ein möglichst breites Publikum erreichen. Also auch die großen Kleinanzeigen Portale wie das von Ebay. In der Lokalzeitung, auf Aushängen beim Tierarzt im Supermarkt usw.

Die Rechnung ist ganz einfach- um so mehr Interessenten um so höher die Chance, dass auch der passende dabei ist.

Und hier will ich noch mal unterstreichen, falls die jetzigen Interessenten nicht das Wahre sind:
Ich habe ja schon erwähnt, dass ich mal ein paar Tierschutzhunde vermittelt habe. Die habe ich auch auf Ebay-Kleinanzeigen, Quoka, deine Tierwelt und in lokalen Zeitungen oder per Flugblatt "beworben". Vielleicht hatte ich einfach Glück, aber ich hatte eigentlich durchweg sehr freundliche, seriöse und passende Interessenten und wir mussten selten mehrere Nachfragen durchgehen. Die Richtigen waren oft schon bei den ersten 2-3 dabei.
Ich denke, gerade wenn du keinen Welpen oder zuckersüßen Kleinsthund anbietest (oder andere Hunde eben, die man sich nur aufgrund der Optik anschaffen würde), wissen die allermeisten Leute, die dir schreiben auch, worauf sie sich einlassen.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #15
Ja, auch das würde ich vorher besprechen wollen. Habe es schon öfter im Freundeskreis erlebt, dass auf die Frage was bei einer Trennung mit dem Hund wäre nur kam : "Das sieht man ja dann." (wir sprechen von keiner Ehe / Partnerschaft, die länger als ein Jahr hielt.)
Genau durch dieses Risiko würde ich Einzelpersonen mindestens auf die selbe Ebene stellen - nicht ausschließlich ;)

Wünsche dir auf jeden Fall viel Glück, dass du die beste Lösung für euch findest und später nichts bereuen musst! Ist sicher eine schwierige Aufgabe.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #16
Vielen Dank für euer Verständnis... Es fällt mir wirklich schwer, aber ich weiß, dass es das Richtige für mich ist. Und ich will für Debby eben auch eine tolle Familie finden, bei der es ihr gut geht. Ich glaube, wenn der Zeitpunkt der Trennung kommt, wird es wieder schlimmer werden, aber der erste "Schock" ist überwunden...Ich hoffe echt, dass ich eine perfekte Familie finde.
Debby "gehört" sowieso nicht mir, sondern dem Tierheim. Somit ist abgesichert, dass es ihr gut gehen muss, sonst kann das Tierheim einschreiten (Tierschutzvertrag). Aber ich selber werde natürlich gar nichts mehr entscheiden können. Dann ist das ne Sache zwischen dem Tierheim und den neuen Besitzern. Aber ich hoffe, man kann zumindest im lockeren Kontakt bleiben, das ist mir wichtig...
Am Anfang werde ich sie leider natürlich nicht besuchen....
Bin mir noch sehr unschlüssig bezüglich Ebay Kleinanzeigen. Habe dabei kein gutes Gefühl und möchte das iwie nicht. Es gibt doch auch Leute, die sich nen Hund holen und dann nach 2-3 Monaten feststellen, dass er zu viel Arbeit macht und das sind eben typische Ebay-Menschen....

Es waren bereits 2 Interessenten da. Hatte bei beiden ein gutes Gefühl. Aber leider hats bei der Ersten nicht "gefunkt" und der Zweiten war sie zu klein (sie sieht auf den Fotos iwie größer aus, hab aber auch ihre Größe angegeben). Haben ja eh noch Zeit.... Also eigentlich fanden sie, glaub ich, beide zu klein.

Trennungen sind schlimm:( Ich glaube echt, ich werde mir nie mehr Tiere anschaffen: Entweder sie sterben oder man muss sie weggeben. Ist doch beides einfacher Mist! Oder man muss ständig ein schlechtes Gewissen haben: Mache ich alles richtig in der Tierhaltung? Oder sobald ich das Haus verlasse und weiß: Die Arme muss alleine bleiben. Total schrecklich. Aber sie ist ja bei meinen Eltern und nie alleine, aber allein wegen des schlechten Gewissens könnt ich das allein nicht mehr. Ständig ein schlechtes Gewissen haben, wenn man mal ohne Hund macht und so:(
Mal im ernst....Als Einzelperson kann man doch kaum noch andere Hobbys haben, oder? Oder wie macht ihr das? Ich würde ihr ja so gerne ein gutes Zuhause bieten können..Aber es geht einfach nicht mehr.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #17
Zu deinem letzten Absatz: Ich glaube, das ist einfach Reife. Und das meine ich nicht als Beleidigung. Aber ich denke, dass man mit Hunden und Kindern reif genug sein muss, um selber auch mal zurückzustecken - und um reif genug zu sein, dieses nicht als wirkliches zurückstecken zu empfinden, da man im Tausch Hund/Kind hat.

Viel Glück bei der Suche. Ich denke, du hast einen guten Riecher. Ich würde sie zumindest nicht an jemanden geben, der wegen ein paar Zentimetern Schulterhöhe kein/weniger Interesse hat.

Bezüglich der Ebay-Menschen: Ich glaube dein Vorurteil ist etwas hochnäsig. Schließlich gibst du deinen Hund auch ab.;) Auf Ebay erreichst du sicher einige Menschen - gib an, dass sie mit dem Tierheim in Vertrag treten, das sortiert eine gewisse Gruppe ziemlich sicher aus.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #18
Helft mir bitte!

Es geht darum, dass die 3. Familie hier war. Irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl.

Die Schwester von der Frau war dabei, sie hatte auch nen Hund und sie wollten testen, ob sie sich vertragen. - Die Schwester, die bereits einen Hund hatte, hatte einen besseren Eindruck auf mich gemacht.

Am liebsten hätten sie Debby gleich heute mitgenommen. Wir sind so verblieben, dass ich meinte, ich würde morgen vorbei kommen und sie dort abgeben - zum Test. Dabei will ich das gar nicht, aber irgendwie wurde ich mega beeinflusst durch meine Mutter und die vielen Leute, die da waren.
Sie haben sich mega in Debby verliebt und Debby mochte den kleinen Jungen auch.
Aber ich hatte das Gefühl, die Frau will den Hund für ihren Jungen kaufen. Ich meinte dann auch, dass Kinder schnell das Interesse verlieren können und so und dann meinte sie, sie würde den Hund auch für sich kaufen.
Sie haben keine Hundeerfahrung und die Frau war eher so schickimicki und hat den Hund auch gar nicht an die Leine genommen, sondern die ganze Zeit haben ihre Kinder den Hund spazieren geführt. Klar hat sie den Hund auch gestreichelt und lieb mit ihm gesprochen, aber ich hatte einfach die ganze Zeit ein komisches Gefühl.
Soll ich auf dieses Gefühl hören? Meine Eltern drängen mich so ein bisschen... So nachm Motto: Wer weiß, ob du jemand Besseres findest. Meine Eltern würden ihnen sofort den Hund geben.
Aber ich will Debby dort morgen nicht abgeben. Ich hatte bei den anderen beiden Familien ein gutes Gefühl. Ich weiß, dass der Abschied schmerzen wird, aber man muss den Hund doch mit einem guten Gefühl abgeben, oder? Die Familie hat Haus und Garten und wenn sie in den Urlaub fahren, könnten sie den Hund bei der Schwester (die ebenfalls nen Hund hat) abgeben und wie gesagt die Familie war richtig verliebt in meinen Hund. Aber ich hab einfach kein gutes Gefühl. Ach und die Frau meinte, ihr Mann und ihre Tochter hätten gegen manche Hunde ne Allergie. Die Tochter war dabei und hat nichts gemerkt.

Meine Mum meint, ich hätte nur ein schlechtes Gefühl, weil die gleich "ja" gesagt hätten und die anderen eben nicht. Aber ich glaube nicht, dass das stimmt.


PS: Ich habe mich überwunden und eine Anzeige auf EbayKleinanzeigen gestellt.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #19
Ich denke, man darf bei so etwas schon auf sein Gefühl hören. Du meinst ja, du hast nicht bei allen Leuten so ein schlechtes Gefühl, also wird es wohl nicht allgemein daran liegen, dass das potentielle neue Besitzer sind.

Ich würde wahrscheinlich dafür sorgen, dass die Familie mehrfach kommt und mit dem Hund Gassi geht usw. Vor allem der Mann und die Tochter, die eine Allergie haben. Denn so eine Allergie bemerkt man nicht zwangsläufig beim ersten Treffen und wenn einer nicht allergisch ist, heißt das noch lange nicht, dass der andere auch nicht reagiert. Deshalb würde ich es vermeiden, den Hund aus seinem gewohnten Umfeld zu reißen, solange die Frage um die Allergien nicht geklärt ist.
Eventuell kann die Frau ja auch mal alleine bzw. nur mit ihrem Mann kommen, damit du sehen kannst, wie sie mit dem Hund interagiert und ob sie ihn tatsächlich für sich selbst will und nicht nur für die Kinder.
 
  • Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? Beitrag #20
Ich würde auch auf mein Gefühl hören und den Hund dort morgen nicht abgeben. Bauchgefühle kann man nicht erklären, aber meist sind sie richtig.

Ich würd die Sache mit dieser Familie vermutlich komplett abbrechen und weitersuchen. Mit so einem Gefühl könnte ich den Hund einfach nicht abgeben.
 
Thema:

Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten?

Hund abgeben - neue Besitzer, worauf achten? - Ähnliche Themen

WICHTIG!!! Hund vorgestern abgegeben - jetzt vielleicht wiederholen???: Hallo zusammen, kurz zu mir: ich bin junge mutter eines säuglings, habe einen alten wolfsspitz, eine dt. dogge und bis vorgestern einen 4...
Absurde Realität: Wie jeden Tag nach der Arbeit bog sie noch kurz in die kleine Nebengasse ein und stieß die Türe des Buchladens an der Ecke auf. Dieser Ort war ihr...
"Braucht Deutschland Entwicklungshilfe in Sachen Tierschutz?": Ich habe heute mittag einen interessanten Artikel gelesen. Dieser Artikel wurde von einer Tierhilfe geschrieben, die ihren Schutz hauptsächlich in...
Oben