Nein, aufgrund der Tatsache, dass du beginnst sinnlos zu urteilen, obwohl nicht mal nach Meinungen diesbezüglich gefragt war, darfst du die Gründe nicht erfahren.
Hier geht es um etwas ganz anderes: Worauf soll ich achten bei der Abgabe? Welche Fragen sollte ich unbedingt stellen?
- Wie lange wird der Hund alleine bleiben? - Wer kümmert sich im Krankheitsfall/während des Urlaubs? - Sind alle Haushaltsmitglieder einverstanden? - Wie würde der Alltag mit Hund aussehen? - Bereits hundeerfahren bzw verantwortungsbewusst? (Was noch?)
Ich will alle Möglichkeiten überdenken und alle Fragen klären, damit ich ein perfektes, dieses mal endgültiges Zuhause für ihn finden kann.
Am liebsten wäre es mir, der Hund würde zu einem Pärchen kommen, das sich das gut überlegt hat. Oder an eine Familie mit Kindern, wobei der Hund nicht wegen der Kinder angeschafft werden soll, sondern wegen der Eltern... Oder als Zweithund...
Klar, Haus und Garten wären schön, aber soll man das verlangen?
Was ist wirklich wichtig und wo könnte man 'Abstriche' machen?
Der Funke muss überspringen: Aber wie oft würdet ihr euch mit den neuen Besitzern ca. treffen? Und würdet ihr euch die Wohnung des neuen Besitzers ansehen?
Wahrscheinlich ist das immer individuell...Aber wäre echt toll, wenn ihr mir mal sagen könntet, wie ihr euch das vorstellen würdet?
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
@ seven:
Ja, wir haben sehr lange darüber nachgedacht. Es gibt viele Pro- und Kontraargumente und es ist wirklich nicht einfach für uns alle. Aber manchmal muss man eine Entscheidung treffen und natürlich denkt man am Anfang: "Das Tier soll für immer hier bleiben" - das soll man sogar denken! Aber manchmal ändern sich die Umstände und da ist es besser, nach neuen Möglichkeiten zu schauen, als den Hund auf Biegen und Brechen bei sich behalten zu wollen. Vlt. geht es ihm woanders besser? Aber Schluss mit dem Thema, das würde jetzt den Rahmen sprengen.
Die Interessentin hat am Telefon auch von Chemie und Funken gesprochen und sogar gefragt, ob es möglich wäre, den Hund probehalber mal bei sich wohnen zu lassen, aber da habe ich große Bedenken. Das verwirrt den Hund doch nur, wenn er wieder zurück muss! Natürlich würde ich den Hund wieder zurück nehmen, aber ich würde den Hund eigentlich nur vergeben wollen, wenn die andere Person sich sicher ist... Was meinen die anderen Hundebesitzer?
Okay, viele deiner Tipps habe ich schon in die Anzeige geschrieben..Also Hunde- und Kinderverträglichkeit...
Ach keine Ahnung, vielleicht wollte ich auch nur nochmal generell für mich selber darüber reflektieren.

Ich weiß ja schon im Groben, worauf ich achten sollte. Aber eine Entscheidung zu treffen ist eben schwierig und ich würde mir gerne Zeit lassen und nicht innerhalb von Tagen entscheiden, wer die richtige Person ist. Wer weiß, vielleicht habe ich ja morgen ein ganz gutes Gefühl....Und wenn nicht, haben wir immer noch bis zum Sommer Zeit.....
Meint ihr, dass die Entscheidung leicht fällt, wenn man merkt/fühlt, dass der Hund und der Interessent zusammen passen?
Ich finde es so schwer, entscheiden zu müssen, wo ich mich doch innerlich gar nicht von dem Hund trennen will. Vielleicht "belügt" mich dann mein Gefühl?
Ich denke trotzdem, dass es wahrscheinlich die richtige Entscheidung ist, für den Hund ein neues schönes Zuhause zu suchen. Nur manchmal ist die Trauer so groß, dass ich denke, ich müsste es irgendwie schaffen, den Hund zu behalten. Aber ich denke schon seit einer so langen Zeit immer wieder über die Abgabe des Hundes nach und er lebt ja jetzt auch schon seit einem dreiviertel Jahr bei meinen Eltern und nicht bei mir. Wenn ich mein Leben total nach dem Hund richten würde, könnte ich es schaffen, ihn zu behalten. Aber ich bin so lange unterwegs, mache viele Sachen nebenbei, Praktika, Nebenjobs etc. Ab September studiere ich im Ausland. Natürlich könnte ich das Auslandsstudium absagen, Alternativen schaffen etc., aber es würde mich nicht glücklich machen und den Hund damit letztendlich auch nicht. Mein Hund kann aber auch nicht für immer bei meinen Eltern bleiben.
Hier entscheidet der Verstand, nicht das Herz.
Jetzt hab ich doch über die Gründe geschrieben, ach es ist so schwer.

Und mir ist klar, dass einige von euch das nicht verstehen werden. Aber mich zu verurteilen, bringt euch, mir und dem Hund auch nichts.