Ich habe nochmal mit der Frau gesprochen und meinte, dass ich nicht nach dem ersten Treffen entscheiden kann, sie in fremde Hände zu geben und sie antwortete darauf, dass ich ja nicht verlangen könnte, dass sie täglich vorbei kommen sollen. Das würde ich ja gar nicht wollen (und ich würde ja auch selber mit Debby dort vorbei gehen), aber so 2-3 Mal sollten doch kein Problem sein?! Sie wollte den Hund übers Wochenende bei sich haben, um abzuklären, obs passt. Ich finde, es hat keinen Sinn, das weiter auszudiskutieren: Wir haben unterschiedliche Vorstellungen und ich war ja schon perplex, dass sie Debby gleich mitnehmen wollten.
Jetzt macht dir mir voll den Stress wegen ihren Kindern, weil sie denen jetzt erklären muss, dass der Hund nicht kommt und "das hätte mit der Realität nichts zu tun" und ich werde "so kein Zuhause für sie finden". Sie ist scheinbar mit der Einstellung hierher gekommen, dass ich den Hund ihr auf jeden Fall gebe und ich wette, das Tierheim würde der Familie auch sofort einen Hund geben (klingt ja alles recht positiv). Sie hat mir ja auch zum Vorwurf gemacht, dass sie mir das mit der Allergie schon vorher erzählt hat und ich sie ja trotzdem eingeladen hab.
Ich kann das verstehen, dass sie und v.a. ihre Kinder sofort den Hund haben wollen. - Wollte ich damals auch. Wir waren einmal bei Debby, ein paar Tage später haben wir sie zum Probetag geholt und am Abend den Vertrag unterschrieben. Im Tierheim kanns schnell gehen, aber nun ist Debby bereits ein Familienhund - noch dazu ein traumhafter Familienhund: Sie beherrscht alle Grundkommandos, ist super erzogen, kann unglaublich viele Tricks, ist ruhig, aber auch mal verspielt, man kann einfach alles mit ihr machen. Und sie liegt uns und vor allem mir so sehr am Herzen, dass ich - gerade wenn ich ein ungutes Gefühl hatte - sie nicht einfach weggeben kann. Bei den anderen Beiden war es ganz anders: Sie hätten noch ein paar Termine bevorzugt - Da wollte ich ja auch mal mit Debby zu Besuch kommen. Und da hätte ich locker nachm zweiten Treffen gesagt: Ist klar, das passt. Eben weil ich ein gutes Gefühl hatte!
Na gut, jetzt ist das so... Es war wirklich keine schöne Nacht und die ganze Verantwortung, die auf einem liegt, ist nicht leicht aushaltbar, ich will ja auch nicht falsch entscheiden.
Beim nächsten Treffen werde ich vorbereiteter sein und mein Interesse besser durchsetzen. Es war einfach richtig schlimm gestern: Die zwei Frau, die Kinder, meine Eltern, dann noch der 2. Hund und mein Hund. 1000 Interessen. Die einen wollen den Hund loswerden, die anderen wollen den Hund sofort haben. Aber ICH handle im Interesse des Hundes, also muss ich mich auch besser durchsetzen.
Hinzu kommt, dass ich heute beim Tierarzt war und festgestellt wurde, dass Debbys Ellenbogenknochen nicht 100%ig aufeinander liegen. Sie hat gaaaaaaaanz leichte Athrose, lahmt ein wenig. Ist wohl nicht weiter schlimm, man kann weiterhin joggen, fahrradfahren mit ihr etc. Sie bekommt erstmal Homöopathische Mittel und das von nun an intervallmäßig jedes Dreiviertel Jahr.
Ich habe das Gefühl, ich werde sowieso keine neuen Hundebesitzer finden. Meine Eltern sagen jetzt auch die ganze Zeit: "Wenn du das potentiellen Besitzern erzählst, wird sie eh keiner nehmen." Jetzt überlege ich, ob ich das bereits am Telefon erzählen sollte oder erst, wenn sie da sind, um Debby anzusehen. Denn erzählen werde ich es, ganz gleich, was meine Eltern sagen.
Im Zweifelsfall muss Debby in der Zeit, in der sie noch zur Vermittlung steht, wieder zu mir in die WG, auch wenn es da wieder sehr stressig dann wird.

Meine Eltern sagen zwar, ich kann mir Zeit lassen, aber es fällt ihnen immer schwerer, sich um den Hund zu kümmern.
Ich weiß, das ist alles meine Schuld und auch wenn man mir wahrscheinlich eh nicht glaubt, dass ich das Beste für den Hund will, es ist so. Aber momentan belastet es mich so sehr und ich habe das Gefühl, niemand steht "auf meiner Seite". Ist einfach dumm, die ganze Zeit zu hören, dass man übertreibt usw. Aber Debby liegt mir nun mal wirklich am Herzen.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Ach und jetzt gerade wird mir von dieser Frau "purer Egoismus" vorgeworfen. Und der Hund wäre alt und würde am Ende im Tierheim landen... "Was besseres hätte mir ja gar nicht passieren können". Und nun hätte sie keine Lust mehr weiter zu betteln und die Sache wäre für sie durch.
Ich finde das mega unfreundlich.
Aber jetzt mal im ernst: Hat Debby noch eine Chance? Sie ist 5,5 Jahre alt..... Und jetzt das mit der Lahmheit... (Man sieht es nicht immer und nicht doll).