8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer

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  • 8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer Beitrag #1
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maluli

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Hallo zusammen, ich brauch eure Hilfe und euern Rat.
Nachdem ich vor drei Monaten meine überalles geliebte Maly gehn lassen musste, hab ich vor 8 Wochen einen ca 3 jährigen Kater aus dem Tierheim aufgenommen, da mir Luna (6) so leid tat dass sie den ganzen Tag alleine ist und mir sehr einsam vorkam. Nachdem er sich innerhalb eines Tages super im Schlafzimmer eingelebt hat hab ich sie schon einen Tag später beschnuppern lassen.
Luna war nicht wirklich begeistert und akzepiert ihn bis heute nicht. Er lebt auf meinem Kleiderschrank und kommt nur wenn die Tür zu ist zum fressen, spielen und zum Klo gehn runter..... Wenn Luna erst später ins Bett kommt, darf er auf meinem Kopfkissen schlafen und sie neben mir, des funktioniert komischerweise. Geht sie allerdings dirket mit mir ins Bett und er ist noch auf dem Schrank, traut er sich nicht mehr runter und schläft oben.

Also in der Kurzfassung: Er hat panische Angst vor ihr, und sie will ihn einfach nicht in ihrem Reich haben. Kämpfe gab es auch schon aber wenige, meistens eher nur ein auf den Schrank jagen. Da lässt sie ihn dann aber auch in ruh.

Nachdem Luna schon zweimal Magen-Darm Probleme hatte (und ich drauf getippt hab, dass es psychisch ist da sie sonst nie solche Probleme hat) hab ich ihn nochmal durchchecken lassen und auf Infektionskrankheiten testen lassen.

Leukoso ist negativ, allerdings hat er einen FIP-Titer. Das heißt ja, er hat mit dem Coronavirus zu tun gehabt. Wer kennt sich hier wirklich aus?

Ich hab zwei komplett unterschiedliche Aussagen von Tierärzten.
Gestern waren wir beim Tierarzt da der sehr oft weißen Schaum gebrochen hat, diese (neue, da bereitschaftsvertretung) Tierärztin hat so einen kompetenten ersten Eindruck gemacht, hat aber gesagt, dass andre Tierärzte den FIP-Titer ins lächerliche ziehen und als nicht so schlimm einstufen, mein neuer Kater ansteckend is und meine Katze unbedingt geimpft werden muss, wenn sie sich nicht schon angsteckt hat! Und dass es nicht stimmt, wie viele andre Tierärzt behaupten, dass ein Großteil aller Katzen im laufe ihres lebens mit dem virus in kontakt kommen.

Mein "Haus"tierarzt sagt, dass ist totaler quatsch, dass eben schon ca 70 % (?) aller Katzen den Coronavirus in sich tragen. Er rät dringlichst von der FIP-Impfung ab (das liest man auch im Internet). (Für sonstige Impfungen ist er allerdings schon und man kriegt die jährliche eine Erinnerung :roll:)

Die Tierärztin gestern hat auch gemeint, dass man innerhalb 2 Wochen merkt, ob es mit zwei Katzen klappt oder nicht. Mein Haustierarzt sagt er hat die erfahrung dass es gut mal 6-8 Wochen dauern kann. Da sich nach nun schon 8 Wochen noch nichts gebessert hat, und ich den Eindruck hab, dass ich meinen Süßen nix gutes tu, will ich dem neuen einen neuen Platz suchen. Oder was meint ihr? Soll ich doch noch warten?
Luna ist eine selbstsichere Katze, die mit ihrer dominaten Schwester gut zurecht gekommen ist. Ich dachte, ein zurückhaltender Kater kommt gut mit ihr klar und "schneidet sich eine scheibe bei ihr ab". Jetzt denke ich, Luna braucht eher wieder einen dominaten Spielgefährten, bzw gefährtIN!

Ich hoffe jemand kann mir einen Rat geben :(
Lisa
 
  • 8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer Beitrag #2
Hallo maluli,
zum Thema FIP kann ich Dir leider nichts sagen, da unsere Katzen bisher allesamt davon verschont geblieben sind bzw. wir noch nie damit zu tun hatten.
Zum Thema Katzenvergesellschaftung kann ich Dir aber schon sagen, dass es durchaus deutlich länger als 2 Wochen dauern kann und je nach Konstellation auch völlig unterschiedlich verläuft.
Bei unserer ersten VG z. B. lief von Anfang an alles erstmal ziemlich harmonisch - man ging sich 1, 2 Tage aus dem Weg, dann beschnupperte man sich (wir hatten 1 Kater und 1 Katze, ca. 1 Jahr alt, und dazu kamen noch 1 Kater und 1 Katze, damals zwischen 4-8 Jahre alt) und alles ließ sich gut an - joar... und nach so ca. 4 Wochen rappelte es dann im Karton und es gab ziemlichen Zoff - die Großen jagten die Kleinen und sich gegenseitig... das hat sich dann aber zum Glück wieder gelegt, ich weiß gar nicht mehr, wie lange das gedauert hat, aber sicher auch nochmal so 3-4 Wochen...
Dann kam unsere "Schrankkatze" - ja, wir haben auch eine ;) Die war zum Zeitpunkt ihres Einzugs 1,5 Jahre alt, unsere beiden "kleinen" Katzen waren 3 Jahre... Schrankkatze Julchen hat fast ein Jahr (so ungefähr 10 Monate) auf dem Schrank gewohnt, hat dort gefressen und hatte dort ein eigenes Klo.
Julchens Problem waren aber offenbar nicht unbedingt nur die anderen Katzen, sondern eher die Angst vor Menschen - sie bekam auf dem Schrank öfter mal Besuch vom kleinen Kater, der auch mit ihr gekuschelt hat...

Daher meine Frage: Verhält sich Dein Kater Dir gegenüber ganz "normal" und ist zutraulich? (Wenn er immerhin schon bei Dir im Bett schläft, klingt das ja ganz danach?)
Dann ist es natürlich wirklich schwierig, denn wenn die beiden Katzen partout nicht miteinander klarkommen, kann das ja kein Dauerzustand werden. Bei uns war´s eben so, dass das Julchen echt Schiss vor uns hatte, sich nicht anfassen ließ, immer geflüchtet ist, uns angefaucht und regelrecht ange"knallt" hat und auch schon mal ´ne Pfote flog - bis sie nach 10 Monaten endlich beschlossen hat, ihr Einsiedlerdasein aufzugeben. Scheu ist sie noch immer, hat aber mit den übrigen Katzen überhaupt gar keine Probleme... (und da sie die von Anfang an ja nicht hatte, haben wir auch über eine Abgabe nicht nachgedacht, denn offenbar waren für die Katze ja WIR - bzw. durch ihre Vorgeschichte wohl Menschen generell das Problem, und nicht die anderen Katzen...)
Wenn Deine beiden aber solche Probleme MITeinander haben - joar... puuuuh... Eine klitzewinzigkleine Verbesserung konntest Du nicht feststellen? Versuchst Du schon mal, mit beiden gemeinsam zu spielen? Oder kommt der Kater absolut gar nicht vom Schrank? Ich denke, dann hat es nach 8 Wochen wirklich nicht mehr die allzugrößten Aussichten auf Besserung...
Ich tu´ mich immer sehr schwer mit dem Ratschlag: "Gib ein Tier ab" - auch hier... Ich würd´s noch weiter versuchen... ist nur die Frage, wie lange... denn wenn sich wirklich gar nix getan hat in den 8 Wochen... hmpf... Und ein 3. Tier dazuzuholen zum "Neutralisieren" ist wahrscheinlich auch ein ziemliches Risiko und ja auch nicht für jeden einfach mal so machbar... und entweder ist dann der Katze geholfen, die eine neue Freundin findet - dann ist der Kater immer noch allein - oder umgekehrt, der Kater findet wen, der ihn womöglich mal vom Schrank lockt - dann ist die Katze immer noch allein...
Blöde Situation... Ich würd´s wahrscheinlich noch 2 Wochen versuchen ungefähr (wie gesagt, ein Tier wegzugeben - ist für mich ´ne Horrorvorstellung! - Aber wenn´s nicht anders geht, hat´s ja auf Dauer wirklich keinen Zweck....

Ich drücke die Daumen, dass die zwei sich doch noch bekrabbeln!

LG seven
 
  • 8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer Beitrag #3
Eine Zusammenführung ist von vielen Faktoren abhängig, vor allem aber von der Sozialisierung der Tiere und wie gut die Katzen vom Wesen, Charakter und Temperament zusammenpassen. Was weiß man denn über die Vorgeschichte des Katers?

Einen Fip-Titer gibt es nicht, wenn dann gibt es einen Corona-Titer. Man geht übrigens davon aus, dass ca. 70-80 % aller Katzen schon mal Kontakt mit Coronaviren hatten und/oder eine Coronainfektion, oft wird diese gar nicht bemerkt.

Eine Zusammenführung kann wenige Tage, aber auch einige Wochen oder sogar Monate dauern.

Ich würde es mit gemeinsamen Spieleinheiten und viel Leckerlis probieren, die beiden einander näher zu bringen und für positive Erlebnisse in Gegenwart der anderen Katze sorgen. Versuch es mal mit Clickertraining, dass fördert die Mensch-Tier-Bindung, dient der Beschäftigung und Auslastung und fördert das Selbstbewusstsein der Tiere.
 
  • 8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer Beitrag #4
Hallo seven und simpat,

leider musste der Kater zurück ins Tierheim :( eine Mitarbeiterin des Tierheims hat das sozusagen entschieden, weil sie meint, 8 Wochen ist schon viel zu lang (da er im Moment nur ein Pflegekater ist, da er noch nicht zur entgültigen Vermittlung freigegeben ist, konnte ich auch nicht viel dagegen sagen)
Aber noch zu deiner Frage seven, er hatte wirklich nur ein Problem mit Luna, er hat mich und vorallem meinen Freund gleich am ersten Tag, eigentlich sofort nach Ankunft im Schlafzimmer nur so mit Liebe überschüttet. Und das ging noch einige Tage so, Tag und Nacht hat er geschnurrt und getretelt, wir waren total zerkratzt überall :D Nachdem er gemerkt hat er darf jetzt hier bleiben hat es etwas nachgelassen (zum Glück), also vor uns Menschen hatte er überhaupt keine Angst, nur vor Luna. Wenn ich ihn ins Wohnzimmer getragen hab war er wie versteinert. Also ging gemeinsames spielen auch gar nicht, er war dann einfach versteinert. Leckerli zusammen essen hab ich probiert, Luna hat seine Anwesenheit dann in dem Moment nicht gestört weil sie gierig is wie nomal was, er hats in ihrer anwesenheit nicht mal angeschaut.
Naja ich hätts gern noch weiter versucht, weil es mir unglaublich schwer fällt einfach "aufzugeben" aber ich denk jetzt ist es für beide erstmal wieder besser. Luna ist wieder etwas entspannter (außer das ist Einbildung) und dem Sammy gehts im Tierheim auch ganz gut, hab ihn dreimal besucht, er hat sich sehr darüber gefreut, hat aber auch (für ihn) zum Glück (für mich leider) dann keine Anstalten gemacht, dass er wieder mitgehen will. Der dacht wohl, geh du zu deiner bösen Luna, ich bleib mal schön hier wo ich mich frei bewegen kann.
Zu simpats Einwand: Also Sozialisiert sind beide gut. Luna war immer mit ihrer Schwester zusammen, die beiden haben sich (meistens;)) gut bis sehr gut verstanden, Sammy kommt aus einer Beschlagnahmung von 30 Katzen, sehr schlechte Verhältnisse, keine war kastiert, darum geht man auch von Inzucht aus. Mehr weiß ich da aber auch nicht. Laut Tierärztin ist es aber bei anderen auch schwierig mit bereits vorhandenen Katzen und einer aus der Beschlagnahmung. Und die "nette" Dame vom Tierheim die ihn mir sozusagen wieder weggenommen hat, hat auch gemeint, es gab aus der Gruppe Katzen wohl auch eine, die ziemlich bös zu ihm war, vor der hatte er auch Panik, mit Katern hatte er nie Probleme. Naja hätte mir man das vorher mal gesagt, hätten wir uns das vielleicht alle gleich erspart :( wobei ich ja nicht wusste, dass Luna so auf ihn reagieren wird...

Nunja jetzt muss ich mich von neuem auf die Suche nach einer Zweitkatze machen. Meint ihr ich soll es jetzt auf keinen Fall nochmal mit einem Kater probieren? Ich denk mit einer Katze bin ich auf der sichereren Seite? Allerdings hab ich jetzt echt Angst dass sie gar niemand akzeptiert :roll: aber Einzelhaft kommt für mich absolut NICHT in Frage!!! (auch wenn Oma, Mama, Eltern vom Freund dazu raten:eusa_doh:)
 
  • 8 Wochen Zusammenführung + neuer Kater hat FIP-Titer Beitrag #5
Huhu maluli,
das ist natürlich sehr schade - was ich v. a. schade finde ist, dass die aus dem TH so "schnell" sagen, dass es keinen Zweck hat. Wenn es danach gegangen wäre, wäre unser Julchen auch nicht mehr hier, und wie toll hat sie sich gemacht... Die wäre wahrscheinlich als Wanderpokal geendet oder hätte das Tierheim gar nimmer verlassen und auf ewig in ihrer Kratzbaumhöhle gehockt, wo sie ja schon saß, als wir sie geholt haben...

Aber wenn Euer Sammy wirklich ein so massives Problem ausschließlich mit Luna hatte - joar, ich weiß wirklich nicht, ob das nochmal besser geworden wäre...
Ob Du mit einer Katze statt eines Katers auf der sicheren Seite wärest, weiß ich allerdings auch nicht. Die sind doch alle soooo unterschiedlich...
Unsere beiden Kater könnte man wahrscheinlich jeder Katze "unterjubeln", der John-Boy ist sowas von friedfertig, den hab´ ich seinem fast 7jährigen Leben noch nicht ein einziges Mal fauchen hören oder die Pfote erheben sehen. NIE. Der war auch immer der Erste, der vorsichtig auf die Neuzugänge zugegangen ist und mit ihnen kuscheln durfte. (Nur vor uns Menschen nimmt er immer noch Reißaus, der Schisser ;) )
Auch der Poldi ist ein ganz liebensgewürziger Kater, der allerdings manchmal seine tollen 5 Minuten hat und sich einen Spaß draus macht, die Mädels zu jagen - aber das ist wirklich nur Spiel, und das wissen die Mädels auch.
Bei unseren Katzen wäre auf jeden Fall die Audrey kompatibel, die ist ähnlich wie ihr Bruder John-Boy total lieb, weiß auch nicht, wie man faucht oder die Pfote hebt... Bei Netty würde ich sagen, kommt es auf die andere Katze an - bei unseren hier hat sie sofort klargestellt, dass sie die Chefin ist, indem sie einfach selbstbewusst durch die Wohnung gestratzt ist - die tut aber auch keiner Fliege was zuleide, solange man sie in Ruhe lässt ;)

Zum Schluss sind da noch Julchen und Dinah - bei beiden fände ich es riskant, sie mit neuen Katzen zu konfrontieren - bei Julchen eher nicht wegen der Katze, sondern wegen neuen Menschen - die ist mit Netty bei ihrem Einzug auch ganz gut klargekommen, auch wenn sie zurückhaltend war - tja, und die Dinah ist einfach nicht katzenkompatibel ;)
Du siehst - 6 Katzen, mindestens 4 verschiedene Varianten ;) Eine Garantie gibt es leider nie...
Ich drücke aber die Daumen, dass Du ein passendes Partnertier für Deine Luna findest und finde es toll, dass Du sie nicht in Einzelhaft belassen willst!

LG seven
 
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