- Machen Pferde wirklich so viel Arbeit? Beitrag #41
SoylentGreen
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@SoylentGreen:
Aber wieso muss es zum unterstellen ein festes Gebäude sein? Ein Carport mit 3,5 Wänden oder ein großes Gartenhaus bietet doch genauso Schutz vor Wind.
Das reicht für eine Herde Pferde, die nur von späten Frühling bis frühen Herbst draußen steht, eventuell sogar nachts im Stall steht. Denn da kann ein Tier sich tatsächlich nur unterstellen und sich vor praller Sonne, Wind, Regen und co. schützen. Die Monate dazwischen sind bekanntlich eher trocken, schlafen könnte es liegend dann also auch unter freien Himmel. Wenn es aber feucht wird, wird der Platz unter dem hoch frequentierten Unterstand aufweichen - die Tiere tragen da ja immer wieder Feuchtigkeit rein, werden außerdem dort äppeln und pinkeln. Die schweren Tiere vertreten den Boden und du hast früher oder später einen matschigen Unterstand. Fern der Belastung durch Bakterien, die die Wärme und die Feuchtigkeit lieben werden, sollen sich die Tiere da auch noch notgedrungen reinlegen müssen oder gar stundenlang darin herumstehen?
Es ist nicht damit getan, da einfach ne Überdachung mit Wänden aufzustellen. Du musst Maßnahmen treffen, um den Boden trocken und sauber zu halten. Am einfachsten ist es daher zu betonieren und einzustreuen. Das muss man dann eben regelmäßig ausmisten. Wobei ich die Tiere über die trockenen Tage einfach vor die Tür setzen und ihnen dann eben dein Carport hinstellen würde als Sonnenschutz, alternativ tuts wohl auch eine Gruppe Bäume.
Mhh also ich habe mir schon viele Tiere angeschafft ohne vorher praktische Erfahrungen gehabt zu haben und ich denke die meisten Menschen, die sich ein Haustier zulegen haben höchstens vorher mal ein Kaninchen im Zooladen gesehen oder Omas Wellensittich in Pflege gehabt.
Nur weil mehrere Menschen den gleichen Fehler machen, macht es das doch nicht richtiger...? Es ist mehr als sinnvoll sich vor der Anschaffung eines Tieres über dieses eingehend zu informieren und wenn möglich praktische Erfahrung zu sammeln.
Zumal ein Wellensittich oder ein Kaninchen weit aus weniger gefährlich sind als ein Pferd. Ich habe jedenfalls noch nie gehört, dass ein Kaninchen oder Wellensittich Knochenbrüche oder gar den Tod verursacht hat. Beim Beispiel Hund wäre hier durchaus mehr Gefahr, ja. In meinem Bundesland muss man erstmal nen Hundeführerschein ablegen. Sinnvoll wie ich finde, denn dieses einfach anschaffen und wir machen halt mal produziert aggressive, unsozialisierte, gefährliche Tiere. Auch Pferde können einen attackieren, wenn man sie nicht richtig erzieht. Was meinst du, was da unter anderem beim Schlachter auf seinen Tod wartet...? Warum glaubst du gibt es so viele Gurus a la Monty Roberts? Weil es so viele Menschen gibt, die es so lange nicht interessiert sich eingehend mit den Bedürfnissen ihres Pferdes zu beschäftigen, bis sie ein ernsthaftes Problem haben.
Doch das kann man vergleichen.Bei manchen Tieren geht das auch gar nicht. Ich hatte mir mal Zwergmäuse zugelegt wo ich mir wissen online aneignen musste mangels Zwergmaushalter. Ähnlich dürfte es bei Ziegen oder Rindern sein. Die hält praktisch auch niemand aus Spaß. Und ne kommerzielle Nutztierhaltung kann man kaum mit meinem Vorhaben vergleichen.
Auch hier muss Wissen darüber vorhanden sein, was für die Haltung und Pflege des Tieres notwendig ist. Eine tote Kuh gibt keine Milch und Unkraut schmeckt ihr auch nicht.
Und genau dieses Wissen ist nützlich für dich und dein Vorhaben.
Und nicht zu vergessen: Auch Eltern kriegen Kinder ohne dass sie vorher viel praktische Erfahrungen haben.
So ganz stimmt das nicht. Denn Eltern sind selber Menschen und haben eigene Lebenserfahrung gemacht. Sie wissen z.B., wie ein Mensch aussieht, wenn er krank oder verletzt ist und was dagegen zu unternehmen ist.
Ich dachte, dass wäre es, was du die wünscht. Das kam bisher nicht so deutlich Rüben was nun eigentlich dein Wunsch ist.Was habe ich davon? Oder was habe ich davon, wenn ich mir aus dem Fenster Tiere