alter Hund - keine OP mehr - was nun ?

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  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #1
Vizi

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Vor ein paar Tagen wollte unser alter Jockel (15 Jahre) mit einem anderen Hund toben.
Plötzlich aufgejault, Hinterlauf hochgezogen und auf 3 Beinen gehumpelt.

Wir sind sofort zu unserer Tierärztin. Diese vermutet Kreuzbandriss (Anriss) und Probleme mit der Kniescheibe.
Da er eh gesundheitliche Probleme hat, wollte Sie ihn auch nicht mehr röntgen und hat erstmal Tabletten gegen die
Schmerzen gegeben. Nach 4 Tagen keine Besserung in Sicht. Jockel läuft auf 3 Beinen und setzt das Bein nur im Notfall
(Wasser lassen etc.) ein. Ich habe auch gesehen, dass der Hinterlauf weg knickt wenn er aufsetzt.
Wenn ich ihm den Rücken und den Lauf massiere streckt er den Lauf lang durch und ich habe keine Stelle gefunden
wo er jammert oder ich denke das es weh tut.

Heute nochmal zur TÄ. Ergebnis. Sie will auch nicht mehr operieren. Sie meint das er das nicht mehr schaffen würde.

Also er hat einen leichten Herzfehler, eine starke Bauchspeicheldrüsenentzündung und dadurch bedingt auch einen Leberschaden.
Mit nur noch entsprechendem Futter und Tabletten zur Unterstützung der Leber war er wieder gut drauf und kommt auf die Idee
zu toben.

Was könnte ich noch für den Hund tun ?
Wenn er so auf 3 Beinen humpelt tut er mir sehr leid. Es strengt ihn auch sehr an.
Na ja und Ausflüge sind nun auch für Herrchen und Frauchen nicht drinn.
Mit 15kg ist er schwer zu schleppen.

Hat jemand eine Idee ?
Gibt es was um das Bein zu stabilisieren ?

Bin dankbar für alle Hinweise

LG Vizi
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #2
Hey
ich würde mir definitiv eine 2te oder auch 3te Meinung einholen evtl. in einer gut ausgestatteten Tierklinik.

Ich wünsch euch alles gute.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #3
Hallo Vizi,
ich kann dich gut verstehen, mein Hund (jetzt 14) hat sich letzten Winter das Bein gebrochen und es stand erst im Raum, dass es sich um Knochenkrebs handelt. Einschläfern oder Amputation. Ganz knapp ist er dank meiner tollen (und selbstkritischen Tierärztin) der Amputation (ja ich hätte das machen lassen) entkommen. Der Bruch ist 2x operiert worden und es mussten über Wochen hinweg regelmäßige Röntgenbilder gemacht werden.
Jetzt geht es im wieder gut, er lauft gerne und schafft auch mühelos lange Spaziergänge.

Was ich sagen will ist, dass mein Hund trotz fortgeschrittenem Alter die Strapazen der OP und Behandlung (Schmerzmittel, Antibiotika) sehr gut weggesteckt hat.

Eine Narkose kann auch ein älterer Hund mit Vorerkrankungen noch vertragen, ich würde hierbei allerdings darauf achten, dass ein schonendes Verfahren gewählt wird (Inhalationsnarkose). Ein Röntgenbild von dem Bein hätte ich in jedem Fall gemacht, bei netten Hunden geht das oft auch ohne Narkose. Das Bein einfach unbehandelt zu lassen, vor allem wenn man gar nicht wirklich weiß was es ist, wäre für mich definitiv keine Alternative.

Sollte es sich tatsächlich um ein Bänderriss handeln der nicht mehr operiert werden kann, dann gibt es übrigens auch für Hunde Bandagen um das Gelenk zu stabilisieren und ein Umknicken zu verhindern. Die kosten meistens nicht die Welt und können oft über den Tierarzt bestellt werden.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #4
Danke Euch beiden.
Eine 2. Meinung werde ich definitiv einholen.

Die Strapazen einer OP würde er sicherlich nicht mehr schaffen.
Die Bauchspeichelgeschichte hätte ihm schon fast sein Leben gekostet,
weil der Tierarzt, zu dem ich damals ging, auf Magen-Darm behandelt hat.

Der Hund war nur noch in Bewegung, wollte sich nicht legen, ständig Durchfall.
War Nachts im 2-Stunden-Takt mit ihm draußen.
Dann lag er plötzlich nur noch hechelnd da. Eingepackt und zu der jetzigen Tierärztin.
Sie hat sofort gehandelt und Blut abgenommen, mir Spezialfutter und Tabletten mit gegeben.
Das war die Rettung.
Jetzt nur noch Spezialfutter, keine Leckerlis, kein Gemüse - nichts.
Er hatte sich dann sehr gut erholt - bis er toben wollte.......

Diese TÄ kennt ihn schon seit wir ihn vor 7 Jahren aus dem Tierheim mitgebracht haben.
Er war damals schon nicht mehr ganz gesund. Hat gebissen wie die Pest.
Hand gesehen, schnell erst mal reinbeißen. War öfter mal zum Notdienst.
Der war so unter Stress, das er ein halbes Jahr gebraucht hat, bis er sich mal hingelegt hat.
Er hat im sitzen geschlafen !

Inzwischen ist er ein freundlicher Hund, der überall mit hin kann.
Nur schmusen geht bis heute nicht.
Er kommt und möchte gestreichelt werden und dann aber entscheiden wie lange.
Ja, er war ein Stück Arbeit.

Nun möchte ich, das er sich nicht noch die letzte Zeit rumqälen muß.
Aber Klinik kommt nicht mehr in Frage. Damit habe ich sehr schlechte Erfahrungen.

Morgen werde ich mal sehen, wer hier in der Nähe ist und draufkucken kann.

LG Vizi

w+j.jpg
jockel-portrait-1.jpg
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #5
Er sieht sehr niedlich aus :D

Ob man ihm noch eine Narkose zumuten kann muss natürlich letztendlich der Tierarzt entscheiden, je nach Schwere der OP reicht unter Umständen auch eine Kurzzeitsedierung mit Propofol und das kann auch noch ein alter, herzkranker Hund schaffen.
Ein Röntgenbild wird auf jeden Fall erstmal Aufschluss bringen und wie gesagt, falls eine OP nicht in Frage kommt kann man ihn auch mit einer Bandage unterstützen.

Ich drücke euch und dem Kleinen ganz doll die Daumen, dass ihm geholfen werden kann.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #6
Sehe ich genauso. Ein Röntgenbild hat mit dem Alter nichts zu tun. Das kann man immer machen. Mein alter Hund hatte mit 15 noch 2 OPs und etliches Röntgen hinter sich gebracht, obwohl er sein Leben lang sehr oft krank war, mit Narkosen noch und nöcher.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #7
Ich würde ihn erstmal röntgen lassen um zu sehen, was er überhaupt hat.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #8
hallo Vizi

meine Hündin hatte auch einen Kreuzbandanriss und wir konnten eine Op umgehen
das klappt oft nicht, wir hatten Glück
erstmal würde ich ihn ein-zwei Kilo abnehmen lassen


hier gabs Spaziergänge nur an der Leine. Nur zum lösen. keine weitere Bewegung
Dazu gabs ein Schmerzmittel/Entündungshemmer (leider weiß ich den Namen nicht mehr)
sie humpelte Tagelang auf drei Beinen dann wurde es besser und sie setzte das Bein wieder auf, humpelte aber weiter
dann gabs hydrolysierte Gelatine, die gibts in der Apotheke etwas günstiger, aber wir haben Collagile dog
damit hörte das Humpeln nach kurzer Zeit auf
trotzdem weiterhin keine Bewegung!
das haben wir über 6 Wochen durchgezogen
dann langsam die Bewegung steigern. wirklich langsam. damit sich Musklenl wieder dran gewöhnen, was zu tun
es gab dan eine kleine runde am tag, sonst ruhe. das dann langsam steigern

inzwischen ist es 4 Monate her und Danira tobt wieder und läuft am Rad. Alles super. Übertreiben tun wir weiterhin nicht und steigern immernoch langsam aber stätig
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #9
Hi!
Das klingt schon nach einem Kreuzbandriss, diese verheilen meist ganz gut alleine, allerdings reißt dann das am anderen Bein auch recht schnell, weil dieses Bein während der Genesung des erkrankten Beines ja überbelastet wird.

Weitere möglichkeiten wären eine Patella- oder Oberschenkelluxation.

Wirst du ihn röntgen lassen? Ich/wir sind auf die Ergebnisse gespannt!

Und ein süßer Fratz ist er :D
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #10
Hallo,
danke für Eure Postings.

Ja, wir haben morgen einen Termin bei einer Tierärztin die sich spezialisiert hat.
Wurde mir von unserem ehemaligen TA (in Rente) empfohlen nachdem ich angerufen hatte.
Wen es interessiert edit
Danach sind wir hoffentlich schlauer.
Bei der Hitze ist er völlig fertig wenn wir vom (kurzen) Gassi kommen und tut mir Leid.
Bisher hat er keinen Versuch unternommen das Bein aufzusetzen.
Abnehmen wird er sicherlich von selbst. Er frißt kaum.
Unsere TÄ sagt aber das er normal gewichtig ist. Ich hatte mal gefragt.

Sag Euch dann Bescheid.
Schönes Wochenende mit Abkühlung für Mensch und Hund

( was in unserer Gegend für Hund kaum noch möglich ist,
denn es gibt kaum noch einen See wo Hunde ans Wasser dürfen.
Na ja, Hundebesitzer sollen eben Steuern zahlen, das muß reichen. )
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #11
So, das erste Ergebnis lautet dass es keine Zerrung etc ist. Wenn es nichts Ernstes wäre müßte er nach den Tabletten wieder laufen können.
Bänderriss ist es auch nicht.
Den Allgemeinzustand des Hundes hat sie genau so eingeschätzt wie unsere eigentliche TÄ.
Sie meint ebenfalls das es so nicht bleiben kann und auch keine Bandage da was helfen könnte.

Nun wollen wir doch röntgen lassen, weil sie meint das es das Innenknie ist.
Wenn sich dabei zeigt, das es eine *kleinere OP* mit guten Chancen für eine Zeit danach möglich ist, macht sie es sofort.

Bei einem größeren Schaden wird er nicht mehr wach werden und geht in den Rosengarten.

Ich muß jetzt erstmal eine Runde heulen und nachdenken.
:(:(:(
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #12
Es gibt für Tiere - genauso wie für Menschen durchaus Verbände oder Unterstützende Möglichkeiten wie aussenverbände um dieses Gelenk zu schützen, bzw. dem Tier die Möglichkeit zu geben - auch mit Kreuzbandriss oder was immer es ist sehr gut weiterzuleben.

Ich würde das mal mit dem Tierarzt besprechen, ob es nicht die Möglichkeit gibt eine Art "Prothese" - die aussen auf dem Bein aufliegt draufzugeben- damit dieser Verband dem Tier helfen kann schmerzfrei weiter zu leben.

Hatte das gleiche vor ein paar Wochen, Diabetikerhund, der nach dem Vollbad im Teich seine Narrischen 10 Minuten hatte und wie ein Fitschepfeil herumgesaust ist... da dürfte er ein Mäuseloch übersehen haben und ist prompt reingetreten mit Überschlag... die Pfote war nicht mehr zu gebrauchen - starke schmerzen - hund hat erstmals in seinem Leben nach mir geschnappt und vor schmerzen geschriehen wie am Spiess. Nach 10 Tagen mit Schmerzmittelbehandlung wars wieder okay... Die Sehnen waren nur überdehnt das Gelenk (Schulter) ein wenig instabil, aber dank sehr vorsichtigen spazierengehen und sehr viel mitleid - ist es sehr gut verheilt.

Schmerzmittel wurden gespritzt - keine Orale einnahme laut unserem Tierarzt - da das ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse geben könnte (habe Diabetikerhund).
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #13
Ich würde ihn auch nicht wegen sowas "aufgeben" es gibt Bandagen, Physiotherapie ect.

Gesendet von meinem Samsung Galaxy S5 via Tapatalk
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #14
Mein Tierarzt, ein Engel auf 2 Beinen für Tiere hat mir auch erklärt:

Diese kleinen Hunde sind regelrechte Rabauken, aber tief in ihrem Herzen sehr sehr verletzlich. Wenn nun auch noch ein gewisses Alter und Wehwehchens dazu kommen - werden sie zu regelrechten Dramaqueens. Sogar mein Tierarzt kam zu meinem Auto gelaufen, und hat meinen Hund vorsichtig in einen Korb umgebettet um dann im Laufschritt mit ihm in die Klinik zu laufen... Da ist was ganz was schlimmes passiert... Ja wirklich, die erste "richtig schwere" Verletzung zu lebzeiten.

Unbedingt helfen und auch unterstützen, trotz allem ein bisschen "Normalleben" darf auch sein. Sie werden leider älter diese Tiere, Grunderkrankungen kommen dazu - und natürlich auch Kreislaufprobleme, bei dieser Hitze.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #15
Hallo Schweinemama und Flumina,

ich weiß nicht, ob Ihr gelesen habt, das unser Jockel bereits 15 Jahre alt ist und mit Leberschaden und schwerer Pankretitis nicht mehr gesund.
Das ist schon schlimm genug.
Durchschlafen kenne ich schon lange nicht mehr. Weil er Nachts mal raus muß oder aufs Sofa.
Die letzte Zeit vor dem Unfall hat er schon nicht mehr gut gefressen und will auch nur noch schlafen.
Fürs Gassi muß er überzeugt werden.
Wenn er 20m gehumpelt ist, ist er schon fix und fertig. Er sieht schlecht, die Augen tränen ( auch mit Medikamenten). Kann keine kleine Treppe mehr hoch usw usw.

Wegen einer Bandage etc habe ich gefragt.
3 TÄ haben bestätigt, dass es dafür die hinteren Sprunggelenke nur Spezialanfertigungen gibt, die viel Geld kosten.

Gestern Abend war die Nase heiß und heute früh wollte er wieder nicht raus.

Deshalb haben wir uns jetzt für den Rosengarten entschlossen.
Es ist schwer, aber auch schwer ihn so leiden zu sehen.

Danke Euch allen, das Ihr Eure Meinung gepostet hat und mir auch damit geholfen.

Vizi:(
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #16
Hattet ihr auch mal an Physiotherapie gedacht? Ich weiß das er alt ist aber sowas ist immer gut

Gesendet von meinem Samsung Galaxy S5 via Tapatalk
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #17
Ich finde es vernünftig ihn in Würde gehen zu lassen
finde es schön, dass er nicht noch leiden muss

ich wünsche euch alles gute und viel Kraft für die nächste Zeit

komm gut rüber Jockel
run free
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #18
Natürlich kann es gut sein, dass es die richtige Entscheidung ist ihn Einschläfern zu lassen, zumal er so viele Vorerkrankungen hat, vielleicht will er auch aktuell nicht so gerne fressen und spazierengehen weil ihm gerade das Bein so viele Probleme bereitet. In so einer Situation wird es schwer Ursache und Wirkung auseinander zu halten, vor allem wenn wir hier den Hund ja gar nicht kennen, sondern nur deine Beschreibungen lesen.

Ich weiß nicht wie schnell ihr ihn einschläfern lassen wollt/müsst, aber ich wünsche euch in jedem Fall viel Kraft für die letzte Zeit.
Wegen einer Bandage etc habe ich gefragt.
3 TÄ haben bestätigt, dass es dafür die hinteren Sprunggelenke nur Spezialanfertigungen gibt, die viel Geld kosten.
Ich möchte noch erwähnen, dass leider alle 3 Tierärzte Schwachsinn erzählen, gerade für das Tarsalgelenk bekommt man sehr gut fertige Bandagen in verschiedenen Größen und sie kosten alle nicht die Welt. Hersteller wie Pfaff, Benecura, TSM, oder OrthoCarnis bieten sowas an. Eine elastische Stützbandage für das Sprunggelenk kostet zwischen 20 und 30€, fixierende Bandagen mit Schiene unter Umständen auch zwischen 50 und 100€.



Ob das für euren Jokel noch etwas ändern würde weiß ich natürlich nicht, aber ich finde es sehr schade, dass gleich drei Tierärzte offenbar nicht wisssen, dass es solchen orthopädischen Standardbedarf überall zu kaufen gibt.

Edit: Ganz übersehen, du schreibst ja oben, er hätte einen Kreuzbandriss und das Kreuzband ist natürlich am Knie und nicht am Sprunggelenk, aber auch hier gibt es günstige Bandagen:

Natürlich kann man auch etwas spezielles anfertigen lassen, da muss man einfach schauen was dem Hund am besten passt. Schade das nicht auch gleich ganz zu Anfang die erste Tierärztin zu einer Bandage geraten hat, damit kann man nämlich auch die Zeit gut überbrücken wenn es noch etwas dauert bis eine OP ansteht, bzw wenn keine OP mehr möglich ist und dann hätte er seine letzte Zeit vielleicht nicht dreibeinig verbringen müssen.
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #19
Hallo Kompassquelle, Dein Postig ist sehr informativ. Danke dafür.
Das mit den Gelenkschienen ärgert mich jetzt auch. Ich werde es sicherlich beim nächsten Besuch ansprechen.

Was den Kreuzbandriss betrifft, so hatte sich diese Diagnose bei der Orthopädin ( Hunde) nicht bestätigt.
-------
Wir haben jetzt die ganze Nacht überlegt und gesprochen was wir machen.
Denn Jockel ist auch definitiv unser letzter Hund, denn wir sind mittlerweile 70 und auch nicht mehr Top Fit.
Mit Jockel hatte es gut gepasst.


Er war so ein schwieriger Fall und hat uns viel abverlangt. Inzwischen ist er ja lieb, weiß nicht mehr was beißen ist und
super zu händeln. Das macht alles nicht besser. Wir sind schon sehr nah am Wasser wenn wir ihn ansehen.
Ein längerer Spaziergang war ja schon vorher nicht mehr möglich. Aber jetzt legt er sich alle 100m ab.

Unser vorletzter Hund Bongo ( ) war auch aus dem Tierheim. War aber erst 10 Monate
und brauchte auch viel Anlauf für ein Hundeleben. ( hatte die 10Monate im Keller verbracht).
Er wurde mit 11 Jahren auch sehr krank und falsch behandelt. Wir haben ihn dann noch in die Uniklinik gebracht.
2x operiert. 10Tage in der Klinik.
Als wir ihn besucht haben, war ich fertig. Ein Häufchen Elend mit Schläuchen.
Habe sofort die Notbremse gezogen.

Der 1. Tierarzt hat keine Rechnung gestellt. Hatte Angst vor einer Klage.
Wir hatten 2 Jahre an den Raten zu tragen. Es waren 3.800,00Eu für einen Hund der eingeschläfert werden mußte.

Soviel Elend möchte ich nie wieder einem Tier antun.

Deshalb haben wir nun entschieden. Am Mittwoch geht er in den Rosengarten.
:-((((


Vielen, lieben Dank für Eure Postings.
Euch wünsche ich viel Freude an Euren Tieren und das ihr lange beieinander sein könnt.

Vizi
 
  • alter Hund - keine OP mehr - was nun ? Beitrag #20
Halo Vizi,
ich kann deine Angst vor der Klinik sogar verstehen, wenn man nicht aufpasst gibt es leider genug Tierärzte die erstmal drauflos behandeln, oft ohne fundierte Diagnose und mit lauter Medikamenten die rein auf Verdacht in das Tier gepumpt werden. Ich habe mir auch irgendwann angewöhnt wirklich bei jedem Behandlungsschritt mitzudenken und nachzulesen und sage auch durchaus "nein" wenn ein Tierarzt eine Behandlung vorschlägt die ich nicht möchte oder gerade nicht für sinnvoll halte.
Das ein Tier trotz Behandlung sterben kann ist klar, bei schweren Erkrankungen kann das immer der Fall sein, das Risiko einer Behandlung würde ich wohl trotzdem immer eingehen solange noch Hoffnung besteht.

Was euren Jockel angeht würde ich mich wohl nach dem Allgemeinzustand richten. Wenn er noch gerne frisst und auch durchaus auch noch am Leben teilnimmt (reagiert wenn er angesprochen wird, alte Rituale genießt etc) solange würde ich persönlich ihn nicht einschläfern lassen. Mit einer Bandage und Schmerzmitteln könnte er dann wahrscheinlich noch für eine Weile eine gute Lebensqualität haben.
Falls er allerdings (trotz Schmerzmitteln - ich nehme an die bekommt er wohl gerade, oder? Ansonsten könnten das Verweigern zu fressen und zu laufen auch einfach auf Schmerzen im Knie zurückzuführen sein) inzwischen eher in sich gekehrt ist, lustlos und müde wirkt, vielleicht sogar gleichgültig gegenüber seinem Alltag und dann auch noch fressen und laufen einstellt wäre für mich wahrscheinlich auch die Zeit gekommen.
Das alles kann aber nur jemand entscheiden, der den Hund kennt, von außen finde ich das immer schwer zu sagen.

Mein eigener Hund ist mittlerweile auch 14, hat aber vor kurzem noch zwei OPs am Bein gut weggesteckt und läuft inzwischen auch wieder gut und gerne und hält sogar längere Strecken durch. Auch wenn er im Moment sehr gut drauf ist und ich davon ausgehe dass er auch mühelos noch 15 wird, so ist mir doch klar, dass der Abschied in den nächsten Jahren kommen wird.
Wenn ich mir eure Geschichte so anhöre dann denke ich mir auch, dass 15 Jahre für einen Hund schon ein recht hohes Alter sind und dass er doch viel Glück hatte bei euch noch eine schöne zweite Lebenshälfte verbringen zu dürfen.
So traurig der Abschied ist so sehr darf man doch nicht vergessen was für ein Glück es ist so eine lange Zeit mit seinem Hund gehabt zu haben und wie viele schöne Erinnerungen man mitnimmt.
 
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