Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen?

Diskutiere Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Ich habe einen Jack Russell Terrier der 18 Jahre und 4 Monate alt ist. Er hat Arthrose, besonders seine Hüfte ist geschwächt und er hat kaum halt...
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #1
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AleAti

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Ich habe einen Jack Russell Terrier der 18 Jahre und 4 Monate alt ist. Er hat Arthrose, besonders seine Hüfte ist geschwächt und er hat kaum halt in den Hinterbeinen, sodass er auf glatten Boden wegrutscht. Hinzukommt, dass er keine Treppen mehr steigen kann und ich ihn daher trage. Zusätzlich hat er Demenz, steht teilweiße mehrere Minuten vor einer Wand oder verirrt sich. Er ist komplett taub und nimmt keine Geräusche mehr wahr. Seine Augen sind schlecht, ich meine, er hat grauen Star. In der Wohnung läuft er oft nur im Kreis oder er läuft irgendwo vor. Da er nicht gut sieht, läuft er auch oft durch den Wassernapf. Wenn er sein großes Geschäft draußen macht, dann kann es passieren, dass er den Halt verliert und voll in die Sch* reinklatscht.

Soweit es geht, nehme ich mir sehr viel Zeit für meinen Hund, im Grunde ist es echt ein Pflegefall und benötigt eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Durch meine Hilfe kann ich viele der oben genannten Symptome kompensieren. Zum Beispiel unterbinde ich das Drehen im Kreis und passe auf, dass er nirgends vorläuft. Das kann ich aber auch nicht immer verhindern. Im Grunde kann man mein Hund nicht mals 5 Minuten alleine lassen. Draußen ist er nur noch im Garten und da muss ich auch ständig aufpassen, dass nichts passiert.

Positiv ist noch, dass er selber frisst und trinkt (wenn, er denn mal den Napf gefunden hat). Durch seine gute Nase kann er sich zudem noch halbwegs orientieren und er läuft von selber sehr viel.

Meine emotionale Bindung ist so stark, dass ich irgendwie nicht mehr objektiv entscheiden kann. Andererseits, beim Lesen meines eigenen Textes, würde ich den Besitzer dazu raten, den Hund einschläfern zu lassen.

Was meint ihr?
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #2
Was sagt denn der Tierarzt dazu?
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #3
Ist das Tierärztlich abgeklärt?

Für die Arthrose könnte man mit Schmerzmitteln schauen, Treppen würde ich ihn allerdings trotzdem tragen. In dem Alter sowieso, egal ob Arthrose oder nicht.

Geh mal in dich und frag dich, ob das noch Lebenswert ist bzw. er noch Lebensfreude hat. Dabei würde ich allerdings das "an die Wand starren" außer acht lassen, das ist einer von den Punkten, den ich nicht wirklich als schlimm empfinde.

Wäre es mein Hund, wüsste ich es genauso wenig wie du... Ich bin immer froh, wenn mir meine Tiere (oder auch mein Tierarzt, 3x, in mehreren Jahren, hat er mich zur Erlösung geraten) die Entscheidung abnehmen. Wenn ich mein Tier, das krank ist, zu Hause einpacke und mir eig. sicher bin, dass ich es nicht mehr lebend mit nach Hause bringe, könnte ich schon heulend in die Praxis gehen; ganz oft habe ich dann aber das Tier auch wieder lebend mitgenommen, weil es dann doch nicht soo schlimm war bzw. gut behandelbar.
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #4
Liebe Ale, ich hatte das mit meinem letzten Hund ganz genauso wie Du. Er wurde nach seiner 7. OP im Alter genauso wie Du beschreibst. Fast blind und taub, im Kreise laufen, aber Fressen und Trinken UND Kuscheln noch gerne. An die Wand starren, stundenlang laufen, aber auch nur noch in Haus und Garten. Geschäfte machte er zum Teil auch drinnen. Alles gleich, außer, daß er dann nach der letzten OP ein halbes Jahr später, epileptische Anfälle bekam, die wir aber mit Karsivan in den Griff bekamen, für ein weiteres halbes Jahr, bis sie dann wieder kamen und in seine letzten Nacht nicht mehr aufgehört haben. Zwischendrin schreien vor Angst, zum Schluss vor Schmerz, dann haben wir ihn zu TA gebracht, die auch noch versuchten mit Medis, die aber nicht angeschlagen haben. So mussten wir ihn mit geschätzten 14-16 Jahren gehen lassen. Hätte er aber die Anfälle nicht gehabt, wir hätten noch weitergemacht. Ich musste auch die Nächte immer bei ihm schlafen, wegen mal Rausgehen oder ihn umdrehen, weil er nicht mehr wusste, wie man aufsteht oder sich hinlegt. Aber ich habe es gerne gemacht. Arthrose hatte er auch, und die Treppen lief er zu der Zeit schon ein paar Jahre nicht mehr. Ich würde ihn gehen lassen, also Deinen kleinen Mann, wenn er wirklich Dauerschmerz zeigt, und keinerlei Freude mehr. Wir sind noch im letzten Jahr mit ihm ans Meer gefahren, was er so liebte. Und das erkannte er und konnte dort wieder längere Strecken laufen.
Versuch es mal mit Karsivan, das ist nebenwirkungsfrei und durchblutet sämliche Organe und lindert auch die Arthrose.
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #5
Kann sich dein Hund noch orientieren. Sprich, er weiss gerade wo er sich befindet. Der Garten riecht anders wie das Schlafzimmer etc.
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #6
Mit meinem Hund war ich ja im letzten Jahr seines Lebens in ständiger Behandlung von Tierärzten, die eine große deutschlandweit bekannte Tierklinik betreiben. Und sie sahen das mit dem Einschläfern nur als den einen Grund, nicht die Demenz, damit mussten die Halter, sprich wir klar kommen (rundum die Uhr Pflege) oder die Athrose, Blindheit oder Taubheit, sondern die Krämpfe, die dann nicht mehr aufhörten, selbst wenn sie es getan hätten. Sie wären wieder gekommen, und er wäre dann wohl erstickt. Hinzu kam, daß er die letzten Tage ein eigenartiges Kopfwackeln hatte, die auf neue Schmerzarten hindeuteten. Dann sein Winseln dazu, was vorher nicht war, das war der Punkt, des Gehenlassens, auf Anraten auch von den Ärzten. Demenz selbst bekommen ja auch Menschen und werden gepflegt (manche leider nicht mal, wenn kein Angehöriger auf sie acht gibt), und nicht eingeschläfert.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Mit meinem Hund war ich ja im letzten Jahr seines Lebens in ständiger Behandlung von Tierärzten, die eine große deutschlandweit bekannte Tierklinik betreiben. Und sie sahen das mit dem Einschläfern nur als den einen Grund, nicht die Demenz, damit mussten die Halter, sprich wir klar kommen (rundum die Uhr Pflege) oder die Arthrose, Blindheit oder Taubheit, sondern die Krämpfe, die dann nicht mehr aufhörten, selbst wenn sie es getan hätten. Sie wären wieder gekommen, und er wäre dann wohl erstickt. Hinzu kam, daß er die letzten Tage ein eigenartiges Kopfwackeln hatte, die auf neue Schmerzarten hindeuteten. Dann sein Winseln dazu, was vorher nicht war, das war der Punkt, des Gehenlassens, auf Anraten auch von den Ärzten. Demenz selbst bekommen ja auch Menschen und werden gepflegt (manche leider nicht mal, wenn kein Angehöriger auf sie acht gibt), und nicht eingeschläfert.
 
  • Soll ich meinen 18-Jährigen Jack Russell Terrier einschläfern lassen? Beitrag #7
Hallo Ale Ati,

ich war erst vor kurzem in der selben Situation. Mein Jack Russel 16 1/2 Jahre alt, total desorientiert, hat sich nicht
mal mehr anfassen lassen, hat jedesmal geschrieen. Hat wie Deiner auch noch gut gefressen stand manchmal in
einer Ecke wie Deiner. Die Entscheidung sich zu trennen ist sehr schwer, aber leben um jeden Preis vorallem bei
einem Hund der normalerweise unheimlich lebenslustig ist, würde ich nicht lange hinausschieben. Ich habe mich von
meiner Hündin auch schweren Herzens getrennt bevor es noch schlimmer wurde. Wie Dein Hund hatte sie ein langes
schönes und gesundes Leben warum das kranke Leben verlängern? Sei mutig und entscheide Dich zugunsten des
Hundes. Weisst Du in der Freien Natur wäre er schon lange nicht mehr am Leben.
 
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