Straßenkatze in der Türkei

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  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #1
Seifenspenderin

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Hallo.
Erstmal vorweg: Ich liebe Tiere, möchte aber vorerst keine mehr halten und was später kommt, weiß ich noch nicht. (Ich habe schweren Herzens vor kurzem meinen Hund abgegeben).
Ich mache gerade ein Erasmussemester in der Türkei, das sehr schön ist (entgegen der Anti-Berichterstattung der deutschen Medien).
Jetzt gerade sitze ich auf meinem Bett, neben mir eine Straßenkatze und ich frage mich, was nun mit dieser Katze passieren soll. Vor einigen Tagen ist sie nachts einfach die ganze Zeit vor meinem Fenster herumgelungert, irgendwann hab ich sie gefüttert. Inzwischen steht ein Wassernapf am Fenster und die Katze füttere ich einmal morgens und einmal abends (auch andere Straßenkatzen bedienen sich gerne, aber diese hier ist anders...).
Momentan denke ich, dass ich auf gar keinen Fall die Verantwortung tragen möchte. Zudem sieht die Katze hier auch glücklich aus, ich schätze nur, dass sie gerne mehr Menschennähe erfahren würde.
Was kann ich nun tun? Sie gar nicht mehr füttern, damit sie sich gar nicht dran gewöhnt? Bisher siehts so aus, als würde ich im Januar zurückfliegen (vielleicht verlängere ich das Semester aber auch um ein weiteres). Es wäre ganz schön doof, wenn ich mitten im Winter mit der Fütterung aufhören würde.
Das Traurige ist eben, sie liegt hier und schnurrt.



Sie saß einfach vor dem Fenster.




 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #2
Huhu,

ich würde mich mit Tierschützern vor ort in verbindung setzen. Gerade solche Katzen haben eine super Chance auf vermittlung. Bzw vielleicht können diese auch organisieren, dass sie dort einfach weiterhin gefüttert wird bzw in der nähe.

Lieben Gruß
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #3
Ganz ehrlich? Sie ist eine von Millionen von Straßenkatzen in der Türkei. Als ich vor einigen Jahren mal eine Woche in Istanbul war mit einer Freundin, sind uns dort täglich Dutzende von Straßenkatzen über den Weg gelaufen. Die wurden von Einheimischen und Touristen mit Trockenfutter gefüttert (vor allem die Einheimischen saßen mit Futtertüten in den Parks und fütterten die Katzen), vor den Läden standen Wassernäpfe für die Katzen - ich glaube, zumindest in Istanbul geht es den Straßenkatzen nicht allzu schlecht (abgesehen jetzt mal von tierärztlicher Versorgung natürlich und eben der Kastration :( )
Ich glaube kaum, dass sich dort jemand großartig ein Bein ausreißen würde, um ausgerechnet diese eine Katze zu "retten", wo noch tausende andere da herumlaufen.
Anzusetzen wäre da wirklich bei einer großräumig anberaumten Kastrationsrunde sämtlicher Straßenkatzen - und bevor sowas nicht passiert, ist alles leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Versuchen kannst Du es natürlich bei den Tierschutzvereinen (wenn es solche dort gibt) - aber wahrscheinlich werden die auch nur müde lächeln...

LG seven

edit: Wir haben die Straßenkatzen damals nicht angefasst, auch wenn sie total zutraulich waren und angelaufen kamen - ich gehe mal davon aus, dass die verfloht und verwurmt sind und wer weiß was sonst noch mit sich rumschleppen... in mein Bett hätte ich die - so hart das auch klingt - schon gar nicht gelassen, auch wenn sie mir noch so leid tun...
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #4
Ist eben ein zweischneidiges Schwert, einerseits wird, wie seven es schon sagte, sich keiner für 1 von zigtausend Katzen ein Bein ausreissen. Andererseits, wie maische sagte, hat so eine Katze natürlich bessere Vermittlungschancen als eine typisch scheue Straßenkatze wenn man die richtige Organisation dafür findet. Die 3. Möglichkeit wäre sonst nur mit Zeit und Kosten verbunden, nämlich dass du sie ausreisefertig machen lässt (Impfungen und co) und sie dann als deine eigene Katze mitnimmst und hier dann in Deutschland vermittelst, nur leider bestände dann die Gefahr dass du sie nicht vermittelt bekommst.
Ich bin eigentlich kein Freund von Auslandstierschutz bzw. Tiere hier nach Deutschland in Massen zu karren ohne Zukunft, habe aber auch immer gesagt das ich jede Katze aufnehme nur keine aus dem Auslandstierschutz. Tja, wie das Leben so spielt sitzt jetzt Lina bei uns. "Chefin" vom Katzenverein war davon auch nicht überzeugt. Lina saß ein paar Jährchen in einem bulgarischen Tierheim, ultimativ scheu, depressiv und dazu FIV positiv. Ich gebe zu das Lina ein wirklich super liebes, inzwischen teils auch sehr freches, verspieltes und lebensliebendes Tier ist, das ich auch sehr mag und keinen Tag ohne sie missen möchte. Aber das ganze drumherum war schon ein wenig merkwürdig. Das Impfbuch hat falsche Daten (es wurde laut einem Datum erst geimpft als sie schon hier saß) auch waren dort grobe Fehler eingegeben (Daten falsch ausgeschrieben) - was passiert wäre wenn sie an der Grenze angehalten worden wären (sie ist mit 7-8 anderen Tieren in einem Transporter gekommen) möchte ich mir gar nicht ausmalen bzw. hätte man dann wieder in der Zeitung gelesen. Dazu war der Transporter eine Nacht komplett verschwunden, da die Fahrerin eine technische Panne hatte und dann einfach mit den Tieren zu sich nach Hause in die Schweiz gefahren ist (die Tiere hatten nur eine Einreisegenehmigung für Deutschland). Zumal auch Linas Geschichte in der Logik einige Lücken hat. Deswegen wird Lina definitiv die erste und letzte Auslandskatze sein die bei uns einzieht.
Darum stell ich mir immer die Frage ob es wirklich so richtig ist sämtliche Auslandstiere hier hin zu holen und ob sie nicht teils in ihrem Land glücklicher wären. Klar ist es schlimm wie es denen da geht, kann man nicht schön reden das viele da auf den Straßen elendig verrecken. Aber es ist auch ein Geschäft mit dem Leben. Katzen aus dem Auslandsschutz kosten gerne mal ca. 200€ - Ende offen. Gut wenn man bedenkt wie viele Hände dort im Hintergrund arbeiten mag das natürlich auch irgendwo gerechtfertigt sein, da wird keine Orga reich von, aber wer nimmt mal eben so eine Katze für 200€? Wenige! Auch wird ja fröhlich nachproduziert. Katzen werden eingefangen, kastriert und geimpft und nach D-Land gekarrt. Das ist für mich am falschen Ende angefangen, weil sich so auf den Straßen nichts tut. Auch wird nur sehr wenig - keine Aufklärung betrieben. Wenn ich bedenke als Kind im Urlaub in größeren Hotels, massenweise Katzenbabys aber kaum eine erwachsene Katze. Die werden dann halt von den Hotels im mildestens Fall nur vertrieben. Auch dann hier in Deutschland denke ich ist es einfach eine mega große Umstellung für die Katze. Viele Orgas vermitteln nur noch in reine Wohnungshaltung, warum? Weil die Katzen nach kurzer Zeit öfters abhauen, sind sie ja auch nicht anders gewohnt. Die können sich draußen versorgen. Lina ist hier auch sehr kreativ in der Futterbeschaffung. Meine deutschen Katzen die noch nie wirklich Hunger leiden mussten schlagen höchstens Radau wenn der Napf nicht pünktlich voll ist, Lina geht dann auf die Suche. Müll ausräumen ist was für Anfänger! Lina weiß ganz genau wo sie ansetzen muss. Gut wir haben aufgrund von FIV nur Wohnungskatzen, aber ich merke doch das Lina draußen nicht abgeneigt wäre, sie beobachtet gerne vom Fenster draußen ganz genau. Auch wusste sie als erstes bei Einzug welche Tür in die Freiheit führt oder hat versucht aus Fenstern zu entkommen. (Inzwischen hat sie aber doch entschieden zu bleiben :mrgreen:). Lina kannte ja jetzt schon einige Jahre das eingesperrt sein, aber bei Straßenkatzen die frisch von der Straße kommen und nichts anderes kennen stelle ich es mir Horrormäßig vor wenn die Welt plötzlich Grenzen hat...
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #5
Was macht dich denn so sicher, dass es eine Straßenkatze ist?

Wenn du das Geld hast würde ich einen Chip vom Tierarzt ablesen lassen, sie impfen und kastrieren lassen. Ansonsten finde ich sieht die Katze doch sehr gepflegt aus. Also schlecht wird es ihr nicht gehen.
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #6
Hi Luna & Artemis,
dein schreiben stimmt nur zum Teil. :)
Meine Katze ist auch aus der Türkey. Und zwar gewollt. Gründe gab es da für mich einige, sie von dort zu holen und nicht eine einheimische.
Ich hatte vor ihr auch schon 2 mal nach Joschi´s tod (mein damaliger Kater) eine Katze von hier bei mir aufgenommen. Und ich muss sagen das war eine Katastrophe.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum viele auf die Möglichkeiten zurück greifen, ein Tier aus dem Ausland bei sich aufzunehmen.
Zum einen sind es die Umstände in den Tierheimen bei uns. Habe ich persönlich nur negative Erfahrungen gemacht, was die alles wissen wollten, das geht garnicht.
Wie groß die Wohnung ist und ob noch andere Tier oder Kinder im Haus leben, diese Fragen kann man sich ja noch gefallen lassen. Aber bei Fragen, wie es mit dem Monatlichen
Einkommen aussieht, was ich für ein Job habe, wie oft ich zuhause bin etc. also bei aller Liebe da hört es dann bei mir auf. Noch dazu die Vermittlungsgebühren, die die Verlangen,
sind Teilweise echt warnsinn. Für den Preis die die mir hier geboten haben, hätte ich gleich 3 Katzen aus der Türkey durchchecken, Impfen und Reisefertig machen lassen können. Kein Witz.

Und was die Umstellung für die Katze selbst angeht, da kommt es drauf an. Wir hatten einen ganz Lieben Tierschutzverein, der regelmäßig zwischen Türkey und Deutschland pendelt. Heißt, die Tier werden,
nicht einfach in einen Flieger gesetzt und dann seh zu. Es war immer jemand von Tierschutz dabei. Das hat mir Persönlich sehr gut gefallen. Leider stimmt es das in sehr vielen Fällen nur die Kittel-Katzen
von dirt gut vermittelt werden, die älteren bleiben auf der Strecke. Aber auf einer Art hat das auch was positives, zumindest was die Umstellung der Katze betrifft wenn sie erstmal nur das Leben draußen kannte.
Meine hat mir zum beispiel überhaupt keine Sorgen bereitet, kein mauzen oder stendig zur Türe rennen etc. Auch eine Freundin von mir hat Zeitgleich eine Katze aus der Türkey bekommen und die war sogar ein paar
Wochen älter, sie macht auch keinerlei Probleme. Reine Wohnungskatze geworden. :)

So aber nun zum Thema des eigentlichen Treads,
ich würde auch mal schauen wie Marrkus schon schrieb, ob sie nicht gechipt ist, vielleicht hast du da ja Glück. :)
Falls es doch eine Straßenkatze ist, dann kann ich da leider nur sagen: Hör auf dein Herz! Dir wird dann nur die Möglichkeit bleiben dich mit dem Tierschutz in Verbindung zu setzen oder du musst sie einfach ziehen lassen.
Das klingt hart aber was willst du machen, wenn du eh bald wieder zurück nach Deutschland fliegst?! :eusa_think:
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #7
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass eine türkische Straßenkatze gechippt ist?
Wie gesagt, ich war eine Woche in Istanbul (und ja, es war nur eine Woche, aber die hat gereicht...) - man stolperte dort förmlich über Katzen, und scheu waren die allesamt nicht... die kamen sofort angerannt, weil sie Futter witterten. Wir hatten kein Futter, aber genug andere Leute hatten Futter. Sie strichen um unsere Beine und unsere Taschen, aber wir haben sie nicht angefasst aus Angst vor irgendwelchen Parasiten (damals hatte ich noch Mäuse und Ratten und hatte halt irgendwie Panik, dass ich mir da was einfange und mit nach Hause bringe).
In der Türkei sind die Maßstäbe anders - die lassen die Katzen da leben, eben tatsächlich "leben und leben lassen", die kümmern sich in Sachen Futter und Wasser, aber das war´s dann auch. Ich glaube, die wenigsten Katzen in der Türkei leben als kastrierte, gepflegte, gechippte Wohnungs- oder "Freigänger"-Katzen... die meisten sind da wohl wirklich "Allgemeingut" und vermehren sich einfach munter weiter.

LG seven
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #8
Mein letzter Türkeibesuch liegt etwas zurück.
Bei diesem fiel mir jedoch auf, dass es wesentlich weniger Straßenkatzen als die Jahre davor gab, dass diese oftmals kastriert sind (Ohrspitze abgeschnitten) und dass viele Futterstellen aufgebaut wurden, die auch oft und gerne aufgesucht wurden.
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #9
Huhu Puma3011,

ich kann verstehen, dass diese Fragen einem unangenehm sind nur ich kenne auch die andere Seite als Vorkontrolleurin/ Vermittlerin von Katzen. Ich kenne Fälle in denen Leute die keinen Job haben oder Schüler/ Studenten sind (was für mich absolutes kein Ausschlusskriterium ist, dürfte ich selber keine Katzen halten.) und aber dann 2 Katzen aus dem Tierschutz haben wollen. Da "muss" man einfach nachfragen woher das Geld kommt bzw. wie sicher Geld kommt. Auch zum Thema wie oft man zuhause ist frag ich immer mal wieder wenn die Person alleinstehend ist, nicht um zu wissen was die Person für ein Freundes und Beziehungsleben führt (ist mir schlichtweg egal) sondern viele holen sich eben dann die Katze um jemanden zu haben wenn man nach Hause kommt. Ich kanns verstehen dass es schön ist wenn man nach Hause kommt und die Fellmonster kommen einem entgegen, aber für die Katzen ist das auch nicht schön vorher 12h gewartet zu haben. Auch wenn sie im besten Fall einen Spielkamerad haben. Ich wurde das damals auch bei fast jeder Katze gefragt bzw. musste einen Bogen mit Infos ausfüllen, hab ich mir nie drüber Gedanken gemacht sondern fand es eher beruhigend dass sich so um die Tiere gesorgt wird. Vielen wird dann leider auch erst klar, was sie für eine Verantwortung ins Haus holen. Tut mir leid, aber ich denke wir sind uns einig das unsere Katzen vollständige Familienmitglieder sind und kein nebenher Spielzeug was nach belieben an und ab gestellt werden kann, vielen ist das schlichtweg nicht bewusst. Ich habe schon einige Rückläufer gesehen (grade junge Kitten), weil die Leute damit total überfordert waren. Leider war dann auch meist die erste Frage ob man jetzt die Vermittlungsgebühr zurückbekommt. Generell erleb ich/ wir es oft das noch versucht wird an Vermittlungsgebühren zu handeln. Ich hab für meinen Leo damals 120€ gezahlt an den Verein für die ich schon Vorkontrollen gemacht habe. Da ich auch schon selber Pflegestelle für Katzen war, weiß ich auch wie schnell 120€ weg sind (dauert meist keine 3 Tage - Impfen, Kastrieren, TA Check, Medikamente, da ist kein Futter eingerechnet und auch kein Streu und Spielzeug (gut zahlen die meisten Pflegestellen eh selber) ganz zu schweigen von dem Geld was eigentlich jede PS wert ist - schließlich gibt man Liebe und Zeit für eine Katze die nicht seine ist.)

Ich wohne selber auch in Mülheim und kenne auch die meisten Tierheime hier in der Umgebung, ich kann diese Problematik die die meisten Leute beschreiben nicht nachvollziehen. Ich konnte bisher ins TH Mülheim, Essen und Duisburg gehen und habe dort auch nie Probleme gehabt. Bin da auch nie ohne Tier wieder rausgegangen aufgrund des Tierheims sondern eher weil ich für mich selber gesehen habe das ich diesem Tier nicht gerecht werden kann. Auch egal wie stressig es war wurde ich nie angepampt oder unfreundlich behandelt. Vielleicht bin ich da auch nur abgehärtet da ich eben die andere Seite kenne.

Ich freue mich ja wenn gute Auslandtierschutz betrieben wird, es gibt auch einige gute Tierschutzhilfen. Aber die Realität sieht leider anders aus, gefühlt gibts da mehr schwarze Schafe als weiße und es wird viel auf dem Rücken der Tiere ausgetragen. Man muss doch nur in den Nachrichten lesen wie oft Transporter abgefangen werden und dann raus kommt das viele Pässe gefälscht sind, auch wenn ich bedenke wie leicht fertig mit dem Leben umgegangen wird. Entweder sitzen die Tiere dann monatelang in Tierheimen oder werden tatsächlich eingeschläfert. Ich möchte mir nicht ausmalen was mit Lina passiert wäre, wäre sie mit FIV positiv und dem Pass so wie ich ihn habe an der Grenze einbehalten worden wäre. Wir haben mal kurzzeitig überlegt auszuwandern, einmal über den großen Teich nach England, mir ist es aber mit FIV positiven Tieren einfach zu gefährlich über die Grenze. Ist ein Fehler irgendwo den du nicht bemerkt hast ist im mildesten Fall nur monatelange Quarantäne... Obwohl mit "Seuchentieren" (fallen FIVs lustigerweise je nach Arzt drunter obwohl es keine Seuche ist) ist ja auch keine Quarantäne möglich.

Ich denke auch nicht das eine Straßenkatze einen Chip hat. Meist lassen das nur die Orgas machen, aber dann wäre die Katze auch nicht mehr auf der Straße. Man muss bedenken selbst unsere Nachbarländer haben nicht so eine Tierarztdynamik wie wir... "Wir" werden ja eher in unseren Nachbarländern ausgelacht, weil wir mit Fiffi und Miez zum Tierarzt gehen wegen Schnupfen während dort die "Friss oder stirb" Dynamik eher üblich ist.
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #10
Ihr habt Recht, in der Türkei gibts andere Maßstäbe. Ich weiß auch gar nicht, ob es hier so eine richtige Tierschutzorganisation gibt. Aber immerhin gibts hier Leute, die haben kein Dach überm Kopf, natürlich wird sich erst um die Menschen gekümmert. Den Straßentieren gehts hier eigentlich nicht soooo schlecht. Die meisten sahen eigentlich gesund aus. Überall gibts Trinkstellen und Nahrung. Ich habe den Kater (er ist übrigens nicht kastriert, jedoch war ich vor kurzem in einer anderen Stadt. Dort waren eigentlich alle Tiere, die ich gesehen habe, markiert und kastriert), gerade mehr oder weniger aus dem Zimmer tragen müssen, er wollte auch verhindern, dass ich das Fenster schließe. Übrigens gibt es hier tatsächlich viele Wohnungskatzen.

Es hat mir wirklich leid getan. Und ich denke mir, selbst wenn es ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, wäre es für dieses eine Tier schön. Naja, aber ich denke trotzdem, es ist für das Tier besser in Freiheit zu leben als in Deutschland in irgendeiner Wohnung. Und hier wird es, denke ich, schwer sein, jemanden zu finden. Die meisten Leute halten ihre Katzen in der Wohnung, so wie ich das mitbekommen habe. Ich komme mir schon ein wenig herzlos vor, aber vielleicht sollte ich die Tiere einfach nur füttern und ihnen etwas zu trinken hinstellen, so lange ich hier bin, und keine Bindung aufbauen. Wenn der Kater nie richtig erfährt, wie es ist, ein Zuhause zu haben, vielleicht ist es dann nicht so schlimm.

Was soll eine Tierschutzorganisation machen? Nur weil ich das Tier besonders süß finde, es besonders behandeln?:eusa_think: Fast alle Katzen hier sind zutraulich. Ich sehe oft, wie Menschen auf der Straße Katzen streicheln.

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:(
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #11
Witzigerweise halten auch Menschen in der Türkei Haustiere, seven, und das nicht mal zwingend schlecht.
Da soll es auch vorkommen, dass die Tiere in irgendeiner Form markiert sind.


Zum Kater selbst:

Wenn du was für ihn tun willst, lass´ihn kastrieren.
Er bringt sich seltener in Gefahr, hat nicht den Stress mit den rolligen Damen und zumindest er kann keinen Nachwuchs mehr zeugen.
Ja, es ist nur einer, Tropfen auf den heißen Stein und so, aber das würde ich persönlich so handhaben.

Kastrieren, weiterhin füttern, aber rechtzeitig vor deiner Abreise die Futtermengen schrittweise reduzieren bis du ganz aufhörst bevor du eben weg bist, damit er sich früh genug nach anderen Futterstellen umsieht.
Von Knall auf Fall aufzuhören wäre vermutlich schwieriger.

Ob du ihn weiterhin reinlässt musst du wissen. Er wird sich natürlich dran gewöhnen, ja.
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #12
Aber wie kastrieren? Ich kann ihn ja nicht einfangen, kastrieren lassen und dann einfach mit der Kastrationswunde wieder raussetzen?
Würde ein Flohalsband ausreichen, um auszuschließen, dass mein Zimmer sich mit Parasiten etc. füllt.
Meine Mitbewohnerin (hat im Übrigen auch ne Wohnungskatze, die in ein paar Tagen hierher kommt (die Katze ist grad bei ihrem Freund)) meinte, dass sie auch mal ne Straßenkatze reingelassen hat und nach ner Weile war das ganze Haus voller Parasiten oder Flöhe (weiß nicht genau, was sie meinte), aber sie hatte dann wohl auch Flöhe.

Ja, ich hätts auch nicht gedacht, aber total viele Menschen haben hier Haustiere.

Der Kater ist einfach sooo süß....
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #13
Off-Topic
@Mido: Ich habe nicht behauptet, dass die Menschen in der Türkei keine Haustiere halten ;) Und ich habe auch nicht behauptet, dass sie schlechte Tierhalter sind. Dass viele ein Herz für Tiere haben, sieht man ja schon allein daran, dass sie mit Futtertütchen durch die Gegend laufen und die Straßenkatzen füttern. Dass das das Kastraproblem nicht löst, ist eine andere Geschichte, und ja, ich glaube, die generelle Einstellung ist in der Türkei eben noch etwas anders (und ich meine das um Himmels Willen nicht abwertend!) Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass eine auf der Straße aufgelesene oder zugelaufene Katze tatsächlich eine gechippte, geimpfte, kastrierte "Wohnungs"katze ist, daher für ziemlich gering. Auszuschließen ist das natürlich nicht...
 
  • Straßenkatze in der Türkei Beitrag #14
Doch, kannst du, das wird bei Streunern dauernd so gehandhabt;)

Bitte auf keinen Fall ein Halsband, Katzen können sich damit ganz fix strangulieren, wenn sie irgendwo durch ein Gebüsch kriechen und hängen bleiben.
Dann lieber ein Spot-on drauf, aber das ist trotzdem keine Garantie, dass er dir keine Flöhe o.ä. mitbringt.
 
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