Berner Sennen Hund Fragen

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  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #1
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markus 82

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Hallo zusammen,

wir haben bei uns in der Umgebung einen wirklich süßen Berner gefunden. Worauf muss man bei einem 5 Monatigen Mädel denn so achten. Zuvor hatten wir 12,5 Jahre einen Schäferhund, bis dieser leider gehen musste. Wir haben jetzt ein paar Jahre ohne Hund hinter uns, aber es fehlt da einfach was. Noch dazu wenn man täglich draußen ist und den großen Hundegarten sieht.

Jetzt wollen wir uns einen Berner anschaffen, wir haben auch einen wirklich süßen gefunden den wir am Freitag jetzt besuchen werden. Mich machen nur ein paar Sachen stutzig:

Der Berner wird abgegeben aufgrund von beruflicher Versetzung.
Der Berner soll nur 250 Euro kosten.
Der Berner ist 5 Monate alt

Könnt Ihr mir evtl helfen worauf man genau achten sollte bzw was man bei dem Besuch so feststellen könnte? Habe mir viel durchgelesen über die Rasse, es gibt ja auch einige Krankheiten was mich trotzdem nicht von diesem Familienhund abschreckt.

Da ich auch ehrenamtlich bei einer Hilfsorganisation bin würde ich mich mit dem neuen weibchen auch in der Rettungshundestaffel mit einbringen wollen was ja mit dem Berner auch gut klappen sollte.

Für Ratschläge wäre ich euch sehr Dankbar.

Grüße Markus
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #2
Hallo Markus,

bei dem Besuch würde ich auf jeden Fall versuchen zu testen wie seriös die Abgabe des Hundes ist.
Ein reinrassiger Bernersennenhund kommt von einem Züchter und dieser möchte mit Sicherheit informiert werden, wenn die neuen Besitzer den Hund bereits nach so kurzer Zeit wieder abgeben, unter Umständen steht sogar im Kaufvertrag, dass sie den Hund nicht an Dritte weitergeben dürfen.
Lass dir also unbedingt die Zuchtpapiere zeigen und nimm im besten Fall Kontakt mit dem Züchter auf, sicher wird ihm daran gelegen sein, dass der Hund ein schönes neues Zuhause bekommt und dann auch seine Zustimmung geben. Mit dem Züchter hast du dann auch einen Ansprechpartner wann immer etwas mit dem Hund sein sollte und du kannst nachvollziehen aus was für einer Zucht der Hund kommt (wichtig in Bezug auf mögliche vererbbare Erkrankungen).

Falls der Hund nicht aus einer seriösen Zucht kommt (und ganz ehrlich, davon gehe ich fast aus bei der Konstellation der schnellen Abgabe und dem geringen Preis) würde ich vom Kauf abraten. Gerade der Bernersennenhund leidet unter einer ganzen Reihe von rassetypischen Krankheiten und hat leider unter den Hunderassen eine der kürzesten Lebenserwartungen überhaupt (nur 6-8 Jahre). Bereits bei einem Berner aus einer seriösen Zucht muss man sehr aufpassen ein gesundes Exemplar zu bekommen, mit einem Hund aus dubioser Quelle können sich die Probleme sogar noch verschlimmern, bzw man weiß zumindest überhaupt nicht worauf man sich einlässt. Das Geld was du bei der Anschaffung sparst wirst du im schlimmsten Fall noch und nöcher später beim Tierarzt bezahlen.
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #3
Hallo,
ich habe ein paar Bekannte die sich auf Berner eingelassen haben und alle hatten Probleme mit ihren Bernern leider. Der älteste wurde 6.
Da muss ich Kompassqualle auf jeden Fall recht geben und leider waren von den o.g. sogar 2 aus bekannten/seriösen Quellen. Es gibt sicherlich Ausnahmen aber die sind bestimmt sehr gering an der Anzahl.
Hauptprobleme sind HD, ED, Nierenprobleme und frühzeitige Krebserkrankungen. Bei einem der o.g. Hunde war so ziemlich alles mit dem 3 ten Lebensjahr zur Erscheinung gekommen.

LG HM
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #4
Berner sind tolle Hunde keine Frage, wir hatten ja selbst mal einen aber wie Kompas schon sagte, achte wirklich auf die Umstände dort. Ein junger Hund der quasi frisch vom Züchter kommt wird sicherlich nicht so günstig wieder abgegeben werden. Es gibt zwar auch Leute denen geht Platz vor Preis aber das ist bei Hunden ja doch eher selten der Fall und das was du beschreibst klingt schon sehr nach unseriösem Geschäft.

Ich muss sagen das wir bei unserem Berner Zeit seines Lebens keine Probleme mit Krankheiten hatten aber wir mussten ihn mit 5 Jahren leider plötzlich einschläfern lassen weil er ganz plötzlich eines Tages extrem heftige epileptische Anfälle bekommen hat, die Klinik vermutete das er evtl vergiftet wurde aber das konnte nicht mehr festgestellt werden.
Allgemein leiden große Hunde ja häufig an HD oder ED, das kann man zwar ganz gut behandeln aber man kann auch Pech haben sodass der Hund lebenslang auf Medis angewiesen ist.
Wer sich einen großen Hund anschaffen möchte sollte einfach wissen das bestimmte Krankheiten häufig da sind z.b. eben HD/ED, Knochenkrebs, Magendrehung, Arthrose, andere Tumoren vorallem im GI Trakt. Hat man Glück kann man so einen Hund 10 Jahre und länger haben, hat man Pech sind es nur 5-8 Jahre oder noch weniger. Bei Hunden aus unseriösem Geschäft würde ich tendenziell immer eher mit weniger als mehr Zeit rechnen.
Wenn es trotzdem unbedingt dieser Hund sein soll stellt sie so schnell wie möglich bei einem guten Tierarzt vor und lasst sie mal durchchecken um ggf frühzeitig Krankheiten zu erkennen.
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #5
Neben den bereits genannten gesundheitlichen Problemen und der zweifelhaften Herkunft ... wenn du ernsthaft darüber nachdenkst, in der Rettungshundestaffel aktiv zu werden, dann ist der Berner Sennenhund nicht uuuunbedingt der ideale Hund dafür, obwohl ich auch ein paar sportliche Exemplare kenne.
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #6
Hallo, nun ein kleines Update zu der kleinen.

Wir waren am Freitag ca 1,5 Stunden bei der Familie in der Wohnung und haben uns sehr lange unterhalten. Der Hund hat schon einige Vorkenntnisse wie Sitz, Platz, bei Fuß, bleib usw.
Es gab auch während wir anwesend waren kein Problem, der Hund war bei jedem gerne, jedoch ist er auf mich etwas mehr Fixiert gewesen von Anfang an. Ich habe nach ca. einer Stunde schon intensiv mit ihr gespielt. Wir haben sie jetzt bis Dienstag zur Probe, ich habe vorerst mal die Hälfte angezahlt und meine Daten hinterlassen.
Zu Ihrer Geschichte:
Sie stammt von einem Bauernhof aus der Rosenheimer Gegend, es war von der Hündin der zweite Wurf. Die Familie machte auch nicht den Eindruck dass sie hier schnell nur was verkaufen wollen. Der Hund hat zwar keine Papiere, aber mir ist es wichtiger dass der Hund zur Familie passt als irgendwelche Papiere.

Sie ist auch wie beschrieben soweit Stubenrein, sie hat am Freitag Abend zwar einmal reingepinkelt aber das sage ich jetzt mal war auch die Aufregung da sie ja neu bei uns ist. Seitdem kam nichtsmehr vor, sie kündigt sich an indem sie vor der Türe steht und vorher ein leises Wuff Wuff kommt.

Wir waren am Samstag bei den Kollegen der Rettungshundestaffel, hier sind unter anderem auch 2 Berner dabei. Es gab kein Problem mit den anderen Hunden, auch nicht nachdem wir vom Treffpunkt zum Übungsgelände gefahren sind. Hier haben wir sie mal im Auto gelassen, sie machte aber keinen Ton oder wurde Wild im Auto was mich ehrlich gesagt schon Überrascht hat.

Aktuell liegt sie gerade bei mir mit dem Kopf auf dem Schoß auf der Couch. Und das darf Sie auch, die Couch ist groß genug für alle zusammen. ;)

Morgen sind wir jetzt mal beim Tierarzt, der sieht sich noch die Impfdokumente an und macht eine Allgemeinuntersuchung. Wenn da nichts rauskommt werden wir die kleine große behalten, denn ich denke die ehemaligen Besitzer bei denen er seit dem 1.11 jetzt war haben mir keinen Quatsch erzählt. Es wurde von denen auch schon begonnen eine Hundeschule zu besuchen.

Die einzigen Auffälligkeiten waren am Samstag als wir bei Fressnapf waren und ein paar Sachen gekauft haben dass der Hund etwas nervös war, evtl. aufgrund der vielen neuen und verschiedenen Gerüche?
Am Hauptbahnhof München als wir meine Freundin heute zum Zug gebracht haben das war Ihr wohl auch etwas zuviel an Menschen, denn sie war etwas Unruhig, aber sowas kennt sie eben noch nicht, somit denke ich das ist auch nichts schlimmes, oder sehe ich das Falsch? Sie geht grundsätzlich auf fremde Menschen langsam zu bis sie Vertrauen gewonnen hat, danach kann das Spiel beginnen.

Als wir am Freitag dann mit dem Hund gegangen sind begann die Familie auch zu Weinen, vor allem der Junge dem sie gehörte. Aber der Kontakt wird gehalten und Sie können den Hund auch Besuchen, das sollte ja kein Problem sein oder wie sehrt Ihr das?

Grüße Markus
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #7
Off-Topic
das ein Hund im Fressnapf aufgeregt ist, ist mehr Standart als ungewohnt:mrgreen:
Auch sonst klingt das Verhalten ganz normal.

Ob du DAUERHAFTEN Kontakt zur Familie willst, wuerde ich mir gut ueberlegen..
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #8
Sie stammt von einem Bauernhof aus der Rosenheimer Gegend, es war von der Hündin der zweite Wurf.
Wenn die Mutterhündin bereits den zweiten Wurf hatte, dann kann man davon ausgehen, dass dort gezielt vermehrt wird - ohne Papiere, ohne Kontrollen durch einen Verein, ohne Gesundheitszeugnisse der Eltern und ohne Kenntnis irgend eines genetischen Hintergrundes der Elterntiere. Bei einer so stark vorbelasteten Rasse wie dem Bernersennenhund ist ein Hund aus solch einer Quelle ein absolutes Pokerspiel was die Gesundheit angeht. Man kann Glück haben und der Hund ist nicht halb so reinrassig wie angegeben und entkommt somit vielen der rassetypischen Krankheiten, aber man kann eben auch genausogut Pech haben. Bist du bereit im Falle eins Falles mehrere tausend Euro in eine notwendige Behandlung für den Hund zu investieren?

Der Hund hat zwar keine Papiere, aber mir ist es wichtiger dass der Hund zur Familie passt als irgendwelche Papiere.
Wenigstens einen Kaufvertrag wird die Familie ja für den Hund haben, den würde ich mir in jedem Fall kopieren und trotz allem nochmal Kontakt mit dem "Züchter" der Hündin aufnehmen, damit du wenigstens weißt wo sie genau herkommt.

Wenn da nichts rauskommt werden wir die kleine große behalten, denn ich denke die ehemaligen Besitzer bei denen er seit dem 1.11 jetzt war haben mir keinen Quatsch erzählt.
Es geht ja nicht darum, dass die Familie dich bewusst angelogen hat, sondern darum, dass sie selbst (vielleicht ja auch einfach aus Naivität oder Unwissenheit) einen Hund aus einer zweifelhaften Quelle gekauft haben und dass die damit verbundenen, potenziellen Probleme nun auf dich übergehen wenn du diesen Hund übernimmst.

Aber der Kontakt wird gehalten und Sie können den Hund auch Besuchen, das sollte ja kein Problem sein oder wie sehrt Ihr das?
Hin und wieder mal ein paar Fotos schicken und vielleicht auch mal ein Besuch mit gemeinsamer Gassi-Runde finde ich völlig okay, ich persönlich hätte allerdings keine Lust zusammen mit einem Hund noch eine traurige Vorbesitzerfamilie zu kaufen die dann ständig bei mir auf der Matte steht. Das ist aber alles eine Frage der Absprache.

--------

Wenn du diesen Hund wirklich möchtest und ihr euch in sie verliebt habt, dann wünsche ich euch in jedem Fall alles Gute und viele glückliche und fröhliche Jahre mit ihr, bitte behalte aber auch im Hinterkopf, dass sowas auch schief gehen kann und frage dich kritisch ob du auch zu diesem Hund stehen würdest wenn herauskommt, dass sie schwer krank ist (Probleme wie HD und ED sind z.B. erst mit etwa 1-2 Jahren erkennbar) und ob du dann bereit bist die Behandlungskosten für sie zu übernehmen.
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #9
Wenigstens einen Kaufvertrag wird die Familie ja für den Hund haben, den würde ich mir in jedem Fall kopieren und trotz allem nochmal Kontakt mit dem "Züchter" der Hündin aufnehmen, damit du wenigstens weißt wo sie genau herkommt.
Ein engagierter Züchter, der das Vorkaufsrecht vertraglich vereinbart hat, muß vom Besitzer bei Weiterverkauf natürlich informiert werden.
Aber warum sollte Markus zu diesen Hobbyzüchtern Kontakt aufnehmen? Was für eine Rolle spielt die Herkunft noch?

Mag sein, daß in diesem Fall das Krankheitsrisiko besonders hoch ist.
Aber ich denke, was die tierärztliche Versorgung angeht und die Bereitsschaft, auch tausende von Euro zu investieren, das ist ein Punkt den jeder bei der Anschaffung eines Hundes mit einkalkulieren muß.

Wer das nicht kann, sollte grundsätzlich keinen Hund aufnehmen, denn auch Tiere vom tollsten Züchter oder aus dem Tierschutz und egal welcher Rasse können solche Kosten verursachen.

Auch wenn ich Tierkrankenversicherungen skeptisch gegenüber stehe, wäre das in diesem Fall vielleicht eine geeignete Option?
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #10
Hast du vielleicht mal ein Foto von der Hübschen?
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #11
ich würde auch gerne mal ein Foto sehen :)
 
  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #12
Waren heute beim Tierarzt und aktuell ist alles ok bei Ihr.

Die Krankenversicherung bekommt Sie auf alle Fälle, habe hier die Allianz Premium Krankenschutz für 632,- Euro pro Jahr im Auge oder evtl. die Option Komfort OP Schutz für 196 Euro, das werde ich mal bei nem Gespräch mir näher Erläutern lassen oder gibt es hier irgendwelche Erfahrungen welche Versicherung zu empfehlen ist?

Im Anhang mal die Bilder der kleinen.
 

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  • Berner Sennen Hund Fragen Beitrag #13
Oh, na da kann man sich ja nur verlieben! :)

Wir sind bei der Agila OP-versichert und die übernimmt alles, was unter Sedierung operiert werden muss. Da wir einen tollpatschigen Labbi haben, konnten bzw. mussten wir die Leistungen schon 2x in Anspruch nehmen. Haben alles ohne Rückfragen oder Murren zurückerstattet. Kann ich also empfehlen.
 
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