- Der schwere Abschied von Fernanda Beitrag #21
Morastbiene
- Beiträge
- 9.163
- Punkte Reaktionen
- 0
Da ich endlich Gewissheit habe, dachte ich, dass ich euch noch ein Update zukommen lasse, zumal Schreiben mir immer etwas hilft.
Gestern Abend um kurz nach halb acht habe ich einen Rückruf von unserer Tierärztin bekommen. Sie hatte mich schon am Morgen zu erreichen versucht, war aber bei meiner Familie gelandet, weil unsere Daten sozusagen alle in einem Topf liegen, woraufhin meine Mutter mir eine Mail schrieb. Ich wollte nur gerne selbst noch einmal hören, was Sache ist, also meldete ich mich und bat nochmals um ein kurzes Gespräch. Dass sie sich nach Feierabend noch die Zeit für mich genommen hat, fand ich sehr lieb und unser Gespräch hat mir sehr gut getan, auch wenn danach wieder viele Tränen geflossen sind.
Fernanda hat tatsächlich die Basiskremierung erhalten. Ich muss jedoch sagen, dass ich diesen Irrtum inzwischen eher als einen Wink des Schicksals verstehe, mich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Meine Liebe zu Fernanda wird nicht dadurch definiert, ob wir nach ihrer Bestattung ein "Schmuckzertifikat" bekommen oder nicht und auch nicht dadurch, wo ihr Körper sich befindet, welcher Preiskategorie ihre Grabstätte entspricht oder aus welchem Material die Dekorationen sind. Menschlicher Schnick-Schnack hat sie sowieso nie interessiert, Fernanda hat die einfachen Dinge geliebt. Und nachdem ich mehrfach darüber nachgedacht und viel mit meinem Schatz darüber gesprochen habe, denke ich auch, dass das Verstreuen ihrer Asche in Wald und Wiese genau das ist, was sein sollte. Im Nachhinein hat mir das Streubeet selbst nicht mehr gefallen, es erscheint mir zu nackt. Ihr Körper ist zurück in der Natur, wo wir schlussendlich alle hingehören, während ihr süßes kleines Seelchen sowieso immer bei uns sein wird.
Die Ärztin war so lieb, auch privat noch ein wenig mit mir zu sprechen und hat mich, bei aller Tragik, an die Dinge erinnert, für die wir unter diesen Umständen wirklich dankbar sein können. Wir haben die letzten Wochen, abgesehen von ein paar Tagen, unbeschwert miteinander verbringen können. Hatten Spaß, haben zusammen gekuschelt und gespielt, Blödsinn gemacht, manchmal auch gemeckert, ohne das jemals ernsthaft böse zu meinen. Wir hatten Zeit, uns zumindest innerlich etwas auf den Abschied vorbereiten zu können. Sie hatte keinen langen Leidensweg hinter sich und wurde uns nicht von einem Tag auf den anderen ohne Vorwarnung entrissen. Wir haben die Gewissheit, dass die letztendliche Diagnose keine Alternativen offen gelassen hat. Müssen uns nicht mit der Frage quälen, ob wir einen Fehler gemacht oder zu spät gehandelt haben. Getan hätten wir alles für sie, das steht außer Frage. Auch die Tierärztin hat mir noch einmal mein Gefühl bestätigt, dass zwei Wochen mehr oder weniger in dieser Situation keinen Unterschied gemacht hätten und eine Spritze gegen "Meine Katze mag ihr Eis nicht mehr..." gibt es nicht, wie sie scherzhaft geantwortet hatte.
Es wird uns niemals gefallen, ohne sie weiterleben zu müssen. Das wird immer schmerzen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir vermutlich jedes Haustier überleben werden, mit dem wir unser Leben teilen. Was bleibt, ist die unermessliche Liebe zu unserer Kleinen und das Wissen, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden. Wir möchten vor allem die unzähligen schönen Momente in Erinnerung behalten, die wir uns gegenseitig geschenkt haben und die so viel größer waren als die letzten Tage, bevor wir sie gehen lassen mussten. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir ein "Erinnerungskistchen" beginnen, in dem wir ihre Lieblingssachen aufbewahren und vielleicht ein Büchlein, in dem wir unser Herz sprechen lassen können.
Ich möchte ein schönes Zitat hierlassen, das seit gestern meine Signatur schmückt:
"Goodbyes are not forever. Goodbyes are not the end. They simply mean I'll miss you until we meet again."
Wir lieben dich, mein Schätzchen. Du bist und bleibst unser kleiner Racker. :060:
Gestern Abend um kurz nach halb acht habe ich einen Rückruf von unserer Tierärztin bekommen. Sie hatte mich schon am Morgen zu erreichen versucht, war aber bei meiner Familie gelandet, weil unsere Daten sozusagen alle in einem Topf liegen, woraufhin meine Mutter mir eine Mail schrieb. Ich wollte nur gerne selbst noch einmal hören, was Sache ist, also meldete ich mich und bat nochmals um ein kurzes Gespräch. Dass sie sich nach Feierabend noch die Zeit für mich genommen hat, fand ich sehr lieb und unser Gespräch hat mir sehr gut getan, auch wenn danach wieder viele Tränen geflossen sind.
Fernanda hat tatsächlich die Basiskremierung erhalten. Ich muss jedoch sagen, dass ich diesen Irrtum inzwischen eher als einen Wink des Schicksals verstehe, mich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Meine Liebe zu Fernanda wird nicht dadurch definiert, ob wir nach ihrer Bestattung ein "Schmuckzertifikat" bekommen oder nicht und auch nicht dadurch, wo ihr Körper sich befindet, welcher Preiskategorie ihre Grabstätte entspricht oder aus welchem Material die Dekorationen sind. Menschlicher Schnick-Schnack hat sie sowieso nie interessiert, Fernanda hat die einfachen Dinge geliebt. Und nachdem ich mehrfach darüber nachgedacht und viel mit meinem Schatz darüber gesprochen habe, denke ich auch, dass das Verstreuen ihrer Asche in Wald und Wiese genau das ist, was sein sollte. Im Nachhinein hat mir das Streubeet selbst nicht mehr gefallen, es erscheint mir zu nackt. Ihr Körper ist zurück in der Natur, wo wir schlussendlich alle hingehören, während ihr süßes kleines Seelchen sowieso immer bei uns sein wird.
Die Ärztin war so lieb, auch privat noch ein wenig mit mir zu sprechen und hat mich, bei aller Tragik, an die Dinge erinnert, für die wir unter diesen Umständen wirklich dankbar sein können. Wir haben die letzten Wochen, abgesehen von ein paar Tagen, unbeschwert miteinander verbringen können. Hatten Spaß, haben zusammen gekuschelt und gespielt, Blödsinn gemacht, manchmal auch gemeckert, ohne das jemals ernsthaft böse zu meinen. Wir hatten Zeit, uns zumindest innerlich etwas auf den Abschied vorbereiten zu können. Sie hatte keinen langen Leidensweg hinter sich und wurde uns nicht von einem Tag auf den anderen ohne Vorwarnung entrissen. Wir haben die Gewissheit, dass die letztendliche Diagnose keine Alternativen offen gelassen hat. Müssen uns nicht mit der Frage quälen, ob wir einen Fehler gemacht oder zu spät gehandelt haben. Getan hätten wir alles für sie, das steht außer Frage. Auch die Tierärztin hat mir noch einmal mein Gefühl bestätigt, dass zwei Wochen mehr oder weniger in dieser Situation keinen Unterschied gemacht hätten und eine Spritze gegen "Meine Katze mag ihr Eis nicht mehr..." gibt es nicht, wie sie scherzhaft geantwortet hatte.
Es wird uns niemals gefallen, ohne sie weiterleben zu müssen. Das wird immer schmerzen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir vermutlich jedes Haustier überleben werden, mit dem wir unser Leben teilen. Was bleibt, ist die unermessliche Liebe zu unserer Kleinen und das Wissen, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden. Wir möchten vor allem die unzähligen schönen Momente in Erinnerung behalten, die wir uns gegenseitig geschenkt haben und die so viel größer waren als die letzten Tage, bevor wir sie gehen lassen mussten. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir ein "Erinnerungskistchen" beginnen, in dem wir ihre Lieblingssachen aufbewahren und vielleicht ein Büchlein, in dem wir unser Herz sprechen lassen können.
Ich möchte ein schönes Zitat hierlassen, das seit gestern meine Signatur schmückt:
"Goodbyes are not forever. Goodbyes are not the end. They simply mean I'll miss you until we meet again."
Wir lieben dich, mein Schätzchen. Du bist und bleibst unser kleiner Racker. :060: