Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule

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  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #21
Das seh´ ich ja jetzt grad´ mal ganz anders...
Nur weil es Schlachtkaninchen gibt, muss ich Hauskaninchen 20 lärmenden Kindern aussetzen?
Und ich werde ganz sicher kein Aquarium in meiner Klasse einrichten - erstens hab´ ich keine Ahnung von Aquarien, zweitens keine von Fischen und drittens werde ich gewiss nicht an den Wochenenden jeden Tag ´ne Stunde hin und her fahren, um die Fische zu füttern und das Aquarium zu pflegen. Das können von mir aus gern eingefleischte Aquarianer machen.
Ich verweigere meinen SchülerInnen gewiss nicht den Zugang - ich glaube nicht, dass die durch einen (!) Haustiertag den richtigen Bezug bekommen.
Die fangen höchstens an, daheim zu quengeln: "Mama, da war so ein süßer Hamster, ich will auch einen!"
Ich habe gewiss keinen "gehemmten Umgang mit Tieren", ich habe aber selbst erlebt, wie die Kinder mit den Tieren umgegangen sind.
Da lasse ich sie lieber im Internet Infos suchen, Plakate erstellen, sich gegenseitig informieren....
Wie viele Kinder hab´ ich, die haben "einen Hasen"... (Wir haben episch breit den Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen behandelt und auch episch breit besprochen, warum Kaninchen nicht in Einzelhaltung gehören... Fazit: "Mein Papa will aber nur einen Hasen :roll::eusa_doh:) - und wenn dann dieses Kind genau diesen einen "Hasen" anschleppt, lernt der Rest der Truppe: "Ein "Hase" ist ja soooo niedlich, und wenn Mama oder Papa eben nur einen "Hasen" wollen, dann gibt´s mit Glück vielleicht einen...
Nöööö. Hab´ ich keinen Bock drauf.

Ich hab´s übrigens (schrieb ich aber auch schon mal irgendwo in den Tiefen dieses Forums) damals in meiner Grundschulzeit erlebt, wie wir Kaulquappen in einem Aquarium gehalten haben... mit Steinen drin.. aber irgendwann übers Wochenende waren dann aus den Kaulquappen Frösche geworden, und die hatten viel zu wenig Platz auf den Steinen, also sind sie alle ersoffen..... Tolles Beispiel für Tierliebe...

An meinem Unterricht können sich alle Kinder aktiv beteiligen - sie können ja z. B. auch Fotos von ihren Tieren mitbringen, dafür muss man kein Tier aus seinem Gehege zerren...

Als ich in der 5. Klasse war, hatten wir ein (viel zu kleines, wie ich heute weiß) Terra mit zwei Farbmäusen - Männlein und Weiblein... aus dem Zooladen... Nachwuchs blieb natürlich nicht aus - ach wie süüüüß - und die gesamte Klasse wollte plötzlich Farbmäuse... Was aus den Tieren letztendlich geworden ist, weiß ich gar nicht mehr, ich glaube, sie sind zurück in den Zooladen gegangen... Tolles Vorbild, so lernen Kinder artgerechte Tierhaltung :shock::evil:

Aber da Du ja sicher Lehrer bist, kennst Du Dich da besser aus, ne?
"Experimentierfreude".... ja klar... mit LEBEWESEN.... macht Sinn :roll:
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #22
Es sterben täglich Unmengen Schweine , Rinder , Geflügel, und und und.
Milliarden Tiere sterben täglich durch Gifte, oder die Vernichtung ihrer Biotope auf nimmer wiedersehen
und Du verweigerst deinen Schülern überhaupt erst einmal einen Bezug zu den Geschöpfen dieser Welt zu bekommen,
nur weil vielleicht ein paar Haustiere Ängste erleiden könnten, oder Schaden nehmen könnten :?::?::?:

Dann machen ein paar Tiere, die halt eben in der Schule sterben, den Braten auch nicht mehr fett oder wie?! ;-) Ich denke Bezug zu Tieren aufbauen heißt auch sich mit ihrem Empfinden auseinander zu setzen. Welchen Sinn macht es wenn man den Schülern vermitteln will das z.B. Kaninchen gar keine Schmusetiere sind und auch panische Angst haben können dabei, aber man die dann fröhlich in die Klasse schleppt? Oder das man generell nicht einfach Tiere aus der Natur entnehmen darf (was ist z.B. wenn ein Schüler plötzlich ein Tier mitbringt was unter Naturschutz steht?). Auch braucht ein Aquarium ausreichend Pflege, für die Technik muss man doch schon ein bisschen Ahnung haben und was ist z.B. in den Schulferien? Auch kann man ja nicht zig verschiedene Tiere mit unterschiedlichen Ansprüchen darein packen.

Wenn man den Kindern wirklich den Umgang und einen Bezug zu Haustieren ermöglichen will gibt es zig andere Formen, die es besser veranschaulichen als ein Haustiertag wo jeder sein Tier mitbringen darf. Würde mein Sohn später so etwas haben würde ich ihm kein Tier mit in die Schule geben. Neben der Plakatgestalltung, wie seven sie beschrieb, könnte man zum Beispiel jemanden in die Schule einladen der z.B. exotische Haustiere hält (Reptilien und co.) und darüber was erzählen kann oder man könnte ein Tierheim besuchen, dort sind ja in der Regel alle gängigen Haustierarten vertreten. Dort könnten die Kinder z.B. auch was über den "Heimtierschutz" lernen, weil ich mal nicht davon ausgehe das ein Tierheim dann seine Meerschweinchen als geeignete Spielzeuge präsentiert. Auch zum Thema Wildtiere gibt es viele verschiedene Möglichkeiten wie z.B. mal einen Förster besuchen, wir hatten damals in der Grundschule einen Waldspaziergang mit einem Förster gemacht oder ein Naturkundemuseum. Hier in Mülheim gibt es zum Beispiel das "Haus Ruhrnatur", das ist ein heimisches, kleines Naturkundemuseum. Die bieten sogar extra auf Kinder zugeschnittene Führungen an und haben auch viele Möglichkeiten in und außerhalb des Museums zu experimentieren. Kann mich z.B. noch an einen Wandertag erinnern wo wir dann mit Gummistiefeln und Becherlupen in der Ruhr gestanden haben und mal geschaut haben was so alles "in einem bisschen Fluß" lebt. Es gibt also viele Möglichkeiten ohne das man Tiere in die Schule schleppen muss und trotzdem einen Bezug zum Tier hat.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #23
Danke, Luna - da führst Du noch Aspekte an, die wir an unserer Schule auch regelmäßig durchführen, die mir aber in dem Moment gerade völlig entfallen waren.
Wir haben eine sogenannte "Arche" in der Nähe, da kann man genau sowas wie in Deinem "Haus Ruhrnatur" machen, und die haben auch einen Teich und spezielle "Unterwasserwelten", wo man eben auch mit Becherlupen etc. schauen kann. Das steht auch für jede Klasse fest auf dem Programm. Dann haben wir hier einen Wildwald, da werden auch gern Ausflüge hin unternommen (abgesehen vom Zoobesuch, den an unserer Schule jedes Grundschulkind mindestens 1x in seiner Schullaufbahn erlebt haben soll)...
Nuja..
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #24
Das mit dieser "Experimentierfreude am lebenden Tier" war früher mal eine gängige Methode in vielen Schulen anscheinend. Habe schon öfters von älteren Menschen gehört das sie an der Schule dann im Biologieraum Fische, Molche, etc. hatten und auch einen Schulgarten mit z.B. (Schlacht)-Kaninchen.

Ich kann mich noch dunkel dran erinnern das wir auf der weiterführenden Schule mal ein Schulaquarium hatten um das sich allerdings der Hausmeister gekümmert hat, bis zu dem Tag wo mal die Tür zum Zimmer offen war wo das Becken drin stand (es war im Flur ein Fenster in der Wand zu dem Raum wo das Aquarium dann hinter dem Fenster stand) und ein Schüler dann die Gunst der Stunde genutzt hat und ein Stück Seife in das Aquarium geworfen hat. Bemerkt wurde es auch erst als die Fische dann schon mit dem Bauch nach oben schwammen. Der Hausmeister ist dann kurz durch jede Klasse gelaufen und hat gefragt wer das war, hat sich natürlich keiner gemeldet und das war es schon.
Auch in dem Heim, wo ich 3 Jahre gewohnt habe, hatten wir ein Gruppenaquarium. Ich war ja mit damals 15-18 Jahren mit großem Abstand die Älteste in der Gruppe und hatte jetzt nicht soviel damit zu tun, war eher mal so ein Wunsch von den Kleineren. Irgendwann hat sich da aber auch keiner mehr für interessiert und dann sind die Fische umgezogen in das "Haupthausaquarium". Ich wusste ja davon, aber es hat sage und schreibe fast anderthalb Wochen gedauert bis mal wer von den "Kleineren" 2- 12 Jahren gemerkt hat das da ja keine Fische mehr im Becken sind (es war im übrigen die 2jährige ;-) ) Auch gab es im Heim die Möglichkeit Kaninchen und Meerschweinchen in Aussenhaltung zu halten. Ich hatte meine zwei ja schon mitgebracht, aber sonst waren schon allein für die Anschaffung die Regeln "hart", was ich sehr gut finde. Die Kinder mussten erstmal sich wissen über die Tiere aneignen und auch gucken was überhaupt so vom Taschengeld übrig bleibt, ob man damit überhaupt Tiere versorgen kann. Auch kamen die Tiere bei Nichtversorgung relativ schnell "weg" bevor den Tieren ein Schaden entstand und das Kind durfte dann auch keine neuen Tiere mehr holen. Ich war eigentlich die Einzige die über einen längeren Zeitraum Kaninchen hatte (ich zog mit meinen ein und zog auch 3 Jahre später wieder mit denen aus). Ich kann mich aber auch ehrlich gesagt nur an 2 weitere Kaninchen in den 3 Jahren erinnern.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Edit - Satz beim abschicken gelöscht :roll::

Ich finde es in einer Schule eben mit Haustieren nicht umsetzbar, weil schon allein die Ferien stellen meist ein Problem da, entweder kümmert sich keiner drum oder die Tiere müssen immer umziehen (was bei standorttreuen Nagern schon eine extreme Stressbelastung ist). Und auch an Haustiertagen, wer garantiert denn bitte dafür dass nicht dochmal was einem Tier passiert? Und dann ist das Geschrei groß wenn Hamster Fridolin irgendwie doch den Weg ins Freie gefunden hat oder "Häsin" Mopsie von Kind XY dann plötzlich ein paar Wochen später Junge bekommt und es herauskommt das Mopsie nur mal ganz kurz zusammen mit "Hase" Igor von Kind AB in einem unbeobachteten Moment zusammen gespielt hat. Auch kenne ich es ja noch aus Tierarztpraxiszeiten das ganz viele Eltern sich gar nicht mit dem Haustier vom Kind auskennen oder geschweige denn wissen was das Kind überhaupt so mit dem Tier macht... Die spielen doch so schön miteinander heißt es dann. Nur das Meerschwein findet den Filzstift im Fell nicht so prickelnd oder Kaninchen mit Quetschungen sind auch keine Seltenheit, weil die ja doch dann zappeln beim festhalten, aber das ist den Eltern auch meist egal... Hauptsache das Spielzeug wird dann kostengünstig repariert...
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #25
Die Kollegin sagt, wenn sie Haustiertag macht, werden die einzelnen Tierarten kurz vorgestellt und besprochen
Das machen wir auch. Mit dem Unterschied, dass die Klassen zu uns kommen und sie die Tiere anschauen, die wir vor Ort haben. In der Regel sind das Katzen (die sich zum Teil streicheln lassen), Hunde (eventuell kommt ein Bürohund ins Schulzimmer, der kann dann auch gestreichelt werden) und Kaninchen, eventuell Meerschweinchen und aktuell vielleicht noch das Streifenhörnchen - die sehen sie aber alle nur durchs Gitter - und wenn sie sich aufführen, wie die Affen, dann sehen sie weder bei den Katzen noch bei den Nagern irgendwas. Auch daraus lernen sie dann was.
So wird kein Tier hin und her geschleppt, die Kinder lernen die Tiere und ihre Ansprüche trotzdem kennen (oder sogar besser, weil eben der Anspruch, zuhause bleiben zu können, nicht missachtet wird. Gleichzeitig erfahren sie auch, was es bedeutet, ein Tier zu sich zu holen und was es zu beachten gilt (z.B. auch, dass es Meeris und Kaninchen hassen, gestreichelt und rumgetragen zu werden). Denn vieles, was sie als Abgabegründe erarbeiten, sind Dinge, die man im Voraus bedenken könnte, wie sie in der Regel schnell selber feststellen.

wie z.B. mal einen Förster besuchen

Das bringt mich auf eine Idee, danke!
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #26
Den Beitrag von Fritz werde ich jetzt nicht weitergehend kommentieren, da mir im Angesicht von so viel Nonsense auf einem Haufen schlicht nichts einfällt.

Was deine theoretische Überreaktion bzgl. des Haustiertages betrifft:

Nein, da reagierst du einzig vernünftig.
Insbesondere deine Kollegin scheint überhaupt keine Ahnung von Kleintierhaltung zu haben sonst würde sie weder ihre Tiere mitbringen noch erlauben, dass das so abläuft.

Da wäre ich persönlich wohl arschig und würde Zoonosen als Grund anführen um sowas zu unterbinden.

Eure Schulhunde müssen mit Sicherheit regelmäßig tierärztlich untersucht und nachweislich gesund und parasitenfrei sein- sind das die Tiere der Kinder?
Das ist ziemlich frech zweierlei Maßstab und muss einfach nicht sein.

Da wundert es aber eben auch nicht, wenn Kinder eine sehr krude Einstellung zu Tieren bekommen, wenn man selbst im schulischen Umfeld lernt, dass man Tiere wie netten Schnickschnack durch die Gegend schleppen darf.

Da rollt es sich bei mir sowohl aus pädagogischer als auch aus "unlogischer Tierliebhaber"-Perspektive schlicht auf.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #27
Ich muss für die Schulaquarien nochmal kurz eine Lanze brechen: Die kann man übers Wochenende auch wunderbar alleine lassen ;)
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #28
Hallo,
tatsächlich ist es heute leider vielfach so, daß Kinder Tiere und Pflanzen nur noch von Bildern, aus dem Museum, oder wenn sie großes Glück haben,
in einem Zoo oder botanischen Garten kennenlernen können und eine Bockwurst kaum noch mit Schwein und Rind in einer Verbindung bringen.

Natürlich kann man in einer urbanen Umgebung, in der die Pflanzen im Balkonkasten, für manche Kinder der einzige, direkte Zugang
zu einem Stück Natur bedeutet, den sie selber mit gestalten können,
kaum erwarten, daß Kinder eine realistische Vorstellung von Pflanzen und Tieren bekommen.
Auch bei von Förstern, oder von anderen pädagogisch wertvoll geführten Exkursionen in die Welt der Botanik und Zoologie,
werden Kinder wohl kaum einen eigenen Zugang in diese Welt finden können.

Wer reiten lernen will, muß ein Pferd besteigen, doch wer darüber nur Vorträge hört, oder sich Pferde nur anschaut, dem wird das Reiten kaum gelingen,
genauso können Kinder Tiere und Pflanzen nur begreifen, wenn sie einen direkten Kontakt zu diesen bekommen.

Ein Aquarium kann eine eigene Welt im biologischen Gleichgewicht sein, ganz ohne technischem Aufwand, oder menschliche Beeinflussung,
dieses gelingt am leichtesten, je größer das Becken ist.
Wenn in einem Aquarium Licht, Pflanzen und Tiere einigermaßen im richtigen Verhältnis bleiben,
kann man sich als stiller Beobachter an so einer kleinen Welt erfreuen und die Zusammenhänge der Natur studieren.

Fritz.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #29
tatsächlich ist es heute leider vielfach so, daß Kinder Tiere und Pflanzen nur noch von Bildern, aus dem Museum, oder wenn sie großes Glück haben,
in einem Zoo oder botanischen Garten kennenlernen können und eine Bockwurst kaum noch mit Schwein und Rind in einer Verbindung bringen.

Das ist Unsinn, nie war es einfacher einen Kontakt zu einer Vielfalt zu Tieren herzustellen wie heute. Mehr als jeder 3. Haushalt in Deutschland hat ein Haustier. Man findet selbst in den kleinsten Dorfgegenden irgendeinen Tierpark bzw. ländliche Gegenden sind ja eh mit einer großen Vielzahl von Haus- und Hoftieren bewohnt. Hier gibt es allein 5 größere Tierparks/ Zoos in der Nähe... Kleine Tierparks und -gehege oder (Lehr)-Bauernhöfe kann ich noch nicht mal an einer Hand abzählen. Meist sind es leider die Eltern, die da die Blockade sind. Viele Eltern haben schlichtweg gar nicht mehr die Lust ihren Kindern was beizubringen bzw. auf Interessen Ihrer Kinder einzugehen. Wir waren letzte Woche mit unserem Sohn im Zoo, da war es sehr schön zu sehen, die Kinder konnten quasi den Zoo abreißen und die Eltern saßen mit ihren Smartphones auf einer Bank und haben auf "Mama guck mal!" schnell mit "Jajajaja...." abgespeist oder wenn Kinder fragen zu einem Tier hatten wurde einfach irgendein Mist geantwortet nach dem Motto "Vergisst sie ja eh bis heute Abend", obwohl direkt neben dem Gehege immer ein Infoschild über die Tiere hängt das all die Fragen beantwortet hätte.

Auch kommt es bei den Exkursionen stark drauf an ob da nur jemand steht "Ja, liebe Kinder das ist ein Baum. Schön `ne?" oder wirklich den Kindern ein Wissen vermittelt. Wir waren wie gesagt letzten Montag im Zoo. Da es ein normaler Werktag war waren natürlich auch Schulklassen da und man konnte sehr schön sehen welche Lehrkräfte wirklich Lust hatten den Kindern was beizubringen oder "hauptsache sie sind leise".
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #30
Zum Thema Pflanzen: Wir haben auf unserem Schulhof einen Schulgarten, in zwei Teilen. Der eine ist bepflanzt mit allen möglichen Blumen, aber auch Erdbeeren und noch einem Obst, das mir akut entfallen ist. Alle Pflanzen haben ein entsprechendes Schild mit Namen. Der andere ist bepflanzt mit Gemüse wie Salat und Tomaten, außerdem gibt´s ein Kartoffelfeld, das jedes Jahr von einer anderen Klasse neu bepflanzt und im nächsten Jahr auch geerntet wird, und dann werden leckere Kartoffelgerichte gekocht. Sag´ nochmal wer, dass wir unseren Kindern die Natur nicht nahebringen (unsere Schule liegt übrigens direkt am Waldrand, da werden auch regelmäßig Ausflüge unternommen, es gibt eine Wald-AG und zum Schulgarten auch eine Garten-AG. Wir haben ein Insektenhotel und ein "grünes Klassenzimmer" hinter der Schule... Da die Schule ziemlich ländlich liegt, wachsen die allermeisten Kinder mit reichlich Natur auf ;)

Und zum Aquarium möchte ich nochmal anmerken, dass ich davon keine Ahnung habe und die Verantwortung nicht übernehmen möchte - außerdem gibt es außer Wochenenden auch noch Schulferien. Wie gesagt, an meiner "Durchgangsschule" stand ein riesiges Aquarium, um das sich aber der Hausmeister mit Hingabe gekümmert hat. Natürlich war das ´ne tolle Sache - aber das geht wirklich nur, wenn sich jemand auskennt und das auch zeittechnisch hinbekommt. Als die Schule dann umgezogen ist, wurde das Aquarium "aufgelöst" bzw., ich glaube, der Hausmeister hat es übernommen, weil der neue Hausmeister an der anderen Schule davon einfach keine Ahnung hatte und das ja eigentlich auch nicht zu seinen Aufgaben gehört.
Außerdem ist das auch eine Kostenfrage - "je größer das Becken" - und dass das kein technischer Aufwand ist, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen - abgesehen davon: ist ja schön und gut - und wer finanziert das?

Aber eigentlich wollte ich jetzt gar nicht über Aquarien diskutieren ;)

Wenn wir mit der Schule in den Zoo fahren, bereiten wir vorher eine "Zoo-Rallye" vor (manche Zoos bieten die auch schon fertig in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an), und dann werden die Kinder in Kleingruppen (natürlich mit Begleitpersonen) durch den Zoo geschickt und sollen versuchen, möglichst viele Fragen richtig zu beantworten (natürlich sind das dann auch alles Fragen, wo man auf den Infoschildern die Antworten findet - besonders pfiffige Kinder gehen aber auch einfach hin und fragen die Tierpfleger, wenn sie welche treffen ;) Und natürlich ist der Umfang der Fragen so gehalten, dass die Kinder auch noch genug Zeit haben, sich einfach mal so z. B. im Affenhaus zu tummeln und nicht permanent unter dem Druck stehen: "Wir müssen jetzt aber noch 2353 Stationen abarbeiten" - und am Ende winkt natürlich für alle auch eine kleine Belohnung, auch wenn sie nicht alle Aufgaben gelöst haben (aber das wissen sie vorher natürlich nicht ;) )

LG seven
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #31
Ich nochmal...
Ich krieg´ die Krise mit diesen Schnecken :roll:
Ich mag Schnecken, das ist nicht die Frage. Auf unserer ehemaligen Dachterrasse hatten wir ja auch immer welche, und ich fand sie toll...
Aber das jetzt in der Schule, das geht für mich einfach gar nicht...
Am Freitag sind 7 Schnecken eingezogen, wir haben sie an dem Tag dann auch einfach in Ruhe gelassen, nur von außen ins Terra geschaut und geguckt, wie sie sich so ihr neues Terrain erobern...
Heute haben wir dann versucht, sie für die ersten "Experimente" rauszuholen (erstes "Experiment" sollte eigentlich nur sein: "Wir schauen uns die Schnecke genau an, fertigen ein möglichst genaues Bild an und beschriften anschließend ein Arbeitsblatt mit den entsprechenden Körperteilen der Schnecke."
Ja - und da fingen die Probleme schon an. Die Tiere aus dem Terra zu kriegen... Sie schienen sich darin offenbar nicht ganz unwohl zu fühlen, hatten auch fleißig gefressen und waren noch recht munter (war ja meine Sorge, wie sie das WE überstehen - ich hatte Freitagabend nochmal fleißig gewässert...)
Jedenfalls klebten sie an den Scheiben und waren bei aller Liebe und Vorsicht nicht davon zu lösen. Bis wir das dann endlich mal geschafft hatten, hatte ich eine hyperventilierende Klasse im Kreis stehen, viele riefen: "Ih, da ist Kacke" und "baaah, das stinkt" - super...
Dann hatte jede Tischgruppe schließlich 2 Schnecken auf dem Tisch - ich in meiner Naivität hatte gedacht, legste ein paar Blätter Papier drunter, damit sie nicht die ganzen Tische vollschmieren - und was machen die Schnecken? Sie fressen sich durchs Papier :shock::eusa_doh:
Und am Ende sollten sie ja wieder zurück ins Terra... aber entweder klebten sie am Papier und ließen sich davon nicht lösen, oder aber sie klebten dann mittlerweile doch auf dem Tisch und ließen sich von selbigem nicht mehr lösen... Die letzte Schnecke haben wir dann zwangsweise mitsamt Papier ins Terra getan und ständig nachgeschaut, ob sie inzwischen runtergekrochen ist... was sie nach einer gefühlten Ewigkeit dann auch endlich getan hat und das Papier wieder rauskonnte...
Mir graust es vor den nächsten Tagen, denn da sollen ja solche tollen Sachen wie "Geschwindigkeitsmessung" (wozu die Schnecken wieder auf ein Blatt Papier mit Startpunkt sollen), Hörsinn, Tastsinn, Fressen etc. überprüft werden. Dann werden also wieder Schnecken auf den Tischen kleben :roll:
Einzige Hoffnung: Wir werden auf der nächsten Konferenz diese "Pflicht-Unterrichtsreihe" evaluieren - und ich werde mich massiv dagegen aussprechen... das ist doch für die Tiere absolut bescheuert, und die Kinder finden die Schnecken inzwischen auch schon nicht mehr prickelnd.
Da geh´ ich doch besser mit ihnen ´ne Runde um die Schule, wir gucken uns die Tiere in ihrem Lebensraum an und unterhalten uns anschließend darüber...
Ich weiß gar nicht mehr, welche Tierart im nächsten Schuljahr "Pflicht-Unterrichtsreihe" ist - und je nachdem, was das ist, werde ich mal massiv auf die Barrikaden gehen, denn das halte ich auf diese Art und Weise leider wirklich für völlig daneben...

LG seven
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #32
seven, wenn du eine Schnecke von einer sehr glatten Fläche abbekommen willst, eignet sich am besten ein Silikonspachtel, den man normalerweise zum Backen verwendet, um Teig glatt zu streichen. Diesen leicht anfeuchten und dann schiebst du ihn sehr langsam unter ihren Fuss. Der weiche Spachtel kann die Schnecke nicht verletzen und ist dennoch stabil genug, um unter ihren Fuss zu kommen.

Ich hab ja Achatschnecken und kann ein Lied davon singen.... :)

Auf keinen Fall so lange ziehen, bis die Schnecke "loslassen" muss, da kann sie einen tötlichen Mantelabriss erleiden.

Übrigens: ich hätte (wenn es schon das Thema Schnecken sein muss) etwas anderes interessanter gefunden: Die Entwicklung der Schnecke vom Ei bis zur erwachsenen Schnecke. Da hätte ich eventuell mitgespielt und hätte dir 2 Eier geschickt. (die ich dann erwachsen zurück genommen hätte) Bei Achatschnecken, die ja ziemlich gross werden, ist diese Entwicklung WUNDERSCHÖN. Ich hab derzeit 2 Babys ♥♥♥ Wenn man weisse Asseln mit im Aqua hat, ist die Haltung ein Kinderspiel, bis die Schnecken erwachsen (und damit geschlechtsreif) gewesen wären, muss man nicht mal gross säubern, denn das übernehmen die Asseln. Da hätten die Kinder gleich ein funktionierendes Ökosystem gelernt, wo Tiere die Hinterlassenschaften anderer Tiere verwerten und dadurch nichts riecht oder schimmelt. Die Kinder hätten sprühen (wichtig!) und füttern können. Nur anfassen ist bei so jungen Tieren nicht so gut, sie sind sehr empfindlich durch das noch dünne Häuschen. Wenn sie gross sind, kann man sogar beobachten, wie Nahrung in ihrem Mund verschwindet. Und dann die Paarung.... :mrgreen::roll: (hab ich auch noch irgendwo ein Foto davon....) Wirklich spannend.
Da ich nun aber mit der Stückzahl am Limit bin, würde es bei mir nicht mehr gehen. Aber ich glaube schon, dass gerade DIESER Entwicklungsweg schön für die Kinder gewesen wäre.

Das ist übrigens die Paarung von zweien meiner Schnecken: Das Geschlechtsteil der Schnecken ist übrigens nicht in der Nähe oder gar aus dem Atemlochs, sondern sitzt seitlich am Kopf, nehmen den Fühlern. Wenn sie sich nicht paaren, sieht man nur eine kleine Erhebung. Die Paarung dauert übrigens viele Stunden.


 
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  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #33
Hallo,
es ist schon traurig, wie fremd heute manche Menschen im Umgang und einer direkten Begegnung mit der Natur und manchen Tieren sind.
Wenn einige Kinder schon den Anblick, oder die Berührung von Schnecken unangenehm, oder abstoßend empfinden,
ist es wohl besonders dringend hier für ein besseres Verständnis zu sorgen.

Ich kann darum solche Aktionen, wie eine vorübergehende Schneckenhaltung in den Schule nur begrüßen,
nur ist es sehr schade, wenn dafür manchen Lehrkräften das Verständnis und die Begeisterung völlig fehlen.
Wie kann und soll es dabei gelingen, den Schülern auch für diesen Bereich ein positives Verständnis, oder sogar ein anhaltendes Interesse zu vermitteln :?:

Vor einigen Tagen gab es bei uns eine Veranstaltung für Kinder im Vorschulalter vom Naturschutzbund,
da konnten die Kinder unter Anleitung mit Netzen in den Tümpeln und Gräben die unterschiedlichsten Tiere fangen.
Alle Tiere wurden gesammelt und kamen in verschiedene Glasbecken, um dort beobachtet und bestimmt zu-werden,
am Ende der Veranstaltung konnten die Kinder ihre Tiere dann wieder in die Freiheit entlassen.

Dieses war für mich eine gelungene Aktion, ich glaube die Kinder werden noch lange mit Begeisterung
an diesen Tag zurück denken können, für die meisten ist so auch das Interesse
und ein Verständnis für diese Lebewesen entstanden.

Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #34
@max: Danke für das Angebot - Achatschnecken finde ich auch toll! Und die Idee mit dem Spachtel ist gut, da muss ich zu Hause gleich mal suchen gehen... (Und nein, keine Sorge, wir haben nicht an den Schnecken gezogen, bis sie abgingen! Über die Anatomie der Schnecke bin ich übrigens inzwischen bestens im Bilde ;)
@Fritz, solche Aktionen wie die vom Naturschutzbund gibt´s bei uns ja wie gesagt auch, und da gehen unsere Klassen ja auch schon regelmäßig hin.

Ansonsten haben wir heute aus Zeitgründen auf Experimente verzichten müssen, aber wir konnten die Schnecken beim Fressen beobachten und die Kinder waren auch beim Futterwechseln ganz engagiert dabei...
Morgen ist Sportfest und dann ist langes Wochenende - aber meine Kollegin, die direkt bei der Schule wohnt, wird sich dann um die Schnecken kümmern, sie hat ja selber auch welche in ihrer Klasse...

LG seven
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #35
Ich finde das ganze irgendwie erschreckend.

Man plädiert doch immer darauf, dass Tiere nicht aus ihrer Natur entnommen werden sollen, sofern kein Handlungsbedarf besteht, um sie als "Haustiere" zu halten.
Aber hier wird genau das gemacht.
Den Kindern wird quasi gezeigt, es ist okay, die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum zu entreißen, um sie dann Zuhause/in der Schule zu halten :eusa_think:
Weiß nicht, ich persönlich finde das ganze eher befremdlich.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #36
Son-Gohan: GENAU DAS sind auch meine Gedanken (siehe meinen ersten Post in diesem Thread). Ich mag Schnecken wirklich, ich mag ohnehin die meisten Tiere bis auf Mücken und Ohrenkneifer ;) - aber ich finde das genau aus dem von Dir angeführten Grund auch nicht wirklich prickelnd - deswegen schrieb ich auch schon: Ich würde lieber mit den Kindern rausgehen und die Tiere draußen beobachten. (Was natürlich bei Schnecken etwas schwierig ist, die muss man erstmal finden, und dann sitzen sie da irgendwo unter ´nem Blatt ;) - aber ich bin da wirklich auch total zwiegespalten - einerseits Natur nahebringen, ja, gut und schön - andererseits eben das, was Du sagst..... Aber: Ich hab´ meinen Kindern das auch genau erklärt, sie gehen sehr vorsichtig mit den Tieren um, und sie wissen auch, dass die eigentlich in einem Terra nichts verloren haben und ganz gewiss nicht als Heimtiere geeignet sind...

LG seven

edit: Aber nicht, dass nun jemand denkt, dass sowas nur an unserer Schule gemacht wird - das hat sich inzwischen an ganz vielen Grundschulen eingebürgert, steht teilweise sogar im Schulprogramm und man kann im Internet haufenweise Unterrichtsreihen zu dem Thema finden...
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #37
Ich finde das ganze irgendwie erschreckend.

Man plädiert doch immer darauf, dass Tiere nicht aus ihrer Natur entnommen werden sollen, sofern kein Handlungsbedarf besteht, um sie als "Haustiere" zu halten.
Aber hier wird genau das gemacht.
Den Kindern wird quasi gezeigt, es ist okay, die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum zu entreißen, um sie dann Zuhause/in der Schule zu halten :eusa_think:
Weiß nicht, ich persönlich finde das ganze eher befremdlich.



Hallo Son-Gohan, Dein Einwand verleitet mich hier zu einer Grundsatzdiskussion. :eusa_think:

Die Frage ist doch beim Tierschutz,
möchte man vor allem, das Leben jedes einzelnen Lebewesen schützen,
oder ihm sogar noch zu einem besonders behüteten und langem Leben verhelfen :?:

Ich bin nicht dieser Ansicht, nun jedes Individuum persönlich zu behüten ,
entscheidend ist vielmehr, der Schutz und das Überleben der Arten und seiner Vielfalt, so wie ein Schutz der Biotope.
Ohne genügend vielfältigen Lebensraum für unsere Tiere, Pflanzen und Pilze ist ein vernünftiger Tierschutz nicht möglich.

Allerdings kann man ein allgemeines Bewusstsein für die Zusammenhänge in der Natur, oder ein Verständnis bei den Menschen
nicht erreichen, ohne diese auch mit Pflanzen und Tieren in positiver Weise, in Berührung zu bringen,
hier sollte man selbstverständlich in den Schulen bei unseren Kindern beginnen.

Wenn Kinder bei Exkursionen in der Natur, oder bei Versuchen der Kinder mit Tieren oder Pflanzen,
einige dieser Exemplare nicht überleben sollten, kann dieses nicht der Grund sein, solches zu verbieten
und allen Kinder den Zugang oder den direkten Kontakt zu untersagen.

Ich bin der Meinung, wenn manche Menschen das Leben einer Schnecke höher und als wichtiger einstufen,
als Kinder und allen Menschen mit solchen Geschöpfen vertraut zu machen,
haben solche " Tierschützer " die Realitäten nicht verstanden. :eusa_think:

Man sollte einmal daran denken,
heute sterben jeden Tag unzählige Tier und Pflanzenarten auf Nimmerwiedersehen,
ohne dass deren Existenz überhaupt einem Menschen bekannt geworden ist,
weil Urwälder gerodet werden, oder Umweltgifte Krankheiten und Massensterben auslösen. :eusa_think:


Fritz.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #38
Das finde ich jetzt aber auch wieder ganz extrem: Wenn ein Tier das "Experiment" nicht überlebt, ist das nicht so schlimm, weil es ja um die ganze Art geht? Ich finde nicht, dass ein Tier dafür sterben muss, damit Kinder die Natur erfahren. WENN ich Tiere in der Schule halte, habe ich auch gefälligst dafür zu sorgen, dass den Tieren nichts passiert! Und da achte ich auch absolut drauf, dass da nix gemacht wird, wo die Tiere gefährdet sein könnten - und wie gesagt, meine Kinder sind z. B. da auch wirklich sehr vorsichtig, das hab´ ich denen nun wahrlich eingetrichtert, dass sie da mit Lebewesen umgehen und wie man die zu behandeln hat...
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #39
erklärt, sie gehen sehr vorsichtig mit den Tieren um, und sie wissen auch, dass die eigentlich in einem Terra nichts verloren haben und ganz gewiss nicht als Heimtiere geeignet sind...

Das finde ich wiederum gut und richtig. Hatte ja gelesen, dass dir das eben auch Bauchschmerzen bereitet hatte.
Umso besser, dass du den Kindern auch sagst, wie es wirklich sein sollte etc :)
Das finde ich super.
 
  • Vorübergehende Schneckenhaltung in der Schule Beitrag #40
Um ehrlich zu sein, kann ich deine Bedenken gut verstehen, seven.

Warum kann man für solchen Unterricht nicht mal eine Exkursion anbieten? Als ich noch zur Grundschule ging, gab's da sehr lustige und interessante Klassenreisen. Bei uns stand da z.B. der Lebensraum Nordsee im Fokus - keine Ahnung, ob das regional bedingt ist oder ob man darüber auch in Bayern spricht. Aber sicherlich gibt es auch bei dir in der Nähe interessante Ökosysteme, die man mit den Kindern erkunden kann. Arbeitsblätter verteilen, Gruppen bilden und Schnitzeljagd-artig Aufgaben lösen lassen. Mit Spaß lernt es sich doch am besten.
Oder mal mit den Kindern eine Klassenfahrt auf nen Erlebnisbauernhof. Tiere hautnah und dabei noch lernen. Habe früher auch mal Klassen auf einem Reiterhof betreut. Morgens oder Nachmittags gab's Bildungsprogramm mit den Lehrern. Das wurde vom Hof vorher mit den Lehrkräften besprochen, geplant und gebucht mit Fahrservice und co. und davor oder danach Reitprogramm. Kinder, die Pferde eklig fanden oder Angst hatten, verabschiedeten sich nach fünf Tagen weinend von ihren tierischen Freunden und konnten auch aufgrund der Struktur des Programms tolle Teamarbeit entwickeln. Kinder trösten andere, machen ihnen Mut oder loben sie. Und die Lehrer lernen ihre Kinder von einer ganz anderen Seite kennen.

Gibt so viele tolle Möglichkeiten. Warum muss man heimische Tiere einsperren, wenn sie überall draußen zu finden sind...?
 
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