Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es?

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  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #1
WuselWiesel

WuselWiesel

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Hallo zusammen,

ich habe schon lange den Wunsch, einen Hund zu halten. Ich habe es mir oft nicht zugetraut und immer wieder Ausreden gefunden. Ein paar kleine Details im Voraus: Ich leide seit Jahren an ADHS, Borderline, PTBS und Depressionen. Genau deshalb habe ich gedacht, es sei nicht gut, mir einen Hund zu holen. Weil ich Angst davor habe, ihn in Akutzuständen nicht richtig versorgen zu können. Nur wurde mir jetzt schon häufiger von Seiten der Therapeuten ans Herz gelegt, mir genau deshalb einen Hund zu holen. Als Begleiter, als Strukturgeber, als Freund. Da ich aber studiere und Hunde an der Uni nicht erlaubt sind, müsste ich ihn in Ausnahmefällen (wenn mein Freund mal keine Zeit hat o.ä.) 2x pro Woche knapp 6 Stunden allein lassen. Das wäre wirklich blöd und das möchte ich einem Hund nicht antun müssen.

Deshalb hier meine eigentliche Frage: Gibt es Regelungen, die es erlauben, einen Hund mit sich zu führen? Ich habe keinen Behindertenausweis oder Ähnliches. Was genau bräuchte man, um einen Hund auch an der Uni / an der Arbeit ohne Diskussionen mit sich führen zu können?

Ich weiß, diese Frage ist ziemlich speziell und es können wahrscheinlich auch nicht viele beantworten. Aber vielleicht kennt ja jemand jemanden, der weiß, wo man sich erkundigen könnte... Im Internet habe ich bisher noch nichts Brauchbares dazu gefunden.

Liebe Grüße
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #2
Huhu,

Warum hast du Probleme damit, deinen Hund zwei mal die Woche 6 Stunden alleine zu lassen? ;) Das wäre absolut nicht schlimm. Und wenn der Hund daran trainiert ist, stört es ihn auch nicht. Ganz im Gegenteil, wenn der Hund sonst die Woche über viel Unterwegs ist und viel in Aktion, ist so eine Auszeit sogar sehr gut und Wichtig für einen Hund.

Hunde ruhen/Schlafen am Tag bis zu 20 Stunden. Das sollte unbedingt beachtet werden.

Wenn dein Therapeut dir diesen Vorschlag macht, muss er dir auch diesen Bescheinigen können.
Allerdings wird dir das keine Türen öffnen, das der Hund mit an die Uni kann. Dies Thema ist leider noch nicht so ausgereift, als das es in solchen Instituten anerkannt wird.
Da kann ich mir Vorstellen, das man sich dann an die Krankenkasse wenden muss, sämtliche Ärztliche Untersuchungen von deren Ärzten über sich ergehen lassen muss etc.

Ich habe bisher noch niemanden getroffen in meiner Arbeit, der seinen Hund durchweg, überall mit Hinführen muss.
Ausnahmen sind da Blindenhunde.

Was du natürlich machen kannst, an deine Uni-Leitung treten, mit dem Attest des Therapeuten und mit ihm darüber reden ob es eine Lösung gibt.

EDIT: Was genau Arbeitest du? Bzw. hast du bereits einen Arbeitsplatz und mit deinem Chef schon mal geredet?
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #3
Das klingt alles logisch, danke dir. :) Wahrscheinlich müsste ich das im Einzelfall mal mit den Dozenten selbst besprechen. Habe vorhin gesehen, dass es eine psychologische Beratung direkt von der Uni aus gibt, vielleicht lässt sich da etwas erreichen.
Momentan arbeite ich nur sporadisch an einer Grundschule als Vertretungslehrerin. Da kann der Hund natürlich nicht mit, aber für 2-3 Stunden ist es in Ordnung.
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #4
Hund als ausgebildeter Hund, ist wieder etwas anderes an einer Grundschule. Da müsste man z.b. auch mal mit der Schulleitung und Kollegen besprechen, was sie von einem Schulhund halten.
Dann mit Eltern und Kindern das Thema angehen.

Aber auch hier, du kannst ihn nicht jeden Tag mitnehmen. Weil der Hund seine ruhe und pausen braucht.
Ich arbeite mit meinem im Assistenzbedarf und kann dir aus meiner Erfahrung sagen, das der Froh ist, wenn er seine Pausen dazwischen hat. ;)

Daher solltest du dich nicht darauf Versteifen, das ein Hund, rund um die Uhr, bei dir ist.

Das ein Hund dir gut tuen wird, kann ich dir nur Bestätigen. ;)
Du hast eine Aufgabe, die dich täglich beschäftigt, dein Hund wird dich aus solchen Phasen raus holen, wenn er dich gut kennt, etc.
Informier dich da ruhig noch, welche Rasse zu dir, evtl. auch in deine Arbeit passen würde und dann sollte dem nichts im Weg stehen. :)
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #5
Das klingt alles gut. Ich hatte Angst, dass ich vielleicht nicht genug Zeit habe für den Hund. Aber logisch, Ruhepausen müssen drin sein. Ich bin mir nur nicht sicher, wie lange ein Hund alleine bleiben kann (wenn man keinen Garten hat und er am Ende zu lange "innehalten" müsste). Bin da vielleicht etwas negative geprägt von meinen Großeltern, ihr Hund hatte riesen Probleme mit dem Alleinsein... Gut, es wurde auch nie mit ihm geübt und er war komplett unerzogen, dennoch eine Seele von Hund... Hach.
Es ist schwer. Der Wunsch nach einem Hund ist riesig, aber ich bin mir auch nicht sicher, wie es beruflich weiter geht (bin ja noch an der Uni). Ich bin ganz gerne etwas blauäugig und sage mir, der Job miss eben zum Hund passen. Aber dann denke ich wieder, ich lüge mir was vor. Schwanke immer noch zwischen "Ja, auf jeden Fall" und "besser noch nicht." Herz und Kopf sind permanent am zoffen deshalb. ^_^'' Aber ich denke, die Probleme hat fast jeder, bevor ein Tier ins Haus kommt. Ich hab mir sogar schon einen Notfallplan überlegt, wie mit dem Hund versorgt wird, wenn ich mal krank bin. Nen guten Tierarzt kenn ich auch schon und und und... Hach. Ich bräuchte wahrscheinlich einfach nur etwas Mut. :)
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #6
Ich kann nur was zum Thema Schulhund sagen:
Wir haben an unserer Grundschule eine Sonderpädagogin, die einen ausgebildeten Schulhund hat und den auch täglich mitbringt. (Dazu hat sie jetzt aber noch zwei Welpen, das genaue Alter weiß ich jetzt gar nicht, der jüngere ist geboren im November 2016, der ältere ist ungefähr ein halbes Jahr (geschätzt, kann auch weniger sein) älter. Die beiden bringt sie trotzdem auch an 2-3 Tagen mit in die Schule, obwohl sie natürlich weit entfernt davon sind, schon ausgebildete Schulhunde zu sein. Die Schulleitung akzeptiert das - inwieweit das für die Hunde gut oder sinnvoll ist, bleibt dahingestellt.
Die Hunde haben zwischendurch immer Ruhepausen in einem ruhigen Raum - aber da wuseln halt ständig Hunde in der Schule herum, wir haben auch eine Kollegin mit Hundeallergie, die fängt regelmäßig an zu röcheln und zu keuchen, wenn die Hunde etwas länger im Lehrerzimmer sind.
Ich finde Hunde als Schulhunde oder als Therapiehunde sicher sehr sinnvoll und nicht verkehrt - da muss man halt einfach gucken, ob die äußeren Umstände das auch hergeben und erlauben.

LG seven
 
  • Begleithund wegen psychischer Krankheiten? Welche Möglichkeiten gibt es? Beitrag #7
Gibt es Regelungen, die es erlauben, einen Hund mit sich zu führen?

Soweit ich weiß muss man geistig und körperlich in der Lage seinen einen Hund zu führen.

Was genau bräuchte man, um einen Hund auch an der Uni / an der Arbeit ohne Diskussionen mit sich führen zu können?

Kommt drauf an. Wenn du irgendwo im Labor, Krankenhaus oder in der Lebensmittelproduktion arbeiten willst dann hilft dir auch ein Behindertenbegleithund nichts. Der ist da einfach verboten.
Ansonsten braucht man eher das Ok vom Chef. Einen Blindenhund oder Assitenzhund kann zwar ein Arbeitgeber nicht verbieten, wenn keine Hygienegründe dagegen sprechen, dennoch würde man dich dann einfach nicht einstellen, wenn der Arbeitgeber keinen Hund im Büro will.
 
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