"einer erzieht"

Diskutiere "einer erzieht" im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Guten Abend, da in 1,5 Wochen unser Nachwuchs zu uns kommt wälzen wir schon fleißig Ratgeber. Nun stoßen wir immer wieder auf den Ratschlag...
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kooikerbella

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Guten Abend,

da in 1,5 Wochen unser Nachwuchs zu uns kommt wälzen wir schon fleißig Ratgeber.

Nun stoßen wir immer wieder auf den Ratschlag "einer erzieht". Ich zitiere mal kurz:
Regeln muss der Hund von Anfang an bei jedem einhalten. [...] Übungen sollte nur ein Familienmitglied - ein Erwachsener oder älterer Jugendlicher - mit dem Vierbeiner machen. Denn jeder hat eine andere Stimme, betont anders, bewegt sich anders. Das wäre am Anfang verwirrend für das Hundekind, und es fiele ihm schwer, das Wesentliche herauszufiltern. Was der Welpe aber bereits kann, können auch andere Familienmitglieder in gleicher Weise mit ihm üben.
Quelle: Welpenerziehung, Katharina Schlegl-Kofler, GU-Verlag, S. 6

So und nun stehen wir vor dem Problem, dass da mein Freund wohl nicht so richtig mitziehen will :roll: Es war geplant, dass ich erziehe, weil ich bis Mitte Oktober (also fast ganze drei Monate) zu Hause bin bzw. keine festen Arbeitszeiten habe wegen Semesterferien (studiere noch und es stehen nur an ein paar wenigen Tagen Klausuren an). Nun hat er sich überraschenderweise doch dazu entschlossen, die erste Woche freizunehmen. Erst hieß es, das klappt nicht, weil die letzte Juli-/erste Augustwoche schon drauf geht, weil wir da heiraten.

Und er meint nun, dass er dann in der Woche schonmal anfängt den Hund zu erziehen. Also das wichtigste: Namen, Kommen auf Ruf, Warten auf das Fressen.

Super, und dann soll ich zwei Wochen lang die Rolle übernehmen, bis er wieder Urlaub hat? Ich befürchte, das funktioniert so nicht. Er ist abends immer so ab ca. 17 Uhr zu Hause. Ich verstehe natürlich, dass ihn das tierisch nerven wird, wenn er bspw. eine ganze Woche frei hat und er nichts mit der Kleinen machen darf (also jetzt mal übertrieben, aber so kommt es sicher einem vor). Der Hund soll natürlich auf uns beide hören.

Wie können wir das nun vereinen? Ist diese strikte Trennung notwendig? Kann man vielleicht doch gleichzeitig mit ihr zusammen die Sachen üben? Bspw. abwechselnd kommen lassen, er im einen Eck des Zimmers, ich im anderen. Beide in der Woche immre zusammen zum pinkeln rausgehen und einmal gibt der eine das Lösezeichen, beim nächsten Mal der andere? Wenn man mit alle zwei bis drei Stunden lösen rechnet, kommt da ja einiges an Übung zusammen über die ersten Tage schon.

Vielen Dank für euren Input! :)
 
  • "einer erzieht" Beitrag #2
Also vorab - mein letzter Hund ist 2000 gestorben, seitdem hatte ich keine Hunde mehr. Und ich hatte nie eigene Hunde, das war immer "Dog Sharing", allerdings war der jeweilige "Sharing"-Hund aufs Jahr gerechnet ein halbes Jahr bei uns, deswegen sind's halt doch auch "meine" Hunde gewesen.

"Unsere" letzte Hündin kam als Welpe zu "uns", und letztlich haben mein Papa und ich sie "erzogen". Das ging problemlos, auch als Welpe hat sie auf meinen Papa wie auf mich gleich gehört. Weit besser als in ihrem eigentlich zu Hause - aus meiner Sicht ist das einfach eine Frage von Einfühlungsvermögen und Gespür. Sowas wie "Erlösungszeichen" gab es damals allerdings noch nicht...
 
  • "einer erzieht" Beitrag #3
Mein Partner und ich führen seit fast 7 Jahren eine Fernbeziehung. Wenn er da ist hört mein Hund auch auf ihn. Bzw alle meine Hunde haben auf ihn gehört.

Allerdings, bitte lasst das kleine Baby erstmal bei euch ankommen und stellt das "Erziehen" ganz ans ende.
Haltet regeln ein, baut vertrauen auf und schaut in eine Welpenschule. Was ihr hier für die erste Zeit vor habt;" Name, kommen auf Ruf, Fressen warten..." Das sind schon fast Marathon sachen. Natürlich kann das auf das Fressen warten mit eingebracht werden, aber alles weitere stellt es erstmal hinten an. Ihr werdet genug anderes zutun haben.

Gebt dem kleinen erstmal Zeit, bei euch anzukommen, fangt mit dem Sauber werden an, lernt die Leine richtig kennen, an der Leine laufen und ihren Namen. Dann die Umgebung, Euch, die ganzen Reize, lasst ihn die aufregende Zeit eurer Hochzeit verarbeiten... Das langt für die erste Zeit. Wenn ihr zu viel auf einmal macht, werdet ihr einen überforderten Hund haben. Und ganz Wichtig, bringt dem Hund ruhe und erholung bei. Dies bleibt nämlich bei sehr vielen Hunden aus.

Stück für Stück in kleinen Schritten.
 
  • "einer erzieht" Beitrag #4
Allerdings, bitte lasst das kleine Baby erstmal bei euch ankommen und stellt das "Erziehen" ganz ans ende.

Wenn ihr zu viel auf einmal macht, werdet ihr einen überforderten Hund haben. Und ganz Wichtig, bringt dem Hund ruhe und erholung bei. Dies bleibt nämlich bei sehr vielen Hunden aus.

Stück für Stück in kleinen Schritten.

Dann haben wir damals instinktiv alles richtig gemacht :)
 
  • "einer erzieht" Beitrag #5
Guten Abend,

Danke für eure schnellen Antworten! :)

Hmm ja, wir wälzen Bücher, holen uns Tipps aus dem Internet und überall findet man andere Ansätze. Die einen sagen Name erkennen, sich lösen sowie Sitz und Platz (letzten beiden nur zu Hause) sollten in der ersten Woche angefangen werden (im Buch von Martin Rütter), andere sagen Namen, Kommen auf Ruf, Sitz und Schau sollten auf dem Plan stehen.

Dass der Name erkannt werden soll ist klar - unser Welpe weiß ihn wenn dann auch erst seit vorgestern, aber vielleicht arbeitet die Züchterin ja schon ein bisschen vor und sie erkennt ihren Namen schon ein bisschen, wenn wir dort sind? Kommen auf Ruf ist mir noch recht wichtig, da (wie in einem anderen Thread schon angesprochen) genau eine Woche nach Ankunft ja unser Polterabend ansteht und wenn das schon ein bisschen funktionieren könnte wäre das super :eusa_doh:

Audrey, "Erlösen" finde ich lustig :lol: Das hört sich so nach "und erlöse mich von dem Bösen..." oder dem Gnadenschuss an. Damit ist gemeint, dass sie lernt auf Kommando Pipi zu machen. Gerade für längere Autofahrten oder wenn sie mal mit ins Büro bei meinem Freund geht sollte es ja nicht ewig dauern, bis sie anfängt zu pieseln ;-)

Ahja, mit Warten auf Fressen war gemeint, dass sie es erst dann bekommt, wenn sie aufhört zu winseln. Also wenn es in der Küche vorbereitet wird und sie ganz aufgeregt umherspringt solange was anderes machen, bis sie ruhig ist. Dann wird der Napf auf den Boden gestellt und sie darf natürlich gleich loslegen ^^
 
  • "einer erzieht" Beitrag #6
Hallo,
natürlich sollte die Erziehung bei Hunden gleich vom 1. Tag an, bis zu seinem letzten Tag anhalten,
auch wenn man natürlich bestimmte Erziehungsziele umsetzen möchte, ergeben sich bei einem Welpen bestimmt ständig Verhaltensweisen,
die man nicht mag, oder andere, die verstärkt werden sollen, es ist wohl darum nicht vorrangig, sofort in den ersten Wochen
bestimmte Erziehungsziele zu trainieren.

Wenn verschiedene Personen im gleichen Haus zu einem Hund gehören, ist es wohl normal, daß auch alle an seiner Erziehung beteiligt sind,
auch wenn vielleicht eine Person für den Hund im Vordergrund steht, ist es unvermeidlich, daß alle hier mitwirken müßen.
Es gibt aber auch bei Hunden sehr unterschiedliche Charaktere, so spricht man auch den von - ein-Mann-Hunden-,
von denen eine besondere Bindung an nur eine bestimmte Person bevorzugt wird.
Es ergeben sich aber bei jedem Hund immer besondere Beziehungen
zu jedem Individuum in seinem Umfeld und auch eine eigene Rangordnung.

Um eine konsequente Hundeerziehung zu erreichen, ist es für alle, die zu diesem Hunderudel gehörenden, auch immer entscheidend,
die gleichen Prinzipien zu vertreten und durchzusetzen. Es geht z.B. nicht, wenn einer dem Hund erlaubt im Bett zu schlafen,
wenn ein Anderer dieses verbieten möchte. Es ist unbedingt notwendig, daß der Hund immer,
bei jeder Person die selben Regeln vorfindet und die gleichen Kommandos geben werden.


Fritz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • "einer erzieht" Beitrag #7
Wenn der Welpe kommt ist alles total neu für ihn: Die Umgebung, die Menschen, die Fütterungszeiten, die Natur und die Wohnung, die Geräusche und Gerüche, evtl. das Futter. Und trotzdem beschäftigt ihn auch das Fehlen der Mutter und Geschwister.... Das zu verarbeiten ist nicht wenig! Die "wirkliche" Erziehung ergibt sich im Zusammenleben, was Hund darf oder nicht, wie man ihn an Alltagsgeräusche gewöhnt (z.B. Staubsauger etc.). Und das bringt man ihm in kleinen Schritten bei. Sitz, Platz, Fuß usw. haben mit Erziehung nichts zu tun. Wichtig ist, das er Kontakt zu Gleichaltrigen hat und zu souveränen Althunden. Das erleichtert dir vieles, z. B lernt er so viel schneller die Beisshemmmung. Geh mit ihm ins Grüne wo keinerlei Gefahren lauern, leine ihn ab und zeige ihm die Natur, lass ihn ohne Leine dort springen, damit er die Natur erkunden kann. So lernt er seinen Körper kennen, seine Bewegungen werden ausgeglichener und du kannst den Folgetrieb ausnutzen. Er wird auch immer mehr Selbstvertrauen dadurch bekommen Keine Angst, er läuft dir nicht davon. Mit der eigentlichen Erziehung fange ich erst bei 6-7 Monaten an
 
  • "einer erzieht" Beitrag #8
Wenn etwas schnell gehen soll, mach es langsam.. Erstmal zur Ruhe kommen, alle drei.. Dann spazieren ohne Leine, ein Welpe wird dir immer folgen.. So wie miwok schreibt... Nur warum soll er aufs Essen warten.. Wenn ihr das falsch macht, kann der Futter Aggression entwickeln.. Schaffe Sicherheit indem du und dein Partner gemeinsame Rahmenbedingungen gültig machst.. Egal welche Störung, Stimmung und Jahreszeit auf gewisse Strukturen muss sich dein Hund verlassen können.. Diese immer gültigen Rahmenbedingungen geben dem Hund Halt, auch wenn er mal unsicher ist.. Stell Dir vor, wie es ist in einem fremden Land in einem Hotel anzukommen.. Zuerst kommt man in das Zimmer.. Frau geht ins Badezimmer und mann probiert eventuell den Fernseher aus.. Dann guckt man, wo es essen gibt.. Und erst wenn ich weiß, auch wenn es einen Konflikt gibt, treffe ich meinen Partner auf jeden Fall im Zimmer wieder.. Dann fühle ich mich sicher... Ein Welpe braucht zuerst elementare Orientierung im zu Hause.. Um später glücklich die weitere Umgebung zu erkunden..
Ich wünsche euch total viel Spaß..
 
  • "einer erzieht" Beitrag #9
Ich wollte mal Rückmeldung geben. Sie ist ja jetzt seit zwei Wochen bei uns. Unser Zusammenspiel läuft recht gut, auch wenn wir uns manchmal gegenseitig in Weg stehen (ich rufe sie, sie braucht ne Weile, bis sie lostapst und ausgerechnet dann, wenn sie sich auf dem Weg macht kommt mein Freund zur Wohnung rein - da bin ich dann natürlich abgeschrieben).

Was wir wollen und was nicht deckt sich (bspw ist Hund auf dem Sofa voll ok für uns beide, ins Bett wollen wir sie.beide aber nicht lassen), nur die Umsetzung der Regeln hapern noch. Gerade, wenn sie beißt, da sind wir beide mittlerweile ziemlich ratlos :(

Wir sind zweimal die Woche in einer welpengruppe, gehen regelmäßig auf dem Sportplatz (da wird sie später viel Zeit verbringen), sind regelmäßig in Cafés, Restaurants, etc. Am Wochenende war ein Festival mit lauter Musik und.vielen Menschen, da sind wir mal.hingegangen. Straßenbahn fahren ist kein Problem, im Gegenteil, sie pennt ein und ich muss sie raustragen, damit wir die Haltestelle nicht verpasen ^^ sie LIEBT Wasser, und Dreck und am besten beides zusammen. Geschüttelt wird sich erst vor uns, nicht die 15 Meter davor, die sie erst noch herlaufen muss :D

Und wir regen uns mächtig gern über dir Dreistigkeit mancher Menschen auf, sobald sie einen süßen, tapsigen Welpen sehen. (Wir geben zu: in der Innenstadt wird sie fast nur noch getragen, dieses ständige Anlocken, Antatschen und auf sie zurennen haben wir jetzt schon mächtig satt.) Und jedes Mal nehmen wir uns wieder vor - wer unseren Hund ungefragt antatscht, wird ebenfalls angetatscht, am besten schön übers Gesicht fahren und in die Wange kneifen.

Alles in Allem ist sie ein sehr entspannter, quietschfideler Hund, außer sie hat ihre fünf Minuten. Hab dazu noch ein Thema aufgemacht, da es uns schon sehr belastet :(
 
  • "einer erzieht" Beitrag #10
Hey,

genau das hier:

Wir sind zweimal die Woche in einer welpengruppe, gehen regelmäßig auf dem Sportplatz (da wird sie später viel Zeit verbringen), sind regelmäßig in Cafés, Restaurants, etc. Am Wochenende war ein Festival mit lauter Musik und.vielen Menschen, da sind wir mal.hingegangen. Straßenbahn fahren ist kein Problem, im Gegenteil, sie pennt ein und ich muss sie raustragen, damit wir die Haltestelle nicht verpasen ^^ sie LIEBT Wasser, und Dreck und am besten beides zusammen. Geschüttelt wird sich erst vor uns, nicht die 15 Meter davor, die sie erst noch herlaufen muss :D

dürfte der Kasus Knacktus sein.
Das ist einfach extrem viel Pensum für so einen jungen Hund und viele junge Hunde drehen dann so richtig auf und sind quasi "wie von Sinnen".

Eine gute Sozialisation heißt NICHT, dass sie sofort alles kennen lernen muss, sondern sie muss in kurzen und dosierten Einheiten lernen, dass neue Dinge generell nichts Schlimmes sind, weil ihr ja mit dabei seid.

Welpen länger als (typabhängig) 15 Minuten einer komplett neuen Situation auszusetzen ist idR schon massiv zu viel.

Entweder sie rasten halt total aus, wenn sie dann ihre "5 Minuten" haben oder aber sie resignieren irgendwann komplett und schalten einfach nur noch ab.

Das sind durchaus Anzeichen von massiver Überforderung, wenn so junge Hunde überhaupt nicht mehr ansprechbar sind und euch auch verletzen bzw. Kleidung zerstören usw.

Ergo:

RUHE.
Das muss ein junger Hund lernen und sonst erstmal gar nichts ;)

Zwischendurch mal mitnehmen ist ok, aber das ganze Leben ist für so junge Tiere superaufregend und spannend, auch die neue Wiese ist ein extrem toller neuer Reiz, das sollte man niemals vergessen.
In dem Alter darf und sollte locker-flockig um die 20 Stunden geruht/gedöst/geschlafen werden.

Kommt ihr ansatzweise auf dieses Pensum derzeit?
 
  • "einer erzieht" Beitrag #11
Also nachts schläft/döst sie ca 4 Stunden am Stück, dann mal kurz raus, dann nochmal vier Stunden. An Tagen, an denen wir beide länger schlafen können, geht's danach nochmal für ein, zwei Stunden in die Box. Dann wieder raus, Geschäft machen, Futter. (Das ist dann also so zwischen 7 und 9). Danach ist sie immer richtig aufgedreht, da bin ich ne Stunde lang eigentlich nur mit Tauschgeschäften (Teppich gegen Kong, Reißverschluss der Box gegen Ball usw) beschäftigt. Danach ist meistens Ruhe. Ca ne Stunde später geht's wieder raus. Danach machen wir Sitz, Platz, Bleib Training. Sie fährt.voll auf Frolic ab, aaaaber sie pupst und der Kot müffelt unglaublich und da ist ja auch noch Zucker drin, das versuchen wir bei bekannten Kommandos in der Wohnung wegzulassen (draußen, gerade in der Welpenschule und beim Geschäft machen, ist das aber ein viel größerer Motivator als das olle Hauptfutter :D ) und nehme stattdessen die Hälfte der zweiten Ration ihres normalen Futters. Wir üben auch schon alleinbleiben, klappt so mittelmäßig. Sobald ich in der Küche bin dreht sie am Rad :( aber da kommt sie nicht mit rein, wir haben Kabel rum liegen, die nicht verlegt werden können. Meine WC-Gänge sind auch eher unentspannt, wenn ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern darf ^^

Also jetzt ist ca 9 bis 11 Uhr. Wieder Pipirunde, manchmal machen wir dann draußen auch Sitz und Platz, wenn nicht viel los ist. Wieder drinnen beschäftige ich mich entweder mit ihr auf dem Sofa (vieeel.kuscheln, bis wir beide einschlafen) oder sie bekommt ein Spielzeug zum Selber entdecken, je nachdem, was ich machen muss. Mittags versuche ich sie auch an die Box als “tagsüberrückzugsort“ zu gewöhnen. Klappt nicht so, sie beißt und beißt und beißt... da bin ich auch viel mit Tauschen beschäftigt. Zugegeben, manchmal resigniere ich (weil eventuell was Wichtiges wegen Uni ansteht), mache die Box an der Seite zu und setze sie mit einer Kälberblase oder einem Schweineohr in die Box rein. Dann hab ich für ca 30-45 Minuten meine Ruhe. Da beißt sie dann auch nicht mehr an der Box rum.

Danach wieder Pipirunde (so zwischen 12 und 13.30 ist das dann). Wenn wir da zurückkommen ist meistens erstmal die Hölle los. Beißt sie mich, unterbinde ich das, dann geht sie sofort aufs Sofa los, unterbinde ich das, bin meist wieder ich dran, dann der Sessel, dann wieder ich, die Box und am Ende ich, ich, ich... bis sie sich ausgepowert hat und schläft.
Gegen 15-16 Uhr ist sie wieder wach, wir gehen dann wieder Pipi machen, und eventuell direkt weiter zur Welpengruppe (mit Bahn, wenn mein Freund noch arbeitet, ansonsten mit Auto) oder in eines der Cafés in der Nähe, um auch mal raus zu kommen. Manchmal auch statt Café nachmittags eine Kneipe (eher gemütlicher Biergarten) zum Mittagessen. Ich nehme da immer ihre Decke, ein Spielzeug und etwas Futter mit. Sie legt sich entweder auf die Decke neben den Tisch oder direkt unter mich, keine 5 Minuten später schläft sie dann.

Je nachdem, wie viel Uhr es ist bis mein Freund nach Hause kommt, sind wir abends auch auswärtig essen. Die Restaurants sind gemütlich, meistens draußen, manchmal drinnen. Auch da schläft sie einfach durch.

Das letzte mal Futter gibt's so gegen 20 Uhr, die letzte Pipirunde zwischen 22.30 und 23 Uhr.

Heute waren wir außer zum Geschäft machen gar nicht draußen. Es war wirklich stürmisch und sie scheint es nicht zu mögen, wenn der Wind ihre Ohren umklappt... *lach* ach, das sah zum Schießen aus :D ). Nur abends bei der vorletzten Runde ist sie wieder durchgedreht :(

Morgen wirds ähnlich wie Heute aussehen, Mittwoch ist nachmittags Welpenschule und danach gehen wir dort essen.

Alles in Allem finde ich also nicht, dass wir zu viel machen... letzte Woche musste ich sie zu einem Frisörtermin und einem anderen Termin mitnehmen, da waren wir ca 8 Stunden unterwegs. Davon hat sie ca 5 Stunden geschlafen. Das war das Meiste, was sie an einem Tag mitmachen musste. Auf 20 Stunden kommen wir sicher nicht, aber das ist unabhängig von zu Hause sein oder nicht. Ich kann sie ja nicht zum Schlafen zwingen, merke aber, dass sie teilweise mehr schläft wenn wir unterwegs sind als nur zu Hause. Ich schätze mal so 15-17 Stunden?
 
  • "einer erzieht" Beitrag #12
Das ist ein Baby.

Euer Pensum ist , auch wenn du es als normal betrachtest, wirklich viel in dem Alter.
Ich würde das wie gesagt runterschrauben.

Hunde gewöhnen sich (irgendwann und nicht ohne Probleme) an ein bestimmtes Pensum und fordern das dann auch aktiv ein.
Da kann einem auch gern mal die Wohnung auf links gedreht werden, wenn man mal 3 Tage krank ist.

Hunde müssen wie kleine Kinder Langeweile einfach erlernen.
 
  • "einer erzieht" Beitrag #13
Schön und gut, aber was verstehst du unter Langeweile? Wie sieht die bei dir aus? Was tut ein Hund, dem es langweilig ist? Und was tust du dann, wenn er aus Langeweile die Couch, den Tisch, die Box, etc annagt?
Wie gesagt, es gibt durchaus Tage, an denen ich mit ihr nur zu Hause bin.
 
  • "einer erzieht" Beitrag #14
Langeweile = nichts tun.
Ganz einfach:)

Abbruchsignal aufbauen, immer wieder davon wegholen und maximal Kaualternativen bieten.

Drinnen sollte man eh einfach Ruhe herrschen lassen.
Action ist dann nur draußen zur klaren Unterscheidung.

Wenn ich jmd erzähle, dass mein Hund Zuhause nichts tut außer schlafen kann sich das kaum jmd vorstellen, weil er draußen einfach eine Dampfwalze auf 4 Beinen ist.
Er hat aber gelernt, dass drinnen halt geschlafen wird und fertig.

Und das kriegen auch Welpen schnell raus :)
 
  • "einer erzieht" Beitrag #15
Ich wollte mal Rückmeldung geben. Sie ist ja jetzt seit zwei Wochen bei uns. Unser Zusammenspiel läuft recht gut, auch wenn wir uns manchmal gegenseitig in Weg stehen (ich rufe sie, sie braucht ne Weile, bis sie lostapst und ausgerechnet dann, wenn sie sich auf dem Weg macht kommt mein Freund zur Wohnung rein - da bin ich dann natürlich abgeschrieben). Was wir wollen und was nicht deckt sich (bspw ist Hund auf dem Sofa voll ok für uns beide, ins Bett wollen wir sie.beide aber nicht lassen), nur die Umsetzung der Regeln hapern noch. Gerade, wenn sie beißt, da sind wir beide mittlerweile ziemlich ratlos :( Wir sind zweimal die Woche in einer welpengruppe, gehen regelmäßig auf dem Sportplatz (da wird sie später viel Zeit verbringen), sind regelmäßig in Cafés, Restaurants, etc. Am Wochenende war ein Festival mit lauter Musik und.vielen Menschen, da sind wir mal.hingegangen. Straßenbahn fahren ist kein Problem, im Gegenteil, sie pennt ein und ich muss sie raustragen, damit wir die Haltestelle nicht verpasen ^^ sie LIEBT Wasser, und Dreck und am besten beides zusammen. Geschüttelt wird sich erst vor uns, nicht die 15 Meter davor, die sie erst noch herlaufen muss :D ..... Alles in Allem ist sie ein sehr entspannter, quietschfideler Hund, außer sie hat ihre fünf Minuten. Hab dazu noch ein Thema aufgemacht, da es uns schon sehr belastet :(
Kannst du mir sagen, warum du den Welpen in eine Box sperrst? Du machst viel zu viel mit ihm. Der Welpe=Hundebaby ist erst 14 Tage bei euch und hat das Programm eines erwachsenen Hundes. Und wenn du dir deinen eigenen Text nochmal durchliest, merkst du, dass dein letzter Satz "alles in allem ist sie ein sehr entspannter, quietschfideler Hund" so nicht stimmt. Du selbst sorgst dafür, dass sie sehr aufgedreht ist. Das Einschlafen unterwegs hat nichts mit "entspannt sein" zu tun, denn eigentlich ist die Welt und alles Neue sehr interessant für Welpen
 
  • "einer erzieht" Beitrag #16
Box = Schlafplatz? Da ist sie seit der ersten Nacht drin. Außerdem SPERRE ich sie nicht ein, meine Güte! Außerdem: Stubenreinheit?

Also ich muss jetzt mal ehrlich sagen... hier wird mir seit Wochen gesagt tu dies, tu das nicht, lass sie erstmal ankommen. Ich frage mich echt, was ihr mit euren Hunden am Anfang gemacht habt. Wann fangt ihr denn an eurem Hund was beizubringen? Ich finde gerade jetzt muss sie alles kennenlernen, was normal sein muss. Dazu gehören für uns in einer Großstadt Aufzüge, Straßenbahnen, Busse, in der Box zum Tierazt, etc.

Wo trainiert ihr eure Kommandos? Das machen wir erstmal drinnen, bis sie sitzen. Dann werden die draußen geübt, um zu schauen, ob die auch schon mit Ablenkung funktionieren.

Ihr schreibt echt so, als müsse man einen Welpen die ersten Wochen isolieren, zu Hause sein und zum Geschäft machen raus, eventuell noch zur Hundeschule. Und da soll ein Hund nicht rammdösig werden, gerade wenn drinnen NUR geruht werden soll?
 
  • "einer erzieht" Beitrag #17
Schlafplatz: im Prinzip fällt ein Welpe um und schläft. Wenn du einen "Schlafplatz" meinst für deinen Hund zu brauchen, dann reicht eine Decke oder sogar ein Handtuch auf dem Boden. Stubenreinheit: Stelle dir den Wecker für nachts. Diese Boxen gibt es noch nicht lange. Trotzdem wurden vor dieser Zeit die Hunde auch stubenrein. Ich habe o. schon geschrieben, wie ich es immer mit Welpen gemacht habe: bDie sog. "Erziehung" hat gar nichts mit Sitz/Platz/Fuss usw. zu tun. Der Welpe lernt bei mir erstmal die Regeln im Haus und darf viel selbst erkunden. Ich bringe ihn an sichere Orte in die Natur und er kann wiederum dort alles erkunden und zwar ohne Leine. Da nutze ich den Folgetrieb auch aus. Der Hund lernt so, dass er mir vertrauen kann, er meistert viele Situationen selbst und damit baue ich sein Selbstwertgefühl und -vertrauen auf. Kommandos lernen bei mir die Hunde erst mit ca. 6-7 Monate, das war bisher immer ausreichend in der Zeit. Bis dahin nutze ich das Zusammensein mit dem Welpen um Bindung und Vertrauen aufzubauen.
 
  • "einer erzieht" Beitrag #18
Also wenn ich sehe, dass andere, 16 Wochen alte Hunde, immer noch nicht stubenrein sind, eben weil sie nur ne Decke haben und sich von dort auch einfach nachts in ein anderes Eck des Zimmers schleichen können, um ihr Geschäft zu machen, und das trotz Weckerstellens der Halter passiert, da ist mir das kleine Übel Box wirklich lieber.

Bei uns im Haus wohnt ein Pärchen, die haben zwei Hunde. Der erste ist erwachsen, der wurde ohne Box großgezogen. Stubenreinheit hat Monate gedauert und als er dann mal beim Tierarzt bleiben musste und zum ersten Mal in einer Box war (auch noch gleich für mehrere Stunden), da hat der nen Knacks wegbekommen. Die Kleine (jetzt 12 Wochen glaub ich), ist von Anfang an in der Box, stubenrein, interessiert sich null dafür, wenn's in der Box zum Tierarzt muss. Sie sieht die Box als ihre Höhle, einen Rückzugsort, an, in die sie geht, wenn bspw Besuch da ist und es ihr zu ungestüm wird. Der große kläfft, knurrt, beißt. Klar wird man mit der Zeit und beim Zweithund souveräner, das einzige, was sich bei denen aber groß geändert hat, war der Umgang mit der Box von Anfang an.

So Sachen wie “früher gab's das auch noch nicht“ find ich übrigens unmöglich. Früher hat man Hunde in den Zwinger gesperrt und nicht als Familienmitglied gehalten. War das besser als der neumodische Sinneswandel, dass ein Hund am Leben der Menschen teilnehmen soll?
 
  • "einer erzieht" Beitrag #19
Warum stellst du dir nicht einfach einen Wecker? Wenn sie unruhig wird in der Box, musst du doch auch aufstehen. Wieso geht man mit einer Box mit einem Hund zum TA? ein Hund hat 4 Beine, 2 mehr als ein Mensch.... Wir reden nicht von anderen Hunden, da weiß ich auch nicht, wias und wie alles so abgeht. Ob du da jetzt nur kurze Einblicke in das Leben anderer Hunde hast, oder viel mehr mit bekommst, kann ich nicht beurteilen. Ich kann auch nur davon ausgehen, was du von dir berichtest. Es ist auch unterschiedlich, wie schnell ein Hund lernt. Auch körperlich kann nicht jeder Hund im gleichen Alter seine Blase/After unter Kontrolle bringen Früher wußte man noch, wie man mit Hunden umgeht und nein, nicht alle Hunde waren im Zwinger. Diese Boxen gibt es ca. erst 15-20 Jahre und die Hunde wurden auch stubenrein. Frage dich warum, du eine Box wirklich "brauchst".den ich denke fast, du brauchst sie - nicht dein Welpe. Sorry. hier melde ich mich jetzt nicht mehr, weil die Baustellen in beiden Themen "bearbeitet" werden, im anderen Thread hatte ich eben etwas geschrieben Ich rate dir grundsätzlich, dich noch einmal ganz intensiv mit dem Thema "Welpen" auseinander zu setzen. Infos findest du in Büchern, im Netz und auch in Foren. Ich rate niemanden mehr, der einen Rat nicht annehmen möchte
 
  • "einer erzieht" Beitrag #20
Also wenn ich sehe, dass andere, 16 Wochen alte Hunde, immer noch nicht stubenrein sind, eben weil sie nur ne Decke haben und sich von dort auch einfach nachts in ein anderes Eck des Zimmers schleichen können, um ihr Geschäft zu machen, und das trotz Weckerstellens der Halter passiert, da ist mir das kleine Übel Box wirklich lieber.
16 Wochen und Stubenrein? Da frage ich mich echt manchmal...Naja... ein Welpe, je nach art und grösse kann erst ab 6 Monaten seine Muskeln unterkontrolle halten. Warum zwingt man ihn dann dazu, das er Stubenrein sein muss?

Also ich muss jetzt mal ehrlich sagen... hier wird mir seit Wochen gesagt tu dies, tu das nicht, lass sie erstmal ankommen. Ich frage mich echt, was ihr mit euren Hunden am Anfang gemacht habt. Wann fangt ihr denn an eurem Hund was beizubringen? Ich finde gerade jetzt muss sie alles kennenlernen, was normal sein muss. Dazu gehören für uns in einer Großstadt Aufzüge, Straßenbahnen, Busse, in der Box zum Tierazt, etc.
Wir haben Grundkommandos gelernt, ansonsten haben wir uns kennengelern und...achtung, nichts getan. Gekuschelt, gespielt, gerauft. Nichts. Und ruhe lernen. Das ist und bleibt das A und O, besonders wenn man so einen aufgedrehten Hund hat. Mein Husky-Mix dankt es mir heute, das er das von anfang angelernt hat. Sehe ich manche Aussies, die vom ersten Tag an, volles Programm hatten und heute noch hyperaktiver und agressiv sind, als im Welpenalter und diese Halter das Bereuen, das sie das nicht von anfang an beigebracht haben kann ich nur noch Schmunzeln.

Wo trainiert ihr eure Kommandos? Das machen wir erstmal drinnen, bis sie sitzen. Dann werden die draußen geübt, um zu schauen, ob die auch schon mit Ablenkung funktionieren.
Hier, dort, überall. Jedoch nicht mit einem Hund, welcher gerade 2 Wochen bei mir ist und 10 Wochen alt ist. Was für Kommandos sind das? Und wieviele und wie oft am Tag? Nur zu bestimmten Zeiten oder in Situationen, in denen ihr sie braucht?
Also, zu festen Zeiten oder in Situationen?


Du solltest übrigens auf gar keinen Fall, dich und deinen Hund, mit anderen in Vergleichsetzen. ;)

Ihr schreibt echt so, als müsse man einen Welpen die ersten Wochen isolieren, zu Hause sein und zum Geschäft machen raus, eventuell noch zur Hundeschule. Und da soll ein Hund nicht rammdösig werden, gerade wenn drinnen NUR geruht werden soll?
Niemand schreibt, das du deinen Hund isolieren sollst. :eusa_think:
Du überforderst ihn mit zu viel Erziehung. Das ist das Problem. Und das zeigt dir dein Hund ganz klar, durch sein Verhalten. ;)
Manchmal ist zu viel, einfach nicht gut.

Ein Welpe muss das ruhen lernen. Du merkst doch, wie aufgekratzt der Hund bereits ist. Und damit Zeigt er euch, das es zu viel ist.
Hier gilt es, das richtige Pensum zu finden.
Fahr einfach mal etwas runter. setz dir für eine bestimmte Zeit z.B.nur ein Kommando, was er lernen soll und lass sie zur Ruhe kommen. Spiel mit ihr, lernt euch kennne.

Aber bitte erwarte doch nicht, das dein Hund sofort die Beisshemmungen kann, das er nicht in die Wohnung macht, das er nicht beim spielen ausflippt. Das gehört alles zu einem Welpen dazu und all das wird mit der Zeit, Geduld und konsequenz entspannter.

Ich habe seit über 16 Jahren Hunde, ich habe Welpen bei mir auf dem Hundeplatz gesehen, welche genauso drauf waren. Und warum? Weil der Halter einfach viel zu viel erwartet hat und gemacht hat.
Natürlich muss der Hund von anfang an Erzogen werden. Aber das braucht kein Marathon.

Ich muss auch sagen, ich finde es wirklich schade, das du so auf gegenwehr gehst. Keiner möchte dir hier etwas schlechtes.
Aber man liest bei dir die Panik, unsicherheit und die riesen grossen Erwartungen an dein kleines 10 Wochen altes Baby raus.
Du bist nach 2 Wochen schon so überfordert und musst deinen Frust irgendwo ablassen, das ist auch Ok. Aber vielleicht sollte man drüber nachdenken, wenn mehrere Leute dir genau das selbe schreiben, ob man nicht doch etwas falsch macht. ;)

Und wir sind hier alle keine Hundeneulinge.

In diesem Sinne, deinem Hund, alles gute!
 
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"einer erzieht"

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