Zweifel...

Diskutiere Zweifel... im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen, ich wälze hier seit Tagen meine Gedanken hin und her, aber komme nicht weiter. Daher muss ich mich jetzt mal ausheulen und hoffe...
  • Zweifel... Beitrag #1
H

helpwanted

Beiträge
3
Punkte Reaktionen
0
Hallo zusammen,

ich wälze hier seit Tagen meine Gedanken hin und her, aber komme nicht weiter. Daher muss ich mich jetzt mal ausheulen und hoffe, dass mir eure Kommentare bei der Entscheidungsfindung helfen.

Ich habe seit Jahren immer wieder daran gedacht, Haustiere zu halten, habe dies aber immer wieder verworfen, da ich meine Lebensumstände als nicht tiergerecht empfand (kleine Stadtwohnung, viele Reisen, lange Arbeitszeiten). Vieles davon hat sich im Laufe des Jahres geändert (große Wohnung, häufig Home Office abgewechselt mit 1 oder eher selten mehrtägigen Reisen). Im großen und ganzen war ich eigentlich mit meinem Single-Leben zufrieden, auch wenn man manchmal einsam ist.

Vor ein paar Wochen wurden die latenten Gedanken über ein Haustier zu einem verzweifelten Wunsch. Dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass kurz zuvor ein Bekannter tödlich verunglückt ist und ich seit Monaten in einem anstrengenden beruflichen Projekt stecke. Ich hatte (und habe) das Gefühl, dass ich unbedingt einen Ausgleich zum "beruflichen Wahnsinn" brauche, etwas/jemand, der mich erdet und die wirklich wichtigen Dinge im Leben - Beziehungen - aufzeigt. Also habe ich meine gedankliche "Shortlist" an möglichen Haustierarten systematisch gekürzt. Übrig blieb die leicht schizophrene Wahl zwischen Ratten und Katzen, da beide sehr intelligent, etwas eigenwillig, aber bei guter Bindung mit Wahrscheinlichkeit verschmust sind. Ein Gefährte sollte es sein. Da meine Eltern sich kategorisch weigern "Ungeziefer" zu füttern, wenn ich doch mal über Nacht weg bin, fiel die Wahl also auf Katzen.

Daraufhin habe ich recherchiert und eine Rasse gefunden, von der ich glaube, dass sie charakterlich sehr gut zu mir passt und außerdem noch wenig haart. Also die Suche gestartet und auf einige Annoncen geantwortet. Am Freitag habe ich das erste Kitten kennen gelernt, aber den Züchter schien es so gar nicht zu interessieren, wo die Katze hinkommt - er hat mir null Fragen über mich gestellt. Noch dazu hatte ich ein schlechtes Gewissen, da Wohnungskatzen ja mind. zu zweit gehalten werden sollen und ich mir als Anfänger nicht unbedingt eine Zusammenführung zutraue. Also bin ich am Montag mehrere Hundert km gefahren, um Wurfgeschwister kennen zu lernen. Der Kontakt war nett, die Kitten munter, die Abgabeumstände gut. Also habe ich mich für zwei Kitten entschieden, die auch direkt zu mir Vertrauen zu fassen schienen, und bereits munter an mir herumkletterten und anfingen mich zu putzen.

Seit Montag Abend quälen mich Zweifel. Ich schlafe unruhig, werde wach, mache mir Gedanken, habe große Magenschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Angefangen hat das mit zwei Sätzen. Einem äußerst bekümmerten "Hoffentlich hast du dir das auch gut überlegt" meiner Mutter und einem unbedarften "Ich finde, du bist kein Katzenmensch" meiner Schwester. Das Gedankenkarussel dreht sich unablässig. Bin ich wirklich kein Katzenmensch? Ja, ich hätte Probleme damit, wenn die Kitten meine ganze frisch kernsanierte Wohnung und die ganzen neu gekauften Möbel auseinander legen würden. Aber lässt sich das mit Geduld und enger Begleitung in den ersten Wochen nicht im Rahmen halten? Ja, ich möchte auch nicht nach dem Hinsetzen überall Haare haben, aber ich habe ja extra eine Rasse gefunden, die wenig haart. Kann ich wirklich eine enge Bindung zu den Tieren aufbauen oder werde ich genervt sein, wenn Katzen nun mal machen, was sie wollen? Andererseits schmelze ich bei Bildern und Videos liebevoller Tier-Mensch-Beziehungen dahin und beneide dies. Bin ich wirklich bereit meine ganze Wohnungseinrichtung noch einmal umzugestalten? Wäre wohl nicht mein Traum, aber wenn man dafür Gesellschaft und Liebe zurück bekommt? Und das schlimmste: Die Angst, dass es nur eine Kurzschlussreaktion aufgrund der akuten Lebenssituation war und ich die Anschaffung übereile und bereue. Immerhin sind Katzen Lebewesen, die ein schönes, liebevolles und artgerechtes Leben verdienen.

Letztlich kreisen die Gedanken: War es richtig, die zwei Kitten zu reservieren? Soll ich wieder absagen? Noch sind sie klein, wenige Wochen alt, und hätten gute Chancen einen tollen Zweibeiner zu finden...Sie sind erst in mehreren Wochen abgabebereit. Aber bereue ich es dann nicht? Werde ich ewig denken, was wäre gewesen, wenn...?

Verschlimmert wird das Ganze davon, dass ich bisher noch nie von Zweifeln gequält wurde. Ich bin entscheidungsfreudig und ziehe normalerweise alles auch bei Widerstand durch, wenn ich mich einmal entschieden haben. Andererseits habe ich noch nie Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernommen. Ich bin seit vielen Jahren Single und musste auf nichts und niemanden groß Rücksicht nehmen. Und hier liegt schon der nächse Knackpunkt: Die Entscheidung für oder gegen die Kitten ist für mich ein Scheidepunkt. Schaffe ich es mich einem Lebewesen gegenüber zu öffnen oder bleibe ich für immer allein? Und die an mich selbst gestellte Erwartung, einem Haustier ein gutes Leben zu ermöglichen und zu meinen Entscheidungen zu stehen.
Normalerweise ist mein Bauchgefühl ein guter Ratgeber, aber außer den Magenschmerzen ist da nichts. Normalerweise würde ich konsequenterweise sagen: wenn du Zweifel hast, dann tus nicht. Wenn ich aber konkret über einen Rücktritt nachdenke, fühlt es sich nicht gut an. Wenn ich denke, ich behalte sie, nagen die Zweifel.

Eine Liste auf Papier mit Bedenken und Chancen bringt mich nicht weiter. Ich weiß intelektuell, dass die Pros einen emtional höheren Stellenwert haben. Aber kann ich die Cons wirklich akzeptieren oder bereue ich es nach wenigen Tagen oder Wochen doch wieder. Und dann ein weiterer Satz meiner Schwester "Ein Tier wieder abgeben ist das Allerletzte". Mit meinem ohnehin sehr hohen Verantwortungsbewusstsein und der hohen Erwartungshaltung an mich selbst, steigt der Druck immer weiter und noch nie in meinem Leben habe ich solche körperlichen Reaktionen gezeigt.

Und so quäle ich mich Tag und Nacht mit meinen Gedanken und meinem Bauch und komme kein Stück weiter. Wahrscheinlich müsste ich einen Psychologen fragen, aber da gerade keiner zur Hand ist... Was meint ihr? Mache ich mich unnötig verrückt? Bin ich zu verkopft und zerdenke alles? Oder bin ich doch einfach noch nicht bereit, ein Tier mit all seinen Bedürfnissen aufnehmen zu können?

Bitte helft mir zu einer Entscheidungen zu kommen, die gut für die Kitten ist und mich aus diesem Zustand befreit :-( Vielen Dank für eure Gedanken!
 
  • Zweifel... Beitrag #2
Ich kann dir deine Zweifel nicht nehmen, aber ich bin neugierig: Was für eine Rasse soll das denn sein die nicht oder nur wenig haart? Ich kenne nämlich, abgesehen von Nacktkatzen keine (diese hinterlassen dafür übrigens "Fettflecken" weil die Haut genau so viel Sekret produziert als wäre da noch ein Fell drüber...).
Und was die "Zucht" angeht. Da fallen gerade Anfänger oft ganz übel rein. Hast du dich mit diesem Thema auch schon befasst?
 
  • Zweifel... Beitrag #3
Hey,

grundsätzlich kann dir die Entscheidung sowieso keiner abnehmen, für mich klingt es aber zu einen sehr verkopft, ja, und zum anderen drängt sich der Eindruck auf, dass du eigentlich ganz andere Baustellen hast als die Anschaffung eines Tieres.

Insbesondere die Anschaffung selbst als "Scheidepunkt" über die eigene emotionale Bindungs- und Beziehungsfähigkeit zu betrachten halte ich definitiv für nicht sonderlich glücklich.
Katzen sind bei aller Liebe kein Beziehungsersatz o.ä.- auch wenn sie durchaus häufiger mal mit diesem Hintergrund angeschafft werden.

Vielleicht wäre es für dich in jeglicher Hinsicht, wenn du wirklich Tiere möchtest, aber nicht sicher bist ob und wie du das langfristig machen kannst und willst sinnvoller zunächst z.B. als Pflegestelle für erwachsene Tiere zu fungieren.
So hast du "Katzen live" in deinem Leben und kannst besser einschätzen, ob das auf Dauer wirklich das ist was du möchtest.

Und wenn nicht hast du ihnen die Möglichkeit gegeben in einer liebevollen Pflegestelle verweilen zu können bis sie ihr endgültiges Zuhause finden. Zumal man bei seriösen Vereinen auch durchgehend einen Ansprechpartner hat.

Aber wie gesagt- für mich klingt das nicht nach Zweifeln an der Katzenhaltung per se, sondern viel eher nach anderen nicht aufgearbeiteten Baustellen, die Priorität haben sollten.
 
  • Zweifel... Beitrag #4
Darf ich mal bescheiden fragen, wie alt Du bist? Weißt Du - meine Mama war meine allerallerbeste Freundin. Und in all meine Entscheidungen eingebunden. Aber die Katzen - die hab ich mir einfach "so" geholt. Und dann eine Email mit Fotos und nur dem Betreff "meine neuen Mitbewohner" an meine Mama und meinen Bruder geschickt - und dann die Anrufe abgewartet :) Meine Katzen, meine Wohnung - meine Entscheidung!

Allerdings waren das auch meine ersten Katzen, und deshalb hab ich mir bewußt Katzen geholt, die schon "erwachsen" (also 1 1/2 Jahre alt) waren. Und damit fertig kastriert und geimpft. Bei Deiner beruflichen Situation würde ich Dir ehrlich gesagt auch von den Kitten abraten, und Katzen in ähnlichem Alter wie meine damals waren holen. Keine spezielle Rasse, sondern einfach Katzen, bei denen die Chemie stimmt - also zwischen Dir und den Katzen. Die sind noch richtig jung, Du hast noch ganz viel Zeit mit denen, und trotzdem sind sie aus dem allergrößten Unsinn raus, und Du hast auch all die relevanten Tierarztbesuche schon hinter Dir.

So wie Du Dich beschreibst klingst Du jetzt auch nicht als das totale Party-Tier? Dann kommst heim, fütterst die Katzen, und machst es Dir nach einer Spieleinheit mit ihnen auf dem Sofa gemütlich. Ich bin auch Single, und könnte mir ein Leben ohne Katzen nach jetzt 13 Jahren gar nicht mehr vorstellen!
 
  • Zweifel... Beitrag #5
Hallo!
Ich würde mich nicht so sehr von Entscheidungen von anderen abhängig machen. Auch wenn es nahe Verwandte sind, es ist dein Leben und da solltest du selbst entscheiden, welches Tier du dir holst oder auch nicht.
Ich finde es gut, das du dir so viele Gedanken machst, aber sei ehrlich zu dir selbst und frag dich: Bin ich ein Katzenmensch? Was braucht eine Katze und kann ich es ihr bieten?
Hast du deine Schwester mal gefragt, warum genau sie glaubt das du kein Katzenmensch bist? Ist das nur ihre Vermutung oder hat sie Argumente die dagegen sprechen würden?
Ich finde, gerade wenn sie zu zweit sind, kommen Katzen ja mit dem allein sein oft besser zurecht als beispielsweise Hunde. Was natürlich nicht heißt das sie gerne allein sind oder man sie zu viel allein lassen sollte.
Wenn du lieber daheim bist, als viel Party zu machen beispielsweise, und die anderen Umstände (Versorgung bei Abwesenheit, bewusste Zeit nur für die Tiere, Finanzierung von Versorgung/Tierarzt) passen, warum nicht?

Ich möchte dir allerdings damit nicht sagen nimm sie oder nicht, das kannst nur du entscheiden und niemand sonst.
Aber ich würde, abgesehen von dem das du noch unsicher bist, jetzt nichts erkennen was wirklich gegen die Haltung sprechen würde.
Vielleicht unterhältst du dich noch (Hier im Forum bzw. Internet als auch im Reallife) einige Zeit mit anderen Katzenhaltern und fragst sie wie sie das handhaben, dann kannst du auch einen Eindruck gewinnen ob Katzen etwas für dich sind.
Ich habe den Text in der Annahme geschrieben, das du volljährig bist und nicht bei oder mit jemanden lebst, der keine Katzenhaltung wünscht. Falls ich damit falsch liege, bitte ich um Richtigstellung, dann könnte man in diesem Fall auch gezielter helfen. ;)
 
  • Zweifel... Beitrag #6
Hey,

ich möchte Midoris Beitrag nochmal aufgreifen, da mir das hier

und zum anderen drängt sich der Eindruck auf, dass du eigentlich ganz andere Baustellen hast als die Anschaffung eines Tieres.

Aber wie gesagt- für mich klingt das nicht nach Zweifeln an der Katzenhaltung per se, sondern viel eher nach anderen nicht aufgearbeiteten Baustellen, die Priorität haben sollten.

auch direkt in den Kopf kam.

Tiere können Menschen einfach nicht ersetzen. Für mich klingt es auch so, dass bei dir mehr im Argen liegt als "nur" die Frage der Katzenhaltung.

Auch klingt deine Vorstellung teils naiv-romantisch. Natürlich gibt es Katzen, die sich abends aufs Sofa kuscheln und einen trösten, wenn man traurig ist. Aber ich hatte bisher auch schon öfter A-loch-Tiere, die mich bei schlechten Tagen nichtmal angeschaut haben. :roll:
Es ist leider nicht immer so harmonisch wie ich Filmen und Videos ;)

Jetzt mal zu Katzen allgemein: Wie sieht es denn aus? Bist du viel zuhause oder ständig unterwegs?
Eine Freundin von mir hat ihre Katzen nach kurzer Zeit abgegeben, da sie einfach nie Zuhause war; Arbeit, Freunde, Studium, Nebenjob...
Katzen sind zwar keine Hunde und können durchaus auch während der Arbeitszeit allein zuhause bleiben, aber wenn man nur zum Schlafen nach Hause kommt, sind Katzen nichts für einen.

Welche Rasse soll das denn sein? "Kaum haarend" versprechen leider viele Züchter und "Züchter".
Wie sieht es generell mit der Sauberkeit bei dir aus? Bist du da sehr pingelig? Meine Katzen kotzen ab und zu mal und auch landet mal ein Kotkrümelchen beim Scharren außerhalb des Klos - damit muss man umgehen können. Außerdem nervt mich das verteilte Katzenstreu in der Wohnung weitaus mehr als die Haare (und meine Biester haaren im Frühjahr echt extrem..:?)
Was wäre denn, wenn die Katzen doch haaren?

Midos Vorschlag mit der Pflegestelle finde ich auch nicht schlecht. Du könntest erstmal Katzen auf Zeit haben, wenngleich du dir klar machen musst, dass diese Katzen mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ausziehen. Obwohl du nicht die erste Person wärst, die als Pflegestelle "versagt" ;)
Sollten dir die Katzen dann doch recht schnell auf den Keks gehen, dann weißt du es und die Katzen wandern in eine gute Endstelle und du hast als Pflegestelle etwas Gutes getan.

Aber die Entscheidung wird dir echt Niemand nehmen können. Viel Erfolg!
 
  • Zweifel... Beitrag #7
Hallo zusammen, erst mal vielen Dank, dass ihr mich nicht gleich verurteilt. Davor hatte ich ein bisschen Bammel...

Zu euren Fragen:

Bzgl. der Rasse, es sind Russisch Blau. Ich hab mich mit dem Thema Zucht (und Inzucht) schon beschäftigt. Die zwei Würmchen haben zwar keinen Stammbaum und stammen aus privater Hand, aber ich habe mir alles persönlich angesehen - die Katzen leben sichtbar und integriert dort, der Umgang ist liebevoll, auch eine spätere als zeitlich vorgesehene Abnahme (früheste Abgabe nach 12 Wochen) ist absolut kein Problem. Entwurmt, geimpt, mit Gesundsheitszeugnis... Natürlich haart auch diese Rasse, aber nicht so stark wie zB die BKH meiner Schwester (da fährt man einmal zum Streicheln drüber und sofort ist die Hand voll).

Alter: Ich werde in ein paar Monaten 30 und lebe seit über 10 Jahren in einer eigenen Wohnung, seit diesem Jahr im eigenen Haus. Ich weiß, mit diesem Chaos klingt es gerade nicht so, aber ich hatte mich bisher eigentlich immer für charakterlich und emotional stabil und überdurchschnittlich resilient gehalten und kenne mich eigentlich sehr gut. Wahrscheinlich irritieren mich die Zweifel daher nun umso mehr, da ich so ewas sonst eben nicht habe. Ich habe schon viele Dinge trotz Verwunderung und Unverständnis anderer durchgezogen - trotz sehr guter Noten bewusst nicht studiert, in jungen Jahren in eine weit entfernte Großstadt gezogen, Jobwechsel und Weiterbildungen trotz teils massiver Überstunden, bis hin zur Entscheidung als alleinstehende Frau ein Haus zu übernehmen und mit Kernsanierung und Anbau instand zu setzen und Auswahl eines Mieters. Nie habe ich mich davon abbringen oder einschüchtern lassen.

Meine Lebensumstände sind - für eine Angestellte in Vollzeit+ - eigentlich nahezu perfekt für Tierhaltung. Ich bin in der Regel 1-2 Tage im Büro (da weit weg dann von ca 6-20/21h außer Haus), aber sonst eigentlich fast immer zu Hause (auch wenn ich immer mal wieder bis in die Abendstunden arbeite). Ich bin auch in der Freizeit nicht ständig unterwegs, da die meisten Freunde aufgrund von Babies und Kleinkindern eher limitiert verfügbar sind. Ich verdiene nicht schlecht und hätte als Notgroschen noch die Mieteinnahmen, auch wenn die eignetlich für was anderes vorgesehen wären. Hier findet sich eigentlich kein sachliches Argument gegen Tierhaltung. Sogar einen Tierarzt in der Nähe, der gerade für Katzen empfohlen wurde, habe ich schon kontaktiert...

Meine Schwester hat das "kein Katzenmensch" zum einen wohl eher flapsig dahin gesagt, zum Anderen hat sie darauf angespielt, dass mich bei ihr die Tatsache stört, dass man sich wirklich nirgends hinsetzen kann ohne komplett vollgehaart zu sein (also nicht "mal hier, mal da" eins, sondern wirklich flächendeckend) und es mir eben doch arg wäre, wenn gleich die Einrichtung zerstört würde, die man sich als Single mit Hauskredit eben doch hart erarbeiten muss.

Ich stelle es mir aber wundervoll vor, wenn einfach die Katzen anwesend sind. Vielleicht haben sie Lust mal neben mir am Schreibtisch zu liegen und einfach da zu sein oder mich mit etwas Abstand zu beobachten. Ich bin nicht der Typ, der Tieren Streicheleinheiten oä aufdrängt. Wenn mir signalisiert wird, dass da gerade kein Interesse besteht, lasse ich sie in Frieden. Dass sie keinen Menschen ersetzen, ist mir auch klar. Wobei ich aber eigentlich auch nicht auf der Suche nach einem Lebenspartner bin - wie gesagt, eigentlich bin ich mit meinem Single-Dasein zufrieden. Aber nicht immer allein zu sein, wäre schon schön.

Womit ihr vermutlich recht habt, ist, dass ich trotzdem ein paar Sachen aufzuarbeiten habe. Daher auch meine Angst, dass es vielleicht eine Kurzschlussreaktion war. Dafür will ich die Kitties eben nicht missbrauchen.

Die Pflegestelle ist ein interessanter Gedanke. Das werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

Das runterschreiben hat gestern schon geholfen, ich hatte zwar wieder eine fiese Nacht, aber eure neutrale Sichtweise hilft die Gedanken zu ordnen. Zurückzutreten kommt in den Sinn - gerade weil ich einfach sonst konsequent nach dem Motto "Mit ganzem Herzen dabei sein oder gar nicht" verfahre und sich das in der Vergangenheit meist bewährt hat. Trotzdem habe ich meine Kitten bereits lieb gewonnen, hatte schon am gleichen Abend schöne Namen und sehe sie im Geiste hier auch manchmal herumtollen oder stromern. Vielleicht verpasse ich (und auch die Kitten) die Chance auf eine tolle Mensch-Tier-Beziehung. Bei meiner Schwester genieße ich es, wenn die Katzen einfach da sind, mal um die Beine streichen oder fordernd nach Futter maunzen, tollpatschig dumme Sachen anstellen oder den eigenen Schwanz jagen. Wenn ich absage, gebe ich auch das alles auf...
 
  • Zweifel... Beitrag #8
Habe jetzt nicht alles durchgelesen, aber bitte lass die Finger von diesen Katzen.
Keinen Stammbaum?
Dann sind das auch keine Russisch Blau, sondern normale Hauskatzen.
Denn ohne Stammbaum hast du keinen eindeutigen Nachweis dafür, dass es wirklich Russen sind, was dann auch Betrug wäre, wenn sie als solche verkauft werden.
Zum anderen: Wurden die Eltern auf Erbkrankheiten geschallt/getestet? HCM? PKD? FiV? FelV?
 
  • Zweifel... Beitrag #9
Erstmal kann ich mich Son-Gohan nur anschließen - bitte lass die Finger von den Kitten. Das ist nicht seriös.

Meine Schwester hat das "kein Katzenmensch" zum einen wohl eher flapsig dahin gesagt, zum Anderen hat sie darauf angespielt, dass mich bei ihr die Tatsache stört, dass man sich wirklich nirgends hinsetzen kann ohne komplett vollgehaart zu sein (also nicht "mal hier, mal da" eins, sondern wirklich flächendeckend) und es mir eben doch arg wäre, wenn gleich die Einrichtung zerstört würde, die man sich als Single mit Hauskredit eben doch hart erarbeiten muss.

Naja - das mit dem Haaren ist weniger rassebedingt. Lilly und mein inzwischen verstorbener Ferdl waren (Wurf-)Geschwister, Ferdl hat gehaart wie blöd, und Lilly fühlt sich an wie ein Seehund, die verliert kaum ein Haar - trotz normaler Hauskatze. Man kann das durchs Futter und Zugabe von Taurin ein bißchen beeinflussen, aber eben nicht ganz. Ansonsten hilft nur: putzen. Dann putzt Deine Schwester schlicht und ergreifend zu wenig, wenn sie so einen "Ferdl-Kandidaten" hat.

Und ja, Du mußt Dich drauf einstellen, daß auch die tollsten Katzen im Laufe der Zeit was kaputt machen. Keine Vasen, keine Pflanzen die leicht umzuwerfen sind, keine zerbrechlichen Dekogegenstände mehr. Momentan kann ich nichtmal diese Telefonkabel-Haargummis am Nachtkästchen liegen lassen - das klaut mir das Quiekie sofort, ist ihr Lieblings-Spielzeug :roll:

Was das "neben dir am Schreibtisch liegen" angeht - ich bin ja so wahnsinnig und hab sogar ein extra-Katzenbettchen AUF dem Schreibtisch :lol: War dem Lernen fürs Fernstudium nicht immer zuträglich - siehe:

IMG_1707.jpg
 
  • Zweifel... Beitrag #10
Kann mich den anderen nur anschließen, aus Tierschutzgründen sollte man keine Vermehrer und Schwarzzüchter unterstützen. Auch wenn das Abgabealter dort stimmt, du sie entwurmt, geimpft, gechipt mit Gesundheitszeugnis bekommst, muss man sich immer noch fragen, woher stammen die Elterntiere? Wenn sie von seriösen und verantwortungsvollen Katzenzuchten stammen, dann steht da normalerweise in den Kaufverträgen immer drin, dass die Tiere kastriert werden müssen und seriöse Züchter geben auch Zuchttiere nur an seriöse Vereinszüchter ab, wobei man hier leider sagen muss, dass es auch unter Vereinszüchter viele unseriöse Züchter gibt, dass allein ist noch kein Kriterium wie seriös eine Zucht ist, aber doch ein wichtiger Punkt. Also wurden die Elterntiere als Liebhabertiere erworben und dann liegt auch keine Zuchterlaubnis vor oder die stammen ebenfalls schon vom Vermehrer bzw. Schwarzzüchter.

Dann wäre da noch die Frage, ob die Elterntiere auf Erbkrankheiten wie HCM und PKD untersucht worden sind, wie lang die Zuchtpausen sind und noch vieles mehr, habt ihr auch darüber geredet? Auch ist eine verantwortungsvolle Zucht ohne Stammbaum gar nicht möglich, wie will man ohne Abstammungsnachweis bei auftretenden erblich bedingten Krankheiten oder Gendefekten nachverfolgen aus welchen Linien das kommt und wie den Inzuchtkoeffizient ermitteln, dass geht doch ohne Stammbaum gar nicht.

Kitten brauchen am Anfang viel Zeit und Erziehung und meiner Meinung nach auch eine gewisse Erfahrung, da muss man sich im Vorfeld wirklich umfangreich über ihre Bedürfnisse, Haltungsbedingungen, Ernährung, Wesen usw. informieren und Kitten sind daher meiner persönlichen Ansicht nach, nicht unbedingt für einen Anfänger in der Tierhaltung geeignet, ohne dir nahe treten zu wollen. Da wäre ein Katzenpaar aus dem Tierheim oder einer Pflegestelle, welches sich schon gefunden hat und gut harmoniert, bereits "erzogen" ist, den Alltag in einem Haushalt kennt, im Alter von 3-4 Jahren, wo auch die Pfleger sagen können ob die für Anfänger geeignet sind oder nicht vielleicht die bessere Wahl.

Grundsätzlich sollten die Tiere entweder aus dem Tierschutz (Tierheim, Pflegestelle, Notstation usw.) oder von einem wirklich seriösen und verantwortungsvollen Züchter stammen.

Die Entscheidung ob Katzen für dich die richtigen Haustiere sind, kannst du nur ganz allein treffen, aber es ist eine Entscheidung für die nächsten 15-20 Jahre, dessen musst du dir bewusst sein.
 
  • Zweifel... Beitrag #11
Ich habe zwar alles brav gelesen, aber ich bin schon alt und hab´ mir demzufolge wahrscheinlich nicht alles gemerkt ;)

Meine Meinung ist:
Wenn Du Katzen magst und Dir ein Leben mit Katzen vorstellen kannst, dann mach es!
Wenn Du aber von vornherein sagst: "Die Katzen kommen nur, weil ich kein anderes Haustier darf" - dann lass es!

Ich hatte auch mal Ratten - leider musste ich die Haltung allergiebedingt aufgeben.
Ratten sind wunderbare Tiere, und ja, man wird oft schief angeguckt, weil man "Ungeziefer" hält - aber das ist natürlich völliger Blödsinn, diese Tiere sind total intelligent, sie werden (in den meisten Fällen) sehr zutraulich - aber sie brauchen auch viel Zeit.
Das Gehege muss regelmäßig gesäubert werden (tägliche Grundreinigung und einmal wöchentlich ungefähr eine größere Reinigung, wobei man da auch nicht immer alles auf einmal machen sollte, damit sich der Gruppengeruch nicht verliert... wir haben damals jeden Samstag ca. 2 Stunden für die Gehegereinigung aufgebracht, wobei wir da wirklich immer nur reihum die Etagen gesäubert haben) - außerdem brauchen sie täglich mindestens 1 Stunde Auslauf, je länger desto besser.

Da empfinde ich die Katzen jetzt als deutlich pflegeleichter - klar, die brauchen morgens und abends ihr Futter und die Klos werden auch morgens und abends gesäubert. Ansonsten beschäftigen sie sich aber tagsüber auch wunderbar miteinander oder liegen einfach faul auf meinem Schoß (nun hab´ ich aber auch 3 Senioren hier, die sind froh, wenn sie ihre Ruhe haben.)
Als wir damals unsere beiden Kitten (Streunerbabies, leider auch noch unter dem offiziellen Abgabealter - aber sowohl Geschwister als auch Papa sind vom Zug überfahren worden, Mama dann später auch noch - war das wirklich ein Notfall) aufgenommen haben, haben die hier zögerlich die Wohnung erkundet. Die beiden haben immer ihr eigenes Leben geführt, sie wollten nie kuscheln. Der John-Boy ist bis heute (geboren 2009) total scheu und schüchtern, der lässt sich bis heute nicht anfassen. Seine Schwester Audrey ist etwas zutraulicher, aber auch keine Schmusekatze.

Was wollte ich denn jetzt eigentlich sagen?
Ach so - nach unserer Trennung hab´ ich halt hier nur noch die 3 Senioren - und die sind unter der Woche jeden Tag von 7.00 bis mindestens 14.00 Uhr allein, je nach sonstigen Terminen auch noch länger - aber wenn ich sie z. B. in den Ferien oder an den Wochenenden ganztags erlebe: Sie pennen. Und pennen. Und pennen. Dinah hat sich neuerdings wieder angewöhnt, das auf meinem Schoß zu tun, die anderen eben neben mir auf der Couch oder im Bett oder auf irgendeinem Kratzbaum. Aber wie gesagt, das sind 15+Jahre-Senioren.
Die 3 "Kleinen" (inzwischen eben auch 8 Jahre (Audrey und John-Boy) bzw. 6 Jahre (Jule), die mit meiner Frau ausgezogen sind, haben einen großen, gesicherten Garten, liegen aber auch die meiste Zeit faul auf einer Gartenliege oder unter einem Strauch oder eben unter oder auf dem Bett...

Ach so - was das "Wohnung auseinandernehmen" betrifft - da ist das wirklich ein Glücksspiel, das kann Dir keiner vorhersagen.
Mein ehemaliger John-Boy z. B. war ein geborener Tapeten-Zerkratzer. Wir hatten überall schon Kratzmatten (Sisal) hängen - er hat trotzdem immer noch Stellen gefunden, wo er die Tapete zerfetzen konnte. Die Couch aber haben sie z. B. allesamt komplett in Ruhe gelassen (da wurde dann höchstens mal draufgekotzt, weshalb wir sie dann mit Decken geschützt haben).

Und was das Haaren betrifft: Außer Nacktkatzen (die nicht nur in meinen Augen eine Qualzucht sind) gibt es wohl keine Katzen, die nicht haaren. Und ob man das zwangsläufig an der Rasse festmachen kann, weiß ich nicht, ich hab´ hier stinknormale Haus- und Hofkatzen... Die Dinah haart mäßig. Audrey, Julchen und John-Boy haaren auch mäßig. Netty verliert ihre Haare nicht ganz freiwillig, aber wenn man sie streichelt oder bürstet, kommt da schon einiges raus. Und der Pold - der ist ein Haarmonster. Zu jeder Jahreszeit. Der Pold legt sich hin - dann steht er auf, aber der halbe Pold bleibt in Form von Fell einfach liegen... Joar... das ist dann so, da machste nix, dann nimmste ´ne gescheite Bürste und bürstest die Decken/Polster etc.... und je nachdem, wie pingelig Du bist, machst Du das dann 5x am Tag oder 1x am Tag oder auch alle 2-3 Tage ;)


LG seven
 
  • Zweifel... Beitrag #12
Hmmm, schwierige Situation wie es scheint.
Ich hab derzeit 8 Katzen hier. Ich hab schon Katzenhaare an den Klamotten wenn ich sie grad gekauft habe und ins Haus bringe. :mrgreen:
Bei mir ist es ne Mischung aus Faulheit und die Anwesenheit eines Mannes, der alles stehen und liegen lässt wo er es grad gebraucht hat.
Wenn Deine Wohnung es hergibt, kannst Du über einen Saugroboter nachdenken. Gibt einige im Forum die so ein Ding daheim haben und das nimmt einen ordentlichen Teil der Arbeit ab. Wenn die Katzen von klein auf dran gewöhnt sind, dass das Ding täglich durchs Wohnzimmer fährt, sollte das auch keine Probleme geben.
Mein Wohnzimmer ist leider ungeeignet dafür. Zu verwinkelt, zu viel Zeug was rumsteht auf engen Raum.

Ich lebe hier mit dem Katzen zusammen, sie stören mich nicht. Klar gibt es Situationen wo sie mir im Weg sind (bin grad kurz aufgestanden und als ich zurück kam, lag folgerichtig eine Katze auf meinen Stuhl....Katze geschnappt und einen Stuhl weiter gesetzt, Problem erledigt), aber im grossen und ganzen leben wir hier alle prima miteinander, ohne Probleme.
Meine gelegentlichen Besucher sind immer ganz erstaunt, dass es so ruhig im Haus ist, trotz der vielen Katzen.
Die Liste von kaputten Dingen hält sich hier in Grenzen, trotz jährlicher Kitten-Plage (nein, ich züchte nicht, aber leider finde ich ständig ausgesetzte oder verlassene Kätzchen), also das wäre für mich kein Punkt auf der Contra-Liste.
Vor 20 Jahren habe ich mir in Deutschland eine Katze aus dem Tierheim geholt, sehr bewusst als Anker zum Leben. Ich war zu dem Zeitpunkt hochgradig depressiv und Menschen haben mich nicht am Leben gehalten - die Katze tat es. Meine Verantwortung für das kleine Lebewesen. War eine sehr egoistische Entscheidung, aber es war die richtige. Ich war nicht mehr alleine daheim (und ich hatte eine Beziehung zu dem Zeitpunkt. Aber man kann auch in einer Beziehung sehr einsam sein...) und ich hatte Verantwortung, die ich sehr ernst genommen habe und die mir gut tat.
Grossartige Veränderungen in der Wohnung habe ich nicht vorgenommen. Es gab ein paar Kratzmöglichkeiten, ein gut verstecktes Katzenklo und halt die Näpfe für die Katze.
Hier in meiner jetzigen Bleibe sieht das schon anders aus, aber auch nur, weil ich es kann. Das Haus gehört meinem Freund und ihm ist es schnuppe was ich hier veranstalte. Also sind überall Katzenbetten an den Wänden, deckenhohe Kratzbäume (einer mit Zugang zum Dachboden) und diverse Schlafmöglichkeiten auf Schränken, unter Betten usw.
Warum schreibe ich das? Ganz einfach - alles kann, nichts muss.
Ich glaube, dass Katzen nicht so viel brauchen wie es oft gepredigt wird. Es muss keine grosse Kiste mit Spielzeugen da stehen (die hier natürlich trotzdem vorhanden ist :mrgreen: ), es braucht keine 5 oder 6 Kratzbäume und 20 Schlafmöglichkeiten.
Man kann Katzen durchaus einfach ins eigene Leben integrieren ohne grosses Tamtam.
Also hör auf so viel zu denken, lauf durch Deine Wohnung, stell Dir vor da schlafen grad 2 Kitten aneinander gekuschelt auf der Couch oder rasen wie die bekloppten durchs Wohnzimmer. Schöner Gedanke? Dann tu es.
Immer noch Zweifel? Dann lass es, bzw ergründe die Zweifel und finde raus, ob Du sie beseitigen kannst.
 
  • Zweifel... Beitrag #13
Ich habe ja drei BKHs ich muss schon zugeben, die haaren wirklich viel und auch mehr als manch andere Katzen die ich kenne, liegt wohl am dichten Unterhaar. Es gibt also schon rassebedingte Unterschiede, trotzdem ist es von Katze zu Katze verschieden, da muss man Glück haben. Grundsätzlich wenn dich Tierhaare so sehr stören, dass du davon die Haltung von ihnen abhängig machen würdest, dann sind Katzen wohl doch nicht die geeigneten Hausgenossen für dich.
 
  • Zweifel... Beitrag #14
Ich hatte auch grosse Bedenken und Angst, als ich zu meinen zwei vorhandenen Katzen noch zwei Kitten aufnahm. Ich hatte Angst, dass ich mich übernehme.

Inwischen kann ich mir ein Leben ohne meine 4 garnicht mehr vorstellen und denke schon, hier würden auch 6 satt werden. :)082: Aber nein, jetzt ist Schluss.

Gegen das Haaren gibt es hervorragende "Werkzeuge". Ich habe z.B. einen Handschuh, obwohl ich schon mehrere hatte, ist es nun der Beste, den ich je hatte, man kann mit ihm über die angezogenen Sachen gehen, über die Couch, über Kissen gehen, es bleibt alles kleben. Ich habe hier auch so ein Haarmonster, wenn ich ihn ausgiebig gestreichelt habe, seh ich selbst wie eine Katze aus.

Trotzdem hat sich bei mir noch nie jemand beschwert, dass überall Katzenhaare sind. Seit ich 4 Katzen habe, bin ich viel sauberer geworden.

Wenn du dir aber selbst so unsicher bist, würde ich zu Pflegekatzen dendieren. Entweder es macht dann "klick" und du sagst, die geb ich nie wieder her - oder eben nicht und sie ziehen wieder aus.
 
  • Zweifel... Beitrag #15
Weil hier auch Ratten angesprochen wurden, ich hatte auch mal welche. Es sind wirklich sehr intelligente Tiere, und wenn man sie regelmäßig ordentlich sauber macht, riechen sie finde auch nicht mehr als andere Kleintiere. Das sie oft (gerade bei älteren Leuten) als Ungeziefer gesehen werden ist schade, aber ich denke früher waren wilde Ratten in Häusern noch häufiger bzw. sind sie noch leichter hereingekommen da ältere Häuser noch nicht so abgedichtet waren und Keller öfter noch keinen Betonboden hatten und sich die Ratten noch leichter Zutritt verschaffen konnten sowie Lebensmittel (gerade Obst) oft offen gelagert war. Sie können tatsächlich großen Schaden anrichten und auch Beton ist langfristig kein Hindernis, auch wenn es nicht so schnell geht wie beim Erdboden.
Das gilt für wilde Ratten, als Haustiere können sie in der Wohnung ja nur begrenzt Schaden anrichten.
Als ich Ratten hatte (vor ca. 10 Jahren) war es noch so, das ein Vermieter generell keine Kleintiere verbieten konnte, sehr wohl aber Ratten, eben weil sich Nachbarn ekeln könnten.
Wenn du keinen hast der sie in Abwesenheit versorgen würde, ist das allerdings hinfällig.
 
  • Zweifel... Beitrag #16
Also hör auf so viel zu denken, lauf durch Deine Wohnung, stell Dir vor da schlafen grad 2 Kitten aneinander gekuschelt auf der Couch oder rasen wie die bekloppten durchs Wohnzimmer. Schöner Gedanke? Dann tu es.
Immer noch Zweifel? Dann lass es, bzw ergründe die Zweifel und finde raus, ob Du sie beseitigen kannst.

Einen besseren Rat wirst du niemals bekommen!! Das trifft's doch wunderbar!

(und was den Saugroboter angeht - meiner kam, da waren meine Katzen ca. 10 Jahre alt. Normaler Staubsauger? Panik, keine Katzen mehr. Der Robbi lief das erste Mal allein los, beide Katzen blieben liegen wo sie waren, und Ferdl hat nur indigniert dreingeschaut, als der Robbi da putzen wollte, wo der werte Herr grad lag :lol:)
 
  • Zweifel... Beitrag #17
Off-Topic

So einen Saugroboter habe ich auch, ich finde ihn super zur Beseitigung der Tierhaare sowie auch weiteren täglich anfallenden Schmutz, habe auch einen Wischroboter.
Ich habe allerdings auch einen Hund mit kurzem Fell und kann nicht sagen, wie es sich mit langen Haaren verhält.
Meinen Hund musste ich aber erst an den Sauger gewöhnen, am Anfang wollte er ihn noch attackieren, heute ignoriert er ihn vollständig.
 
  • Zweifel... Beitrag #18
Hallo zusammen,
vielen Dank für das Mitgrübeln und die Tipps. Ich bin zwar nicht wirklich glücklich damit, aber ich werde wieder absagen. Die Ausgangsbasis ist jetzt einfach emotional total verkorkst. Das sollte so nicht sein. Ich werde mich die nächsten Woche beobachten, ob mir die fellige Gesellschaft im Alltag wirklich so sehr fehlt. Dann kann ich immer noch mal suchen oder als Pflegestelle testen, wenn dem so ist. Die Kitten jetzt trotzdem aufzunehmen, wäre ihnen gegenüber irgendwie nicht fair :(
 
  • Zweifel... Beitrag #19
Ich muss sagen, dass bei mir das "Helfersyndrom" die Liebe zum Tier gnadenlos wachsen liess. Bei uns war Katzenhaltung nicht geplant und schon garnicht wären wir auf die Idee gekommen, uns Katzen zu holen, die bewusst produziert wurden (obwohl die Tierheime knackend voll sind) Es waren einfach Katzen, die Hilfe brauchten, da gab es keine Frage, ob das nun gut und richtig und für die nächsten 20 Jahre sinnvoll ist. Wir sind zusammengewachsen, lieben uns gegenseitig. Von A-Fritz wurde das "Helfersyndrom" ja schon kritisiert, ich finde es nicht schlimm, wenn man nicht wegsieht und einem verletzten Tier hilft. Man fühlt sich einfach gut dabei!

Vielleicht würdest du dich unter solchen Umständen auch ganz anders fühlen. In unserer Situation hat sich die Frage nach Z.B. Haaren nie gestellt.
 
  • Zweifel... Beitrag #20
Hallo zusammen,
vielen Dank für das Mitgrübeln und die Tipps. Ich bin zwar nicht wirklich glücklich damit, aber ich werde wieder absagen. Die Ausgangsbasis ist jetzt einfach emotional total verkorkst. Das sollte so nicht sein. Ich werde mich die nächsten Woche beobachten, ob mir die fellige Gesellschaft im Alltag wirklich so sehr fehlt. Dann kann ich immer noch mal suchen oder als Pflegestelle testen, wenn dem so ist. Die Kitten jetzt trotzdem aufzunehmen, wäre ihnen gegenüber irgendwie nicht fair :(

Wahre Tierliebe zeigt sich im Verzicht, ich habe auch jahrelang auf die Haltung von Katzen verzichtet, weil ich wegen meiner Lebensumstände ihnen in der Haltung einfach nicht gerecht geworden wäre, aber ohne Haustier war ich nie, dann waren es halt Fische, hatte lange Zeit mehrere Aquarien und Wellensittiche. Die Fische kommen auch mal gut ohne einen zurecht, wenn man viel unterwegs ist, aber die Vögel haben natürlich schon regelmäßig Freiflug bekommen, die kann man aber auch gut mal ein Wochenende alleine lassen.
 
Thema:

Zweifel...

Zweifel... - Ähnliche Themen

Auswilderung zahmer Spatz: Hallo zusammen, ich wollte hier mal nach Rat fragen, weil wir haben seit ca. 2 Monaten eine Hausspatzendame von einer Vogelauffangstation bei uns...
Meine Kleinen Lieblinge: Vor etwas mehr als einem Jahr seid ihr bei mir eingezogen. Ab dem ersten Tag habe ich euch sechs geliebt und alles dafür getan, dass es euch gut...
Babykatze 11 Wochen: Hi zusammen, ich bin leider mit.meinem Latein am Ende: Wir haben vor einer Woche eine Babykatze von der Straße gerettet. Die lief schon sehr...
Jungkatze veemutlich mit Patelllaluxation: Hallo, meine kleine Izzy ist jetzt 17 Wochen alt und hat seit 5 Wochen Probleme mit ihrem linken Hinterbein. Sie hinkt stark und hält das Bein...
1-2 Jahre alte Vogelspinne liegt seit über 24 Stunden auf dem Rücken ohne eine minimale Bewegung: Hallo liebe Community. Ich hoffe mir kann jemand helfen. Meine ca 1 1/2 Jahre alte "Cyriopagopus Hati Hati" liegt nun schon seit über 24 Stunden...
Oben