- Tips fürs Longieren Beitrag #1
SoylentGreen
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Hi,
ich versuche derzeit mein Pflegepony zu longieren. Ich weiß nicht ob er zuvor schon mal longiert worden ist. Grundsätzlich stellt das ja kein Problem dar, ich habe mehrere junge Pferde an die Longe gebracht. Dieses Pony jedoch ist von der Macht der Peitsche nicht so leicht zu überzeugen. Zudem ist er recht klug. Ich bräuchte mal ein bisschen Rat.
Ich longiere auf einer Weide, habe also nur zwei Seiten Zaun zur Begrenzung. Eine andere Örtlichkeit habe ich leider nicht.
Die Probleme sind konkret:
1. Er drängt an der Zaunseite enorm zu mir herein, um dann an der offenen Seite fast senkrecht davon zu marschieren. Das ist definitiv keine fehlende Balance oder Unsicherheit. Er will einfach genau da hin, wo er hinzieht.
Von der Peitsche lässt er sich nicht beeindrucken, ich kann damit auf seine Schulter zeigen, wedeln, ihn pieksen, ist ihm egal. Ihn neu anzuführen bringt höchstens etwas für die aktuelle Runde. Manchmal hilft es ihn zu verblüffen: Ich hopse unverhofft hoch, dann weicht er.
2. Er trabt keine volle Runde. Ich bin daher die ersten paar Male dazu übergangen ihn einfach dafür zu loben, dass er überhaupt antrabt.
Er lässt sich einfach nicht weitertreiben, kürzt wieder stark ab und kommt dadurch so steil zur Longe, dass er einfach in der engen Wendung durchparieren muss oder er steuert direkt auf mich zu um anzuhalten.
Manchmal lässt er sich von vornherein überhaupt nicht antraben.
Fakt ist: Der Boden ist nicht zu tief oder unwegsame, außerdem hat er entsprechende Kondition so lange zu traben. Er will einfach nur nicht und findet seinen Weg sich zu entziehen.
3. Seine Motivation ist stark schwankend und wenn man nicht aufpasst, ist sie sehr plötzlich auf dem Tiefpunkt. Gerade am Anfang schnaubt er viel, streckt sich ab und läuft häufiger brav den Zirkel aus, auch lässt er sich da noch ziemlich easy antraben. Anfangs hat er auch noch mega Energie. Manchmal quiekt er beim ersten antraben und wirft den Kopf. Es kann auch passieren, dass er dann erstmal in den Galopp fällt.
Das ist ca. die ersten 5 Minuten so, mit zugegeben einigen Aussetzern und Grenzen des guten Willens. Die nächsten Minuten werden die Machtkämpfe dann zunehmend heftiger.
Das ganze ist auch für mich eine Geduldsprobe. Ich versuche schon in gewisser Weise "zu gewinnen", länger als 15 Minuten longieren, macht aber dennoch keinen Sinn, irgendwann ist meine Geduld dann auch erschöpft und das ist keine gute Lernbasis.
Ich habe schon gemerkt, dass es nicht hilfreich ist, sich mit ihm anzulegen. Je mehr ich darauf bestehe und je mehr Druck ich auf ihn ausübe, dass er genau das tut, was ich sage, desto mehr geht er gegenan. Es ist besser ihn für wenig zu loben und es mit möglichst wenig Nachdruck zu verlangen.
Habt ihr Tips, um dann irgendwann mal anständige Longenarbeit hinzukriegen?
ich versuche derzeit mein Pflegepony zu longieren. Ich weiß nicht ob er zuvor schon mal longiert worden ist. Grundsätzlich stellt das ja kein Problem dar, ich habe mehrere junge Pferde an die Longe gebracht. Dieses Pony jedoch ist von der Macht der Peitsche nicht so leicht zu überzeugen. Zudem ist er recht klug. Ich bräuchte mal ein bisschen Rat.
Ich longiere auf einer Weide, habe also nur zwei Seiten Zaun zur Begrenzung. Eine andere Örtlichkeit habe ich leider nicht.
Die Probleme sind konkret:
1. Er drängt an der Zaunseite enorm zu mir herein, um dann an der offenen Seite fast senkrecht davon zu marschieren. Das ist definitiv keine fehlende Balance oder Unsicherheit. Er will einfach genau da hin, wo er hinzieht.
Von der Peitsche lässt er sich nicht beeindrucken, ich kann damit auf seine Schulter zeigen, wedeln, ihn pieksen, ist ihm egal. Ihn neu anzuführen bringt höchstens etwas für die aktuelle Runde. Manchmal hilft es ihn zu verblüffen: Ich hopse unverhofft hoch, dann weicht er.
2. Er trabt keine volle Runde. Ich bin daher die ersten paar Male dazu übergangen ihn einfach dafür zu loben, dass er überhaupt antrabt.
Er lässt sich einfach nicht weitertreiben, kürzt wieder stark ab und kommt dadurch so steil zur Longe, dass er einfach in der engen Wendung durchparieren muss oder er steuert direkt auf mich zu um anzuhalten.
Manchmal lässt er sich von vornherein überhaupt nicht antraben.
Fakt ist: Der Boden ist nicht zu tief oder unwegsame, außerdem hat er entsprechende Kondition so lange zu traben. Er will einfach nur nicht und findet seinen Weg sich zu entziehen.
3. Seine Motivation ist stark schwankend und wenn man nicht aufpasst, ist sie sehr plötzlich auf dem Tiefpunkt. Gerade am Anfang schnaubt er viel, streckt sich ab und läuft häufiger brav den Zirkel aus, auch lässt er sich da noch ziemlich easy antraben. Anfangs hat er auch noch mega Energie. Manchmal quiekt er beim ersten antraben und wirft den Kopf. Es kann auch passieren, dass er dann erstmal in den Galopp fällt.
Das ist ca. die ersten 5 Minuten so, mit zugegeben einigen Aussetzern und Grenzen des guten Willens. Die nächsten Minuten werden die Machtkämpfe dann zunehmend heftiger.
Das ganze ist auch für mich eine Geduldsprobe. Ich versuche schon in gewisser Weise "zu gewinnen", länger als 15 Minuten longieren, macht aber dennoch keinen Sinn, irgendwann ist meine Geduld dann auch erschöpft und das ist keine gute Lernbasis.
Ich habe schon gemerkt, dass es nicht hilfreich ist, sich mit ihm anzulegen. Je mehr ich darauf bestehe und je mehr Druck ich auf ihn ausübe, dass er genau das tut, was ich sage, desto mehr geht er gegenan. Es ist besser ihn für wenig zu loben und es mit möglichst wenig Nachdruck zu verlangen.
Habt ihr Tips, um dann irgendwann mal anständige Longenarbeit hinzukriegen?