Krähe entdeckt handzahm und beringt mit einem Kabelbinder

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Schweinemama

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Meine lieben,

ich war heute auf einem kleinen Dorffest. Es war sommerlich warm, als ich auf der Wiese sitzend auf der Strasse eine Krähe/einen Raben entdeckte der Kindern nachgelaufen ist, die Kinder haben immer wieder Brot und heuschrecken hingeworfen und das Tier ist im Gallopp hinter ihnen hergesprungen.

Irgendwann war mir das Treiben zu bunt, das Tier stand mit weit geöffneten Schnabel auf der Strasse, sichtlich überhitzt und durstig. Also habe ich meine Trinkflasche ausgepackt und geschüttelt. Siehe da, das Tier hört das schütteln des wassers, fixiert mich, läuft auf mich zu, klopft gegen die Flasche und wartet bereitwillig, dass ich die Flasche aufdrehe, wasser in den Trinkbecher fliessen lasse und trinkt. immer wieder hat er mich angesehen, kam immer näher, setzte sich dann sogar auf meinen oberschenkel, sprang dann nochmals runter, klopfte nochmals an die Flasche, er trank dann noch etwas, klopfte wieder, wartete, schüttelte sein gefieder, klopfte wieder auf die Flasche und sah mich mit großen weiss blinzelnden Augen an (das Tier hatte sowas wie eine Nickhaut bei Hunden, die war weiß. Ich habe dann die Flasche aufgedreht und habe Wasser über seinen Körper fliessen lassen, er war ganz seelig, hat mit den Flügeln geschlagen, schüttelte sich ab, setzte sich wieder auf meinen Schoss, klopfte mit seinem Schnabel an meine Hand, ich durfte das tier über den Kopf streicheln, den Schnabel rubbeln. Das tier war immer noch ganz aufgeregt, da die Kinder immer wieder herkamen, teilweise erstaunt, teilweise kreischend, immer wieder riss das Tier den Schnabel auf- wie abwehr zu den Kindern.

Meinem Hund war das Tier auch nicht ganz geheuer, er wollte es wegjagen, aber dem Vogel war der Hund sichtlich egal, er ist mal kurz aufgeflattert und setzte sich dann wieder auf meinen Schoss, beruhigte sich dann auch wieder, hopste auf der Wiese rum, flog auch immer wieder ein Stück, wobei das Fliegen eigentlich in Ordnung aussah, aber immer auf einer Art Tiefflug, 3-4 Meter, danach lief er wieder weiter im typisch schnellen trabschritt, ein bein immer vor- das andere nachziehend - aber relativ normal für diese Tiere, und flog dann wieder auf.

Er lief mir nach bis zum Auto, und ich beiss mich noch jetzt in den Hintern, dass ich dem Vogel nicht angeboten habe ihn mitzunehmen um ihn beim Tierheim abzugeben. Andererseits, so ein Vogel frei im Auto, er liess sich nicht wirklich festhalten, er sass auf meinem Schoss, setzte sich neben meine Hüfte war sehr neugierig was ich in der Tasche rumkramte und irgendwie sehr froh, dass ich den Kindern erklärt habe "Das ist ein Wildtier, das greift man nicht an, der Vogel hat Angst, dem wird das alles viel zu viel, bitte in Ruhe lassen" , auf Hände reagierte er zwar gut, aber mit beiden Händen hinfassen war ihm dann doch wieder zuviel. Der sichere Transport war somit nicht gegeben, da ich auch nur meine Kinder mithatte, die mit so einem Vogel (sie sind 6-8 Jahre alt) nicht wirklich gut umgehen können.

Was mach ich denn nun, soll ich beim Tierheim anrufen und fragen, ob sie ausschau halten sollen nach dem Tier. Der war dort ja sehr stationär, er ist dann auch anderen Menschen wieder nachgelaufen um dort am Dorffest wieder teilzuhaben. Vielleicht ist es irgendjemanden entwischt. Das TIer war "beringt", jedoch nur mit einem Schlauchbinder der sorgfältig abgeklippt war, das Tier war gepflegt, aber irgendwie, das Verhalten war einem Wildtier völlig fremd.

Wenn ich kann stelle ich noch ein paar Fotos hinein, wie das Tier so trank, der wusste ganz genau was er wollte, kannte Wasserflaschen, nach dem Trinken holte er sich dann sogar noch ein Stück brot von der Strasse was ihm hingeworfen wurde, tunkte das immer wieder ins Wasser um es dann im Schnabel verschwinden zu lassen.

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Also ich habe heute beim hiesigen Tierheim angerufen und sie darüber informiert, dass sich die Krähe dort befindet. Sie können sie zwar nicht selbst holen, aber sie haben die Daten aufgenommen um bei etwaigen anrufen die Auskunft weitergeben zu können. Ich habe auch unseren Tierarzt informiert (der ein sehr großes Einzugsgebiet hat). Da er dort immer mal wieder mit dem Hund unterwegs ist wird er ein auge hoffen halten. Er hat sowieso immer transportkäfige im Auto und kann, sollte ihm der Vogel zufliegen diesen auch ins Heim bringen.

War schon sehr faszinierend der Vogel, der so sanftmütig war. Der Schnabel war keine der hochgepriesenen Waffen , sondern der war auch zärtlich, mit dem Schnabel an meinen Finger geklopft, die Reste von meinem Wurstbrot unter den Nägeln hervorgesaugt. angeschupst, mit den Finger über den Kopf streicheln, den finger hinhalten als Schnabelwetzstein. Ein tolles Tier.
 
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