Ich verstehe dich sehr gut - trotzdem solltest du überlegen wie du dir das in Zukunft vorstellst. Was wenn dir der Tierarzt in einem Jahr sagt: vor einem halben Jahr hätte ich ihnen den Tumor wegoperiert wie nichts... jetzt leider nicht mehr.
Ich war selber mit meinem "zum Tode geweihten" Tierarzt beim Tierarzt. ein Hochdotierter, sehr guter Tierarzt - die Preise von ihm sind Apothekerpreise, hat er doch in seiner Praxis einen der wenigen MRTs in ganz Wien stehen. Und der hatte zufälligerweise an dem Tag als ich mit ihm sprach am Nachmittag eine Tierinternistin zu Gast. Davor haben mir mehrere Tierärzte versichert (die mehrere Monate dran herumgedoktort haben: Erlösens das Tier von den Qualen, die Leber geht fast drauf, Zuckwerte zu hoch, die Nieren geben auf, der Zucker ist nicht einstellbar. Meine 8 Kilo hündin hatte keine 5 Kilo mehr - soff 1 Liter wasser pro Tag und gefressen hat sie auch kaum mehr... Also bin ich hingegangen in dem Bewusstsein, dass sie das Haustüreschliessen nun das letzte mal miterlebt, ich habe sie hingetragen - es ist nicht mal 1 Kilometer, weil sie kaum mehr konnte. Die Internistin hat mir die Angst genommen - sie hat mich mehrmals täglich angerufen wie es "der kleinen" geht und sie hat ihr und mir ein neues Lebensbewusstsein beigebracht. Gesund wird meine HÜndin nicht mehr - sie wird irgendwann sterben - aber bis dahin halte ich sie konstant und es geht ihr sehr gut. Sie hat binnen kürzester Zeit ihre 3 Kilo hochgefressen und die Zuckerwerte sind optimal. Leber ist geschädigt, Leberwerte sind nicht berauschend, Nierenwerte haben sich erholt... Sie frisst und macht ihre Haufis wie noch nie dagewesen, mit unserem neuen Freund (labi) sind wir täglich etwa 3 Stunden unterwegs - über stock und stein sie wird zwar langsam blind aber es stört sie nicht so (wenn unbehandelt der Zucker zu hoch war - hat sie tagelang nichts gefressen, es war ihr ganz einfach zu übel, und bei einem KOnstanten Blutzuckerwert jenseits der 30 - lag sie ständig kurz vor dem Zuckerkoma mit Hirnschaden). Heute lach ich darüber, sie kaut gerade genüsslich ein Teil schweineohr und wartet auf ungeputzten Pansen mit Reis (ist gleich fertisch). Es ist ein AUtomatismus ihr täglich zwei Spritzen zu geben, teilweise nehme ich die Spritzen ins Auto mit und gebe sie ihr wenn die Ampel rot ist, und sie - sie kümmert sich nicht mehr sonderlich darum, sie weiss dass es ihr besser geht wie ohne und teilweise erinnert sie mich dran - dass sie eine braucht, sie meldet sich wenn ihr komisch wird (über oder unterzucker) und beim spazieren gehen habe ich schon visuell ihren in etwa Blutzucker drauf.
Spritzen kriegt sie seit 3 Jahren und ja, leider sind in ihrer Umgebung bereits 3 ihrer Art verstorben, jünger und gesünder wie sie so ist. Eine 3 jahre jüngere hat nun auch diabetes, aber die beschäftigen sich kaum mit dem Thema, das Tier wird leider eingehen.