Bissattacke im Tierheim

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  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #21
Darum geht's doch nicht welche Rasse wie beisst, es geht darum das man das manchmal auch einfach nicht vorhersehen kann. Manchmal gibts eben kein muskelanspannen oder andere Hinweise.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #22
Du unterstellst hier ein falsches Verhalten, Schweinemama.
Oder vermischst schon wieder!?
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #23
Unsere labradorhündin hat unseren Sohn im Vorbeigehen geschnappt, ohne vorherige Anzeichen. Er ist wie sonst auch vorbei gelaufen und sie hat nach ihm geschnappt und sogar nachgeschnappt.
Herausgestellt hat es sich, dass ein 5 jähriger einen rehrattler anscheinend gegen seinen Willen hochgehoben hat

@Schweinemama : ich habe es für dich nochmal extra deutlich markiert - zwei völlig unterschiedliche Situationen, die gar nichts miteinander zu tun haben und auch nicht verglichen werden können. Beim Ersten würde ich mir ernsthaft Gedanken um den Hund machen - egal ob Labrador oder nicht - und beim Zweiten hätten die Eltern noch eine drauf verdient weil sie das zugelassen haben. Wieder einmal vermischst du Sachen, die nicht vermischbar sind.

wunderbar, was einem da wieder unterstellt wird. Ich hatte wohl mehr kampfhunde im Besitz wie Otto Normalverbraucher.

Nö, nicht unterstellt, nur nach deinen Beiträgen gegangen. Du ziehst zu jedem Zeitpunkt über Listenhunde her, betonst immer wieder wie gefährlich diese Tiere isnd, wie man sie nur aus den Augen lassen kann, wie unverantwortlich diese Tierpflegerin gehandelt hat weil sie ihre Arbeit getan hat. Der Hund wurde nicht konfisziert weil er gebissen hat, der kam ins Tierheim mit dem Vermerk, "Zwickt halt manchmal." - daraus kann man nicht ableiten, dass der Hund mit schwerer Beschädigungsabsicht/Tötungsabsicht nach vorne geht.

Es kommen tagtäglich Hunde ins Tierheim obwohl man sie privat vermitteln könnte aber das ist Arbeit und die wollen viele LEute nicht. Also ab ins Tierheim, oft sogar als angebliche Fundhunde.

Und ja, es gibt genug Hunde, die ohne große Anzeichen angreifen. Und wenn man halt seiner Arbeit nachgeht, kann man schon mal ein Muskelanspannen verpassen. Joah, heißt also in Zukunft, nur noch zu Zweit jede Arbeit erledigen. Einer Arbeitet, einer steht da und guckt den Hund an. Ich frage mich, wer das zahlen will.

Von dem, was ich bis jetzt gelesen habe, war es ein schrecklicher Unfall durch eine Verkettung unglücklicher Ursachen. Der ehemalige Besitzer wusste garantiert ganz genau wie sein Hund drauf ist, hat aber scheinbar gelogen und den Hund harmloser gemacht als er ist. Dann war der Hund erst einen Tag da, war bis dahin unauffällig und die Tierpflegerin hat sich auf die Worte des Besitzers verlassen. Dass der Hund so austickt, konnte sie schlicht und einfach nicht wissen. Es tut mir für beide Frauen sehr leid und ich hoffe, dass sie es überleben. Und ja, ich hoffe, der Hund wird eingeschläfert, auch wenn ich dafür gesteinigt werde aber ein Hund, der so dermaßen auf MEnschen geht, ist eine tickende Zeitbombe. Egal welcher Rasse.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #24
Ich unterstelle mal, dass man anscheinend im tierheim nicht wusste welches Gefahrenpotential von einem unbekannten Hund ausgeht. Schlampig gewesen, unachtsam, schnell was erledigen wollen. Bad puplicity ist eben für eine sowieso schon verschriehene hunderasse tödlich. Würde mich nicht wundern, wenn Österreich demnächst wie Dänemark, am staffs komplett verbietet ( der 12 Jährige der halb totgebissen wurde 30 Minuten lang war auch nur ein Opfer, da sind die hunde über den Zaun gegangen, der liegt wahrscheinlich immer noch im Krankenhaus, gleiches bundesland).

Das Tierheim wirbt mit so vielen freiwilligen Helfern auf der Website, man kann nur hoffen, dass diese zwei Personen fix angestellt waren, sonst schauen sie wahrscheinlich durch die Finger. Hier in Österreich sperren schnell mal Tierheime zu, wenn es finanziell nicht mehr geht.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #25
Jetzt sind wir schon bei Schließungen der THs gelandet, weil Listenhunde beißen.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #26
Meine Güte...was für ein mieser,pampiger Ton hier schon wieder.....ich hab meine Meinung dazu und gut UND ich hab den Leichtsinn in TH weiß Gott schon zu oft selber miterlebt. Ich hab also durchaus eine Einschätzung zur Beschreibung wie es leider Gottes passiert ist und warum.Tschüss,auf solche Diskussion hab ich keine Lust.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #27
@demona ja wir haben dann einen Maulkorb besorgt den sie tragen musste aber beim Füttern ist es wieder passiert, sodass wir Konsequenzen gezogen haben und sie abgeben mussten. Es war ja auch kein Leben für die Hündin sie entweder in die Box zu stecken oder den Maulkorb umzuhaben. Auch wenn es mir sehr wehtat sie hergeben zu müssen aber sie schien plötzlich nicht mehr einschätzbar und war mehr oder weniger eine Gefahr für unseren Sohn.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #28
Ich unterstelle mal, dass man anscheinend im tierheim nicht wusste welches Gefahrenpotential von einem unbekannten Hund ausgeht. Schlampig gewesen, unachtsam, schnell was erledigen wollen. Bad puplicity ist eben für eine sowieso schon verschriehene hunderasse tödlich. Würde mich nicht wundern, wenn Österreich demnächst wie Dänemark, am staffs komplett verbietet ( der 12 Jährige der halb totgebissen wurde 30 Minuten lang war auch nur ein Opfer, da sind die hunde über den Zaun gegangen, der liegt wahrscheinlich immer noch im Krankenhaus, gleiches bundesland).

Das Tierheim wirbt mit so vielen freiwilligen Helfern auf der Website, man kann nur hoffen, dass diese zwei Personen fix angestellt waren, sonst schauen sie wahrscheinlich durch die Finger. Hier in Österreich sperren schnell mal Tierheime zu, wenn es finanziell nicht mehr geht.

Woher hätten sie es denn wissen sollen? Der Hund war EINEN Tag da und war in diesen 24 Stunden unauffällig. Er wurde vom Besitzer mit der Aussage "Zwickt mal" abgegeben. Woher soll man aus "Zwickt mal" ein "Beißt dich tot" machen?
Wäre der Hund wegen eines Bissvorfalles konfisziert worden, okay, dann hätte man sich das denken können. Oder wenn der Besitzer den Arsch in der Hose gehabt hätte und den Hund mit den Worten, "Der Hund beißt und ich komme damit nicht klar" abgegeben hätte aber so? In der Situation? Wohl kaum.
Würde der Hund einer andere Rasse angehören, würde man sih nicht fragen, "Wie konnte die Frau nur?" sondern nur "Was stimmt nicht mit dem Hund?"

Ich kenne die Website nicht aber ein Tierheim ohne freiewillige Helfer gibt es nicht. und selbst die sind - zumindest was ich bis jetzt gemacht habe - versichert. Ich habe in mehreren Tierheimen ehrenamtlich geholfen, ich war überall versichert.

@Jacky83 Darf ich fragen ob ihr bei der Abgabe ehrlich wart?Also habt ihr gesagt, dass sie gebissen hat und unberechenbar ist? Und ein Kind geht immer vor, da ist es für alle Beteiligten besser wenn der Hund woanders hinkommt.

Mein erster Gassihund war ein Schäfer, 6 Jahre, absoluter Tophund. Hat aufs Wort gefolgt, war leinenführig, von allem abrufbar udn top erzogen. Er wurde abgegeben weil er das Kind gebissen hat. Er kam ins Tierheim mit rausgerissenen Fellstellen, verbranntem Fell und einem Auge, das aussah als ob man etwas hineingestochen hätte. Der Hund ist auf Kinder extrem abgegangen. Erst hat er versucht auszuweichen und dann sind 40 Kg nach vorne gegangen, mit eindeutiger Beschädigungsabsicht.
Der Hund hat ein sehr schönes Zuhause bei einem Ehepaar gefunden, dessen Kinder bereits erwachsen waren und lebte dort noch 5 Jahre bevor er wegen Krebs eingeschläfert werden musste.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #29
@demona ja wir waren ehrlich, wir hätten auch nicht gewollt das sie unter den Vorraussetzungen nochmal zu Kindern kommt. Da sie durch einen kleinen Tierschutzverein weitervermittelt wurde weiß ich das sie wohl zu einem Paar mit einem Schäferhund gekommen ist. Wie es ihr jetzt allerdings geht weiß ich nicht obwohl ich es gerne wissen wollen würde. Ich hatte sie 8 Jahre und vermisse sie immer noch sehr.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #30
@demona : der Hund wurde bereits eingeschläfert, hab ich zumindest heute Nachmittag in den Nachrichten gehört.

@Schweinemama :
der 12 Jährige der halb totgebissen wurde 30 Minuten lang war auch nur ein Opfer, da sind die hunde über den Zaun gegangen, der liegt wahrscheinlich immer noch im Krankenhaus, gleiches bundesland).

die aktuelle "Tierheim-Geschichte" war in der Steiermark - das Kind, wo die Hunde über den Zaun sind & Großvater (?) ihn gefunden hat war in Oberösterreich (Ottensheim)....
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #31
Schweinemama, ich finde es mehr als traurig und krass, wie du über die Mitarbeiter des Tierheims herziehst.
Warum gehst du nicht vor Ort und sagst denen das ins Gesicht, so wie du es hier sagst?
Geh hin und mach es besser!

Sorry, aber deine Aussagen sind einfach richtig, richtig sch****!
Verzeiht meine Schreibweise, aber mir platzt gerade echt die Hutschnur....
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #32
@demona : der Hund wurde bereits eingeschläfert, hab ich zumindest heute Nachmittag in den Nachrichten gehört.

@Schweinemama :

die aktuelle "Tierheim-Geschichte" war in der Steiermark - das Kind, wo die Hunde über den Zaun sind & Großvater (?) ihn gefunden hat war in Oberösterreich (Ottensheim)....

Ich bin ehrlich, das freut mich. Also, dass der Hund eingeschläfert wurde.

Der zweite Fall ist doch der, wo der Hund schon einen Bissvorfall hatte und dann mit einer Hündin aus dem Garten abgehauen ist weil der Besitzer zu blöd zum aufpassen war, oder? An dem Fall hat man gesehen, dass Regeln und Gesetze nichts bringen wenn sie nicht umgesetzt werden. Hund hat gebissen, hatte wahrscheinlich Auflagen und konnte trotzdem aus einem ungesicherten Garten abhauen. Gut, der Besitzer hat ihn einschläfern lassen aber diese Aktion kam für den Jungen zu spät. Weiß man eigentlich wie es dem Kind mittlerweile geht?
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #33
ja beide hunde wurden eingeschläfert.

ich hoffe, dass etwas getan wird, gerade für die Sicherheit in Tierheime. Es kann nun mal nicht sein, dass ein hund in wien auffällig wird, gebissen hat, und das das Tier in Niederösterreich, Steiermark oder Tirol plötzlich wieder jungfräulich damit anfangen kann.

keine Ahnung wie es dem Buben geht, soviel man weiss würde er in künstlichen Tiefschlaf versetzt, wurde aufgeweckt, hat wohl ein Trauma. Das letzte was in der Zeitung stand dass er auf normalstation liegt mittlerweile.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #34
Es kann jeder hund. Zu Zeiten meiner aktiven Zeit wurden wir mal gerufen: Kind von hund gebissen. Herausgestellt hat es sich, dass ein 5 jähriger einen rehrattler anscheinend gegen seinen Willen hochgehoben hat und zur Brust genommen hat. Kind hatte schwerste augenverletzungen, ein Augapfel war offensichtlich nicht mehr stabil in der Augenhöhle. So was bekommt ein Rottweiler nur mit sehr viel Kraft hin, dem Buben hat der kleine Dreck mit einmal schnappen und nachschnsppen auch noch die halbe Nase angerissen. Hunde sind keine Menschen und auch keine besseren Menschen. Sie zeigen nämlich 0 Toleranz.

Sehe ich in dem Fall ganz anders, da haben die Eltern die Aufsichtspflicht verletzt und der Hund wurde gegen seinen Willen hochgehoben. Kleine Kinder darf man auf keinen Fall mit einem Hund alleine lassen, egal wie lieb der ist. Die können die Körpersprache von einem Hund nicht lesen und sind in ihrem Verhalten genauso unberechenbar wie der Hund.

Ich bin der Meinung das gut sozialisierte Hunde sehr wohl eine Toleranzschwelle haben und nicht jeder Hund hat 0 Toleranz. Es gibt durchaus Hunde die 0 Toleranz oder eine nur sehr niedrige Toleranzhöhe haben. Ich habe erst letzten Donnerstag wieder einen Bericht über die Hunderetter in England gesehen, da werden Hunde total krank und verwahrlost aus Häusern geborgen und die schaffen es mit den Tieren gut umzugehen und sie zu beruhigen. Es wurden auch zwei Stuffs in Obhut genommen, die haben ihren Retter fast "halbtot geschmust", als er sie besuchte.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass in einigen Hunderassen ein größeres Gefahrenpotential lauert als in anderen, der Auslöser ist aber am anderen Ende der Leine zu suchen, es kommt darauf an, was man mit den Hunden macht, wie man mit ihnen umgeht. Leider kann man fast alle Hunde zu einer "Gefahr" machen oder in vielen Fällen, wird schon gleich bei der Zucht dieser Tiere oder vielmehr bei der Aufzucht der Welpen der Grundstein für ein Karriere als "Beißer" gelegt. Nur gehören manche Hunde schon von ihrer Veranlagung her nur in erfahrene und verantwortungsvolle Hände, dazu zähle ich auch die sogenannten Listenhunde, aber auch die sind nicht von Natur aus böse, im Gegenteil, es sind äußerst sensible Tiere, wo es eben sehr leicht schief gehen kann, wenn man sie falsch behandelt.

Ich hatte selbst schon 2 Hunde, beide Hunde sind immer frei rumgelaufen, ich konnte ihnen in jeder Situation vertrauen, sie haben nie jemanden gezwickt oder gebissen. Trotzdem habe ich seither großen Respekt vor Hunden, weil ich durch meine Hunde um ihre Kraft vor allem um ihre Beißkraft weiß, dass wird einem erst bewusst, wenn man sie füttert und selbst einen Hund hält. Obwohl ich ihnen zu 100 % vertraut habe und nie etwas passiert ist, hätte ich sie trotzdem nie mit kleinen Kindern allein gelassen.

Ich weiß von einem Fall der zum Glück glimpflich ausgegangen ist und sogar unter Aufsicht passiert ist. Ein Retriever-Labrador-Mix ganz liebes Tier, Kind 3 Jahre alt, der Hund rempelt die Kleine um, die greift im Fallen um sich und erwischt den Hund am Schwanz und versucht sich festzuhalten, der Hund erschrickt und schnappt zu. Die Tochter hatte eine Bißwunde am Arm, die zwar nicht genäht aber desinfiziert werden musste und AB hat sie auch bekommen.
 
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  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #35
Hallo,
ich empfinde es als schön, dass wie uns hier im Forum über solche Ereignisse austauschen können,
denn so kann man auch erfahren , wie gefährlich Hunde werden können
und welche Gedanken jeder dazu hat .
Ich denke, es wäre nicht sinnvoll , hierzu seine Meinung zurückzuhalten , oder gar auf das endgültige Urteil irgendwelcher Fachleute zu warten, jeder hat immer ein Recht auf seine eigene Meinungen
und ich empfinde es als anregend und Bereicherung , viele andere Vorstellungen kennen zu lernen ,
auch wenn ich vieles nicht teilen kann und völlig anders denke.

Also , ich danke Dir Schweinemama , für des Thema - Bissattacke im Tierheim .


Fritz.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #36
Laut Zeitung hat sich der hund in den Arm des älteren Opfers so verbissen, dass in der Wunde ein hundezahn gefunden wurde.

Sowas ist sowieso unvorstellbar. Ich hoffe die beiden kommen ohne bleibende Schäden davon.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #37
Fritz: Diskussionen sind gut und erweitern das Selbstbild.
Die Frage ist, bis zu welchem Maß ist es moralisch vertretbar, ueber individuelle Ereignisse zu beurteilen?
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #38
Entschuldigung- das letzte Wort sollte urteilen heißen.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #39
Ich bin der Meinung das gut sozialisierte Hunde sehr wohl eine Toleranzschwelle haben und nicht jeder Hund hat 0 Toleranz. Es gibt durchaus Hunde die 0 Toleranz oder eine nur sehr niedrige Toleranzhöhe haben.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass in einigen Hunderassen ein größeres Gefahrenpotential lauert als in anderen, der Auslöser ist aber am anderen Ende der Leine zu suchen, es kommt darauf an, was man mit den Hunden macht, wie man mit ihnen umgeht. Leider kann man fast alle Hunde zu einer "Gefahr" machen oder in vielen Fällen, wird schon gleich bei der Zucht dieser Tiere oder vielmehr bei der Aufzucht der Welpen der Grundstein für ein Karriere als "Beißer" gelegt. Nur gehören manche Hunde schon von ihrer Veranlagung her nur in erfahrene und verantwortungsvolle Hände, dazu zähle ich auch die sogenannten Listenhunde, aber auch die sind nicht von Natur aus böse, im Gegenteil, es sind äußerst sensible Tiere, wo es eben sehr leicht schief gehen kann, wenn man sie falsch behandelt.

Stimme ich dir vollkommen zu.

Schauen wir mal auf die Listen, wer steht da drauf? Fast nur Terrier und ehemalige Schutzhunde/Herdenschutzhunde. Die ganzen Terrier-Rassen heißen ja nicht nur so weil keine andere Bezeichnung übrig war, es sind und bleiben Terrier. Mutig, treu, mit Drang nach vorne, furchtlos und festbeißend - beim Jack Russell werden diese Eigenschaften als Toll angesehen, beim Bullterrier und Staff als schlecht. Es sind alles Terrier und dessen muss man sich einfach bewusst werden. Leider werden gerade die Listenhunde immer ins Extreme geschoben: reißende Bestien vs. alles tot schmusende Steifftierchen. Würde man sie als das sehen, was sie sind, nämlich teilweise sehr kräftige Terrier mit den typischen Eigenschaften eines Terriers, würde das viele Probleme von vorne herein nicht entstehen lassen.

Oft ist es auch das verschobene Weltbild. Man darf ja gar nicht mehr Kampfhund sagen, schon wird man gelyncht. Warum? Es waren Kampfhunde, sie wurden genau dafür gezüchtet. Als Hunde, die gegen andere Hunde oder Wild kämpfen. Punkt. Einen Jagdhund darf ich Jagdhund nennen, einen Hütehund Hütehund, einen Begleithund Begleithund aber wehe ich nehme das böse Wort Kampfhund in den Mund.

Beim Jagdhund wundert sich keiner wenn er jagen will, wenn er die Ansätze von kleinauf mitbringt. Beim Hütehund genauso. Aber wenn ein Terrier ein terriertypisches Verhalten auspackt, wird so O.O geschaut. "Aber du bist doch ein Kampfschmuser, du bist doch kein Kampfhund." wie ich diese Sprüche hasse.

Ja, große Hunde können einem Menschen gefährlicher werden als kleine Hunde, schon von der Größe her. Ich habe eine 16 Kg Hündin und einen 25 kg Rüden, beide eher im Mittelfeld. Ich weiß, dass meine Hunde nett sind, dass sie lieb sind und nicht ohne Grund beißen würden aber ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen. Bella eher weniger, die würde imemr nach hinten gehen aber Loki? Wenn er genug bedrängt oder bedroht wird, weiß ich nicht ob er nicht auch nach vorne gehen würde. Und er ist ein sehr sensibler Hund.

Falsche Rassewahl, falsche Rassevorstellung, falsche Selbstdarstellung, falscher Umgang mit dem Tier, das sind meiner Meinung nach die Gründe warum ein Hund beißt. Ein kleiner Prozentsatz kann man wahrscheinlich auch als Unfall abtun. Wie das hier:
Ein Retriever-Labrador-Mix ganz liebes Tier, Kind 3 Jahre alt, der Hund rempelt die Kleine um, die greift im Fallen um sich und erwischt den Hund am Schwanz und versucht sich festzuhalten, der Hund erschrickt und schnappt zu. Die Tochter hatte eine Bißwunde am Arm, die zwar nicht genäht aber desinfiziert werden musste und AB hat sie auch bekommen.
das wäre für mich ein bedauerlicher Unfall, für den keiner wirklich verantwortlich ist. Der Hund hat sich erschrocken, es tat vielleicht auch weh und er wollte wahrscheinlich nur abschnappen - dafür spricht, dass es nicht genäht werden musste - und hat leider getroffen.

Laut Zeitung hat sich der hund in den Arm des älteren Opfers so verbissen, dass in der Wunde ein hundezahn gefunden wurde.

Sowas ist sowieso unvorstellbar.
Das ist ein Terrier, die sollen sich verbeißen um das Wild/Gegner festzuhalten. Bei manchen Terrierrassen ist das ausgeprägter als bei Anderen und je nach Vorgeschichte des Hundes wird das ausgelebt. Das ist nicht unvorstellbar, das ist für mich typisch Terrier.

Jede Rasse hat rassetypische Eigenschaft, man kann die Rasssen untereinander nicht vergleichen und irgendwo blitzt es immer durch. Eine Userin eines anderen Forums hat das mal sehr treffend formuliert: "Genetik siegt immer."

Wir waren am Wochenende spazieren und wollten dann noch in ein Cafe. Direkt auf einer Ecke saß ein Paar mit großem Schäferhund, der uns schon sehr genau angeschaut hat.

Ich ahbe die Köter kürzer genommen, auf die abgewandte Seite und wollte auf der anderen Seite des Außenbereiches vorbei. Hat dem Schäfer nicht gereicht, er sprang auf und kläffte kurz bevor er vom Besitzer abgestellt war. Ein typisches Schäferbellen nach dem Motto, "Ey, verschwinde Alter, mein Gebiet." Nichts weltbewegendes.

So, als wir saßen, sagte mein Mann, "Der Hund muss aber noch erzogen werden."
Ich "Welcher?"
Er "Der Schäferhund."
Ich "warum?"
Er "Na, der hat gebellt als wir kamen. Wenn er nicht ruhig bleiben kann, sollte er nicht hier sein."

Gleiche Situation, zwei Meinungen.
Mein Mann war der Meinung, dass der Hund nicht hätte bellen dürfen. Dass er - wie die zwei Deppen - ruhig unterm Tisch zu liegen hat. Er vergleicht einen ausgewachsenen SChäfer mit der Kröte und einem KHC, die Beide nicht über den Schutz- und Wachtrieb eines Schäfers verfügen.
Ich war der Meinung, dass der Hund uns nur kurz mitgeteilt hat, dass wir eigentlich unerwünscht sind. Ein Verhalten, was ich typisch für Schäferhunde finde und was in meinen Augen nicht schlimm war. Der Hund war die restliche Zeit absolut unauffällig, selbst als er von zwei Wuschelhunden angekläfft wurden und sich die Besitzer so gefreut haben, dass ihre Zwei es dem Schäfer mal zeigen.
 
  • Bissattacke im Tierheim Beitrag #40
Das Problem ist die bezeichnung: Jagdhund, hier laufen etliche ausgezeichnete jagdhunde herum. Bekannter meines Vaters hat seit Jahren amtierende staatsmeister, um Land unterwegs, verunfalltes wild aufspüren (das ist kein jagen), menschensuche, lebend oder tot spielt keine Rolle. Bis zu 3 Tagen ist die Spur noch "heiss", ausgenommen es regnet, da fallen die Chancen für das Auffinden rapide, und es dauert länger.

Ich würde diese hunde nicht mehr als hunde bezeichnen, sondern als workoholics, als Familienhund absolut ungeeignet, die leben im Wohnwagen und sind 3/4 des Jahres im Dienst. Ist mittlerweile sein hauptjob, inkl. Einsätze mit anseilem von Helikoptern oder falschirmsprung.

Geprüfte und ausgebildete jagdhunde auf höchstem Niveau, jagen tun sie nicht, oder nur auf Aufforderung, wobei sie das Tier auf den Boden bringen, ohne Zähne, ohne Attacken, ohne Berührung. Wenn z.b Reh oder Elch auf der Autobahn sind, machen die Tiere das wild dingfest. Sie würden aber nie ein Tier anfallen.

Ich denke, die meisten Menschen haben da falsche Ideen im Kopf, ein jagdhumd-ausgebildet erlegt kein wild. Das ist eu weit verboten. Im Gegenteil, diese jagdhunde sind auf gehorsam zu trainieren, absolutes gehorsam. Und das ist etwas was couchpotatoe Familienhund auch, wenn es in seinen Genen steckt- niemals vermittelt werden kann. Im Gegenteil, Enten hochjagen im Stadtpark ist cool- und sollte er die eine oder andere erwischen, war sie wohl krank.

Die jagdhunde haben gute Nasen, spüren auf, treiben in Ecken und warten auf Verstärkung. Etwas was zwischen Spürhunde, hütehund und Kampfhund angesiedelt ist, aber definitiv kein offensives jagen.
 
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