Bissattacke im Tierheim

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demona

demona

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Das sind aber alles Sequenzen des Jagens.

Spur suchen und finden, Spur folgen, Wild stellen/Menschen finden. Das sind alles Sequenzen des Jagens, nur, dass die letzte Sequenz - das Töten - meist abtrainiert wird. Je nach Rasse alleine oder in der Meute, aber alles sind Jagdhunde. Viele Windhunde gehen sogar bis zur letzten Sequenz und ich glaube, das ist sogar erlaubt. Bei der Jagd auf
Hase und Niederwild, zumindest in Spanien wenn ich nicht ganz irre. Ein Hund, der da nicht tötet, überlebt nicht lange. Die werden los gelassen und sollen Beute machen.

Als Mantrailer kenne ich auch viele Labis, Goldis, teils Hovawart, viele Jagdhunde, Pudel, teils Schäfer - im Endeffekt alles Hunde, die gerne mit der Nase arbeiten und gerne mit dem Menschen arbeiten.

Als echten Jagdhund sehe ich eher die Hunde, die selbstständig Spuren suchen - Nachsuche nach Wildunfall - oder bei Treibjagten.

Mir geht es eher darum, dass sich bei einem Beagle oder Weimaraner keiner wundert, wenn der Spuren verfolgt, wenn der Wild jagt - "Das ist halt ein Jagdhund."

Wenn der Border Collie plötzlich Kinder oder Erwachsene hütet, wird gesagt, "Das ist halt ein Hütehund."

Wenn aber der Terrier - egal welche Listenrasse - plötzlich terriertypisches Verhalten auspackt, wird gesagt, "gemeingefährlich! Einschläfern!" Diese Unterscheidung wollte ich ansprechen. Der Jagdhund heißt ja nicht Jagdhund weil er gerne mit dem Reh Karten spielt. Und ein Terrier ist eben ein Terrier und hat typischen Verhalten.

Und nein, ich will das nicht als Ausrede für mangelnde Erziehung nutzen. Jeder Hund gehört erzogen oder an die Leine, egal welcher Rasse oder Mischung.
 
S

Schweinemama

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Heute hat sich der Hundebesitzer zu Wort gemeldet. Für ihn kam das aus heiteren Himmel.

Im tierheim in wien wurde der hund nicht angenommen, wegen unvermittelbarkeit der Rasse. Er möge es doch in einem anderen Bundesland versuchen. Es beisst sich immer wieder die Katze in den schwanz beim tierschutz, in wien, gibt es einige dieser spezifischen Rassen die 5x zurück ins heim kommen, weil sie gebissen /gezwickt haben, und wo Potential für andere hunde fehlt. Die hunde wären halt nur was für Spezialisten (und die letzten 3 Besitzer waren das wohl nicht) Und dann gäbe es hunde die nach sozialisierung doch noch möglicherweise zu retten gewesen wären. Wenn den hund ein tiertrainer angeschaut hätte, wenn.....
 
S

Simpat

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Das Problem ist die bezeichnung: Jagdhund, hier laufen etliche ausgezeichnete jagdhunde herum. Bekannter meines Vaters hat seit Jahren amtierende staatsmeister, um Land unterwegs, verunfalltes wild aufspüren (das ist kein jagen), menschensuche, lebend oder tot spielt keine Rolle. Bis zu 3 Tagen ist die Spur noch "heiss", ausgenommen es regnet, da fallen die Chancen für das Auffinden rapide, und es dauert länger.

Ich würde diese hunde nicht mehr als hunde bezeichnen, sondern als workoholics, als Familienhund absolut ungeeignet, die leben im Wohnwagen und sind 3/4 des Jahres im Dienst. Ist mittlerweile sein hauptjob, inkl. Einsätze mit anseilem von Helikoptern oder falschirmsprung.

Geprüfte und ausgebildete jagdhunde auf höchstem Niveau, jagen tun sie nicht, oder nur auf Aufforderung, wobei sie das Tier auf den Boden bringen, ohne Zähne, ohne Attacken, ohne Berührung. Wenn z.b Reh oder Elch auf der Autobahn sind, machen die Tiere das wild dingfest. Sie würden aber nie ein Tier anfallen.

Ich denke, die meisten Menschen haben da falsche Ideen im Kopf, ein jagdhumd-ausgebildet erlegt kein wild. Das ist eu weit verboten. Im Gegenteil, diese jagdhunde sind auf gehorsam zu trainieren, absolutes gehorsam. Und das ist etwas was couchpotatoe Familienhund auch, wenn es in seinen Genen steckt- niemals vermittelt werden kann. Im Gegenteil, Enten hochjagen im Stadtpark ist cool- und sollte er die eine oder andere erwischen, war sie wohl krank.

Die jagdhunde haben gute Nasen, spüren auf, treiben in Ecken und warten auf Verstärkung. Etwas was zwischen Spürhunde, hütehund und Kampfhund angesiedelt ist, aber definitiv kein offensives jagen.
Also ich verstehe überhaupt nicht, worauf du hinaus willst. Was willst du damit sagen, dass ein Jagdhund kein Jagdhund ist, dass ein Jagdhund nicht als solcher bezeichnet werden sollte?

Natürlich ist es ein Unterschied, ob ein Jagdhund entsprechend ausgebildet ist und auch jagdlich geführt wird oder ob er als Familienhund gehalten wird und es da dann zu Problemen kommt, weil er nicht ausgelastet genug wird und der Trieb immer wieder entsprechend durchschlägt und vor allem dann, wenn er nicht ausreichend erzogen wurde.

Egal, wie sie gehalten werden, die meisten Jagdhunde haben in ihren Genen nun mal einen stark ausgeprägten Jagdtrieb und nahezu jeder Jagdhund würde Wild auch jagen und zur Strecke bringen, wenn sie nicht entsprechend ausgebildet und jagdlich geführt werden. Wobei es auch öfters vorkommt, dass ein Jagdhund die Prüfung nicht besteht, weil er zu wenig Trieb hat oder auch zu viel bzw. der absolute Gehorsam fehlt und er sich eben nicht abrufen lässt oder auch das Wild doch direkt angeht. Nicht jeder Jagdhund ist als Jagdhund geeignet.

Der Trieb des Jagdhundes muss dementsprechend geleitet werden, damit er nicht einfach alles jagt, was ihm vor die Füße kommt. Deswegen sollte man auch einen Jagdhund, wenn er nicht jagdlich geführt wird durch viel Nasenarbeit, Apportiertraining usw. seinem Trieb entsprechend auslasten. Wobei es auch Jagdhunde gibt, welche mehr auf Sicht als auf Nase gehen z.B. viele Windhunde gehen viel mehr auf Sicht als auf Witterung.

Ich verstehe aber immer noch nicht, was du jetzt sagen wolltest?

Das Problem ist die bezeichnung: Jagdhund, hier laufen etliche ausgezeichnete jagdhunde herum. Bekannter meines Vaters hat seit Jahren amtierende staatsmeister, um Land unterwegs, verunfalltes wild aufspüren (das ist kein jagen), menschensuche, lebend oder tot spielt keine Rolle. Bis zu 3 Tagen ist die Spur noch "heiss", ausgenommen es regnet, da fallen die Chancen für das Auffinden rapide, und es dauert länger.
Natürlich ist das "Jagen" man macht sich den Jagdtrieb zu nutze und lenkt das Verhalten in andere Bahnen, aber ohne den Jagdinstinkt, könnte man dass nur schwer aus den Hunden herausholen.

Bei Jagdhunden wird die natürliche Veranlagung des Hundes als Jäger gezielt gezüchtet und entsprechend in Bahnen gelenkt. Die meisten Jagdhunde gehören zu den sogenannten Vorstehhunden, aber auch sie müssen das richtige Verhalten erst noch lernen, sie haben eine Veranlagung dazu und zeigen das gewünschte Verhalten - Vorstehen und nicht angreifen des Wildes - zwar oft auch schon von sich aus, aber es muss trotzdem entsprechend geschult und trainiert werden.
 
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demona

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Kurzer Zwischenwurf, es gibt Neues aus dem Steirischen Tierheim.
Hund nach Bissattacke in steirischem Tierheim eingeschläfert

Der Hund hatte wohl neurologische Probleme, der ehemalige Besitzer hat eindeutig gelogen als er den Hund abgegeben hat und es wird gegen den Mann wohl ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der hund wurde im Tierheim auch getestet und verhielt sich absolut unauffällig.

Also alles in allem ein schrecklicher Unfall für die zwei Frauen, auch wenn es mir sehr, sehr leid tut.
 
Jacky83

Jacky83

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Da ist wohl bei dem Hund ne Synapse durchgebrannt und evtl. gab es noch andere neurologische Gründe. Vielleicht ist er auch geschlagen worden und wurde deshalb aggressiv als der diesen Stab sah. Es tut mir jedenfalls um die Pfleger und den Hund leid.
 
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Simpat

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Dann hat es in meinen Augen absolut nichts mit "Listenhunden" zu tun, es ist natürlich sehr bedauerlich und es ist leider so, dass Mitarbeiter vom Tierheim natürlich ein deutliches größeres Risiko tragen bei ihrer Arbeit verletzt zu werden.

Aber einen wirklich Schuldigen sehe ich hier nicht mit Ausnahme des Hundebesitzers, wenn der davon wirklich wusste und bei der Abgabe gelogen hat.
 
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Schweinemama

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Schuldzugeständnisse sind immer schwierig. Der hund ist schuld, das Problem erledigt. Das Gericht, kann den Hundebesitzer verklagen, auch wenn der diesen hund am Waldrand isoliert gehalten hat, und die Reizschwelle des Hundes nie wirklich bis zum Limit getrieben hat. Ist das gesetzlich vorgeschrieben, dass man den hund so reizen muss, dass er mal reagiert, damit man weiss, ob er agressiv wird.

Ich halte es für schwierig, denn auch im tierheim darf man sich nicht auf Aussagen von einem Tierhalter verlassen. Ein hund in dieser Situation, mit tierheim, andere verhaltensgestörten Hunden und kompletter Überforderung, da muss es nicht unbedingt ein kampfhund der nach vorne geht und seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Sowas sollte aber auch ein tierheim wissen, dass es Tiere gibt die mit der Situation tierheim nicht umgehen können und total durchdrehen. Auch der 12 Jährige blinde, zahnlosen Dackel, würde in dieser Situation total durchdrehen.

Habe selber so einen hund, der so aufgewachsen ist. Nun nach 6 Wochen Wald traut er sich alleine raus, wenn man ihn von einem anderen Gebäude ruft, geht er frei, ruhig aber angespannt etwa 100 Meter frei, ohne links oder rechts zu schauen kommt er angetrabt. Es ist dennoch eine Überwindung, und es macht ihn täglich stolz, dass er sich das traut.

Souverän ist was anderes, die Cairndame wirft immer noch mit Selbstbewusstsein, den einen oder anderen fuchswelpen hochkant raus, wenn die Rasselbande wiedereinmal in die Garage kommt um Kübel, Schuhe oder anderes Zeug zu stehlen. Die Tiere haben es ja lustig, trotzdem verzerren sie immer wieder Sachen oder verhängen sich im fischereinetz. Labi kann da nur fassungslos zusehen, das terretorialverhalten hat er nicht, auch ist er anderen Tieren gegenüber viel sozialer.
 
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Nienor

Nienor

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Ich halte es für schwierig, denn auch im tierheim darf man sich nicht auf Aussagen von einem Tierhalter verlassen.
Haben sie doch gar nicht?!
Der Hund hat verschiedene Tests durchlaufen und war dabei unauffällig. Da wurde sich nicht nur auf den Vorbesitzer verlassen.
Und auch, dass die Tests nun erweitert werden, spricht für einen rationalen und professionellen Umgang. Da wird nicht fahrlässig mit Tieren und möglichen Gefahren umgegangen.
Schlussendlich kam es durch die Verknüpfung verschiedener Ereignisse nun zu einrm tragischen Unfall. Aber Risiken wird mal nie auf Nullkommanull runterbringen können. Leider.
 
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Schweinemama

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Ich bin der Meinung, dass die Tierheime verstaatlicht werden müssten. Das ist ja nicht im Sinne des tierschutzes, wenn Tierheime hunde ablehnen können, oder dem Besitzer erklären, Fahrens mit dem hund in die Steiermark. Ja, tja, wieviele hunde gibt es jedes Jahr die irgendwo angebunden werden, weil man eben nicht ins tierheim (oder gar der Ratschlag vom wiener tierheim 600 Kilometer hin und Rückweg fahren sollte, wenn man ihn loswerden will).
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Und das würde durch eine Verstaatlichung wie genau gelöst, dass die Heime schlicht voll sind?
 
Son-Gohan

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Warum genau, soll ein Tierheim ALLE Tiere aufnehmen müssen?

Wenn du ja scheinbar so die große Ahnung hast, dann mach was. Werd aktiv und schwing hier nicht nur große Reden :)
 
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Schweinemama

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Und das würde durch eine Verstaatlichung wie genau gelöst, dass die Heime schlicht voll sind?
Das wird ein Problem sein, das der Staat zu lösen hat. Schafft aber mit Garantie mehr Arbeitsplätze.

Sehe es ja hier selber, an unserer vermeintlichen Pflegestelle. Einzelperson, dauerkrankenstand, nimmt entweder hunde in Pflege (wäre es gegen Bezahlung ist es extrem illegal-den Amtsarzt hat bereits ein anderer Nachbar eingeschaltet, Amtsarzt hat noch nicht gehandelt). Die letzten Zählungen liegen bei 9 Hunden (+2 die irgendwo im Wald rumlaufen, morgen beginnt jagdsaison) auf 70 m2, dazu einige Katzen, wohl mehr als 5. 2 Hunde sind vor etwa 10 Tagen ausgekommen, 3 Katzen sind ausgekommen ( die Tiere würden schon heimkommen, weil sie sich bei ihr wohlfühlen- gestrige Rückfrage- die sind immer noch unterwegs-5 tiere) , morgen kommen Pferde. Wieviele weiss nur der Hergott. In jedem europäischen Land geht das als Animalhording durch. Das Haus sieht aus, nach 10 Tagen Nutzung, unbeschreiblich. Mittlerweile ist das Grundstück mit einem kleintierzaun eingezäunt, das für den Rottweiler (ganz lieb tut nix), wahrscheinlich auch kein Hindernis ist. 3 zerkratzte Autos wurden gemeldet durch vorbeifahren, das Wohnzimmerfenster ist kaputt, da ging der Rottweiler durch ( wenigstens ist er nicht rausgesprungen) weil ich so blöd war um mit Labi auf der öffentlichen Strasse vorbei zu marschieren- das war das erste und letzte kennenlernen mit diesem 70 Kilo Koloss. Hoffe ja blos für uns alle, dass ihr ihre großen hunde nicht auskommen. Die Nachbarn, alle etwa 80 plus fürchten sich ( etwaige Rückfragen werden von der TierheimBesitzerin total ignoriert, Mietvertrag wurde sofort gekündigt, bleiben kann sie noch 12 Wochen, wenn sie sich rausklagen lässt auch länger).

Gesetzlich darf sie 3 hunde haben, ab 4 greift der Staat ein. D.h. behördliche kontrolle der Wohnung, einzäunung des Grundstücks, Befragung der Nachbarn. Schriftliche Erlaubnis aller Nachbarn (wird schwer, 2 Kilometer entfernt beginnt naturreservat (direkter nachbar), dh. Das gehört dem Staat, aussiedlung von Luchs wolf und Co sind hier in den letzten Jahren passiert, absolute leinenpflicht ganzjährig). Sollte sie im tierschutz arbeiten darf sie haben 3 eigene Hunde (+1 mit Erlaubnis des vetrenärs), plus bis zu 9 hunde in Vermittlung. Das heißt wir sind hier bei 12 Hunden - die 70 m2 Wohnfläche werden wohl oder übel nicht reichen, vielleicht für 3.

Staatliche Tierheime gibt es hier nicht, man arbeitet mit Organisationen zusammen, was dabei rauskommt sieht man hier, selbst die Wasserversorgung der Anlage ist fraglich, hausbrunnen bei 4 Meter Tiefe-pumpe etc. Alles ausgerichtet für einen 3-4 personenhaushalt) , der schon mal versiegt wenn es trocken wird.
 
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Hundefreundin12

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Wss hat die PS mit dem Thema zu tun?
 
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Schweinemama

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Es zeigt, dass wenn der Staat nicht handelt, es Wildwuchs gibt. Und dann hat man das Problem mit rumänischen strassenhunden, die in unbmvorbereitete Familien kommen. Oder pittbullhalter, die sich ihren hund nach fellfarbe aussuchen, aber heillos überfordert sind, wenn es darum geht, ein Tier zu halten, mit all der Reichweite von Charakter, Neigungen und ähnlichen (d.h. erziehen, besuch von Hundeschulen und sozislisierung). Heute geht man 8 stunden arbeiten und freut sich, wenn einen der hund zu Hause begrüßt. An Auslastung ist da kaum zu denken.

In Österreich nehmen sich die wenigsten Hundehalter, hunde aus dem Tierschutz (da wird man geprüft und man muss eine Eignung haben. Was zum Teufel interessiert der tierschutz, ob ich arbeite, ob ich Nachbarn habe, oder gar-wohin mit dem hund, wenn ich krank bin. Ich will einen hund, jetzt und sofort - den da, packen sie ihn mir ein- ich bin hundeexperte). Diese Fragen sind aber wichtig, den sie gehen direkt auf den Wunden Punkt, was tun, wenn man die Arbeit verliert, ins Krankenhaus muss, oder es Probleme mit dem hund gibt. Das einzige Problem das für neo-hundebesitzer gilt: ich will einen hund, und habe jetzt noch keinen.
 
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Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Also ich bin jetzt auch nicht begeistert von der Regierung usw in DE, aber meinste nicht, dass die Diskussion zu weit ab geht!?
Dann mach doch n Diskussionsthread für Tierschutzarbeit auf, da passt das besser.
 
Tompina

Tompina

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Faszinierend, was man anscheinend aus den uns weiterhin nicht vollständig und eindeutig bekannten Hintergründen eines Arbeitsunfalles in einem Tierheim - wie er immer und überall passieren kann, wenn Lebewesen auf Lebewesen treffen - ableiten kann in Bezug auf die allgemeine Tierschutzarbeit, den Staat und wahrscheinlich auch die nächste Mondmission. 🤔

Tragisch und schlimm, was da passiert ist. Und für den Hund vermutlich tatsächlich besser, dass er eingeschläfert wurde bevor ihm eine Wanderpokal-Karriere durch Expertenhände und Tierheime vollends den Rest gegeben hätte. Aber irgendwie für mich alles kein Grund den Tierschutz an den Pranger zu stellen, den Staat in die Pflicht zu nehmen oder gar irgendwelche Hunderassen auszurotten.

Die Variable Mensch ist leider immer die Unbekannte, in egal welcher Gleichung. Und Hunde sind im Endeffekt immer nur der Spiegel der Menschen, denen sie in ihrem Leben bereits begegnet sind bzw. der Spiegel der Situation, in die sie durch Menschen gebracht werden. Einzig und alleine die Menschen können etwas an der Situation ändern - jeder für sich - wenn sie bereit sind sich selbst zu reflektieren und auch Schwächen und Fehler einzugestehen, denn nur dann kann vermieden werden, dass Situationen eskalieren oder schief gehen. Da hilft meiner Meinung nach aber auch kein Eingreifen vom Staat, da müsste man einfach ne große Ladung gesunden Menschenverstand verteilen. 😉

Und ganz nebenbei lebt bei mir hier ein Hund, der bei jedem Test durchgefallen wäre und der sicher gefährlicher ist - in seiner für Außenstehende vorhandenen Uneinschätzbarkeit - als viele sogenannte "Problemhunde", die wie Demona schon ausführlich beschrieben hat, teilweise einfach nur rassetypische und somit menschengewollte (!) Verhaltensweisen zeigen. Als Podenco und mit seinem Zuckerblick ist sein Anblick mit Maulkorb meistens eher Anlass zu Protest "Der arme Hund!", als ein Grund tatsächlich Abstand zu halten. Und daran sehe ich immer wieder, dass der Mensch in seiner Selbstüberschätzung die eigentliche Gefahr ist bei solchen Themen. Hunde sind keine Fellroboter, die man zur Bespaßung aus dem Schrank holt und die ansonsten bitte unauffällig und völlig klaglos nebenher laufen müssen. Da das gerne vergessen wird, geht bei Tierschutzvermittlungen übrigens nicht unbedingt häufiger als bei Züchtervermittlungen soviel schief! Und nicht weil der Staat nicht die Hand auf Tierheimen hat...
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Tompina ist zurück und ich möchte dich knutschen 🥳
 
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Von mir auch ein Knutscher, Tompina. 😘 Willkommen zurück, lange nichts von dir gelesen.
 
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Schweinemama

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Faszinierend, was man anscheinend aus den uns weiterhin nicht vollständig und eindeutig bekannten Hintergründen eines Arbeitsunfalles in einem Tierheim - wie er immer und überall passieren kann, wenn Lebewesen auf Lebewesen treffen - ableiten kann in Bezug auf die allgemeine Tierschutzarbeit, den Staat und wahrscheinlich auch die nächste Mondmission. 🤔

Tragisch und schlimm, was da passiert ist. Und für den Hund vermutlich tatsächlich besser, dass er eingeschläfert wurde bevor ihm eine Wanderpokal-Karriere durch Expertenhände und Tierheime vollends den Rest gegeben hätte. Aber irgendwie für mich alles kein Grund den Tierschutz an den Pranger zu stellen, den Staat in die Pflicht zu nehmen oder gar irgendwelche Hunderassen auszurotten.

Die Variable Mensch ist leider immer die Unbekannte, in egal welcher Gleichung. Und Hunde sind im Endeffekt immer nur der Spiegel der Menschen, denen sie in ihrem Leben bereits begegnet sind bzw. der Spiegel der Situation, in die sie durch Menschen gebracht werden. Einzig und alleine die Menschen können etwas an der Situation ändern - jeder für sich - wenn sie bereit sind sich selbst zu reflektieren und auch Schwächen und Fehler einzugestehen, denn nur dann kann vermieden werden, dass Situationen eskalieren oder schief gehen. Da hilft meiner Meinung nach aber auch kein Eingreifen vom Staat, da müsste man einfach ne große Ladung gesunden Menschenverstand verteilen. 😉

Und ganz nebenbei lebt bei mir hier ein Hund, der bei jedem Test durchgefallen wäre und der sicher gefährlicher ist - in seiner für Außenstehende vorhandenen Uneinschätzbarkeit - als viele sogenannte "Problemhunde", die wie Demona schon ausführlich beschrieben hat, teilweise einfach nur rassetypische und somit menschengewollte (!) Verhaltensweisen zeigen. Als Podenco und mit seinem Zuckerblick ist sein Anblick mit Maulkorb meistens eher Anlass zu Protest "Der arme Hund!", als ein Grund tatsächlich Abstand zu halten. Und daran sehe ich immer wieder, dass der Mensch in seiner Selbstüberschätzung die eigentliche Gefahr ist bei solchen Themen. Hunde sind keine Fellroboter, die man zur Bespaßung aus dem Schrank holt und die ansonsten bitte unauffällig und völlig klaglos nebenher laufen müssen. Da das gerne vergessen wird, geht bei Tierschutzvermittlungen übrigens nicht unbedingt häufiger als bei Züchtervermittlungen soviel schief! Und nicht weil der Staat nicht die Hand auf Tierheimen hat...
Finde ich auch interessant. Ich hoffe, für dich und deinen hund, dass du viele helfenden Hände hast, die im Umgang mit deinem Hund dir helfen können, solltest du mal ausfallen.

Denn im tierheim sitzen die Kollegen, die auf einen Menschen geprägt sind. Denn die sogenannte Selbstüberschätzung passiert nicht nur im allgemeinen sondern auch im hundehaltertum.

Beispiel gefällig, binnen 2 Stunden Sepsis- inkl. Notop die mehr als 8 Stunden gedauert hat, 3 Wochen Krankenhaus. Hätte ich einen problemhund-wäre er eingeschläfert worden, den Ärzten war es scheiss egal ob ich noch etwas zu erledigen gehabt hätte. In meiner Familie hatte keiner den Kopf für den hund. Dem ging es bestens, bei der 90 jährigen Nachbarin, die ihn von all dem Stress-bestens abgeschirmt hat. Sie hätte ihn auch länger behalten, den wautzi...
 
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Was können wir für die Blödheit anderer Leute @Schweinemama?

Es geht darum, dem Hund artgerecht zu begegnen- daran, dass andere das nicht können, sind wir NICHT Schuld.

Unfälle passieren, aber das kann beim Auto fahren oder Fußball spielen genauso.
 
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