Das muss dir nicht Leid tun... Mycoplasmen sind einfach blöd... Da hat die Tierärztin schon recht

. Viele unserer Ratten hatten im Laufe ihres Lebens Atemwegsprobleme, aber nur bei wenigen war es wirklich chronisch bzw. so schlimm das wir alle paar Wochen wiederholt Antibiotika geben mussten. In der Regel reichte das erste oder zweite Antibiotika aus und dann war das Thema gegessen. Bei anhaltenden Problemen haben wir aber durchaus auch ein 3 oder 4 Antibiotika probiert. Natürlich immer mit Rücksicht auf das Allgemeinbefinden der Bande. Aber die waren meist bis auf das rasseln tatsächlich recht gut drauf, haben normal gefressen, mit uns geschmust und am Rudelleben & Auslauf teilgenommen. Manche waren grade zu Beginn des Infekts etwas ruhiger & haben mehr geschlafen, aber wirklich schlecht drauf waren sie bei dem chronischem Verlauf meist beim Erstinfekt und dann im Alter, als es allgemein schlechter wurde. Dazwischen war es ok.
Der Mehrheit konnte man die Antibiotika auch über Leckerli, Paste, Joghurt (nicht bei allen AB möglich) geben. So war es auch Stressfreier für sie. Ein paar haben wir auch gespritzt, wenn sie in Akutphasen nicht wirklich fressen mochten.
Unser Tierarzt hat uns damals erklärt, dass wahrscheinlich die Mehrheit aller Ratten Mycoplasmen in sich trägt und diese dann bei Stress oder geschwächten Immunsystem ausbrechen und sie dann oft chronisch verlaufen.
Wenn es Terry innerhalb dieser 2-3 Monate gut geht, empfinde ich es nicht als Quälerei. Nur weil sie rasseln geht es ihnen nicht gleich schlecht (es kommt natürlich auf die gesamte Atmung an) und wenn er die Behandlung gut wegsteckt, ist das immer noch lebenswert.
Ich hatte zuletzt nur noch Farbmäuse, aber einer der letzten Kastraten hatte auch einen chronischen Atemwegsinfekt. Er wurde wiederholt mit mehreren Antibiotika behandelt, wo er jünger war am Ende blieb ein leichtes Rasseln bei Aufregung. Ansonsten war er unauffällig, hat gut gefressen, war neugierig, hat sich mit seinen Mitmäusen beschäftigt, war normal aktiv etc. Wenn er schlimmer rasselte gab es wieder Antibiotika, dass auch anschlug aber eben nicht auf Dauer. Atemnot hatte er laut TA keine (und ich hatte auch nicht das Gefühl).
Leider verstehen viele nicht, dass man so viel Arbeit, Zeit und Geld darein investiert. Ich durfte auch oft hören "Du kannst dir doch für 15€ ne neue kaufen, warum steckst du da so viel Geld rein?" Ja, aber das kann mir niemals das vorhandene Tier ersetzen, mit all seinem Wesen, seinen Eigenheiten etc. Und bei Hudnen und Katzen wird das zwar je nach Ausmaß auch hinterfragt, aber dort habe ich es nicht so extrem erlebt. Und dort verstehen viele auch eher dass man trauert, dass man um eine Maus oder eine Ratte genauso trauern kann...
Lass dich nicht unterkriegen, du gehst deinen Weg. Sie müssen es ja nicht verstehen, aber dann sollen sie wenigstens still sein...