Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe

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Hallo liebe Tierforum Community,

ich hab mich hier angemeldet weil ich Rat suche.
Ich teile mir meine Wohnung mit zwei Kaninchen die ich aus schlechter Haltung gerettet habe, Lucky ist eine Englische Riesenschecke die ich 2016 geholt habe und Klopfer, ein Zwergwidderchen, habe ich seit ca einem Jahr.
Beide waren vorher komplett alleine und in Käfighaltung, und waren extrem ängstlich vor Menschen, vor allem Lucky. Allerdings hat gerade die ein unglaubliches vertrauen entwickelt (vor allem zu mir, anderen traut sie nicht über den Weg :/) und bis vor kurzem hab ich sie stundenlang streicheln können, sie lief mir freudig entgegen wenn ich sie gerufen hab und und und.
Leider musste ich ihr seit ca ner Woche eine kleine Schramme eincremen die sie sich beim toben geholt hat, und sie dafür halt auch hochnehmen (mach ich sonst nur zum Krallenschneiden)
Ich bin die einzige bei der sie nicht anfängt zu schreien auf dem Arm, lässt sich auch brav die Stelle behandeln usw.. nur leider ist sie seit dem extrem misstrauisch mir gegenüber geworden :( wenn ich auf sie zukomme wird direkt geklopft und weggerannt weil sie denkt, ich will sie hochnehmen. Ich finde das mega schade und traurig weil unser Verhältnis eigentlich schon ein besonderes ist. Am liebsten würde ich die kleine Wunde gar nicht mehr Cremen, aber mindestens eine bis zwei Wochen wird das noch nötig sein. Ich hab aber total Angst dass sie irgendwann komplett das Vertrauen verliert... Bin ein bisschen ratlos. Natürlich werde ich die Behandlung weiter durchziehen, aber ich hab so Angst um ihr Vertrauen :( hat vielleicht jemand einen Tipp oder ein paar nette Worte?

Liebe Grüße
 

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  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #2
Hallo Luckily,

ich gehe mal davon aus, dass sie das erste Mal Medikamente bekommt, das ist natürlich für jedes Tier etwas erschreckendes und unangenehmes. Ich würde dir raten zu versuchen möglichst viele positive Sachen mit ihr im gleichen Zeitraum zu machen, so dass sie merkt, dass dein Interesse nicht nur das cremen ist. Natürlich wird es nach der Prozedur, also nach dem Ende der Medikamentenzeit noch etwas dauern bis es wieder wie vorher ist, aber nach einiger Zeit wird sie das vergessen und wieder nur positive Dinge mit dir Verknüpfen.
 
  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #3
Danke flauschibär.
Natürlich weiß ich auch dass es dann wieder besser wird, allerdings bedrückt es einen schon. :(
 
  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #4
Ja bedrückend ist es allerdings, das kenne ich auch zu genüge, aber vielleicht hilft es dir ein wenig, wenn du immer daran denkst, dass es bald vorbei ist und es dann wieder besser wird bei euch.
 
  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #5
Versuch mal sie mit Leckereien zu bestechen.

Meine Häsin wurde im Mai kastriert und ist seitdem auch skeptisch. Vorher hat sie sich auch mal anfassen lassen, jetzt ist sie auf der Flucht, wenn sie merkt, dass sie eingesammelt werden (müssen beide alle paar Wochen zum Zähne machen). Mein Kastrat ist da schon gemütlicher (er ist aber auch 5 Jahre älter).
 
  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #6
Ja, Leckereien funktionieren ganz gut. sobald sie die Tüte von den getrockneten Apfelstückchen rascheln hört, gibts kein halten mehr😄

Dann kommt sie auch und will auch wieder gekrault werden. Aber wehe ich stehe dann auf... Naja, was soll man machen, Gesundheit geht da halt vor...
 
  • Kaninchen verliert Vertrauen durch Medikamentengabe Beitrag #7
Ich würde anfangen sie nicht "Nur" zur Medikamentengabe einzufangen (einfangen würde ich sie gar nicht - sondern sie soll ruhig am boden sitzen bleiben, sie kann auf deinen Schoss krabbeln wenn sie das will - hochnehmen ist immer doof, weil sie dir total ausgeliefert ist) , setz dich zu ihr - lock sie an, streichele sie - gibt ihr das Lieblingsleckerli und lass sie bitte um Gottes willen am Boden. Die Medikamentengabe bei solchen Tieren, geht am besten am Boden - in dem du dich hinkniest, die knie etwas öffnest sodass sie zwischen deinen Knien ist - kopf schaut nach vorne - Hintern ist bei deinem Oberschenkel ( nicht klemmen) und mit deinem Oberkörper eine Art Katzenbuckel machst, damit du mit den Händen zu ihrem Maul kommst, den Kopf beugst du so vor - dass du mit der Stirn mehr oder weniger am Boden aufliegst - es ist ein bisschen wie Yoga - wird aber von den Tieren relativ gerne genommen. Das Tier bleibt am Boden sitzen - wird sozusagen nur "dunkel" gemacht, könnte jederzeit flüchten und ist nur kurz gesperrt (alternativ kannst du mit einer Hand die Vorderpfoten etwas anheben - gerade wenn es um etwas orales geht) . Je nachdem was das für Medikamente sind - kannst du sie dann sofort wieder auslassen, sind es Medikamente wo sie danach panisch flüchtet - versuche, dass du sie noch etwas beruhigen kannst - in dieser "Höhle" ist es recht dunkel - sie fühlt sich da auch schon mal etwas mehr geborgen - und lass sie nach einigen Minuten erst frei (wie z.b. Augentropfen - sie kann ja nicht weglaufen - wenn sie verschwommen sieht - wenn sie sich dann verletzt - wirst du für "schuldig" gesprochen. Dann lass sie lieber noch etwas in der "Räuberhöhle" - streichele sie - gib ihr noch was zum Fressen und dann löst du das vorbeugen - un sie darf flüchten wenn sie will. Nur nicht hochnehmen - das machen greifvögel - wenn sie am boden ist - und somit für sie sicher - geht das für sie leichter.

Du wirst sehen, das klappt auch besser, es ist leider etwas sehr "dummes", wenn neue Tiere sofort mit Medikamenten behandelt werden müssen. Aber andererseits, es ist ja nicht für Lange und manche Medikamente sind ja wirklich so notwendig dass ein Aufschub gar nicht geht.
 
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