Hi,
ich war selbst einige Jahre Pflegestelle bei verschiedenen Vereinen und de facto hätte ich mehrere Hunde einfach vermitteln und das Geld dafür behalten und der Verein hätte nichts schriftliches gehabt, weil es keinen Pflegestellenvertrag gab. Habe ich aber nicht gemacht, weil ich ein anständiger Mensch bin.
Jedoch habe ich durch diverse Gruppen bei Facebook mitbekommen, dass es einige Personen gibt, die das tatsächlich immer wieder gemacht haben und so bei sehr vielen Vereinen auf die Liste kamen, dass dort kein Hund mehr hin vermittelt werden soll, auch nicht zur Pflege oder Urlaubsbetreuung. Eine davon habe ich selbst mehrfach auf Ebay Kleinanzeigen gesehen. Diese Person hat mehr als 20 (!) Ebay Kleinanzeigen Profile und selbst die Ämter sitzen ihr inzwischen im Nacken, aber dennoch schafft sie es durch Hunde, die privat abgegeben werden an neue Hunde zu kommen und vermittelt sie gewinnbringend. Es sind auch schon Urlaubshunde auf nimmer wieder sehen dort "weggelaufen". Einfach bei Tasso auf sich angemeldet und vermittelt.
Deswegen kann ich jeden Verein verstehen, der sich eine Art Kaution geben lässt, damit man sicher ist: der Hund wird wirklich nur durch uns vermittelt und die Pflegestelle hat keine Handhabe. Denn auch einen Ausweis bekommt man schnell. Das weiß ich, weil ich schon den einen oder anderen Hund aufgenommen habe, der aus der Vermittlung nach einem gewissen Zeitraum zurück kam und der Pass war unauffindbar. Also alle Impfungen neu, entwurmt und die Daten vom Halter durfte ich eintragen (war natürlich der Verein, aber auch da kann man schnell Schindluder betreiben). Von daher mussten die Vereine sich auch da etwas neues einfallen lassen.
Was ich nicht richtig finde, ist: wenn man einen Hund von einer PS nimmt, er direkt mal 150€ mehr kostet als wenn ich ihn direkt genommen hätte oder was ich auch schon bei einem Verein auf der Seite gelesen habe: wenn ich PS mache und mich nach drei Monaten dazu entscheide, den Hund nun doch nicht mehr abgeben zu können, muss ich beim Verein nicht nur die Schutzgebühr, sondern auch alle bis dato entstandenen Tierarztkosten etc. begleichen.
Zwei Vereine haben mich bei Hunden, die bereits länger bei mir waren, sogar mehrfach gefragt, ob ich den Hund nicht doch lieber behalten möchte, weil er doch schon so lange bei mir ist. Für Tilly hätte man sogar ein kleines Sparkonto angelegt und Paten gesucht, damit sie bei mir bleiben dürfe. (der Verein hat mich am Ende gekickt, weil jemand meinen Namen in eine Unterhaltung bei Facebook per Photoshop gesetzt hat inkl. Foto, wo ich mich angeblich sehr negativ über den Verein geäußert hätte, dabei hat das Gespräch nie stattgefunden und ich wusste nicht einmal worum es geht, als der Verein mir unterstellte, dass ich ja nicht hinter deren Arbeit stehe und sie öffentlich schlecht rede...) und bei Banderaz, der war sieben Monate bei mir, ich war nach sieben Vorbesitzern die einzige, die mit dem Podenco klar kam in deren Augen und er am besten bei mir bleiben solle. Er wurde noch nicht einmal vom Verein irgendwo inseriert, weil man darauf spekuliert hat, dass ich ihn behalte!
Was vielleicht auch zu klären ist: was ist, wenn der Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entläuft und erst nach Wochen eingefangen werden kann, auf eine andere PS kommt usw. Bekommt ihr euer Geld dann wieder?
Klär auch ab, wer Interessenten zu-/absagt, wer für das Sicherheitsgeschirr aufkommt (wird eines gestellt, müsst ihr selbst eines besorgen), wer führt die Gespräche mit den Interessenten, falls es die eine oder andere Baustelle gibt (darfst du offen darüber sprechen, oder nur durch die Blume indirekt andeuten, dass der Hund die Wohnung umdekorieren wird, wenn er alleine oder dergleichen). Auch wenn du schon mal PS gewesen bist, es hat sich in den ganzen Jahren einiges getan und es gibt inzwischen gefühlt mehr Vereine als Bäume in Deutschland.