Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten

Diskutiere Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; Hallo, eigentlich gehts noch immer um diese Ratte: "Muttermale" am Schwanz , aber ich mache mal nen neuen Thread, sonst wirds unübersichtlich...
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Malki

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Hallo,

eigentlich gehts noch immer um diese Ratte: , aber ich mache mal nen neuen Thread, sonst wirds unübersichtlich.

Also:
Besagte Ratte, W., haben wir von einem Vorbesitzer mit Hund im Frühling übernommen, sie war damals schon über 2 Jahre angeblich. Anfangs war sehr fit, dann baute sie irgendwann ab (wir dachten, es sei einfach das Alter). Immer wieder Hautprobleme (Juckreiz, Haarausfall, roter Ausschlag, aber keine Parasiten - wurde von nem Not-TA, der auch fachlich auf Ratten spezialisiert war, genau untersucht) - Pilze ausgeschlossen, also auf Allergien getippt, mir aber eine Desinfektions-Lotion mitgegeben. Nach mehrmaliger Anwendung Beschwerden weg. Die Ratte wurde aber immer schwächer (Hinterhandlähmung, ist ja eigentlich nichts Seltenes bei alten Ratten, kenne ich auch schon).

Wir haben dann 2 weitere Notfälle aufgenommen (bzw. zurückgenommen, da wir diese mal vermittelt hatten, der Besitzer aber keine Zeit mehr hatte). Als wir sie vergeben hatten, hatten sie definitiv noch nichts, sie waren untersucht worden und sahen gesund aus und ich achte penibel darauf, in Rattenumgebung für eine gewisse Hygiene zu achten (keine Erreger von draußen einzuschleppen, nicht mit Schuhen in die Wohnung, Futter in Lebensmittelqualität, Insektengittern an Fenstern (wenn sich doch mal eines verirrt, so schnell wie möglich vernichten), etc. Einzig eine Waldschabe (also eine von den HARMLOSEN Schaben, nicht der Schädling!!) hatte sich mal an den Käfig verirrt, da wir unmittelbar am Waldrand leben. Waldschaben übertragen aber nichts. Und ein oder zwei Mal hatten wir eine Stubenfliege im Sommer in der Wohnung, da kann ich natürlich für nichts garantieren, aber da ich mich mega vor Fliegen ekle, habe ich auch da penibel darauf geachtet sie so schnell wie möglich zu entsorgen und v.a. dass sie nicht zum Käfig fliegt (tat sie mMn auch nicht, diese Biester wollen immer nur zu mir).

Die 2 Ratten-Notfälle hatten wir also Ende des Sommers zurückgenommen und dann eine Integration, auch mit besagter Seniorin, gestartet (zuerst war sie in einem reinen Seniorenrudel, dann verstarb aber eine an Tumor, und so integrierten wir sie ins andere Rudel zurück, wo auch die beiden neuen dabei waren). Einer der neuen, R., ging eines Tages urplötzlich auf sie im Auslauf los und biss sie in den Genitalbereich. Ich fuhr sofort in ne Klinik, der Biss war nicht tief, aber es wurde ein beginnendes Abszess festgestellt. Da R. schon während der Inti so seltsam an ihr geschnüffet hatte, dachten wir damals, er habe ihr einfach das Abszess "aufbeißen" wollen. Wir haben sie natürlic gleich von R. getrennt und die Rudel wieder separiert - Sie, zusammen mit der 2. zurückbekommenen Ratte (F.) und noch einem weiteren Opi (L. - der gleiche Wurf wie F. und R., aber nicht wie die Seniorin!). Alles lief super, die drei waren ein Herz und eine Seele, haben zusammen gekuschelt, die Opis haben sogar auf die Omi aufgepasst, usw.
Eines Tages im Auslauf kämpften plötzlich R. und L. miteinander, wobei die beiden einander derart bissen, dass sie beide sofort Abszesse bekamen, F. aber stärker als L. Ich muss dazu sagen, dass ich die Bisswunden natürlich umgehend versorgt hatte (Betaisodona) und es mir sowieso unerklärlich ist, wie dann derartige Abszesse entstehen können. Bin da wie gesagt eigentlich sehr auf Hygiene bedacht; aber völlig keimfrei ist die Umgebung natürlich nicht. Möglicherweise hat einer von ihnen am Konflikt-Platz (ihr Rückzugsort draußen) halt irgendwie hingepinkelt o.ä. (R., L., F. oder W.) und das war dann infektiöser als der Biss. Wobei es sich bei Abszessen ja um anaerobe Bakterien handelt, da kommt ja wieder eher nur infektiöser Speichel infrage.
Wie auch immer, jedenfalls bin ich wieder zum nächstoffenen TA gefahren, Abszess wurde ausgeräumt, aber nicht gut genug offenbar, weil es wieder nachwuchs.

Seit dem Vorfall vor ca. 1 Monat war dann aber wieder alles gut - die drei vertrugen sich wieder super, sowohl im Käfig als auch im Auslauf. Vielleicht lag es daran, dass R. zwischenzeitlich leider verstorben war - woran, wissen wir übrigens nicht, da er eigentlich sehr, sehr fit war, innerhalb von 3 Tagen plötzlich schwächelte und dann einfach in meinen Armen starb. Kein sichtbarer Tumor, nichts (mit ihm hätten wir am wenigsten gerechnet). Er konnte bis zuletzt klettern und auf Ebenen springen, hatte lediglich eine minimale neurologische Auffälligkeit am Hinterpfötchen (wir tippten auf "leicht verstaucht") und fraß bis am Tag seines Todes auch ziemlich normal.

Zurück zu den 3 anderen Senioren: Sie vertrugen sich also eine Zeitlang wirklich blendend und rührend, bis vor 2 Tagen F. urplötzlich aus dem Nichts schon wieder auf W. losging und sie in den Nacken biss. Ich habe die Wunde (die nicht sehr tief war und auch kaum blutete) sofort wieder desinfiziert, dennoch wuchs da urplötzlich wieder eine Beule (haarlos, hautfarben). Ich sofort wieder zum TA - diesmal zu meiner Stamm-Tierärztin -, die übrigens die erste war, die sich W. genau ansah und nicht alles auf "Ja, das ist das Alter" abtat. Sie schwankte aufgrund der neurologischen Ausfalls-Erscheinungen zwischen Hirntumor und EC, das in seltenen Fällen ja auch bei Ratten auftreten kann. Ich soll ihr nun einige Tage Entwurmungsmittel und Vitamin B geben und schauen, ob sich ihr Zustand bessert - falls ja, muss natürlich der gesamte Bestand behandelt werden. Tatsächlich geht es ihr seit gesten Abend etwas besser. Sie kann ihr schwaches Beinchen nun wieder so weit anheben, dass sie in ihr Lieblingsversteck in den Käfig kam (war davor nicht mehr möglich) und sie kann nun wieder ein bisschen sicherer krabbeln. Ich weiß nicht, ob das Antiwurmmittel so schnell hilft oder ob einfach das Vitamin B ihr so gut tut (und sie doch einen Tumor hat).

Jedenfalls ist meine Frage: Meint ihr, die anderen beiden, die wir zurückbekamen, könnten sie mit irgendwas angesteckt haben (durch die Bisse)? Allerdings sind die beiden Herren, die einander ebenfalls gebissen hatten, munter wie immer (nur R. verstarb leider relativ plötzlich, der wurde aber kaum gebissen und war nie so intensiv an den Konflikten beteiligt. F. war zu R. und anderen Ratten immer wieder sehr dominant bis böse, aber immer nur außerhalb des Käfigs, und zu Menschen niemals (!), im Gegenteil, F. ist eine absolut sanfte Kuschelratte, wenn es um Menschen geht! Deshalb schließe ich auch Aggressionen wegen irgendeiner Krankheit oder Parasiten eigentlich eher aus, weil Menschen liebt er einfach über alles).
Und falls sie tatsächlich EC haben (oder einen anderen Wurmparasiten): Woher fangen sich Ratten denn so was ein, wenn sie nie in Kontakt mit anderen Haustieren waren? Der Hund des vorigen Besitzers von W. kam nie in direkten Kontakt zu ihr, und die Besitzer wo wir R. und F. zurückbekamen, hatten gar keine anderen Haustiere. Ich selbst auch nicht und ich bin wie gesagt sehr heikel, also wenn ich doch mal ne andere Katze streichle oder so, greife ich keine Ratte an, bevor ich nicht gründlich Hände wusch usw. Selbst wenn ich irgendwelche Spielsachen in der Zoohandlung kaufe, lasse ich sie ein paar Tage liegen, bevor ich sie reinlege bzw. putze sie vorher ab.

Also doch leider ein Tumor? Aber warum hilft dann Vitamin B so schnell? (Ich hatte leider schon viele Ratten mit Tumor, auch Hirntumor, und da half leider erfahrungsgemäß einfach gar nichts mehr, nicht mal kurzfristig).

Habe dann zufällig noch eine Meinung von einer sehr rattenerfahrungen TÄ erhalten, die ebenfalls EC bzw. Tumor für möglich hält.

LG
Malki
 
  • Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten Beitrag #2
Ich schweife jetzt ab, weil bei Meerschweinchen auch oft EC diagnostiziert wird und wenn man dann den Gesichtsschädel röntgt, findet man eine chronische Mittelohrentzündung. Die ist sehr schmerzhaft, was eine Verhaltensänderung erklären kann.
Die meisten Tierärzte können, den Gesichtsschädel nicht Röntgen, weil es dazu eine bestimmte Röntgeneinheit braucht. Es muss also ein Arzt sein, der Nagerzähne häufiger behandelt. Wer Nagerzähne Röntgen kann, kann auch Gesichtsschädel.
Ich habe gerade so ein Meerschweinchen hier, mit Metacam als Dauertherapie. Damit ist sie nicht mehr verhaltensauffällig.
Ob das auch eine mögliche Problematik bei Ratten ist, kann ich nicht sagen. Sie sind zumindest verwandt. Meine letzte Ratten hatte ich vor mehr als 30 Jahren.
Gute Besserung
 
  • Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten Beitrag #3
Danke für Deine Information! Tatsächlich hatte ich auch schon an Mittelohrentzündung gedacht. Metacam bekam sie schon, leider wirkte es bei ihr gar nicht. Sie scheint auch keine Schmerzen zu haben.

Danke, es geht ihr heute tatsächlich schon etwas besser - nach dem Wurmmittel und Vitamin B. Ist die Frage, ob es das Wurmmittel, das Vitamin B oder beides ist.

LG
Malki
 
  • Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten Beitrag #4
Hallo Malki,

wie geht es der kleinen?

E.Cuniculi bringen manche Tiere einfach mit und stecken dann so die anderen Tiere an. Es kann sein, dass sie die ganze Zeit über schon das hatte, es aber erst jetzt ausgebrochen ist, Stress löst dieses oft aus.
Wurde bei ihr Blut abgenommen oder geht das bei Ratten nicht? Bei Kaninchen kann man so nämlich feststellen ob die Tiere den Erreger in sich haben.

Panacur und Vitamin B würde ich einfach weiter bis zum Therapie Ende weiter geben, ist doch letztendlich egal was von beiden hilft oder ob beide gemeinsam helfen, Hauptsache es hilft.

Wie Miss.Piggy schon schrieb, kann dahinter auch Ohrenentzündungen stecken, manchmal tritt auch beides gemeinsam zeitgleich auf.
Könnte man denn durchs Schädelröntgen auch einen Tumor diagnostizieren? Dann wäre es doch sinnvoll das machen zu lassen, um zu wissen woran ihr seit oder?

Verstehe gerade aber auch nicht recht, warum bei E. Cuniculi dann der gesamte Bestand behandelt werden müsste oder ist E.C komplett heilbar bei Ratten?


Liebe Grüße
 
  • Ratte infektiös /Kaninchenkrankheit bei Ratten Beitrag #5
Hallo, danke für Deine Antwort (leider klappte bei meinem Antwortversuch letztens was nicht, daher versuche ichs jetzt noch einmal).

Man kann Ratten schon Blut abnehmen, aber unsere ist ungewöhnlich klein geraten und da wäre es zu riskant gewesen, die Menge, die erforderlich wäre, außerdem war sie auch kreislauftechnisch schwach und man hätte sie kurz narkotisieren müssen.

Eine Ohrentzündung ist glaub ich ausgeschlossen worden, aber stimmt, die Symptome hätten auch darauf hindeuten können, hatte mal so einen Fall, da war es ähnlich. Allerdings scheint es ihr abgesehen von den neurologischen Problemen ganz gut zu gehen. Sie frisst immer noch sehr gerne und glubscht oft friedlich vor sich hin. Sie ist auch noch sehr aufmerksam. Nur Ihre Bewegungen sind stark eingeschränkt.

Ein Röntgen ist leider eben auch nicht möglich, weil sie da sehr still halten müsste und man sie nicht betäuben kann, da sie schon so schwach ist.

Jedenfalls brachte das Entwurmungsmittel keine Besserung, daher haben wir es nun abgesetzt und gebe nur Vitamin B weiter. Ihr Zustand ist relativ unverändert bislang. Werden es noch weiter beobachten.

Danke für die Antwort!

Liebe Grüße
Malki
 
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