Verhalten Rüde nach chem. Kastration

Diskutiere Verhalten Rüde nach chem. Kastration im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen Unser Hund (10monate) wurde vor 3 Wochen chem. Kastriert. Die volle Wirkung tritt ja erst 6-8 Wochen danach ein, das weiss ich :)...
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #1
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Depo

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Hallo zusammen

Unser Hund (10monate) wurde vor 3 Wochen chem. Kastriert. Die volle Wirkung tritt ja erst 6-8 Wochen danach ein, das weiss ich :)

Etwas scheint schon zu wirken.. Zb. Frisst er endlich normal. Markiert viel weniger, sitzt weniger auf abends.

Was aber aktuell richtig übel ist. Abends dreht er voll durch. Wird nervös, bellt und findet kaum Ruhe. 19.30 gibt es die letzte Runde, wenn man los geht dreht er ab. Hängt in der Leine, bellt, fiept und zieht. Meistens macht er dann noch sein Geschäft bei einer Wiese und auf dem Rückweg wird er wieder normal. Läuft ruhiger, bellt nicht mehr. Echt komisch!!!

Kennt das jemand!?! Sind das die Hormone oder spinnt er einfach so!?!

Danke :)
 
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  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #2
Hi,

da fehlen ein paar Informationen. 🤔

Um was für einen Hund handelt es sich? Ist ja ein Unterschied ob es ein Mops oder ein Malinois ist. 😉

Wie sieht euer Tagesablauf aus?

Warum wurde der so früh chemisch kastriert?
Für den Kerl ist es ein totaler Umschwung von "Langsam beginnen die Hormone" bis "Hormone weg." Das kann sich schon aufs Verhalten auswirken. Man sagt nicht umsonst, dass es nach dem Chip erst mal schlimmer wird und dann irgendwann besser. Aber eines kann ich dir jetzt schon sagen, wenn der Chip ausläuft, wird es nochmal schlimmer weil dann alle Hormone auf einmal zurück kommen. Mit 10 Monaten ist er halt mitten in der Entwicklung und bräuchte die Hormone eigentlich. Schade.
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #3
Es ist ein mini aussie. Er war sehr früh mit der pubertät. Aufreiten (vorallem auf uns und Hunde), fiepen, stress, nur noch nase unten draussen, starker ausfluss (smegma)... Hundetrainerin und Tierarzt waren der Meinung ein Versuch mit dem Chip könnte ihm helfen. Würde dann richtig kastriert werden, wenn es positive Wirkung zeigt.
Tagesablauf in der Regel 1 Stunde am morgen spazieren, 1 Stunde am Mittag.... Tagsüber in der Regel Zeit zum ausruhen. Findet nicht immer die Ruhe. Geht aber schon ganz gut.
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #4
Geht das ein kleines Bisschen ausführlicher?

Es ist ein mini aussie.
Ein Miniature american Sheperd mit anerkannten Papieren oder ein papierloser sogenannter Mini-Aussie, wo man gerne mal echte Aussies einkreuzt?

Tagesablauf in der Regel 1 Stunde am morgen spazieren, 1 Stunde am Mittag....

1 Stunde spazieren gehen kann alles oder nichts bedeuten. Alleine in der Pampa/Durch die Innenstadt einer Großstadt/ständige Hundekontakte/etc.

Macht ihr auch was Kopfmäßiges mit ihm? Also eine richtige Arbeit? Ein Hundesport, Tricks oder sonst was?

Habt ihr ihm aktiv beigebracht, wie er Ruhe halten kann? Kennt er ein Deckenkommando und befolgt es auch? Also dass der Hund entspannt auf seiner Decke/Körbchen liegt und ihr euch frei in der Wohnung bewegen könnt. Oder springt er bei jedem Husten hoch?

Wenn ihr euch draußen auf eine Bank setzt, den Hund angeleint, was macht er dann? Macht er Theater oder kann er entspannt neben euch liegen?

Aufreiten (vorallem auf uns und Hunde), fiepen, stress, nur noch nase unten draussen, starker ausfluss (smegma)
Ich weiß nicht, was eure Trainerin euch da geraten hat aber das klingt für mich wie ein ganz normaler, 10 Monate alter Rüde. Gerade für einen Aussie nichts ungewöhnliches. Da hilft vernünftiges Training und den Ausfluss haben viele Jungrüden, das kann normal behandelt werden. Schade, dass da immer gleich zu so etwas gegriffen werden muss.

Ich habe selbst einen ausgewachsenen Rüden und einen Jungrüden von 9 Monaten. Der Altrüde hat sich mit 12 Monate auch so aufgeführt, das hat 3 Monate Training gebraucht und dann war die Sache geregelt. Auch wenn alle nach Kastration geschrien haben. Kastration ersetzt keine Erziehung.
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #5
Vielen Dank. Aber das wird mir grad zu anstrengend. Wenn man Fragen hat und und nur belehrende, vorwursvolle Antworten bekommt. Aber danke für deine kostbare Zeit :)
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #6
Wie soll man denn helfen wenn da nur ein paar Sätze hin gerotzt werden? Und um zu wissen, warum er sich so verhält, wie er sich verhält, muss man - wenn man es nicht in Natura sieht - eben nachfragen. 🤷‍♀️

Aber gut. Viel Erfolg. 😊
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #7
Hey

Wenn der Hund zwischendurch schon nicht zur Ruhe findet, würde ich den Alltag mal genauer überprüfen, ob er ihn nicht überfordert.
Denn auch das Aufreiten, viele der "verstärkten Pubertätssymptome" und die Unruhe können schlicht davon kommen, dass er einfach durch ist, aber nicht zur Ruhe kommt. Allein die Hormone können in dem Alter überfordern, wenn dann noch der Alltag zu viele Herausforderungen stellt, dann ist unerwünschtes Verhalten fast vorprogrammiert. Zumal es 19.30 auch dunkel ist und bei unsicheren Hunden (Kastration macht häufig unsicherer, weil das Testosteron dann fehlt) dann ihre Unsicherheit deutlicher zum Vorschein kommt.

auf dem Rückweg wird er wieder normal. Läuft ruhiger, bellt nicht mehr.
Hin- und Rückweg ist die gleiche Strecken?
Wenn ja, ist das recht normal, weil er dann weiss, was ihn erwartet.
Wenn nicht, würde ich mal Magen-Darm und Fütterung überprüfen. Dann kann es sein, dass ihn der Stuhlgang stresst.
 
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #8
Hallo zusammen

Unser Hund (10monate) wurde vor 3 Wochen chem. Kastriert. Die volle Wirkung tritt ja erst 6-8 Wochen danach ein, das weiss ich :)

Etwas scheint schon zu wirken.. Zb. Frisst er endlich normal. Markiert viel weniger, sitzt weniger auf abends.

Was aber aktuell richtig übel ist. Abends dreht er voll durch. Wird nervös, bellt und findet kaum Ruhe. 19.30 gibt es die letzte Runde, wenn man los geht dreht er ab. Hängt in der Leine, bellt, fiept und zieht. Meistens macht er dann noch sein Geschäft bei einer Wiese und auf dem Rückweg wird er wieder normal. Läuft ruhiger, bellt nicht mehr. Echt komisch!!!

Kennt das jemand!?! Sind das die Hormone oder spinnt er einfach so!?!

Danke :)

Depo ,hallo !​

Auf solche Beschreibungen aus der Ferne, kann man generell, leider nur seine Vermutungen äußern .
Ich bin auch kein Befürworter von Kastrationen , wenn dieses nicht unbedingt Medizinisch erforderlich sind .
Denn auch Geschlechtshormone haben ihren Sinn im harmonischen Zusammenspiel aller Funktionen ,
egal ob bei männlichen , wie weiblichen Individuen .

Hunde können nach einer Kastration unter Anderem sehr unsicher werden und Probleme im Sozialverhalten bekommen , hier kannst Du jetzt nur abwarten, wie sich das Verhalten bei Deinem Hund entwickelt .

Aber jetzt mit dem Kastrationschip bei Deinem Hund gibt es die Möglichkeit für Dich,
noch einmal ein besonders intensives Training zu beginnen , welches nicht durch geschlechtsspezifisches Verhalten erschwert werden kann.
Manchmal kann dieses dabei helfen , noch versäumte Fähigkeiten beim Grundgehorsam , wie der Leinenführigkeit zu festigen , so , dass dieses auch später, bei nachlassen der Wirkung des Chips noch abrufbar bleibt, der Hund dann besser zu kontrollieren ist und weniger Probleme bereiten kann .

Ich hoffe, dass es bei Deinem Hund keine Kastration geben muss , welche dann auch mit unliebsamen Folgen
verbunden sein kann , die dann jedoch nicht wieder verändert werden könnten .

Verhalten Rüde nach Kastration:
Bei kastrierten Rüden besteht immer das Risiko für Verhaltensstörungen , Fellveränderungen,
Übergewicht, Inkontinenz , so wie orthopädischen Erkrankungen ,
oder noch andere Funktionsstörungen zu bekommen .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verhalten Rüde nach chem. Kastration Beitrag #9
Hallo Depo

Eine chemische Kastration bei einem Rüden reduziert den Hormonspiegel, insbesondere den Testosteronspiegel. Die Auswirkungen der chemischen Kastration können von Hund zu Hund unterschiedlich sein und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Dosis des Medikaments und der individuellen Reaktion des Hundes.

In der Regel führt die chemische Kastration bei Rüden dazu, dass sich ihr sexuelles Verhalten ändert. Der Hund zeigt in der Regel weniger Interesse an Weibchen und ist weniger bereit, zu markieren oder territorial aggressiv zu sein. Einige Hunde können auch weniger aktiv und energiegeladen sein und eine Tendenz zu Gewichtszunahme haben, da der Testosteronspiegel, der für die Erhaltung von Muskelmasse und Körperkondition wichtig ist, gesenkt wird.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Auswirkungen der chemischen Kastration normalerweise nicht dauerhaft sind. Die Wirkung des Medikaments kann nachlassen, wenn es abgesetzt wird oder wenn sich der Körper des Hundes an die Wirkung gewöhnt hat. Aus diesem Grund wird die chemische Kastration oft als temporäre Maßnahme angesehen und kann bei Bedarf wiederholt werden.

Gruß
Jörg
 
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Verhalten Rüde nach chem. Kastration

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